Inhalt / Thema Vorstellungsgespräch - sehr komisch

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Beitrag von schneeflocke75 - 01.12.11 - 17:50 Uhr

Hallo!

Ich hatte ein Vorstellungsgespräch. Allerdings ging es in dem Gespräch vom Chef her aus mehr um Klatsch und Tratsch über Leute aus meinem Ort.
Auch hat er irgendwas von meiner Familie erzählt, obwohl er diese Familie gar nicht kennt.
Es war viel Pla-Pla.
Das Gespräch hat sehr lange gedauert, bis wir endlich die eigentlichen Themen - den JOB durchhatten.
Immer wieder ist er und seine Frau vom Thema abgeschweift und kam wieder mit seinem Tratsch.
Teilweise auch etwas schlüpfrige Themen.
Schon sehr komisch.

Nun würden Sie mir den Job geben.
OK - ein Nachteil gibt es - Arbeitszeiten Teilzeit und Kinderbetreuung. Aber das ist jetzt nicht der Hauptpunkt, worauf ich hinaus möchte.

Nun ist mein Kind an einer schwer ansteckenden Krankheit erkrankt - vorübergehend.

Da wir ausgemacht haben, dass wir auch mailen können, weil man sich nicht immer telefonisch erreicht, habe ich geschrieben, dass mein Kind krank ist und es im Moment mit Terminen schwierig ist. Und eben noch ein paar Dinge zum Job gefragt.

Nun kam eine sehr kurze knappe Antwort, dass ich mich bis Freitag melden und entscheiden soll. Und am Dienstag - also Nikolaustag - wäre dann nachmittags ein Gesprächstermin.

Muß mal ganz ehrlich sagen. Dafür, dass die Leute soviel privates Pla-Pla - Smalltalk, usw.
Im Prinzip haben sie so getan, als würden wir schon ewig kennen.
Obwohl ich diese Leute zum ersten Mal in meinem Leben gesehen habe.

Gar nicht darauf eingegangen, dass mein Kind krank ist. Nicht mal ein "Gute-Besserung-Gruß".

Und dann, wenn sie wissen, dass ich ein kleines Kind habe - einen Termin für den Nikolaus-Nachmittag festzulegen, finde ich schon etwas rücksichtslos.
Außerdem wissen sie, dass mein Kind krank ist und da so kurzfristig nochmal einen Termin zu machen.

Also, wenn sie sich ja nicht mit so viel Small-Talk und so viel "Vertrauens-Pla-Pla" im Vorstellungsgespräch gegeben hätten - sondern es eher sachlich zugegangen wäre, würde ich nicht drüber nachdenken.

Aber ich mußte mir über einen längeren Zeitraum deren Seelengeschwätz, ihre Krankheiten und Probleme sowie ihren Spaß am Lästern über andere Leute anhören.

Und dann gehen sie nicht mal auf die Krankheit meines Kindes ein.

Ich denke mir, wie wird so ein Chef sein, wenn man dort beschäftigt ist und das Kind krank wird.....

Beitrag von anarchie - 01.12.11 - 18:07 Uhr

Hallo!

Wenn die Not nicht auf dem Fensterbrett sitzt, würde ich einen Job mit so unprofessionellem Chef NEVER annehmen.

Gute Besserung für den Zwerg!

lg

melanie

Beitrag von ayshe - 02.12.11 - 08:47 Uhr

#pro

Beitrag von corny123 - 01.12.11 - 18:58 Uhr

Ganz ehrlich? Wenn sich jemand bei mir bewirbt und direkt mit "Kind krank" kommt, möchte er den Job offensichtlich nicht sehr dringend haben und zeigt damit eine nicht vorhandene Motivation, die ich aber sehen will. Ich wäre als AG raus aus der Nummer.

Beitrag von woodgo - 02.12.11 - 08:22 Uhr

Seh ich auch so.

Beitrag von ayshe - 02.12.11 - 08:49 Uhr

Blödsinn.

Es kann einfach sein, daß tatsächlich aus irgendeinem Grund in dem Moment keine andere Betreuung möglich ist.

Du machst es dir sehr bequem mit deinen Unterstellungen.

Beitrag von scullyagent01 - 02.12.11 - 08:58 Uhr

Nein, liebe Ayshe, wenn ich einen Job wirklich will, dann gibt es nichts auf der Welt was mich vom Vorstellungsgespräch abhalten kann. Auch kein krankes Kind - da organisier ich eine Betreuung und bezahl diese gegebenfalls dann auch! Wir reden hier schließlich von einem planbaren Termin und nicht von einem Notfall

Wer etwas wirklich findet Wege, wer etwas nicht will findet Ausflüchte

Scully

Beitrag von ayshe - 02.12.11 - 09:07 Uhr

Ja, du vllt.

Beitrag von scullyagent01 - 02.12.11 - 09:12 Uhr

Nein,nicht nur ich, sondern jeder einzelne, der wirklich arbeiten will.

Scully

Beitrag von ayshe - 02.12.11 - 09:22 Uhr

genau, notfalls, wenn gar nichts geht, läßt man sein krankes Kleinkind einfach allein zuhause oder sucht sich einen Betreuer von der Straße, wenn alle anderen aus irgendeinem Grund nicht einspringen können.

Beitrag von schnuffinchen - 02.12.11 - 10:48 Uhr

Wir reden hier von einer 6jährigen mit Scharlach! Kleinkind?!

Am Dienstag ist der Termin, krank ist sie seit mindestens vorgestern. Ich gehe einfach mal davon aus, dass sie ihre Tochter behandeln lässt, da sollte die "schwere ansteckende Krankheit" bis Dienstag kein Thema mehr sein. Damit ist es unerheblich, ob das Kind heute Scharlach hat oder nicht - das Problem ist wohl eher, dass sie grundsätzlich keine Betreuung geregelt kriegt und ihr der Dienstagstermin wg. Nikolaus (!!) gegen den Strich geht...

Beitrag von ayshe - 02.12.11 - 11:19 Uhr

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Wir reden hier von einer 6jährigen mit Scharlach! Kleinkind?!
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Nein, corny sprach allgemein und generell und ich ebenfalls, also auch Kleinkinder einbezogen. Es ging hier nicht um Aussagen, die sich nur direkt auf die TE beziehen.

Was die TE angeht, habe ich ihr direkt geantwortet.

Beitrag von pinacolada68008 - 01.12.11 - 19:40 Uhr

Du bist der Schenkelklopfer, echt!

"Und dann, wenn sie wissen, dass ich ein kleines Kind habe - einen Termin für den Nikolaus-Nachmittag festzulegen, finde ich schon etwas rücksichtslos."

und

"Außerdem wissen sie, dass mein Kind krank ist und da so kurzfristig nochmal einen Termin zu machen." - Aussage vom 1. Dezember, wohlgemerkt!

Und das toppt es nochmal:

"Und dann gehen sie nicht mal auf die Krankheit meines Kindes ein."

Ehrlich, Frau, laß das mit dem Arbeiten, dafür bist Du eindeutig nicht geschaffen!

Pina

Beitrag von sonne0410 - 01.12.11 - 20:10 Uhr

Mensch heute ist doch noch gar nicht Freitag....#rofl#rofl#rofl

Und wenn das tatsächlich ernst gemeint war, dann fehlen mir wirklich die Worte.

Viel Glück bei der Jobsuche!#winke#winke

Beitrag von schnuffinchen - 01.12.11 - 20:19 Uhr

Im Interesse Deines potentiellen neuen AG: Sag den Job ab.

Ob am 06.12. Nikolaus ist interessiert mich als AG einen feuchten Pups. Das ist ein Arbeitstag wie jeder andere, falls Du das noch nicht wusstest. Solltest Du da in Zukunft frei haben wollen, musst Du wohl dafür Urlaub nehmen.

Allerdings kommt es denkbar schlecht an, wenn man schon vor Arbeitsantritt Urlaub haben will...

Ich verfolge Deine Stories ja nun mittlerweile seit sechs Jahren unter Deinen wechselnden Nicks - und selbst heute weiß ich noch nicht, ob ich bei jedem neuen Brüller lachen oder weinen soll!

Beitrag von hippogreif - 01.12.11 - 21:03 Uhr

Zitat: Gar nicht darauf eingegangen, dass mein Kind krank ist. Nicht mal ein "Gute-Besserung-Gruß".
Und dann, wenn sie wissen, dass ich ein kleines Kind habe - einen Termin für den Nikolaus-Nachmittag festzulegen, finde ich schon etwas rücksichtslos.

Bitte sag, dass Du das ironisch meintest!
Das ist doch nicht wirklich Dein Ernst, oder???

Beitrag von dorothee15 - 01.12.11 - 21:12 Uhr

wieder mal ne mutter, die sich und ihr kind für den nabel der welt hält.
abgesehen davon, dass dein fast arbeitgeber anscheinend nicht sehr professionell ist, ist dein anspruch ziemlich überzogen.

Beitrag von lena1309 - 01.12.11 - 21:20 Uhr

Hallo,

ich gratuliere dir, du bist in eine Falle innerhalb eines Vorstellungsgespräches gerauscht.
Anhand von solchen, teilweise abschweifenden Gesprächen testen einige Personaler und zukünftige Chefs dich aus.
Sie schaffen eine Atmosphäre, die dich dazu verleitet, zu vergessen, wo du bist.
Und wenn du dich dann in diesen Tratsch einklinkst, werden entsprechende Schlüsse gezogen.

Ich würde sagen, lass den Job sausen, denn der Start war schon nicht gut, das wird schwer auszubügeln sein. Er ist dein Chef, dein Kind ist ihm egal.

Aber du startest mit falschen Vorstellungen in den Job.

LG
M.

Beitrag von delfinchen - 01.12.11 - 21:32 Uhr

Kann ich so unterschreiben.

Ich dachte auch sofort "Na, sie wird doch nicht den Fehler gemacht haben auf das Getratsche einzugehen!?"

Mit dieser Einstellung (keine Termine am Nikolaus-Nachmittag, Beschweren, weil keine Gute-Besserungs-Wünsche für das Kind einer (Noch-Nicht)-Beschäftigten) wird es wohl auch keinen Job geben - es sei denn, man stellt sich selbst ein.

LG,
delfinchen

Beitrag von schneeflocke75 - 02.12.11 - 11:58 Uhr

Es geht weniger um die Termine. Ich denke, darüber kann man reden bzw. sich umorganisieren. Vermutlich haben sie selber nicht dran gedacht.

Aber das Gespräch war so privat, dass man so was wie "Gute Besserung" erwarten könnte.

Nur vermutlich war es eine Vorstellungsgespräch-Falle. Das ganze Gespräch ging über 3 Stunden und hauptsächlich immer wieder so ein Geschwätz.

Eigentlich erzählt man als Bewerber ein bißchen von sich. Der Chef erzählt von der Firma. Der Arbeitsplatz wird vorgestellt und dann bespricht man noch die Konditionen.
In etwas mehr als 1 Stunde sollte man zum Schluß kommen.

Ja, ich war angespannt und habe mich leider dem Chef angepaßt. Sicherlich hat er getestet, was er so mit mir machen kann. Wie gefügig ich bin.
Also, heißt das auch für ihn, wenn ich auf seine Gespräche so eingehe, kann er mir dann auch mal andere Arbeitszeiten aufdiktieren.

Bzw. denkt er sich, dass ich bei sexuellen Bemerkungen nicht gleich zur Polizei renne und er kann sein schlüpfriges Geschwätz in meiner Anwesenheit ausleben.

Das scheint ja sein Hobby zu sein.

Und eigentlich wollte er den Lohn ja drücken und nun würde er mir sogar 20% mehr geben. Damit käme er sogar an meine Gehaltsvorstellungen ran.

Sicherlich denkt er, er gibt mir jetzt das Geld, damit ich komme, weil er bei mir so schön schwätzen kann.
Und ich habe meinen Stempel in der Firma schon weg, obwohl ich da noch gar nicht gearbeitet habe.

Bin eigentlich nicht so auf die private Tour in der Firma.
Bei meinem letzten Job, hatte ich ein megakurzes Vorstellungsgespräch. War auch nur ein Aushilfsjob (befristet) und mich nur um meine Arbeit gekümmert.
Kein Getratsche.

Ich habe früher mal die Erfahrung gemacht, selbst wenn man lange in einer Firma ist und zuviel privates zuläßt, kann es nach hinten losgehen.

Weiß es zu verhindern.

Aber vermutlich war mein Gesprächspartner so gut geschult, dass ich die Fall nicht gemerkt habe.

Beitrag von ayshe - 02.12.11 - 12:40 Uhr

##
Nur vermutlich war es eine Vorstellungsgespräch-Falle. Das ganze Gespräch ging über 3 Stunden und hauptsächlich immer wieder so ein Geschwätz.
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Merkwürdig, daß sie dich dann aber trotzdem wollen oder?
Okay, du bist wohl auch gar nicht darauf eingegangen oder wie lief das?

Auf Managementebene sollte der Bewerber dann wohl selbst auf das eigentliche Ziel des Gesprächs zurücklenken oder gehen, weil ja Zeit viel kostabar ist #cool

Beitrag von ayshe - 02.12.11 - 12:44 Uhr

Also ich weiß nicht.
Um was für eine Art Job geht es denn?

Ehrlich gesagt, ich hätte gar keine Lust auf solche Typen.
Allein schon die Entscheidung, so einen "Test" zu machen, sagt nichts Gutes.
Bei mir wären die zwie so oder so unten durch.
Das wird doch später dre Horror.

Zum Glück sind mir bisher echt immer ganz "normale" AG begegnet, die auch vernünftige und inhaltliche wichtige Gespräche geführt haben.

Beitrag von schneeflocke75 - 02.12.11 - 11:51 Uhr

Viel mittratschen konnte ich ja nicht. Ich kenne die Leute ja nicht.
OK - Small-Talk gehört dazu.
Aber das Gespräch war überwiegend Small-Talk.

Vermutlich war es eine Fall und sie haben getestet, wie weit sie mit mir gehen können.
Obwohl ich mir persönlich nichts vorzuwerfen habe, da z.B. keine Naktfotos auf Facebook oder so.

Aber er hat immer wieder mit dem Getratsche oder schlüpfrige Bemerkungen angefangen.

Dass das Kind jetzt krank ist, ist ihm scheinbar egal.
OK - man kann für Betreuung sorgen.

Aber ich habe ja nicht mal gesagt, dass ich nicht kommen kann - nur erwähnt, dass mein Kind krank ist.
Da hätte man "Gute-Besserung" - doch erwarten können - zumal das Gespräch ja so "persönlich" war.

Aber es kann schon sein, dass ich dort unbewußt in der Firma schon ein "Vorurteil" gebildet habe.
Also, sie haben jetzt ein Bild von mir, dass sie mit mir Tratschen können.
Und dass ich bei sexuellen Bemerkungen nicht aufstehe und gehe.

Aber ich hätte es tun sollen.

Was eine eine Intimrasur in einem Vorstellungsgespräch zu tun.
Ich habe nur komisch geschaut.

Normalerweise müßte man so jemand anzeigen.

Aber es ist schon richtig, dort nicht zu arbeiten - wer weiß, was mich dann erwartet.

Beitrag von ayshe - 02.12.11 - 12:48 Uhr

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Was eine eine Intimrasur in einem Vorstellungsgespräch zu tun.
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#rofl
Ganz ehrlich, die sind doch echt nicht ganz dicht.

Selbst WENN sie meinten, sie fahren da mal einen Provokationstest, dann sind sie aber zu weit gegangen.

Ich wäre sofort gegangen und hätte ihnen geraten, sich mit diesem Themen an diverse Hotlines zu halten.

Beitrag von sassi31 - 02.12.11 - 14:39 Uhr

Ich halte das Gespräch nach wie vor für gewollt provokant und gefaked. Und ich hätte direkt auch gesagt, dass ich mir ein derart intimes Gespräch verbitte. Aber ich würde bei einer solchen Person auch gar nicht arbeiten wollen.

Wegen dem kranken Kind hätte ich angerufen, aber sich nicht nur eine Mail geschrieben. Es geht ja schließlich darum, einen für beide Parteien passenden Termin zu finden. Am Telefon kann man dann z. B. sagen: "Ich werde versuchen, eine Betreuung für mein (ansteckend) krankes Kind zu finden und melde mich gleich wieder bei ihnen." Das zeigt aber zumindest ein Interesse an dem Job.

***Dass das Kind jetzt krank ist, ist ihm scheinbar egal.***
Es ist ja auch nicht sein Kind. Warum sollte es für ihn dann interessant sein?

Und wieso legst du soviel Wert auf eine Floskel? Denn mehr ist es nicht, wenn eine Person jemandem Gute Besserung wünscht, den er nicht kennt und das dann auch noch über einen Dritten? Ich wette, die meisten Menschen meinen solche Aussagen eh nicht ernst und sagen es nur, weil das Gegenüber sowas erwartet.