hallo ihr lieben=)
wie schon oben erwähnt interessiert mich eure meinung zum thema kinderwunsch als hartz4-empfänger.
als ich vor einigen wochen beim arzt war und im wartezimmer in einer zeitschrift rumblätterte, stach mir ein artikel ins auge, der mich seid dem immer wieder beschäftigt:
es ging darin um ein ehepaar. beide mitte 30.
beide hatten eine festanstellung. die frau wurde 2 jahre vor dem interview arbeitslos und suchte bis zu dem zeitpunkt eine andere stelle. der mann war zu dem zeitpunkt des interviews 1 jahr arbeitslos.
das ehepaar hatte zu dem einen starken kinderwunsch und die zeit wurde immer knapper. in hinsicht auf die biologische uhr.
ihnen widerstrebte es ein kind in die welt zu setzen, weil sie von hartz4 abhängig waren...
dieser fall geht mir nicht mehr aus dem kopf und ich frage mich: darf das so sein?
ich finde diese situation ziemlich heftig, wie auch die gedankengänge des ehepaares.
ich meine , sie haben sich doch um einen job bemüht (400 euro-jobs sind sie im übrigen nachgegangen).
es ist offensichtlich, dass die beiden sich verboten haben ihrem natürlichen wunsch nach einem kind nachzugehen.
mich interessiert, was ihr dazu sagt. ist der soziale stress (der z.bsp. durch die medien verbreitet wird)daran schuld?
bin gespannt auf eure antworten =)
mich interessiert eure meinung zu hartz4 + kinderwunsch!
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Beitrag von tinchen1603 - 04.12.11 - 21:40 Uhr
Beitrag von hedda.gabler - 04.12.11 - 21:46 Uhr
Hallo.
Es versteht sich meines Erachtens von selbst, dass man NICHT bewusst Kinder in die Bedürftigkeit hinein bekommt ...
LG
Beitrag von zwiebelchen1977 - 04.12.11 - 21:58 Uhr
Hallo
Genau das denke ich auch.
Bianca
Beitrag von jove - 05.12.11 - 13:10 Uhr
wenn vor 1000 Jahren die Menschen so gedacht hätten wie du, dann gäbe uns schon garnicht.
Es gibt aber auch Menschen, die arbeiten gehen und nicht viel verdienen.
Dürfen die dann auch keine Kinder haben?
Beitrag von hedda.gabler - 05.12.11 - 15:25 Uhr
Hallo.
>>> Es gibt aber auch Menschen, die arbeiten gehen und nicht viel verdienen.
Dürfen die dann auch keine Kinder haben? <<<
Diese Menschen stehen hier nicht zur Debatte ... bleiben wir doch lieber beim Thema.
LG
Beitrag von falkster - 05.12.11 - 16:45 Uhr
>>... bleiben wir doch lieber beim Thema...<<
Im weitesten Sinne ist das aber Teil des Themas und die Frage durchaus berechtigt. Es wäre doch interessant zu erfahren, was nach Deinem (Selbst-)Verständnis, für die angeführte Gruppe gilt.
Ansonsten, liest sich das so, als gingen Dir die Argumente aus, was ich gerade bei Dir (und das meine ich durchaus positiv) nicht erwarten würde.
Beitrag von hedda.gabler - 05.12.11 - 17:11 Uhr
Hallo.
Mir gehen keineswegs die Argumente aus ... die TE hat einen ganz bestimmten Fall geschildert und zu diesem ganz bestimmten Fall habe ich Stellung bezogen.
Somit ist meine Meinung zu der anderen angeführten Gruppe völlig irrelevant.
Mein erstes kurzes knappes Statement wurde in den ersten Beiträgen aufgegriffen und insbesondere hier in meinem Sinne weiter ausgeführt:
http://www.urbia.de/forum/28-finanzen-beruf/3398784-mich-interessiert-eure-meinung-zu-hartz4-kinderwunsch/21576912
LG
Beitrag von falkster - 05.12.11 - 22:35 Uhr
Das finde ich jetzt als Antwort etwas unbefriedigend...
Klar hat die TE einen spezifischen Fall geschildert. Auf den Du allerdings ausgesprochen allgemeingültig und generell geantwortet hast...
Von daher ist die Frage nach den schlecht Verdienenden völlig naheliegend, da eben Deine Antwort sich nicht eindeutig ausschliesslich auf den geschilderten Fall bezog...
Aber mir soll es egal sein. Andere, insbesondere die Fragestellerin, scheinen sich mit Deiner Antwort zufrieden zu geben. Da muss ich nicht deren Anwalt mimen...
Beitrag von annilein123 - 05.12.11 - 16:57 Uhr
das gehört sehr wohl dazu....was unterscheidet diese menschen denn? und wenn ich richtig lese, haben die beiden einen 400-euro-job oder nicht?!?
zudem tun sie alles wieder in den beruf zukommen!
ich glaube dir gehen einfach die argumente aus
Beitrag von hedda.gabler - 05.12.11 - 17:14 Uhr
Hallo.
Ein 400-Euro-Job ist allenfalls ein Taschengeld und hat in den seltensten Fällen etwas damit zu tun, wieder in einen vollwertigen Beruf einzusteigen.
>>> ich glaube dir gehen einfach die argumente aus
<<<
Und ich wiederhole auch hier gerne nochmals, was ich eben zu dem Thema "Argumente ausgehen" schrieb:
Mir gehen keineswegs die Argumente aus ... die TE hat einen ganz bestimmten Fall geschildert und zu diesem ganz bestimmten Fall habe ich Stellung bezogen.
Somit ist meine Meinung zu der anderen angeführten Gruppe völlig irrelevant.
Mein erstes kurzes knappes Statement wurde in den ersten Beiträgen aufgegriffen und insbesondere hier in meinem Sinne weiter ausgeführt:
http://www.urbia.de/forum/28-finanzen-beruf/3398784-mich-interessiert-eure-meinung-zu-hartz4-kinderwunsch/21576912
LG
Beitrag von annilein123 - 04.12.11 - 22:01 Uhr
...ufff...
@hedda.gabler: das würde demnach aber auch bedeuten, dass man (wenn man auch längerfristig gesehen kein glück mit dem job hat) ein kinderloses leben führen muss?!?
das heißt sozusagen, dass man keine kinder bekommen darf, ohne das einen die gesellschaft als sozialen schmarotzer abstempelt und auf die stufe der wirklichen asozialen schmarotzer stellt (die, die nicht vorhaben je zu arbeiten).
das kann es eigentlich nicht sein....
der kinderwunsch gehört für mich zu den grundbedürfnissen eines jeden menschen....
Beitrag von zwiebelchen1977 - 04.12.11 - 22:04 Uhr
Hallo
Soll es ja auch sein. Aber warum soll mein Bedürfniss die Allgemeinheit zahlen?
Wenn es nicht geht, geht es nicht. Dann sollte man erstmal selber wieder auf die Beine kommen.
Denn mit Kind wird es nicht einfacher
Bianca
Beitrag von tinchen1603 - 04.12.11 - 22:13 Uhr
du hast vollkommen recht. aber wenn die biologische uhr bei der frau tickt ist es irgendwann doch zu spät...ich finde das sehr kompliziert....
wenn es zu bsp. um paare geht, die nicht arbeiten wollen und nur auf das kindergeld aus sind....dann ist die sache für mich klar! aber so...ich weiß nicht...
schwierige sache
Beitrag von kati543 - 05.12.11 - 00:04 Uhr
Das Kindergeld reicht nicht, um die Bedürfnisse des Kindes auch nur ansatzweise zu decken.
Beitrag von carrie23 - 05.12.11 - 10:40 Uhr
Nimm es mir nicht übel aber wenn du glaubst dass das Kindergeld ja so viel ist dann weiß ich dass du keine Kinder hast.
Das Kindergeld ist gerade mal genug um das Kind zu ernähren, reich wird man davon nicht.
Wenn man bedenkt dass die Wohnung größer und somit teurer ist, man mehr Wasser braucht, das Kind Klamotten braucht und Essen will dann kriegt sicher NIEMAND ein Kind wegen dem Kindergeld und bei diesem Satz stellen sich mir immer die Zehennägel hoch.
Gut als ich noch jung, dumm und unerfahren war hätte ich so einen Satz sicher auch verwendet, aber seit ich weiß was Kinder kosten ( und das wusste ich mit über 20 auch schon bevor ich Kinder hatte ) würde mir sowas nicht in den Sinn kommen zu schreiben.
Beitrag von tinchen1603 - 05.12.11 - 10:52 Uhr
das habe ich nicht behauptet! ich habe gesagt, dass es paare gibt, die kinder in die welt setzen( bescheuerter weise) und denken sie würden durchhs kindergeld reich! das sollte niemals ein grund sein, warum man kinder in die welt setzt. ausserdem tut meine private situation hier nichts zur sache
also bitte erst vernünftig lesen....
Beitrag von carrie23 - 05.12.11 - 11:10 Uhr
Ich habe vernünftig gelesen ( kann man auch unvernünftig lesen? ) und niemand denkt so denn man weiß vorher was ein Kind kostet und wie viel man Kindergeld bekommt.
Niemand denkt dass er durchs Kindergeld reich werden könnte, das sind nur knappe 150 Euro und davon ist noch niemand reich geworden.
Beitrag von tinchen1603 - 05.12.11 - 12:04 Uhr
oh ja...das kann man;)
und ja...es gibt tatsächlich leute. die aus diesen gründen kinder in die welt setzen =( leider...
in deutschland zumindest...:( und das ist eine schande...ich will nicht wissen, wie diese kinder behandelt werden=(
auf jeden fall habe ich da die gleiche meinung wie du! definitiv! aber darum geht es hier eigl. auch garnicht. das sollte den fall nur von diesen menschen abgrenzen, weil das ehepaar aus dem artikel eben nicht so ist...
Beitrag von sassi31 - 05.12.11 - 13:18 Uhr
Also ich kenne so einige Leute, die der Meinung sind/waren, von Kindergeld kann man locker seine Kinder ernähren, einkleiden und dann auch noch was sparen. Zu den Leuten zählen sowohl ALG II-Empfänger als auch gut situierte Paare mit hohem Bildungsabschluß.
Als ich ein Kind war, gabs 50 DM fürs Erste, 75 DM fürs Zweite und 125 DM fürs Dritte. Damit hat man sicher nicht viel machen können. Heute bekommt man je 184 Euro fürs Erste und Zweite sowie 190 Euro (glaub ich) fürs Dritte. Das sind schon ganz andere Summen. Vermutlich glauben die o. g. Leute deshalb, dass man damit locker über die Runden kommt.
Beitrag von sassi31 - 05.12.11 - 13:11 Uhr
OT: Wie hoch ist denn das Kindergeld in Österreich?
Beitrag von katze-maggy - 04.12.11 - 22:15 Uhr
Kinderwunsch sollte aber keine egoistische Angelegentheit sein. Es geht nicht nur um den Wunsch sondern auch um die damit verbundene Verantwortung.
Die Erziehung und Ausbildung eines Kindes ist teuer und mit Sozialleistungen nicht zu stemmen.
Ich finde es egoistisch ein Kind in die Welt zu setzen, wenn ich nicht in der Lage bin, ihm - zumindest nach meiner aktuellen Situation - eine solinde Zukunft zu bieten.
Es geht nämlich nicht um die Eltern, die sich Kinder wünschen, sondern um die Kinder und die Situation, in die sie hineingeboren werden.
Beitrag von sassi31 - 05.12.11 - 13:20 Uhr
Es IST egoistisch, ein Kind in die Welt zu setzen. Weil man das für sich selber macht.
Beitrag von falkster - 05.12.11 - 14:55 Uhr
>>...zumindest nach meiner aktuellen Situation...<<
Genau da liegt der Knackpunkt...
War Dein Leben die letzten, sagen wir mal 18 Jahre, konstant und stabil...??
Beitrag von kittythecat - 04.12.11 - 22:17 Uhr
Hallo,
ich verstehe Hedda eher so, dass es ihr darum geht, das es dem künftigen Kind nicht zugemutet werden solle in eine bestehende (wobei man vielleicht sagen sollte, eine nicht absehbar zu beseitigende) Bedürftigkeit hineingeboren zu werden.
Also weniger der Ansatz, der Solidargemeinschaft nicht auf der Tasche zu liegen, sondern, der Ansatz, dass kein Kind es verdient hat in einem dauerhaften, prekären Lebenssituation à la "Von der Hand in den Mund" aufzuwachsen, zumal es mittlerweile zahlreiche Studien gibt, wie schlecht die Durchlässigkeit des Systems für diese Kinder nach oben hin ist.
Zumindest sehe ich es als egoistisch an, ein Kind in eine Armut zu gebären, aus der es womöglich sein Leben lang nicht raus kommt - da finde ich es auch legitim, dass man sein eigenes Grundbedürfnis hinten anstellen sollte, zumal ein Grundbedürfnis ja auch nicht fest steht, sondern bis zu einem gewissen Grad der eignen Definition unterliegt. Für mich ist es z.B. Essen, Trinken, Obdach - Kinderwunsch gehört für mich nicht zu den Grundbedürfnissen, sondern in die Dimension: "Wenn`s klappt ist`s nett, wenn nicht dann gibt`s auch andere Dinge, die das Leben lebenswert machen". Dieselbe Formel bei den Grundbedürfnissen "Essen und Trinken" wäre dagegen kaum praktikabel.
Insofern: Soll jeder machen wie er meint und jeder Kinder bekommen wie er meint, aber nen Orden hat sicherlich niemand verdient, der Kinder bekommt, obwohl er weiß, dass es sehr schwer wird ihnen eine Zukunft zu bieten. Obwohl Zukunft da ja auch schon wieder eine Definitionsfrage ist - manche wollen halt "mehr", anderen reicht "weniger". Dass der Sozialstaat das subventioniert ist halt so. Mit dieser staatlichen Grundausrichtung haben wir halt klar zu kommen, ob wir es erstrebenswert finden, oder nicht.
VG,
kitty
Beitrag von zwiebelchen1977 - 04.12.11 - 22:20 Uhr
Hallo
Der Staat finanziert aber auch nur das Nötigste. Und von dem Geld kann man den Kindern keine gute Zukunft, Ausbildung etc bieten. Und wer Kinder liebt, sollte das dann auch berücksichtigen. Und er sollte dann so vernünftig sein und (erstmal) darauf verzichten.
Bianca
