Hallo zusammen,
ich hatte schon 2 mal hier geschrieben, vielleicht erinnert sich der Ein oder Andere.
Ich bin nun seit 6 Monaten ausgezogen, nachdem meine Frau die Ehe für gescheitert erklärt hat. Ich hatte anfangs recht schnell jemand gefunden, mit ihr verstand ich mich sehr gut und sie hörte mir zu, sie gab mir auch das Gefühl wichtig und wertvoll zu sein. Leider hielt es nur ein paar Wochen. Die Zeit war sehr schön und ich habe einiges von einer anderen Seite kennen gelernt. Ich habe jetzt wieder jemanden kennen gelernt vor ein paar Wochen. Ich lass es eher langsam angehen, zumindest im Vergleich zum ersten mal. Aber irgenwie fehlt mir immer irgendwas, das war schon immer so die letzten Jahre, das war wohl mit einer der Gründe warum meine Frau nicht mehr wollte. Mir geht Weihnachten auf den Geist, so wie diese Jahreszeit im Allgemeinen. Ich kann und will nicht alleine sein, aber fühle mich trotz das jemand da ist immer so. Ich bin meist mit mir selbst überfordert oder mit dem was um mich rum ist. Mein Job ist sehr anstregend und fordernd, aber ich mach ihn ganz gerne, irgendwie schizophren!? Ich bin ständig unzufrieden mit mir und manchen anderen Dingen. Wenn meine Kleine bei mir ist und von zu Hause erzählt liegt mir ständig auf der Zunge, dass ich das nicht wissen will, aber das will und kann ich ihr ja auch nicht antun, sie soll ja nicht in eine blöde Lage kommen.
Was ist nur mit mir los, warum kann ich nicht mal zufrieden sein? Meine Freundin ist echt nett, und auch ganz anders als meine Frau. Ich will meine Frau auch nicht zurück haben, auf keinen Fall, aber es tut immer noch oft weh und ich bin noch oft wütend, weil ich mir so ausgenutzt und missbraucht vor komme. Sie wohnt ja nun mit ihren Neuen in dem nur durch mich möglich gewordenen Haus und fährt mit seinem dicken Auto durch die Gegend, arbeitet in seiner Firma. Wir hatte so oft Krach wenn ich mal gesagt habe, sie könne sich ja mal da oder dort bewerben. Wenigstens muss ich nun keinen Unterhalt mehr für sie bezahlen, aber was nützt mir Geld, wenns mir nicht gut geht? Es gibt Dinge, die lassen sich mit Geld nicht bezahlen.
Danke fürs zuhören.
der ohne Ahnung
ich fühl mich immer alleine
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von ohneahnung - 02.12.11 - 19:17 Uhr
Beitrag von freno - 02.12.11 - 19:44 Uhr
Hallo
Klingt nicht gut. Hast du schon mal an Depressionen gedacht?
Informiere dich mal darüber und rede mal mit deinem Arzt. Meine Mutter ist im Nachhinein traurig, dass sie nicht viel früher schon bei Ärzten war, dann wäre es ihr schneller wieder besser gegangen und sie hätte wieder mehr Freude empfunden.
Freno
Beitrag von ohneahnung - 02.12.11 - 19:55 Uhr
Hallo Freno,
ich war in den letzten 12 Jahren 3 mal in ambulanter psychologischer Betreuung, zuletzt vor etwa 2,5 - 3 Jahren, das war anfangs unsere Krise. Ich hatte damals auch Medikamente bekommen, die ich nach 5 Monaten abgesetzt habe, ich hatte nicht das Gefühl, dass sie helfen. Meine Psychologin diagnostizierte damals depressive Verstimmungen. Ich würde gerne für ne Weile aussteigen, also eventuell auch mal in Therapie gehen, stationär. Ich habe allerdings Angst, noch mehr zu verlieren und es gibt ein paar Dinge die ich trotz allem noch irgenwie hin bekomme, es gibt auch gute Tage.
Auch wenn ich für mich die Entscheidung treffen könnte, einen Platz zu bekommen in einer geeigneten Einrichtung ist mit einer sehr langen Wartezeit verbunden.
Gruß
Beitrag von martinee2 - 02.12.11 - 21:39 Uhr
Hallo,
für mich hört sich das definitiv so an, als hättest du den Verlust deiner Frau weder akzeptiert noch verarbeitet.
Genau genommen glaube ich nicht, dass du wirklich reif für eine neue Beziehung bist. Du sagst selber du fühlst dich immer alleine, das sollte bei einer neuen Beziehung eher nicht der Fall sein.
Allein die Tatsache, dass du von deiner Ex keine Geschichten von zu Hause hören willst, sagt ziemlich deutlich, dass du persönlich eher bei Ihr sein willst als bei deiner neuen Freundin.
Ich denke diese ist eher ein schlechter Ersatz und gibt dir nicht was du wirklich brauchst.
Du solltest eher den erstmal den Verlust akzeptieren können, wieder zu dir kommen und DANN EINE NEUE bEZIEHUNG BEGINNEN.
LG
Beitrag von bruchetta - 02.12.11 - 22:42 Uhr
Es liest sich nicht so, dass es richtig für Dich ist, von einer Beziehung in die nächste zu schliddern.
Meiner Meinung nach sollte man auch mal allein leben, erst recht wenn man mit der alten Sache noch nicht abgeschlossen hat.
Nimm Dir Zeit, halte Dich selbst mal aus, sei Dir selbst genug.
Gib Deinem Leben einen Sinn.
Aber nicht durch neue Partnerschaften, sondern vielmehr durch Interessen, Hobbies, Freunde, Unternehmungen, Wellness, Sport usw. usf.
Erst wenn Dir die Ex, die Beziehung, ihr Job, das Haus egal geworden ist oder Du es ihr im besten Fall gönnst, hast Du den Trennungsprozess abgeschlossen.
Und da bist Du im Moment einfach noch nicht.
Beitrag von steffi3009 - 03.12.11 - 16:59 Uhr
Hallo,
das klingt jetzt vielleicht echt blöd, aber irgendwie bin ich froh, dass es noch Menschen/ Männer gibt, die nach einer langjährigen Beziehung in einer neuen Beziehung auch nicht glücklich werden.
Bist du sicher, dass du deine Ex nicht mehr zurück möchtest? Gut, sie hat dich verlassen, da stehen die Chancen eher ungünstig, dass du sie zurück bekommst. Aber ich glaube auch, dass du über die Trennung von ihr noch nicht hinweg bist.
Ich wurde vor 3 Monaten verlassen und könnte mir nicht annähernd vorstellen, etwas neues anzufangen. (Gut, ich bin schwanger - da sieht es eher schlecht aus. Aber trotzdem.) ;)
Mein Ex hat sich wegen einer anderen von mir getrennt und ich wünsche ihm inständig, dass er mit ihr nicht glücklich wird!!
Erst hat er sich einen Dreck um seine Kinder gekümmert und nun so langsam zeigt er Interesse daran, sie zu sehen. Ich weiß nicht, woher der Sinneswandel bei ihm kommt, aber ich hoffe, er erkennt irgendwann, was er weggeworfen hat.
LG
Beitrag von ohneahnung - 03.12.11 - 20:58 Uhr
Hallo Steffi,
du hast recht, ich bin nicht glücklich, aber unglücklich kann ich eben auch nicht sagen. Ist nicht anders all die letzten Jahren in der Ehe.
Nein, ich will sie nicht zurück, das ist völlig ausgeschlossen. Ich kann ihr nicht verzeihen, was sie mir meiner Meinung nach angetan hat. Zudem hat sie mich einfach durch den Neuen ersetzt, der jetzt genauso blöd zu sein scheint wie ich es war.
Ich bin sicherlich verbittert, weil ich ihr in den 8 Jahren alles gegeben habe war ich hatte, hab mich immer hinten an gestellt. Das sind die Sachen die mich immer wieder mal wütend machen. Ich hatte den Traum vom eigenen Haus, für mich und die Kinder, genauso wie sie. Und ich habe dafür gearbeitet, während sie sich zum Frühstücken und Shoppen getroffen hat.
Ich wünsche ihr, dass sie das selbe erfahren muss wie ich, das wäre nur gerecht.
Ich weiß auch nicht, ob meine derzeitige Situation nur ein Schutz ist, nicht wie beim letzten mal, gleich volles Programm zu machen und dann mit Anlauf auf die Schnauze zu fallen.
Wie ich schon schrieb, meine Freundin ist echt nett und hat nen super Charakter, anders als ich das in den letzten Jahren erfahren habe, vielleicht bin ich das nur nicht gewohnt.
Gruß
Beitrag von steffi3009 - 03.12.11 - 22:50 Uhr
Hallo,
da geht's dir ja quasi wie mir. Mein Ex hat mich auch einfach mal so sitzen lassen und meinen Traum von einem gemeinsamen Leben platzen lassen. Ich werde ihm das auch niemals verzeihen können. Er hatte seine Chance - eine weitere hat er mir nicht gegeben und bekommt er von mir auch nicht. Sein bester Spruch war vor kurzem, dass er sich überlegt hätte, aus Mitleid zu mir zurückzukommen. Und DAS hab ich sicher nicht nötig. (Wenn dann eher er.) Zumal wir 10 Jahre zusammen waren, davon fast 6 Jahre verheiratet.
Ich weiß nicht, ob ich jemals jemanden finden werde, der meinen Traum mit mir weiterleben kann. Dabei geht es mir wahrscheinlich besser als dir, immerhin hab ich die Kinder und müsste ihn nur "austauschen". Das Problem ist nur, dass ich mir das gerade absolut nicht vorstellen kann. :/
Vielleicht liegt es bei dir nicht auch daran, dass deine Ex auch deine Tochter "hat". Deine Familie lebt quasi ohne dich weiter. Das stell ich mir echt hart vor. Sicher bist du noch für deine Tochter da, aber so richtig wie es sein sollte, ist es nicht.
Na ja. Ich für meinen Teil habe innerlich nicht losgelassen und weiß gar nicht, ob ich mit jemand anderem gerade glücklich werden könnte...
LG Steffi
Beitrag von jack.sparrow - 04.12.11 - 00:06 Uhr
Hallo ich will Dir nicht zu nahe treten, aber Du schreibst dass Dir Weihnachten auf die Nerven geht und dass Deine Kleine Dir (fast) auf die Nerven geht und dass Du bzgl. der psychologischen Behandlung ein ungutes Gefühl hattest und dass Du Dich im Allgemeinen nicht wohl fühlst.
Schuld an Deinem schlechtem Gefühl sind aber irgendwie andere.
Find ich nicht so gut.
Zu den Dingen, die sich mit Geld nicht bezahlen lassen, gehört, mit der Kleinen auf den Weihnachtsmarkt gehen und sie auf dem Karussell fahren zu lassen. Mir gibt so etwas ein gutes Gefühl.
Beitrag von ohneahnung - 04.12.11 - 13:10 Uhr
Hallo Jack.Sparrow,
ich glaube, du hast mich da missverstanden. Meine Kleine geht mir keines Wegs auf die Nerven, nur ist es immer noch schwer für mich, wenn sie mir Dinge von zu Hause erzählt, die mit dem Neuen ihrer Mutter zu tun haben.
Ich mache mit meiner Kleiner alles Mögliche, wenn sie am Wochenende oder auch jeden Mittwoch bei mir ist, das macht mit Freude und ist mir auch wichtig.
Kritisch ist für mich die Zeit, wenn sie nicht bei mir ist.
Gruß
Beitrag von jack.sparrow - 04.12.11 - 21:16 Uhr
Hi,
ja, tut mir leid, da habe ich Dich falsch verstanden.
Alles Gute Dir und viele schöne Momente mit Deiner Kleinen.
Jack
Beitrag von kulka74 - 04.12.11 - 20:08 Uhr
Hmmm.....
Hier muss ich meinen Vorgängern leider Recht geben. Ferndiagnose: Du hast mit Deiner Frau NOCH NICHT abgeschlossen....
Auch wenn Du sie nicht zurück haben möchtest, bin ich der Meinung: abe´geschlossen hast Du noch nicht. Denn das eine muss nicht unbedingt das andere bedeuten. Du kannst sie auch "nicht zurück haben wollen" und trotzdem "nicht abegschlossen haben".
Warum ich so denke?
-"es tut immer noch oft weh und ich bin noch oft wütend, weil ich mir so ausgenutzt und missbraucht vor komme"
-"Wenn meine Kleine bei mir ist und von zu Hause erzählt liegt mir ständig auf der Zunge, dass ich das nicht wissen wil"
-"Ich kann ihr nicht verzeihen, was sie mir meiner Meinung nach angetan hat."
-"Zudem hat sie mich einfach durch den Neuen ersetzt, der jetzt genauso blöd zu sein scheint wie ich es war."
-"Ich bin sicherlich verbittert, weil ich ihr in den 8 Jahren alles gegeben habe war ich hatte, hab mich immer hinten an gestellt. Das sind die Sachen die mich immer wieder mal wütend machen. Ich hatte den Traum vom eigenen Haus, für mich und die Kinder, genauso wie sie. Und ich habe dafür gearbeitet, während sie sich zum Frühstücken und Shoppen getroffen hat."
-"Ich wünsche ihr, dass sie das selbe erfahren muss wie ich, das wäre nur gerecht."
Das alles sind ziemlich viele Gefühle. Die Ex weckt in Dir noch sehr viele Gefühle, egal ob es liebe oder wut ist, Gefühl ist gefühl. Und erst wenn das weg ist, erst dann hast Du mit ihr abgeschlossen, erst dann bist Du bereit etwas neues anzugehen... Erst dann wenn Du an deine Ex denken kannst und nix, gar nix dabei empfindest... Erst dann ist sie dir egal und Du bist frei.
LG
K
Beitrag von yazi - 05.12.11 - 22:25 Uhr
Hey du,
also ich verstehe dich und glaube es ist einfach ganz normal sich so zu fühlen wenn die eigene langjährige Beziehung zerbrochen ist. Und ich würde da nicht gleich Depresionen oder dass du deine Ex zurück willst, hinein deuten.
Alles soll immer kuriert werden, alles wird ergründet... aber Gefühle sind so vielschichtig und verborgen, schwer das so leicht einzuordnen. Ich denke es spielt ne Menge rein.
Und ich, auch relativ frisch, wenn auch in Frieden, getrennt, bin auch von Weihnachten genervt, das Fest der Familie, die ich nicht mehr habe und fühl mich einsam ab und zu oder oft sogar und frag mich was da kommen mag.
Ein neuer Partner - ja schwer den od. die richtige zu finden, schließlich wählt und bindet man sich nicht mehr so leicht wie mit 18. Man überlegt, möcht gern alles richtig machen und haben. Nur perfekte Menschen gibt es nicht, jedoch sollte man wohl alles mit großer Achtung angehen, Achtung voreinander, dem Umgang miteinander, einer eventuellen aufkommenden Liebe und Achtung vor den eigenen Wünschen und dem Recht auch verdammt nochmal traurig zu sein, denn das Leben geht nicht immer aufwärts, auch Tiefen gehören dazu.
Also lieber Unbekannter, ich wünsch dir Glück und denke du findest deinen Weg, mit etwas Zuversicht und Geduld mit dir selbst. Versuch das Grübeln zu lassen und lass deine Ex im großen Wagen rum fahren - das alles heißt nicht dass sie glücklich ist/bleibt und schon gar nicht das du falsch und der andere richtig ist.
Naja und Weihnachten, irgendwie kriegen wir die 3 Tage schon rum und dann geht es aufwärts, dem Frühjahr entgegen! 
Alles Liebe und lass dich einfach mal drücken von mir.
Beitrag von ohneahnung - 06.12.11 - 17:37 Uhr
Hallo Yazi,
vielen Dank für deine netten Worte.
Es ist gut zu hören, dass ich wohl doch nicht so unnormal bin wie ich es manchmal denke.
Es braucht alles seine Zeit, das weiß ich, aber manchmal ziehen sich Dinge einfach so endlos hin, da wird man schnell mal ungeduldig.
Ich freu mich auch wahnsinnig darauf, dass ab dem 01.01. alles wieder aufwärts geht.
LG
Beitrag von yazi - 06.12.11 - 21:48 Uhr
Hallo du,
unnormal bist du bestimmt nicht. Ich habe mal von einem Therapeuten gehört dass man ein Jahr braucht um eine Trennung von einer wichtigen Beziehung hinter sich zu lassen und das ist wohl auch nur so ein pauschaler Zeitraum.
Ja ich verstehe die Ungeduld. Nur mit jedem Tag wird es vllt. ein klein Bisschen besser. Versuch los zu lassen und darauf zu vertrauen, dass egal was kommt, du für dich dein Glück suchst und irgendwann irgendwie finden wirst. Nur du alleine kannst für dich sorgen und dich glücklich machen.
In dieser Welt geht es nur ums funktionieren, stets gut drauf zu sein, doch man ist nicht unnormal wenn das mal nicht so ist. Das geht jedem Menschen so, nur kann der eine oder andere leichter damit umgehen oder setzt sich schneller ne Maske auf und funktioniert... ohne Schmerz und Trauer zugelassen zu haben, was aber bestimmt auch nicht gut ist.
Versuch zu fühlen was dir gut tut, auch kleine Dinge. Sag nein zu dem was dir nicht gut tut. Erklär deinem Kind liebvoll, dass es dich traurig macht von zuhause zu hören und du lieber jetzt mit deinem Kind was schönes machen möchtest, worauf hat es Lust, ne Kissenschlacht mit Papa? Mal ein Papa-Kind-Tag ganz anders als zuhause?
Wenn du dich einsam fühlst und wg. Weihnachten genervt bist, denk dran, da bist du nicht der einzige, in diesem Jahr ist es so und es kommen aber noch andere Jahre...
LG
