Die Geburt meines Krötchens ( schon 1 Jahr ist vergangen)

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Beitrag von amanda-80 - 04.12.11 - 22:52 Uhr

Hallo,

mein Krötchen ist nun knapp über ein Jahr alt und ich habe nun das Bedürfnis von seiner Geburt zu berichten. Angst hatte ich vor der Geburt keine- was man nicht kennt kann man nicht fürchten.

ET wäre der 10.11.2010 gewesen. Ich hatte ein BV bekommen und hatte ständig viel zu hohen Blutdruck. Dann bekam ich auch noch vorzeitige Wehen im September und ich durfte kaum noch etwas unternehmen. Kein Staub saugen, nicht spazieren gehen ... Immer nur ausruhen und liegen.

Ha- der 10te verstrich und ich musste nun jeden zweiten Tag zur Fa. Keine Wehe im Anmarsch. Die Kröte hatte es nicht eilig. Am 14 .11 . , es war natürlich ein Sonntag, wurde ich morgens um 8 Uhr durch einen recht starken und unangenehmen Schmerz geweckt. Mein Freund war zur Frühschicht und so hatte ich keine Lust aufzustehen und legte mich wieder hin. Gegen 10 Uhr wurde ich erneut von dem Schmerz geweckt. Ich dachte mir nichts dabei und beschloss nun doch aufzustehen und noch die Wäsche zu waschen, die Whg. auf zu räumen und am Computer schnell mal eben Formulare auszufüllen. Kurz vor Mittag rief mein Freund an und fragte wie es mir ginge. Ich sagte mir ist zwar komisch, aber ich werde mal baden gehen und dann werden wir ja sehen ob das Komische weg geht. Also ging ich in die Wanne. Machte Mani- und Pediküre und die Haare ordentlich. Kaum war ich fertig kamen die Schmerzen alle halbe Stunde, dann auf einmal alle 10 min. Mein Freund war inzwischen eher von der Arbeit gekommen und erschrak als er mich schwer atmend an dem Türrahmen vorfand. Das Gesicht war Klasse. Ich dachte aber immer noch das es Senkwehen sind und wieder weg gehen. Der Schmerz war gut zu veratmen.

Mein Freund zwang mich gegen 16 Uhr im KH anzurufen und die Hebi zu fragen ob ich kommen sollte. Die Wehen kamen alle 5 min.

Die Antwort : so lange ich mich zu Hause wohl fühle brauch ich nicht kommen.

Also beruhigte ich meinen Freund und bestand darauf nicht zu fahren. Als ich aber fast durchgängig den Türrahmen umklammerte packte er die Sachen ins Auto und schob mich Richtung Auto. Die Fahrt kam mir ewig vor. Als wir ankamen schaffte ich es kaum über den Parkplatz so stark waren die Wehen.

Es war inzwischen gegen 18 Uhr und ich die einzige Frau auf der Entbindungsstation. Der Gh völlig weg und Mumu 2 cm auf. Also ab in die Wanne. Ich fühlte mich leichter aber die Schmerzen waren unbeschreiblich. Ich kam nicht auf die Idee nach einer PDA zu verlangen. Der Mumu öffnete sich schnell. Gegen 22 Uhr sollte ich stark pressen. Ich bekam das Köpfchen nicht durch. Immer wieder vor und zurück. Das Atmen fiel mir schwer und somit fehlte mir die nötige Kraft zum pressen. Die Hebis sahen ,daß Krötchen jetzt endlich raus musste und beschlossen mich aus der Wanne zu holen. Die Wanne zu verlassen war der Horror. Die Schwerkraft zog mich nach unten und die Kräfte schwanden. Ich weiß nicht wie, aber ich schaffte es ins Bett. Die Ärztin kam dazu und ich bekam einen Dammschnitt. Nach einer Wehe war er da. Mir ging es sofort besser und ich wollte sehen was mich da gequält hatte. Krötchen wurde aber sofort nach nebenan gebracht und mit Sauerstoff versorgt. Ich hatte kein Glücksgefühl und auch kein Baby. Nach ca 5 min wurde er gebracht und in meiner Gegenwart angezogen ,während man mich nähte. Papa war stolz und den Tränen nahe.

Einige Zeit später lag ich im Ruheraum und mein Devin Baby im Bettchen neben mir. Erst da wurde mir klar das ich jetzt Mama bin und das kleine Wesen neben mir meine Lebensaufgabe ist.

Rückblickend habe ich größten Respekt vor der Urgewalt Geburt.

Ich liebe mein Baby über alles auch wenn wir uns erst aneinander gewöhnen mussten. Er hat es noch am 14 um 23:47 auf die Welt geschafft.