Mein gestriger Tag = Katastrophe

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Beitrag von tinkerbell007 - 02.12.11 - 07:09 Uhr

Hallo,
ja, mein gestriger Tag gleicht einer Katastrophe. Ich habe erzieherisch total versagt und möchte mich einfach nur mal ausheulen.
Ich habe ein hochintelligentes10 Jähriges Mädchen mit ADHS. Weiß nicht, ob das in dem Zusammenhang überhaupt wichtig ist.
Sie kam gestern nach der Schule nach Hause, klingelte, ich machte auf. Ohne ein Wort zu sagen hält sie mir eine Tüte entgegen. Als ich nicht sofort reagiert habe, schrie sie mich an: Nimm das endlich!!!!!!!!!!!!#schock. Ich sofort falsch darauf reagiert und schrie zurück (weiß, ich hätte ruhig bleiben sollen).
Habe dann auch richtig sauer gefragt, was dieser Ton sollte. Sie: Du hast doch gesehen, dass ich die Hände voll hatte. (Leider kann ich ihren Ton hier nicht wiedergeben)
Bin dann in den Garten gegangen um Wäsche aufzuhängen. Inzwischen kochten die Kartoffeln. Ich war also auch am Mittagessen machen. Da das Essen aber noch nicht fertig war, ist meine "liebe" Tochter an den Schrank gegangen und hat sich den Mund voller Schokolade gestopft. Das alles neben dem Herd. Ich habe das gesehen. Bin immer noch mit Wut im Bauch in die Küche gegangen, habe den Schrank geöffnet, die gesamten Süßigkeiten in die Tonne geschmissen.#schock für meine Tochter. Habe ihr dann erklärt, dass es eine Frechheit ist sich den Bauch voll Süßigkeiten zu stopfen, obwohl sie sieht, dass ich koche. Ihr Satz: Ich habe jetzt Hunger und das Essen ist noch nicht fertig. Also Provokation pur. Ich falle natürlich voll darauf hinein. (Hinterher ist man immer schlauer).

Eigentlich kann ich noch so einiges erzählen. Sie meinte dann auch noch, dass ich ihr gar nichts zu sagen hätte. USW.

Hallo!!!!!!???????????? Sie ist 10.

Habe ihr dann den Satz gesagt, den bestimmt schon viele von Euch zu Hause mal gehört haben: So lange Du hier wohnst, habe ich etwas zu sagen. Welch sinnvoller Satz zu einer 10 Jährigen#kratz
Ich denke, ich habe auf ganzer Linie versagt.
Jetzt am Morgen ist sie wieder wie immer. Eigentlich lieb - so lange ich mitspiele. Ich möchte aber nicht mitspielen. Auf der anderen Seite möchte ich mich aber auch nicht auf das Streitniveau von ihr herablassen. Ich denke, ich bin die Erwachsene und muß die Situation im Griff haben.

Ich kam mir gestern so hilflos vor, ich hätte sie prügeln können#wolke. Habe ich nicht getan. Noch nicht mal die Hand erhoben. Nichts. Aber allein der Gedanke und das böse Gefühl schaffen mich.

Wie kann es sein, dass eine 10Jährige es fertig bringt, dass ich ihr gegenüber solch eine#wolkeWut habe und vor allem auch böse Gedanken.

Für sie ist heute alles vorbei. Ich sitze hier und zweifel an meiner "Erziehungskunst". Bin eigentlich noch immer wütend, allerdings mehr auf mich. Da ich mich mal wieder habe provozieren lassen, habe ich doch schon verloren. Wie schafft sie es, mich nur derart zu provozieren? Wie sieht es aus, wenn sie in der Pubertät ist?

Ich denke manchmal, eben weil sie so intelligent ist, weiß sie genau, wie sie mich hoch bekommt. In letzter Zeit scheint ihr das sogar noch Spaß zu machen.

Mein Mann war auf der Arbeit. Als ich ihm am Abend davon erzählt habe, konnte ich ihn gerade noch abhalten, sie aus dem Bett zu holen und zu meckern. Bei ihm würde sie soetwas auch gar nicht machen. Er kennt so ein Verhalten bei ihr nicht. Sie ist nur bei mir so. Er schlägt sie auch nicht, droht es ihr aber an (bin mir allerdings sicher, dass er es nie ausführen würde). Muß ich das auch machen, damit sie respektvoller mit mir umgeht?

So, ich weiß, ihr habt bisher alles richtig gemacht (kommt zumindest bei vielen so rüber), und könnt mir viele gute Tips geben.

Vielen Dank
LG

Beitrag von delfinchen - 02.12.11 - 08:08 Uhr

Hallo,

zum Ersten: Du hast nicht versagt, du hast die Fassung verloren.

Deine Kleine hat dich provoziert und das in Kauf genommen - und das weiß sie auch genau.

Jeder hat mal einen Tag, an dem ihm Derartiges schneller zur Weißglut bringt als an anderen Tagen.

Ich hab meine kleinen Zwerge (26 Monate) auch schon mal ziemlich unvermittelt angefahren, weil sie wieder im Duett gekreischt haben und ich schreckliche Kopfschmerzen hatte.

Es macht also nicht jeder alles richtig :-).

Es ist wichtig, das deine Tochter erfährt, wie ihr Verhalten auf andere wirkt und das kann sie nicht, wenn du immer ein freundliches Gesicht machst und lächelnd schimpfst.
Kinder müssen erst noch lernen, ihre eigenen Gefühle einzuschätzen und das können sie nicht, wenn ihnen ihr Gegenüber nie zeigt, dass es verschiedene Gefühle gibt.

Vielleicht kannst du sie eher mit Ich-Botschaften erreichen, die mehr an die emotionale als an die rationale Ebene appellieren: "Wenn du dir den Bauch vor dem Essen voll Süßigkeiten stopfst, macht mich das wütend, weil ich extra für uns gekocht habe und du dann keinen Hunger mehr hast. Ich gebe dir nach dem Essen eine Kleinigkeit, aber vorher gibt es nichts."
So bietest du deinem Kind zum einen einen Blick in deine Gefühlswelt, zum anderen stellst du einen Kompromiss vor.

Ich habe - allerdings nicht als Mutter (dafür sind meine beiden zu jung) sondern als Lehrerin - die Erfahrung gemacht, dass es "Kinder" (ich unterrichte 5. - 10. Klasse) eher betroffen macht, wenn man deutlich artikuliert UND zeigt, wie man sich fühlt, als wenn man freundlich lächelt und die Aussage: "Heute benehmt ihr euch unmöglich, weil..." dann so gar nicht zum Inhalt des Gesagten passt. Inhalt und Körpersprache müssen schon kongruent sein, sonst kann es zu Fehlern in der Kommunikation kommen.

Deine Tochter ist schon so groß und so intelligent, dass sie dich absichtlich auf die Palme bringt, sie versucht, dich zu manipulieren und freut sich wahrscheinlich, wenn sie die richtigen Strippen gezogen hat, weil ihr das zeigt, dass sie ihre kleine Welt im Griff hat.

Gelassen zu bleiben wäre sicher das Sinnvollste, WENN man die Nerven dazu hat. Aber, wie eingangs geschrieben, nicht jeder Tag ist gleich und deine Tochter muss auch lernen, die Gefühlslage anderer zu berücksichtigen. Daher ist es nicht schlimm, wenn du mal ausrastest und ihr zeigst, wie du dich fühlst, wenn sie sich so benimmt.

Wichtig finde ich nur, dass dein Kind nicht abends ins Bett geht mit dem Gedanken daran, dass die Mama böse auf es ist. Daher würde ich vor dem Einschlafen nochmal ins Zimmer gehen und etwas in der Art sagen: "Auch wenn ich dich heute schimpfen musste und du dich sicher über mich geärgert hast - ich hab die lieb, meine Süße."

Zum Zweiten:
Dein mann ist wahrscheinlich deutlich weniger zuhause als du und hat demnach deutlich weniger Zeit für eure Tochter. Du bist immer da, das weiß deine Tochter auch genau. Dein Mann hat "Seltenheitswert" und demnach liegt deiner Tochter sicher nicht daran, die "wenige (zeitliche) Aufmerksamkeit" noch zu kürzen, indem sie ihn zum Streiten provoziert - das wird sicher auch noch kommen, in wenigen Monaten/ Jahren. Aber erstmal bist du die Person, an der sich sich reibt, weil du häufiger verfügbar bist.

Ich denke, das ist ein ganz normaler Prozess und hat nichts mit mangelndem Respekt dir gegenüber zu tun. Du brauchst also nicht mit "Schlägen" zu drohen - sie wird wahrscheinlich eh frech reagieren und sagen: Dann machs doch(, dann zeig ich dich an!).

Sie ist in der Vorpubertät - sie muss sich jetzt behaupten lernen und das Übungsfeld bist eben (leider) du.

Ich wünsche dir gute Nerven für die kommende Zeit und denk dran: Auch wenn es hier manchmal so klingt: Keiner ist perfekt und jeder macht Fahler in der Erziehung. Es kann auch ein Fehler sein, immer freundlich auf das "Kind" einzusülzen und immer nur zu erklären.

Du hast jetzt eben mal die Fassung verloren - und?! Es ist nichts passiert. Du hast dein Kind nicht geschlagen - und das ist selbstverständlich gut so. Aber du hast deinem Kind auch mal gezeigt, dass du ein Mensch bist und auch Gefühle hast, die verletzt werden können. Dass auch du "nur" ein Mensch (und keine Maschine bist), der auch mal einen ungeduldigen Tag erwischt hat - weil eben nicht jeder Tag gleich ist. Und diese Erfahrung hat ihr sicher nicht geschadet. Schließlich ist sie alt und clever genug, das zu verstehen.

LG
delfinchen

Beitrag von 3erclan - 02.12.11 - 08:10 Uhr

Hallo

hab selber ADHS Kind zuhause.Mädels mit fast 10 jahren und JUngen mit 6 Jahren.Hast du ein Elterntraining??
Habt ihr einne Strukutrierteb Tag???

schau mal bei

adhs-anderswelt.de
rehakids.de

Evtl ein gutes Buch dazunehmen.

lg

Beitrag von sunny42 - 02.12.11 - 08:33 Uhr

Guten Morgen liebe tinkerbell!

Verzeihen, dass ist eine der grundlagen die man versucht seinen Kindern beizubringen.
Man darf Fehler machen, es gehört zum Leben dazu, niemand ist perfekt.
Das gilt vor allem auch für einen selbst!
Sei gnädig mit Dir und verzeihe dir.

Wenn Du Dir verziehen hast, hast Du die Möglichkeit aus der Erfahrung heraus einen neuen Weg zu gehen um den gleichen Fehler nicht wieder und wieder zu machen.
Zunächst einmal möchte ich dir sagen, dass diese Wut in Dir zwar durch Deine Tochter geweckt , aber nicht durch sie erzeugt wird. Dieses gefühl steckt schon lange in Dir, wie in jedem von uns. Der Unterschied ist nur, dass Wut bei ganz vielen ein Gefühl war was man nicht zeigen und am Besten auch nicht fühlen darf. Deshalb ist Wut eines der am häufigsten verdrängten Gefühle. Die staut sich also irgendwo im Körper und dann kommt so eine pupertierende Tochter und weiß genau wo sie hineinpiecken muss um alle Wut an die Oberfläche zu holen.

Eigentlich weißt Du, dass es am Besten gewesen wäre ruhig zu bleiben und sich nicht provozieren zu lassen. Das geht aber nur, wenn man alleine sich um diese aufgestaute Wut in einem kümmert und sie abbaut. Dann treffen Provokationen auf ganz andere Bedingungen und auch das Kind merkt irgendwann, dass es sich nicht lohnt zu provozieren.

Soweit zur Theorie, die Praxis ist natürlich schon etwas schwieriger.
Falls Du daran interessiert und für die Idee aufgeschlossen bist, dann kann ich empfehlen dich um deine eigene Wut zu kümmern.
Das bedeutet zum Beispiel sich in solchen Situationen für ein paar Minuten zurückzuziehen (Notfalls aufs Klo) und ganz tief atmend zu spüren wieviel Wut da in einem ist, wo die genau im Körper sitzt und manchmal merkt man, wenn man sich wirklich aufs atmen konzentriert und der Kopf aufhört sich wegen der gerade aufgetretenen Situation im Kreis zu drehen, sogar sehr schnell das auch alte Erinnerungen hochkommen wo man wütend und hilflos war.
Dadurch, dass man sich atmend dem Gefühl widmet, beachtet man es und es löst sich schon nach ein paar Minuten einfach auf. Wenn man das wieder und wieder schafft, wird die grundsätzlich vorhandene Wut weniger, weil sie ja entweichen kann.
Manchmal hilft es auch sehr, bevor man tief atmet auf ein Kissen einzuhauen o.ä.
Es ist einfach der Prozess das Augenmerk weg vom Auslöser des Gefühls hin zum fühlen zu lenken. Ein gefühl welches man fühlt kann gehen, während es ganz lange dableibt wenn man es nicht beachtet sondern sich auf das Fehlverhalten des gegenüber konzentriert.

Ich hoffe ich konnte es verständlich rüberbringen was ich meine
und dir vielleicht eine kleine Anregung geben.

Liebe Grüße
Sunny

Beitrag von .ka-ka-du - 02.12.11 - 09:07 Uhr

Also.

erstmal denke ich, dass du dich an ein Forum mit ADHS Betroffenen wenden solltest. Wie schnell läßt man hier Sprüche los und man hat einfach so ein Kind nicht uhause.

Ich glaube, dass dein Problem in diesem Schlüsselsatz ist:
,,Jetzt am Morgen ist sie wieder wie immer. Eigentlich lieb - so lange ich mitspiele. Ich möchte aber nicht mitspielen. Auf der anderen Seite möchte ich mich aber auch nicht auf das Streitniveau von ihr herablassen. Ich denke, ich bin die Erwachsene und muß die Situation im Griff haben.´´

Nein. Du musst die Situation nicht in Griff haben. Dein Mann hat sie nicht, handelt aber authentisch. Er überlegt nicht darüber nach, dass sie intelligentr ist und handelt anscheind emotionaler. Dann droht er mit Schlägen, was natürlich vollkommen sinnlos ist aber anscheidn bringt es er auf so eine gute Art, dass die Kleine begreift: aha, jetzt reicht es.

Es ist wahnsinniger traurig, wenn eine Mutter schreiben kann:Eigentlich lieb - so lange ich mitspiele. Lerne nicht mitzuspielen!

Und zweitens:

Ich würde schon sagen, dass deine Tochter eine besondere Herausforderung ist. Einerseits würde ich mich an gliech Beitroffene wenden zweitens würde ich mir aber wirklich eine fachliche Hilfe holen.

Ich wünsche dir aus ganzen Herzen alles Gute!!! DU hast es mit sichrheit nicht einfach

Beitrag von thea21 - 02.12.11 - 10:05 Uhr

Puh, ich tu mich schwer damit.

Für mich klingt das nach Kind in Pubertät, pampig, holzig, frech.

Das Ding an der Tür hätt auch ich mit einer passenden Frage/Antwort quittiert, vermutlich nichteinmal die Tüte genommen.

Das Ding mit den Süßigkeiten find ich schon ein wenig, nunja....lustig. Das Bild ist (in meinem Kopf) echt einen Lacher wert.

Für dich war der Becher übergelaufen = Reaktion...

Ich als Außenstehende verstehe dich. Wir sind nur Menschen und Menschen tun auch mal Dinge, die nach 2 maligem Denken eben nicht das Nonplusultra waren.

Beim nächsten Mal schmeiss die Süßigkeiten nicht weg, sondern sperr sie irgendwo ein. Und wenn auch das für dich nicht akzeptabel wäre, lass sie essen und genieß das Mittag allein.

Beitrag von bine3002 - 02.12.11 - 18:47 Uhr

Bist Du schon auf die Idee gekommen, dass genau DAS die Pubertät ist? Passt doch alles: Sie ist rotzfrech und Du verzweifelt ;-)

Mensch, mach dich mal locker. Du hast falsch reagiert. Na und? Rede doch mit ihr über den Vorfall und dass er dich noch bewegt.

Beitrag von white-blank-page - 02.12.11 - 23:19 Uhr

Deine Tochter ist 10 Jahre alt und verhält sich genau so. Das ist schon die Pubertät, die kommt nicht erst noch.

Ich denke, solche Momente gibt es immer wieder, ab sofort zunehmend.

Und es ist okay, wenn du wütend wirst.

Wichtig fände ich, mit ihr später drüber zu reden. Ehrlich zu erzählen, was dich wütend gemacht hat, was du geändert haben möchtest.

Alles Liebe,

White.

Beitrag von jazzbassist - 04.12.11 - 16:20 Uhr

Bei uns hieß das immer: »Solange du deine Füße noch unter meinem Tisch stellst…« Ich finde, dass ist völlig in Ordnung. Wir dürfen als Eltern ruhig mal etwas #cool auftreten und die dämlichen Sprüche unserer Eltern loslassen. Sehen Sie es doch mal so: Sie haben diese dämlichen Sprüche als Kind doch sicherlich auch das ein oder andere Mal gehört, oder? Meinen Sie denn, Ihre Eltern haben bei Ihrer Erziehung in ganzer Linie versagt? Wir haben als Kids/Teenies unseren Eltern auch mal ins Gesicht geworfen, dass die uns gar nichts mehr zu sagen hätten. Vielleicht gehören auch solche Situationen mal zur Erziehung dazu, wo man sein Kind am liebsten vor die Tür setzen (oder wie schreiben: prügeln können) würde. Die Kunst liegt aber darin, sich zu beherrschen und es trotzdem nicht zu tun!

Warum ihre Tochter es schafft, sie dermaßen zu provozieren … weil sie es kann. Wie jedes anderes Kind auch; dass hat nichts mit einer Hochbegabung zu tun, die »Grenzen« seiner Eltern in uns auswendig zu kennen. Die spannendere Frage, auf die sie versuchen sollten, eine Antwort zu finden, ist: Warum ihre Tochter das macht! Also Pubertät ist sicherlich ein Grund dafür, dass die auch einfach mal etwas anstrengender sind oder sich im Ton vergreifen können und selten der gleichen Meinung sind, wie wir Eltern … aber völlig grundloses Foltern der Mutter gehört da eigentlich nicht zu. Weiß ihre Tochter denn - wenn Sie sie mal in einem ruhigeren und liebevolleren Moment fragen würden -, warum sie manchmal so gemein ist?

Ich denke nicht, dass Kinder respektvoller mit ihren Eltern umgehen, wenn man ihnen androht, denen den Hintern zu versohlen (oder es wirklich täte). Was diese Vater-Tochter Situation angeht … ich denke, Ihr Mann muss im Alltag auch viel weniger Konflikte mit Ihrer Tochter austragen und bewältigen. Auch denke ich - was hier schon geschrieben wurde - das Ihr Mann dort einfach viel authentischer auftritt. Wir Eltern sind halt auch nur Menschen und keine emotionslosen Puppen, die immer ruhig bleiben können, wenn man von einem 3-Käse-Hoch grundlos vor der Haustür angeschnauzt wird. Auch vermisse ich in ihrem Beitrag ganz klar, dass Sie auch mal ihre Grenzen signalisieren und durchsetzen. Ich finde das … ich kommentier das jetzt einfach mal: Also ihre pubertäre 10-Jährige Tochter schreit sie grundlos vor der Haustür an … sie schreien dann wie eine pubertäre 10-Jährige zurück … dann gehen Sie in den Garten und die Wäsche aufhängen? #kratz. Also ich vermisse da jetzt - mal ganz überspitzt - etwas im Sinne von: »Junge Lady, du verschwindest jetzt ganz schnell in ein Zimmer und wenn du dich in 15 Minuten nicht wieder beruhigt, dich entschuldigt und mir erklärt hast, was da eben los war, kannst du schon mal ein Grabstein für dein iPhone basteln, weil ich das dann im Garten Zwangsbeerdigen werden.«

Auch ist mir aufgefallen … ich weiß, dass ist immer schwierig aus einem Beitrag herauszulesen … bitte nicht böse sein: Sie scheinen dort gerade ein ziemlich geringes Selbstbewusstsein/Selbstvertrauen zu haben … daran würde ich unbedingt mal versuchen, zu arbeiten. Sie werden in den nächsten 8 Jahren nämlich noch den einen oder anderen Konflikt mit ihrer Tochter zu bewältigen haben. Und es hilft gewaltig, da sicherer auftreten zu können. Denn, dass wir als Eltern ab und an mal die Situation nicht mehr im Griff haben … gehört dazu. Zumindest habe ich so die Erfahrung gesammelt, dass Erziehung meistens ein Gegenrudern ist. Also darauf zu warten, was als nächstes kommt - sich zu fragen, ob sein Kind jetzt gänzlich den Verstand verloren hat und mit dem Kopf gegen die Wohnzimmerwand zu schlagen - und dann einfach das Beste daraus zu machen. Alles andere würde ja heißen, dass Sie ihre Tochter gar nicht erziehen könnten, wenn sie ohnehin immer alles richtig macht und sich immer richtig/vorbildlich verhält. Es gibt diese Kinder - die sich 18 Jahre lang immer richtig und vorbildlich verhalten, einfach nicht. Man wird da immer und immer wieder erzieherisch tätig werden müssen, bis das Endprodukt irgendwann mal gesellschaftstauglich ist.

Beitrag von caitlynn - 05.12.11 - 19:40 Uhr

»Junge Lady, du verschwindest jetzt ganz schnell in ein Zimmer und wenn du dich in 15 Minuten nicht wieder beruhigt, dich entschuldigt und mir erklärt hast, was da eben los war, kannst du schon mal ein Grabstein für dein iPhone basteln, weil ich das dann im Garten Zwangsbeerdigen werden.«

Den Spruch finde ich dermaßen gelungen dass ich mir den 1:1 merken werde und zu gegebener Zeit anwenden werde.... obs dann ein iphone is oder sonstwas anderes.... hihi zwangsbeerdigen *immernoch kichert*

vielen dank

cait