Hallo
genau heute vor einem Jahr starb meine Mama
überraschend plötzlich trotz chronischer Krankheit - wir waren auf einen anderen Leidensweg eingestellt gewesen
erst gab es die Trauer aber auch die Erleichterung - ihr Leiden war zu Ende, viel ist ihr erspart geblieben, so wollte sie gehen - kurz und schmerzlos - schnell ..... sie hatte so viel Angst vor dem was ihr noch bevor steht
dann mein schlechtes Gewissen: - war ich genug da, hätte ich mehr geben sollen und können, war ich zu egoistisch auch mein Leben leben zu wollen - hätte ich mich mehr zurück nehmen sollen und mein Leben mehr nach ihrem Leben richten sollen ?
die Trauer sie verloren zu haben
und jetzt nach einem Jahr
ist es schlimmer
sie fehlt an jeder Ecke
die Erleichterung nicht mehr so spürbar - mehr der Schmerz der Leere
mein einziger Teil meiner Familie ....
nun bin ich alleine -
klar mein Mann und meine Kinder sind da
aber sonst ...... keine Familie mehr, keine Zugehörigkeit, Leere ....
niemand der sich um mein Wohl sorgt, mit mir alles mitfiebert, an großen Ereignissen teil nimmt, das Beste für mich will und mir in harten Zeiten beisteht ......
Du warst immer für mich da
hast mich alleine groß gezogen, gearbeitet und uns ein tolles Leben ermöglicht
hast uns immer in allen Bereichen unterstützt
warst immer auf unserer Seite
und so gern wärst du eine aktive, unterstützende Oma gewesen
WIR vermissen Dich
du fehlst uns
Silly
genau heute vor einem Jahr
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Beitrag von sillysilly - 01.12.11 - 22:18 Uhr
Beitrag von claudi2712 - 02.12.11 - 07:17 Uhr
Das ist sehr traurig und tut mir sehr leid!

Claudia
Beitrag von sillysilly - 02.12.11 - 21:02 Uhr
Hallo
Danke
Grüße Silly
Beitrag von oma.2009 - 02.12.11 - 08:08 Uhr
Beitrag von sillysilly - 02.12.11 - 21:03 Uhr
Hallo
danke
Grüße Silly
Beitrag von binnurich - 02.12.11 - 12:07 Uhr

ich kann das jetzt gar nicht alles lesen, da meine Ma erst vor einigen Tagen verstorben ist und ich dann losheule....
auch meine Ma war schwer krank und auch bei ihr kam es dann trotzdem plötzlich - warum auch immer man das so empfindet.
was mir hilft ist, dass ich glaube, es war eine Erlösung für sie.
erst mit der Erkankung meiner Mutter und dem Wissen darum, dass damit das Sterben nicht mehr lang hin sein wird, wurde mir klar, was mir meine Mutter bedeutet.
und was mir noch viel mehr weh tut ist, dass meiner Tochter das Erlebnis einer bedingungslos liebenden Oma dadurch genommen wurde... das was das Leben meiner Mutter in den letzten Jahren so erfüllt hat und in den nächsten Jahren noch hätte erfüllen können.
.......
Beitrag von sillysilly - 02.12.11 - 21:02 Uhr
Hallo
danke
ja - meine Mama wäre auch eine tolle Oma gewesen .... und so viele Momente der Enkelkinder hätte ich gerne mit ihr noch geteilt.
z.B. die Einschulung unserer großen Tochter
sie konnte zwar aufgrund der Krankheit nicht akiv für uns da sein - aber moralisch war sie es immer
leider war sie am Schuß eher depressiv und launisch ( kein Wunder, so hilflos im Pflegeheim ) - aber auch nicht immer so einfach sie aufzumuntern -
Grüße
Beitrag von lemon007 - 02.12.11 - 20:01 Uhr
Hallo Silly,
im Feburar ist meine Mutter verstorben. Sie war schwer krank und auch ich war erleichtert, dass sie endlich gehen durfte, denn es war keine Leben mehr, sondern eine Qual. Nun, wo die Erleichterung gewichen ist, bleibt nur noch dieser unendliche Schmerz. Man denkt, dass es nach einer Zeit besser wird, aber das Gegenteil tritt ein. Es wird immer schwerer zu ertragen. Man begreift erst nach und nach wie lange die Ewigkeit sein kann, man sieht sie nie wieder!
Das schlechte Gewissen kenne ich auch. Ich frage mich auch oft, ob ich nicht hätte mehr da sein können. Vorher war ich das, dann kam mein Sohn. Er war ein Schreikind und bis heute (er ist jetzt 16 Monate alt) ist er ein Mama-Kind. Ich konnte nicht mehr soviel für meine Mutter da sein, wie ich es eigentlich gerne gehabt hätte. Ich hatte damals schon ein schlechtes Gewissen und auch jetzt wächst es von Tag zu Tag.
Unsere Mütter werden wissen, wie sehr wir sie geliebt haben, da bin ich sicher. 
Fühl dich mal lieb umarmt.
LG Lemon007
P.S. Diesen Beitrag habe ich vorher schon 2 mal versucht zu schreiben, aber jedesmal hat mein Sohn den PC-Knopf zum Runterfahren gedrückt. Jetzt schläft er endlich und ich hatte endlich mal Zeit, ihn neu zu verfassen.
Beitrag von sillysilly - 02.12.11 - 21:13 Uhr
Hallo
danke für deine Antwort
ja erst war es die Erleichterung für sie, aber auch für mich
dieses belastende Gefühl im Hinterkopf - sie im Pflegeheim zu Wissen - Einsam zu Wissen - das war immer da
und jetzt- so viele würde ich sie gerne Fragen, so vieles habe ich schon vergessen was sie mir von früher, von der Familie erzählt hat ...... irgendwie verliere ich mich selbst ..... denn es gibt niemanden mehr der was über mich weiß, über das Leben meiner Mutter ect. ..... niemand mehr der sagen wird: .... ja, so warst du auch früher - wenn er die Kinder sieht ...
Ich hätte definitiv mehr für sie da sein können - war so ein bis zweimal die Woche bei ihr im Pflegeheim - und wir haben täglich telefoniert
aber da es sehr nah war, wäre öfters durchaus möglich gewesen ....
aber da sind meine 3 kleinen Kinder gewesen ( mit ihnen sie zu besuchen, war ihr oft zu viel )
Abends war ich müde, erschöpft und hatte auch manchmal keine Lust mehr
sie war nicht gerade gut gelaunt dann, sehr launisch, sehr angriffslustig - einfach weil sie sehr Leiden mußte, die Einsamkeit, die Hifllosigkeit
sie konnte schwer um Hilfe bitten, sie annehmen ....
der normale Alltag frißt einen ja so schon auf
und es war schwierig einen Level zu halten, war ich eine zeitlang viel da, war es für sie schwer wenn es wieder weniger wurde ..... deswegen war es mir wichtig, einen gleichbleibenen Takt zu halten ....
wenn ich gewußt hätte das es so schnell zu Ende geht .... hätte ich anders darüber gedacht - aber es sah aus, als wenn das Elend noch lange so weiter gehen wird .....
Deine Mutter weiß das du sie vermißt und wir viel für sie gegeben haben
Klar hätte es mehr sein können - aber das ist doch immer so ..... und ich glaube nicht, daß sie es uns nachtragen ....
Grüße Silly
