Hi,
ein Bekannter von mir ist Ende 20 und studiert noch. Nun überlegt er, aufgrund einer grausamen Vergangenheit mit seinen Eltern, den Kontakt zu diesen abzubrechen.
Leider ist er finanziell noch abhängig von diesen, sprich sie zahlen ihm die Miete in der WG. Ansonsten hat er einen Studentenjob und finanziert sich somit.
Nun zögert er eben, wegen der Miete...obwohl es ganz eindeutig ist, dass ihm ein Leben ohne diese Menschen besser tun würde...
nun meine Frage: wohin könnte er sich wenden, um finanzielle Stützen zu bekommen?
BafÖg hat er bisher nicht bekommen, weil die Eltern zu viel verdienen.
Wäre über jede Antwort dankbar.
Kontakt abbrechen, aber woher Geld für Miete?
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Beitrag von dingens - 29.11.11 - 20:48 Uhr
Beitrag von dorothee15 - 29.11.11 - 21:07 Uhr
um weiterhin finanzielle unterstützung in der erstausbildung zu bekommen, muss er nicht zwingend kontakt zu seinen eltern haben. sie müssen also weiterhin für ihn aufkommen, zu not muss er es einklagen.
wenn er aus stolz von seinen eltern nichts annehmen möchte, wäre das sein persönliches pech, da der unterhalt seiner eltern vor allen anderen leistungen geht. egal was er beantragt, die eltern würde immer als erstes in regeress genommen werden.
Beitrag von dingens - 29.11.11 - 21:13 Uhr
Und wenn es sein zweites Studium wäre? Das erste musste er lassen, weil er es nicht geschafft hat...dann gilt das trotzdem, oder?
Beitrag von dorothee15 - 29.11.11 - 21:18 Uhr
wenn die eltern aufgrund eines zweitstudiums nicht mehr unterhaltspflichtig sind (ich bin jetzt überfragt, wie die lage ist, wenn das erste studium abgebrochen wurde und inwieweit das noch als erstausbildung gilt, wenn man mit was anderem weitermacht), bekommt er gar nichts von irgendwelchen ämtern. denn in dem moment, in dem eine ausbildung dem grunde nach bafög förderungsfähig ist, egal ob er bafög bekommt, hat er keinen anspruch auf alg 2 oder wohngeld.
ich denke, dass ihn der asta am besten beraten kann.
Beitrag von dingens - 29.11.11 - 21:22 Uhr
Asta?
Beitrag von dorothee15 - 29.11.11 - 21:27 Uhr
dein bekannter wird als student schon wissen, was das ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeiner_Studierendenausschuss
Beitrag von dingens - 29.11.11 - 21:28 Uhr
Komisch, ich hab auch studiert und kenne das nicht

naja egal. Ich danke dir auf jeden Fall für deine Mühe!!!Und deine hilfreichen Tipps!
Beitrag von dorothee15 - 29.11.11 - 21:32 Uhr
ich habe mich von den dauerteetrinkenden pappnasen auch immer lieber ferngehalten, aber es gibt sie an jeder uni. und sei es sehr unauffällig, dass sie ja keiner mit einem anliegen nervt.
abgesehen vom asta hat aber jede uni auch eine allgemeine beratung, zu not caritas oder ähnliches, da die sich auch auskennen.
Beitrag von dingens - 29.11.11 - 21:39 Uhr
Ich danke dir
Beitrag von wuestenblume86 - 29.11.11 - 22:32 Uhr
Hallo!
Es gibt auch noch elternunabhängiges Bafög. Über die genauen Vorraussetzungen müsste dich dein Bekannter mal erkundigen.
Ansonsten gibt es noch Studienkredite...würde ich aber nur im Notfall nutzen und wenn sich mit diesem Studium danach auch nettes Geld verdienen lässt.
ALG und Wohngeld gibt es für Studenten nicht!
Ansonsten wirklich mal zur asta gehen
die haben oftmals auch eine Finanzsprechstunde oder zeitweise Experten im Haus die man konsultieren kann und die einem auch behilflich sind beim Ausfüllen/Beantragen.
Beitrag von bi_di - 30.11.11 - 05:07 Uhr
Im Prinzip nicht aber manchmal schon, haben auch Studenten Anspruch auf Wohngeld:
http://www.uni-pur.de/wohngeld.php
Ansonsten kann er noch versuchen ein Stipendium zu ergattern. Davon gibt es überraschenderweise einige, aber nicht soooo viele Studenten kennen sie. Und Stipendien sind nicht immer an akademische Höchstleistungen geknüpft.
Einfach mal googlen.
Grüsse
BiDi
