Hallo,
ich bin am 27.11.2011 in der nacht mit Blutungen ins KH gekommen, dort wurde festgestellt das mein Muttermund voll offen war und Fruchtblase kurz vorm platzen.
Ich bekam Wehen hemmer und musste liegen, dann ging das drama los.
Ärzte und Hebammen kamen zu mir machten mir keine hoffnung, da meine Cathy so weit unten lag konnten sie kaum messen und sie wurde auf unter 500 gramm geschätzt.
Alle haben mir abgeraten ihr zu helfen ,weil sie schwerst behindert sein würde kein Wort davon, das sie es schaffen könnte.
Von einer OP den Muttermund zusammen zu basteln raten mir auch alle ab, ich musste in ein paar Stunden die Entscheidung treffen die den Wehenhemmer ab zu machen und auf die Geburt zu warten.
Kurz drauf ging es auch los, um 13:15 kam meine Tochter Cathy auf die Welt, ich fragte als sie auf meinem Bauch lag ob sie noch lebt, das wurde verneint.
Ca. 20 min nach der Gebur,t als ich mit meinem Mann und Cathy alleine war, abschied nehmen wollte, merkte ich das sie doch noch lebt, die Hebi gerufen die mich fragte ob sie die Kinderärzte holen solle.
Ich ja klar will ich das, die nahmen sie mit und dann kamen sie wieder und fragten ob sie lebensrettende Maßnahmen machen sollen.
Mein Mann und ich schauten uns an und sagten dann nein, da sie ja nun wirklich lange ohne beatmung war und wir wussten das es jetzt wirklich schlimm wäre, diese entscheidung zu treffen war so hart für uns.
Sie wurde gewogen und vermessen, sie wog 630 gramm und 30 cm um 14:00 verstarb sie leider.
Ich mache mir nun so vorwürfe ,ich habe mein Kind sterben lassen, keiner hat uns geholfen, kein gutes Wort, es zu versuchen und mir Mut zu machen.
Mit dem gewicht hätte es doch klappen müssen.
Ich war dort in der 23+4 ssw und für eine Lungenreifespritze hätte ich nach den aussagen noch 10 Tage warten müssen.
Bei der Blutabname kam raus, das meine Entzündungswerte viel zu hoch sind und ich einen Virus habe, wo für ich nun Antibiotikum bekomme.
Gestern war die Beerdiegung meiner Cathy und ich bin nur am weinen, weil ich das gefühl habe als Mama versagt zu haben, sie hatte ja immer hin 45 min ohne hilfe gelebt und versucht zu kämpfen, ich habe ihr nicht geholfen.
Ich muss nun einfach mal wissen, ob es babys gibt denen es heute gut geht.
Für eure hilfe bin ich euch sehr dankbar.
LG Nicole
Wichtige frage an Eltern mit frühchen in der 24 ssw
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Beitrag von amingo - 03.12.11 - 13:04 Uhr
Beitrag von fruehchenomi - 03.12.11 - 13:29 Uhr
Es tut mir unendlich leid, was euch passiert ist, ehrlich ! Dass keiner bemerkt hat, dass Cathy lebt, will mir gleich garnicht in den Kopf, was waren das für Ärzte - um Himmelswillen ? Von Einfühlsamkeit haben diese wohl auch noch nichts gehört.
Mir fällt hier nur das Wort ungeheuerlich dafür ein.
Aber - das alles hilft ja nun nicht mehr. Leider Gottes auch nicht das Wissen, ob andere Kinder mit diesem Geburtsgewicht noch leben und wie es ihnen geht.
Denn es kommt nicht alleine auf das Gewicht an ! Da spielen soviele Faktoren zusammen, die Lungenreife, der Darm, das Gehirn, das Herzchen usw usw.
Der Weg zu einem einigermaßen guten Leben ist da oft sehr sehr umständlich und lang.
Auch Kinder über 1000 Gramm haben es leider schon nicht geschafft.
Was ich damit sagen will, das Grübeln um "was wäre wenn" macht Dich kaputt - und hilft weder Dir noch Deiner kleinen Cathy.
Ich weiß nicht, ob es Dir helfen würde, von diesen Ärzten Rechenschaft zu fordern, so etwas darf einfach nicht passieren - irgendetwas würde ich wohl schon unternehmen, dass das publik wird - im Interesse von anderen Müttern und Kindern.
Aber - vergleichen kann man Frühgeburten meistens nicht - da kommen einfach zuviele Unwägbarkeiten zusammen.
Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute.
Liebe Grüße von Moni
Beitrag von amingo - 03.12.11 - 13:39 Uhr
Hallo Moni,
als ich ins KH rein kam, stand ich einfach neben mir und es war wie ein Film für mich.
Im nachhinein frage ich mich, warum war kein Kinderarzt bei der Geburt dabei und schaute erst mal.
Warum hörte keiner auf das Hez meiner Cathy.
Und ich blöde Kuh habe nix getan, ich könnte mich sonst was dafür.
Ich habe das gefühl meine Tochter hat versucht 45 min zu kämpfen ,nur ohne Mama´s hilfe hat sie den Kampf verloren 
Ich war leider wirklich eigentlich nicht anwesend, man so ein scheiss.
Ich hoffe Cathy kann mir das vergeben.
LG Nicole
Beitrag von fruehchenomi - 03.12.11 - 16:48 Uhr
Nein Nicole, Du hast ÜBERHAUPT KEINE Schuld ! Du warst in einer Ausnahmesituation, man hätte Dir helfen und beistehen müssen, physisch und psychisch.
Es gibt nichts zu vergeben, ich glaube auch nicht, dass Cathy hat kämpfen müssen.
Es war ein kleines schwaches, wahrscheinlich zu schwaches Lebenslichtlein, welches wohl einfach verlöscht ist, weil es so schwach war. Dafür leuchtet sie nun als Sternchen umso heller, daran glaube ich ganz fest.
Es war einfach viel zu früh - auch wenn die Kinder zuerst leben, sehr oft müssen sie dann irgendwie doch aufgeben - ich bin schon 5 Jahre hier - und habe es schon öfter erlebt. Es hört sich vielleicht dumm an, entschuldige, aber in 2 Jahren wäre es noch viel viel schlimmer, wenn alles nicht geholfen hätte.
Sie sind einfach viel zu unterentwickelt in diesem Stadium.
Und nochmal - es gibt absolut nichts zu vergeben 
Liebe Grüße von Moni
Beitrag von amingo - 03.12.11 - 18:46 Uhr
Danke für deine lieben Worte aber es ist einfach schwer an zu nehmen.
Dieses Jahr ist für mich die Hölle.
Im Februar habe ich Kimberly geboren, die danach ins KH musste, ich wurde nach Kiel verlegt es ging ihr sehr schlecht, die Lungen machten probleme.
Da ergab sich, das sie das Schweinegrippen Virus bekam im Krankenhaus bei der Geburt.
Dann viel mein Mann bei einem Arbeitsunfall vom Dach, 7 1/2 Meter lange KH vieeeeeeeele brüche aber ich danke Gott, das er ihn mir gelassen hat.
Dann starb mein Hund.
Und nun mein Kind 
Ich bin im Moment, echt am ende meiner kräfte.
Ganz lieben gruß Nicole
Beitrag von fruehchenomi - 03.12.11 - 19:38 Uhr
Dann gönne Dir einfach mal eine Auszeit - längerer Art. Deine Kinder brauchen Dich !
Liebe Grüße von Moni
Beitrag von belala - 03.12.11 - 13:49 Uhr
Hallo liebe Nicole,
mein aufrichtiges Beileid.
Es gibt Richtlinien an die sich Neonatologen zu halten haben.
Das ist m.E. auch gut so, denn sonst würden Ärzte je nach Lust und Laune entschieden ob sie dem Kind helfen können oder nicht.
Dass du dir Vorwürfe machst und Schuldgefühle hast, ist mehr als verständlich.
Die hatte oder hätte jeder von uns.
23+4 Ssw ist sehr, sehr früh und in Deutschland gibt es die Richtlinie, dass Kinder ab 24+0 versorgt werden.
Ihr Eltern habt eurem Kind ein langes und qualvolles Sterben erspart.
Ihr ward eine sehr kurze, aber intensive Zeit zusammen ohne dass zwischen euch ein Inkubator, Beatmungsgerät, Monitor, Kabel, Katheter und KH Personal zwischen euch standen.
Wahrscheinlich wirst du dein Schuldgefühl nie richtig abschütteln können, du kannst nur versuchen damit ohne Leid zu leben.
LG,belala
Beitrag von belala - 03.12.11 - 13:54 Uhr
Nicole,
ich vergass noch zu erwähnen, dass dein Kindchen in der frühen Woche und mit Infektion einen sehr, sehr schweren Weg vor sich gehabt hätte und ihn möglicherweise auch verloren.
Beitrag von amingo - 03.12.11 - 14:26 Uhr
Hallo,
es ist so schwer zu glauben, das sie das nicht hätte überlebt, sie sah shon so fertig aus 
Im nachhinein fühle ich mich nicht gut betreut in dem KH, sie hatten mit Kiel KH telefoniert aber die sagten wohl auch ich solle erst mal in dem KH bleiben, wo ich zu dem zeitpunkt lag.
Die aussichten sagten alle warn zu schlecht.
Ach man so ein scheiss, ich wollte ihr meine liebe geben mein
ist so zerrissen.
LG Nicole
Beitrag von belala - 03.12.11 - 14:37 Uhr
Liebe Nicole,
Cathy sah fertig aus, aber in der frühen Woche war leider noch gar nichts fertig oder ansatzweise reif.
Die kleinen unreifen Organe müssen mühsam eine Funktion aufnehmen wofür sie noch nicht ausgebildet sind und dann reihen sich schon die lebensbedrohlichen Komplikationen aneinander.
Eine bestehende Infektion bedeutet dabei von vornherein die größte Gefahr bei einem noch nicht vorhandenen Immunsystem und unreifen Organen
Das sind wohl die Faktoren die die Ärzte mit einem Blick überschauten und sich gegen Intensivmedizin entschieden.
Deine bedingungslose Liebe hast du Cathy gegeben als sie in deinen Armen starb und gibst du ihr immer noch.
LG,belala
Beitrag von catelus.3 - 03.12.11 - 20:44 Uhr
hallo liebe amingo,
eine
für eure kleine.
wie gut kann ich dich verstehen. hab im ianuar bei 27+0 entbinden müßen. meine drillinge waren erst supper dabei 930, 875 und 850 g schwer. doch die infektion war schon da, obwohl die werte nur minimal waren. doch sie stiegen bei uns alle 4 und damit die komplikationen. es waren nicht wenige. am 3 tag nach der geburt dachte ich sogar sie wären lieber in der 23ssw ohne zu leiden weggegangen als alles hir mitmachen zu müßen. tini und bella haben den kampf nicht gaschaft
es vergeht kein einziger tag an dem ich nicht an meiner 2 kleinen denke. wieso, weshalb, warum. wir waren fast schon über den berg, fast....
lena hat, Gott sei dank, es geschaft. aber es war nicht einfach und am anfang waren die prognosen mehr als schlecht.
alles, alles liebe und viel kraft für die zukunft. mia
Beitrag von amingo - 04.12.11 - 10:55 Uhr
Es tut mir wahnsinnig leid und zünde für Tini
und Bella
an.
Mir fehlen die Worte, die kleinen süssen zwerge spielen nun vielleicht irgend wo zusammen.
LG Nicole
Beitrag von rijana - 03.12.11 - 13:58 Uhr
Wie schrecklich! Es tut mir so leid für euch. Mir kamen schon beim lesen die Tränen, wie muss es euch erst ergehen?
Ihr habt für euch die richtige Entscheidung getroffen und das ist gut so. Wahrscheinlich habt ihr euch und vor allem euer Tochter ganz viel Leid erspart. Quäl dich nicht mit selbstvorwürfen, trauer um dein Kind so wie sie es dir gut tut.
Ich wünsche euch alles Gute und viel Kraft für die nächste Zeit!
Beitrag von amingo - 03.12.11 - 14:27 Uhr
Die kraft fehlt mir, weil ich das gefühl habe versagt zu haben.
Aber danke für deine lieben Worte.
LG Nicole
Beitrag von jasifrosch - 03.12.11 - 14:04 Uhr
Hallo!
Deine Geschichte berührt mich sehr.
Es tut mir sehr leid. Es ist unsagbar schwer ein Kind gehen lassen zu müssen am Beginn seines Lebens. Du hast NICHT versagt (obwohl ich selbst manchmal so denke, wenn ich an meinen Sohn denke). Wenn die Fruchtblase offen ist, dann kann man leider keine Cerclage mehr machen.
Was und in welcher Woche in einer Klinik für ein kleines Wesen getan wird ist sehr unterschiedlich. Aber wie schon geschrieben wurde ist auch der Verlauf eines Frühchens sehr variabel. Je jünger, desto größer die Gefahr, dass schwere Komplikationen auftreten..... Wir bewegen uns hier in Grenzbereichen der Medizin und man muss zusammen mit den Ärzten genau überlegen, was man tut und was nicht.
Die Zeit lässt sich nicht zurück drehen.
Es hilft Dir jetzt nicht zahlreiche positive oder negative Berichte über Frühchen aus 23+ oder 24 + zu lesen, denn Dein Kind war ein Individuum.
Was wäre WENN hilft leider nicht, dass kann ich aus eigener Erfahrung sagen.
Man kann nur für die nächste Schwangerschaft (daran denkst Du jetzt nicht, aber die Gedanken werden kommen in der Zukunft) versuchen einige Stolpersteine auszuräumen ABER auch das ist keine Garantie.
Fühle Dich gedrückt.
Du bist mit Deinem Schicksal nicht alleine.
Viele Muttis müssen diese Erfahrung machen und haben Sternenkinder
Grüsse
Jasifrosch
Beitrag von amingo - 03.12.11 - 14:31 Uhr
Hallo,
ich möchte auf jeden fall noch mal Schwanger werden, nicht um Cathy zu erstezen das würde nie gehen.
Aber für mich sind meine Kinder mein leben und ich denke das es mir gut tun würde, wieder Schwanger zu werden und dem baby dann meine liebe zu schenken, wo von ich noch ganz viel übrig habe.
Mein leben sind meine Kinder, ohne sie wäre ich nix.
LG Nicole
Beitrag von minkabilly - 03.12.11 - 16:41 Uhr
Es tut mir sehr leid
...mir fehlen die Worte.
eine
für Cathy
Beitrag von fee85 - 03.12.11 - 19:29 Uhr
Es tut mir schrecklich leid was euch passiert ist 

Ich wünsche euch viel Kraft für die nächste Zeit 
Du hast KEINE Schuld - ich wünsche dir von Herzen das du irgendwann damit umgehen kannst 
lg fee85
Beitrag von schickeria - 03.12.11 - 21:51 Uhr
Es tut mir soo undendlich leid!!!
Mir fehlen da leider wirklich die passenden Worte.
Es ist so schlimm, wenn man so etwas erleben muss!!!
Ich wünsche Euch ganz viel Kraft für die Zunkunft und eine riesen Portion Glück, Freude und Frieden fürs kommende Jahr!!!!
Beitrag von .stepke. - 03.12.11 - 23:54 Uhr
Liebe Nicole,
lass Dich erstmal ganz feste drücken!
Es tut mir unheimlich leid, dass Du Deine kleine Tochter verloren hast.
Ich habe vor fast 3 Jahren am 8. Dezember meinen Sohn Mattheo hergeben müssen. War auch im KH wegen ständiger Blutungen, dann kam noch ein hoher Blasensprung hinzu. Die Lungenreife hätten wir erst bei 23+6 SSW bekommen, da die Kinder in diesem KH nicht vor 24+0 versorgt werden.
Bei 23+0 bekam ich aber wieder Blutungen und Wehen und am nächsten Tag kam mein kleiner Sohn mit 550g und 29cm zur Welt. Es wurde von vorn herein gesagt, dass nicht unternommen wird.
Er hat auch noch ungefähr eine halbe Stunde gelebt, obwohl die Hebi erst meinte, er wäre schon tot.
Ich habe mir oft Vorwürfe gemacht, dass ich nicht in ein anderes KH gefahren bin, wo man die Kinder früher versorgt. Andererseits bin ich eigentlich aber froh, dass ihm und uns ein schmerzhafter, langer Weg mit ungewissem und bei Weitem nicht so häufig guten Ausgang, wie die Medien uns vorgaukeln wollen, erspart geblieben ist.
Auch wenn es schwer zu akzeptieren ist, Du hast keine Schuld! Du hast im Sinne Deines Kindes entschieden und Ihr damit sehr wahrscheinlich viel Leid erspart. Klar gibt es die kleinen Wunder, aber es ist unheimlich selten, dass ein Kind seine soo früher Geburt ohne Folgeschädeb überlebt. Und der Weg dahin ist immer ein schwerer Kampf für diese kleinen Würmer.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit und immer einen lieben Menschen an Deiner Seite!
Alles Liebe von Stepke
Beitrag von amingo - 04.12.11 - 10:50 Uhr
Hi Stepke,
ach man, das hört sich bei dir ja so an wie bei mir 
Ach es ist doch aber scheisse und ungerecht wenn einer Mutter das Kind genommen wird.
Ja, ob ich lieber doch nach Kiel hätte sollen überlege ich auch und wenn ich noch mal vor der Situation stehen würde, hätte ich mich verlegen lassen.
Denn eine Mutter so liegen zu lassen, zu sagen das Kind ist Tod und es lebt doch noch, sorry aber ist echt hart.
Ich bin wirklich wütend mit dem Krankenhaus, habe mich das ersta mal dort schlecht aufgehoben gefühlt.
Werde mich da auch nicht noch mal betreuen lassen.
LG Nicole
Beitrag von minkabilly - 04.12.11 - 20:37 Uhr
***Klar gibt es die kleinen Wunder, aber es ist unheimlich selten, dass ein Kind seine soo früher Geburt ohne Folgeschädeb überlebt. Und der Weg dahin ist immer ein schwerer Kampf für diese kleinen Würmer.***
...kann dem nur zustimmen. Man erfährt schon, daß es so frühe Würmchen gibt ,die es schaffen...ABER es gibt halt auch die Kehrseite...viele schaffen es nicht trotz der heutigen Medizin...
Beitrag von pfeffer27 - 04.12.11 - 13:51 Uhr
Hallo Nicole,
erst aml mein Mitgefühl. Ich weiß das Worte nicht reichen.
Am 24.07.2009 kam mein kleiner Max bei 25+7 zu Welt mit 930g und 37 cm. Erst sah alles gut aus. Nach 2 Tagen bekam er schwere Hirnblutungen und die Frage der Ärzte nach den Lebensrettenden Maßnahmen. Mein Mann und ich haben damals auch verneint. Wir haben auf dem Standpunkt gestanden, tun wir heute noch, das wenn er es schafft, "allein" dann ist es ok, dann will und kann er, wenn nicht müssen wir ihn gehn lassen. Am 10.08.2009 kam der Anruf das wir sofort kommen sollen. Wir haben unseren Sohn bis zum Schluss begleitet, ich hatte ihn während seines sterbens im Arm.
Man fragt sich schon ob er vielleicht hätte überleben können, mit Hilfe. Aber es sollte nicht sein.
Mach Dich nicht fertig für Sachen die passeirt sind. Ich bin damals zur Caritas um mir Hilfe zu holen und kann heute sagen dass ich dankbar für die Zeit bin die ich mit Max hatte. Er hatte anscheinend keinen Platz hier, auch wenn das hart klingt. Er war ein absolutes Wunschkind, ich hätte mir nichts mehr gewünscht als ihn bei mir zu behalten.
Das zu verarbeiten, damit leben zu können, dauert. Ich habe es heute noch nicht zu 100 % verdaut, werde es wahrscheinlich nie, aber ich kann heute damit leben.
Ich drücke Euch die Daumen, such Dir jemanden zum reden.
Pfeffer
Beitrag von amingo - 04.12.11 - 15:31 Uhr
dein Bericht berürt mich sehr 
Es ist so schwer sein Kind gehen zu lassen, das man liebt und ach man alles SCHEISSE... Sorry für die Wortwahl aber dabei gibt es keine guten Worte von mir, für Gott.
Ich weiss das ich wieder hoch kommen muss aber im Moment fällt mir es so schwer.
Ich wünsche dir in deinem weiteren leben, viel
und ganz viele schöne Momente.
LG Nicole
Beitrag von blume1982 - 05.12.11 - 11:18 Uhr
Hallo Nicole,
ich möchte dir erstmal sagen wie Leid es mir tut und fühl dich ganz fest gedrückt.
Unsere Tochter musste bei 26+2 per Kaiserschnitt geholt werden. Sie hat 2 Wochen gelebt. Sie lag auf Intensiv und hatte alle medizinische Versorgung die nur ging, aber irgendwann waren die Ärzte auch hilflos und konn ten nichts mehr für sie tun.
Die Kleine hat 2 Wochen gekämpft aber auch dann fehlte ihr die nötige Kraft.
Sie hatte sooo viele kleine Baustellen die ihr das Leben vermutlich ziemlich schwer gemacht hätten. Sie bekam schon mit einer Infektion auf die Welt. Sie bekam eine schwere Gehirnblutung, ihre Nieren wollten nicht arbeiten, ihr Darm kam nicht in Gang, sie brauchte Hilfe zum atmen....! Ich konnte ihr gerade mal das Händchen streicheln oder ihr die Lippen eincremen ansonsten stand ich immer recht hilflos bei ihr am "Bettchen". Wenn sie es geschafft hätte, wäre sie schwerstbehindert gewesen. Wir hätten sie auch so angenommen. Aber sie hat uns gezeigt, dass sie nicht mehr will.
Auch bei 26+2 wurde uns gesagt, dass es noch ein sehr frühes Frühchen sei, was es einfach ziemlich schwer hat mit allem.
Aber man kann auch kein Frühchen mit einem anderen vergleichen, dafür spielen einfach zu viele Faktoren eine Rolle.
GLG
blume1982
