Hallo,
wir sind eine nicht-christliche Familie.
Weihnachten feiern wir trotzdem - wir feiern das die Nächte danach langsam wieder kürzer werden, das das Jahr zuende geht. Wir feiern den Beginn des Lichts am dunkelsten Punkt des Jahres wenn man so will 
Zu uns kommt der Weihnachtsmann (oder seit neuestem die Weihnachtshexe *lach dank einem Kinderbuch), wir stellen einen Tannenbaum auf usw.
Unser Zwergerl geht auch extra in einen konfessionslosen Kindergarten.
Nun ist es aber so das trotzdem eine Krippe aufgestellt wurde, der tägliche Vorlese-Adventskalender erzählt die biblische Weihnachtsgeschichte - insgesamt geht es reichlich um Maria, Josef und das Christuskind und z.B. kaum um den Weihnachsmann.
Ich finde das nicht so gut da wir wie gesagt nicht christlich sind und ich allgemein finde das die religiöse Erziehung Sache der Eltern ist und nicht Sache der Kindergärten.
Wie seht ihr das? Muss man Weihnachten wirklich an Krippe, Stall und Jesuskind aufhängen?
Geht es nicht auch anders?
Wie handhaben Eure Kindergärten das und wie findet ihr das?
Ich werde das sicher im Kindergarten ansprechen, habt ihr Tips für die Vorgehensweise?
Wenn Ostern plötzlich Kreuzigung und Auferstehung ein Thema werden bekomme ich wirklich ein Krise *lach.
LG
Ameli
Weihnachten (im Kindergarten) für Nicht-Christen
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Beitrag von ameli - 30.11.11 - 11:03 Uhr
Beitrag von hase2101 - 30.11.11 - 11:08 Uhr
Hallo Ameli,
lass doch dein Kind entscheiden, an was es glauben möchte. Kinder sind da sehr offen für alles.
In unserem Kindergarten (viele Ausländer verschiedensten Nationen) wurde auch die christliche Weihnachtsgeschichte gelesen, aber auf der anderen Seite auch z.B. das Zuckerfest der Türken begangen. Mein Sohn fand das alles toll... 
Ich würde "euer" besonderes Weihnachten so weiter feiern und dein Kind einfach auch mal in andere Sachen ganz entspannt reinschnuppern lassen.
Viele Grüße
Beitrag von ameli - 30.11.11 - 12:14 Uhr
Hallo Hase,
danke für deinen Beitrag.
So werden wir das wohl auch handhaben.
Liebe Grüße
Ameli
Beitrag von tauchmaus01 - 30.11.11 - 11:11 Uhr
Die Geschichte um Weihnachten ist einfach Allgemeinbildung!
Sei froh dass die Kinder das wenigstens woanders lernen wenn ihr schon nichts davon haltet.
Die Geschichte vom bösen Wolf bei Rotkäpchen ist auch nichts weiter als eine Geschichte. Oder glaubst Du alles was in den Kinderbüchern steht?
Betrachte es einfach als nette Geschichte rund um Weihnachten. Finde daran nichts schlimmes.
Ich bin auch eher neutral eingestellt, aber die Weihnachtsgeschichte kann man eben einfach nur als das sehen was es ist, eine GESCHICHTE!
In Deinen Augen müßte der Kindergarten komplett auf Weihnachten verzichten, oder? Dann darf der Nikolaus nichts bringen und der Weihnachtsmann im Grunde auch nicht, Ostern dürfen die Kinder keine Eier bemalen und WEihnachten keine Weihnachtsbasteleien machen sondern höchstens Lichter basteln......
Neenee...man kann es auch übertreiben
Beitrag von tauchmaus01 - 30.11.11 - 11:15 Uhr
Ok, das mit Ostereier bemalen ist ja nicht gerade das beste Beispiel
aber ich denke mal dass es auch da nicht schadet kindgerecht etwas über Ostern zu erzählen.....
Abgesehen davon rennen DEine Kinder deshalb sicher nicht gleich in die Kirche und wollen beten.......ich freu mich dass meine Kinder genau wissen warum wir welche Feste feiern. Wäre echt schade wenn sie all das nicht mitbekommen würden.
SChön fände ich es allerdings wenn sie dann bald mal auch die Feste anderer Religionen mitbekommen würden, aber das scheint ihr im katholischen Bayern nicht so Thema zu sein und leider wohnen bei uns sehr wenig Menschen aus anderen Kulturkreisen.
Aber da hätte ich dann auch kein Problem mit, denke eben dass es auch zur Allgemeinbildung gehört.
Spätestens in der Schule wenn Deine Kinder den Ethikunterricht besuchen werden sie das ein oder andere über Religionen lernen was Dir nicht passt.
Mona
Beitrag von ameli - 30.11.11 - 11:30 Uhr
Hallo,
ja, ich finde auch das die christliche Weihnachtsgeschichte und grundlegende Kenntnisse zur Allgemeinbildung in unseren Kulturkreis gehören. Und ich habe auch gar kein Problem die Weihnachtsgeschichte "kindgerecht" zu erzählen.
Und NEIN der Kindergarten braucht meinetwegen absolut nicht auf Weihnachten zu verzichten (was im übrigen auch keineswegs ein christliches Privileg ist) aber ich würde mir in einem konfessionslosen Kindergarten wünschen das Weihnachten nicht ausschließlich am Christuskind festgemacht wird.
Weihnachten bietet durchaus noch eine Menge andere Inhalte als Jesus, Maria, Josef, Stall, Hirten und Engel!
Wie gesagt ich würde mich z.B. freuen wenn auch mal über den Weihnachtsmann gesprochen werden würde.
Ich mag nur keine christliche Indoktrination in einem konfessionslosen Kindergarten, das ist alles.
Grüßlis
Ameli
Beitrag von tauchmaus01 - 30.11.11 - 11:50 Uhr
Den Weihnachtsmann......ich denke der gehört nicht zur Allgemeinbildung, der ist eher ein kleines Jux der neuen Zeit
Beitrag von ameli - 30.11.11 - 11:55 Uhr
Das ist nicht richtig, soweit ich weiß.
Zitat aus Wikipedia:
"Weihnachtsmann in Nordeuropa
Im nördlichen Europa existiert über die direkte Beziehung zum heiligen Nikolaus hinaus seit alters her eine dem St. Nikolaus vergleichbare Gestalt, die mit Rute und Nüssen die Menschen auf die lange Winterszeit vorbereitet. Die Rute galt dabei als Fruchtbarkeitssymbol, die Nüsse als gehaltvolle und haltbare Nahrung. Dieser bärtige alte Mann war in einen langen braunen Winterpelz mit Kapuze gekleidet und fuhr auf einem Rentierschlitten, sein Wohnort ist Lappland. Man geht davon aus, dass hier noch Elemente des nordischen Gottes Odin sowie des Gottes Balder enthalten waren. Dem amerikanischen Grafiker Haddon Sundblom, Sohn skandinavischer Auswanderer, diente diese Gestalt möglicherweise als entscheidende Vorlage für die Kreation des Coca-Cola-Weihnachtsmanns [3]. Auch der russische Weihnachtsmann Väterchen Frost ist dieser Gestalt direkt entlehnt worden. "
Du siehst der Weihnachtsmann ist auch eher ein vorchristliches Relikt....
Wie z.B. auch viele typische Weihnachtsschmucksymbole Vorchristliche Ursprünge haben (Fliegenpilze, Stechpalmen, Äpfel etc.)
Beitrag von tauchmaus01 - 30.11.11 - 12:47 Uhr
Das mag so stimmen, aber ich denke kaum dass die Eltern bei denen der Weihnachtsmann mit den Geschenken, und nicht nur mit Nüssen usw. kommt, den Kindern diese Geschichte erzählen ;)
Falls doch finde ich das super, aber im Grunde ist der Weihnachtsmann hierzulande für die Kinder nur der Geschenkebringer, mit Sicherheit kennen ganz wenige Kinder die von Dir aus dem Netz kopierte Geschichte........
Und der hat nichts mit Allgemeinbildung zu tun. Ebenso wenig wie der Osterhase. Ist trotzdem schön dass es diese Beiden gibt
Mona
Beitrag von sini60 - 30.11.11 - 12:04 Uhr
Weihnachten hat nun mal mit Jesus, Maria, Josef und Stall zu tun. Aus diesem Grund feiern wir Heilig Abend und der 1. und 2. WEihnachtstag ist ein Feiertag. Der Weihachtsmann oder auch das Christkind ist doch nur eine dazu erfundene Begleiterscheinung und hat mit der Geschichte nichts zu tun.
Ein konfessionsloser Kindergarten sagt doch nur, dass er sich nicht zu einer bestimmten Glaubensrichtung bekennt. Aber du kannst nicht erwarten, dass er sich zu solchen traditionellen Feiertagen irgendwelche Geschichten dazu ausdenkt.
Beitrag von dorothee15 - 30.11.11 - 12:40 Uhr
"Wie gesagt ich würde mich z.B. freuen wenn auch mal über den Weihnachtsmann gesprochen werden würde."
wieso sollte diese erfindung von coca-cola groß thematisiert werden. sei doch froh, dass deinen kindern die eigentliche bedeutung von weihnachten beigebracht wird.
Beitrag von marion2 - 30.11.11 - 16:04 Uhr
Den Weihnachtsmann gibt es schon deutlich länger als Coca-Cola.
"Weihnachten" ist das Fest der Wintersonnenwende. Die Geburt Jesu wurde "verlegt", damit es besser passt.
Beitrag von dorothee15 - 30.11.11 - 16:23 Uhr
der weihnachtsmann wird in unser christlich-kapitalistischen welt nun mal eher mit coca-cola als mit einem heidnischen fest in zusammenhang gebracht, dass ihn zu huldigen anstatt weihnachten aus christlicher sicht den kindern nahe zu bringen, noch unpassender wäre.
Beitrag von marion2 - 30.11.11 - 17:04 Uhr
Deine Argumentation erschließt sich mir nicht.
Wenn DU den Weihnachtsmann mit Coca-Cola in Verbindung bringst, ist das dein Problem.
Meine Kinder (zum Beispiel) bringen den Weihnachtsmann in Verbindung mit dem "OTannebaum"
Beitrag von dorothee15 - 30.11.11 - 17:14 Uhr
mir erschließt sich jetzt gerade dein beitrag überhaupt nicht. der ist so inhaltsleer.
Beitrag von marion2 - 01.12.11 - 09:12 Uhr
DU hälst den Weihnachtsmann für eine Erfindung von Coca-Cola. DU verbindest den Weihnachtsmann mit einem koffeinhaltigen Erfrischungsgetränk. DU hast ein persönliches Problem mit dieser Figur.
Jesus ist auch eine Erfindung.
Beitrag von dorothee15 - 01.12.11 - 11:03 Uhr
"DU hast ein persönliches Problem mit dieser Figur."
was für ein ausgemachter blödsinn. ich sag ja, dein beitrag war völlig sinnlos.
und zum letzten satz: polemik und keine dikussionsgrundlage.
Beitrag von marion2 - 01.12.11 - 21:46 Uhr
"und zum letzten satz: polemik und keine dikussionsgrundlage."
Warum ist das keine Diskussionsgrundlage?
Die Nichtexistenz des Weihnachtsmannes kann genausowenig bewiesen werden wie die Existenz Jesu.
Beitrag von tschika1973 - 01.12.11 - 11:08 Uhr
tztztz
Jetzt hör doch auf Dorothee mit Fakten zu verwirren 
Wenn sie sagt der Weihnachtsmann ist deshalb rot weil Coca Cola den erfunden hat dann ist das so
Beitrag von dorothee15 - 01.12.11 - 13:57 Uhr
welche fakten?
und wo habe ich geschrieben, dass der weihnachtsmann rot ist, weil coca-cola ihn kreiert hat?
Beitrag von jupp43 - 01.12.11 - 12:46 Uhr
Irrtum! Der Weihnachtsmann als Figur IST eine Erfindung von Coca-Cola aus dem Jahre 1931. Die Figur des Santa Claus geht auf den Nikolaus zurück, der ber am 6. Dezember gefeiert wird. Wenn Du mit deinen Kindern Weihnachten feiern willst, dann beziehe Dich auf das Christkind in der Krippe und die hl. Familie oder auf das keltische (oder wars germanisch
?) Wintersonnenfest, aber nicht auf den Mann mit weißem Bart und rotem Kostüm....
Beitrag von camille.wray - 01.12.11 - 14:28 Uhr
Der Weihnachtsmann aka Santa Claus geht auf Sinterklaas (den Nikolaus) zurück, der der verbreiteste Gabenbringer war, bevor Martin Luther das Christkind erfand, weil er damit der Heiligenverehrung, die die Protestanten ablehnen, entgegentreten wollte und somit die Beschenkung auf den 25. Dezember legte, auf das das Volk sich auf Jesus besinne. Dumerweise war der Nikolaus nicht so einfach totzukriegen.
In den englischsprachigen Ländern gibt es übrigens keinen gesonderten Nikolaus am 6. Dezember, so dass es eine deutsche (?!) Eigenart ist, dass es den Nikolaus hier nun zweimal gibt. Das macht den Weihnachtsmann an sich trotzdem nicht zu einer Erfindung von Coca-Cola. Oder wenn, dann nur in deutschen Augen.
In anderen christlich geprägten Ländern gibt es wieder andere Traditionen. War es nicht Italien, wo eine Hexe namens Befana Kinder beschenkt?
Beitrag von tschika1973 - 01.12.11 - 16:44 Uhr
Ich feier einfach was mir gefällt, bei uns ein großes Fest mit Freunden und Familie, mit Geschenken und auf Wunsch der Kinder auch mit Baum.. und wenn sie gern nen Weihnachtmann möchten- dann bekommen sie den auch.
Beitrag von marion2 - 01.12.11 - 21:47 Uhr
Ist der braune Mantel wirklich besser als der rote?
Beitrag von lichtenstein - 08.12.11 - 12:56 Uhr
Yepp. Rot-weiss war er schon, bevor er in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts als Werbefigur von Coca-Cola übernommen wurde.
