Hallo!
Ich bin schwanger und vom Kindsvater getrennt.
Er möchte sich um sein Kind kümmern, was ich super finde!
Unser Verhältnis ist seeehr angespannt und ich hoffe, wir finden friedlich eine Lösung.
Trotzdem wüßte ich gern, wie es rechtlich aussieht:
Wir leben 350km voneinander entfernt, haben beide kein Auto. Ich bin allein mit dann fünf Kindern und weiß also nicht, wie ich ihm entgegenfahren soll..
Allerdings ist es für ihn auch schwierig, öfter zu mir zu fahren (finanziell und praktisch).
Ich las nun, daß bei Neugeborenen empfohlen wird, daß der Vater 1-2Mal wöchentlich zu Besuch kommt und sich ca 2 Std um das Baby kümmert (ok, man kann sich ja auch auf längere Zeiten einigen.. Das war halt das, was ich rauslesen konnte)
Besonders bei Babys wird ein häufigerer aber kürzerer Umgang empfohlen.
Über Nacht braucht Mutter das Kind erst ab zwei Jahren abgeben (ich wüßte auch gar nicht, wie das anders gehen soll, da ich meine Kinder alle über ein Jahr gestillt habe und sie sehr anhänglich waren.. Die wären NIRGENDWOHIN gegangen über Nacht! Selbst mit zwei eigentlich noch nicht)
Naja.. Aber bis dahin ist ja noch viel Zeit und man kann schauen, wie die Bindung zum Vater bis dahin wächst, wie sich das Kind dann lösen kann usw..
Da gibt es dann sicher auch Lösungen.
Ich frag mich nur, wie der Vater es schaffen soll, eine Bindung über so eine große Entfernung aufzubauen? Ich hoffe sehr, daß es eine Möglichkeit gibt! Ich weiß nur so gar nicht wie..
Also was tun?
Weiß jemand, wie die Rechtslage aussieht? Hat jemand Tipps?
Ich möchte ihm auf jeden Fall irgendwie entgegenkommen und ihm einen guten Vorschlag machen können. Er soll nicht das Gefühl bekommen, daß er sein Kind nicht sehen darf, denn im Gegenteil: Ich bin sehr dankbar, daß er sich so darum bemüht!
Danke für jeden Rat und LG!
becci81
Umgangsrecht beim Säugling.. große Entfernung
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Beitrag von becci81 - 05.12.11 - 21:30 Uhr
Beitrag von anarchie - 06.12.11 - 09:51 Uhr
Hallo!
Hast du die Entfernung schon schwanger geschaffen?
Wenn ja fürchte ich, dass DU die dadurch entstehenden Umgangskosten (mit)tragen musst.
Generell ist oft und kurz sinnvoll beim Säugling, aber in eurem Fall wird das ja wohl nix, schade fürs Kind.
Mitnehmen ist ja nicht mit Stillkind...
ICH würde schauen, wie oft man den besuch finanziell organisieren, ihm sehr netgegenkommen in Sachen Fahrtkosten und Übernachtung vor Ort und hoffen, dass er nicht drauf besteht, das Kleine früh mitzunehmen.
lg
melanie mit 4 kids
Beitrag von becci81 - 06.12.11 - 10:32 Uhr
hallo melanie!
danke für deine antwort! nein, die entfernung bestand von anfang an.
ich komme ihm mit allem entgegen, soweit ich nur irgendwie kann. wobei das nicht immer einfach ist, weil er mir unterschwellig immer wieder droht und ich mich fürchten muß , daß er das kind ev. mal nicht mehr wiederbringt, bzw ins ausland verschleppt 
aber auch da lass ich mich derzeit beraten.
trotzdem möchte ich, daß das baby eine möglichkeit hat, seinen vater kennenzulernen und daß die zwei eine gute vater-kind-bindung aufbauen können. mein exmann kümmert sich zb gar nicht um unsere kinder und ich sehe, wie sie darunter leiden. einfach nur schlimm! umso schöner, daß er sich kümmern will!
wenn ich es irgendwie kann, werd ich ihm auch finanziell entgegenkommen, was in meiner lage aber auch schwierig ist. ich bin oft froh, wenn wir irgendwie über den monat kommen *seufz*.. hoffentlich gibt es da lösungen!
ich werde ihm anbieten, daß er so oft herfahren und das baby besuchen darf, wie es ihm möglich ist! ja, wegen einer übernachtungsmöglichkeit würde ich dann auch schauen.. aber es ist schon schade, denn praktisch wird ihm das nicht oft möglich sein. wie denn auch?
ich hoffe sehr, daß wir eine friedliche lösung finden, die vor allem dem/der kleinen zugute kommt.. und ich hoffe, daß das ganze nicht in eine blöde richtung kippt (leider muß ich da ernsthafte befürchtungen haben).
ich werd mein bestes geben..
lg und einen schönen nikolaus!
becci81
Beitrag von parzifal - 06.12.11 - 17:12 Uhr
"Ich frag mich nur, wie der Vater es schaffen soll, eine Bindung über so eine große Entfernung aufzubauen? "
Das frage ich mich auch. Und die Frage nach der Rechtslage dient sicher dazu den Kontakt soweit wie möglich auszubauen.
Als Info: Du kannst Eure Kinder solange Du möchtest zum Vater geben. Es gibt kein Gesetz dass dies verbietet.
Die "Rechtslage" brauchst Du nur um den Kontakt einzuschränken.
Wenn Du allerdings schon Probleme hast selbst zweijährige Kinder über Nacht zum Vater zu lassen dann sagt mir das schon genug über Deine Einstellung aus. Aber das ging ja nur von den Kindern aus, die das nicht wollten.
Beitrag von anarchie - 06.12.11 - 18:27 Uhr
Son Dummzeug!
ich wäre mehr alss froh, wenn meine kinder mal woanders nächtigen würden, oder auch nur ohne mich beim Papa bleiben(der im Übrigen mit uns zusammen wohnt und seine Kinder sehr liebt, sich viel kümmert und auch sehr geliebt wird) - wollen sie aber nicht.
Die erssten 2,3 Jahre wollten sie MAMA.
Und das ist ganz sicher NICHT von mir ausgehend.
ICH wäre gern mal weg gegangen und co..
gruß
Beitrag von parzifal - 07.12.11 - 09:47 Uhr
Was ist "Dummzeug"?
Dass die Kinder wenn sie nicht wollen damit immer durchkommen müssen/sollten/können?
Ist mit "ich will nicht" auch bei Dir immer alles erledigt?
Nochmal: ohne nachvollziehbaren Grund kann man sich als Elternteil zuminmdest nicht bei Kindern (Jugendliche sind aufgriund des Alters anders zu beurteilen) nicht mit einem bloßen "ich will nicht" zufrieden geben.
Wer das aber amcht sollte diese Einstellung dann auch konsequent durchziehen.
Bsp.: Du willst heute nicht in den Kindergarten? Du weißt nicht konkret warum? Egal, es reicht das Du nicht willst? Keien Schule? Kein Problem. etc..
Es dreht sich also alles um den Grund. Muss bei Dir keiner vorliegen oder doch?
Gruß
parzifal
Beitrag von anarchie - 07.12.11 - 10:04 Uhr
Wiederrum Unsinn.
Es geht nicht um eine Laune des Kindes, sondern um ein Kleinstkind, das natürlicherweise in den meissten Fällen emotional sehr an die Mutter gebunden ist, zum Einen, weil es eine angeborene Symbiose gibt, die sich erst nach und nach löst, zum Anderen weil sie das Kind meisst überwiegend betreut , schon durch das Stillen.
Zudem hat ein Kleinstkind kein Zeitgefühl - Mama weg heisst gefühlt richtig weg. für immer und endgültig.Das entwickelt sich erst mit etwa 3 Jahren.
Dann brucht ein so kleines kind Kontinuität in kleinen zeitlichen Abständen um sich emotional binden zu können - wenn ein baby einen Menschen 1 Monat nicht sieht, hat es ihn meisst vergessen - zumindest aber ist er keine vertrauensperson.
Du unterschiedest nicht zwischen Bedürfnissen und Wünschen eines Kindes.
Bedürfnisse, wie die Nähe zur Mutter, müssen erfüllt werden für eine fute frühkindliche entwicklung.
Wünsche sind nicht notwendigerweise zu erfüllen.
Und natürlich würde ich mein 4 jähriges Kind NICHT in den Kindergarten zwingen, wenn es partout nicht will und es offensichtlich nicht nur eine fixe Idee ist(und ich eine andere Wahl habe)
Dann hat es sicher für eine so vehemente Ablehnung einen guten Grund , auch wenn es den nicht verbalisieren kann.
Damit bin ich bisher gut gefahren.
Gleichwertigkeit heisst das Zauberwort.
Ernstnehmen.
Achtung vor den Gefühlen des Kindes heisst hier die Devise.
Das mit der Schule zu vergleichen ist unsinnig.
Ein 6 jahre altes Kind hat ein ganz anderes Verständnis der Dinge und ist von der Bedürfnisorientierung schon in großen Teilen zur Rationlität übergegangen.
Es handelt nicht mehr rein intuitiv.
Ein 2 jähriges Kind sollte definitv NIEMALS von seiner Hauptbezugsperson zwangsweise getrennt werden, wenn es nicht unumgänglich ist.
Und bei allem Verständnis, dass das unfair und wirklich saublöd für den Vater ist,
geht das Kind da einafch vor.
Da muss um die Bedürfnisse des Kindes herum organisiert werden und nicht partout um jeden Preis auf irgendwelche Rechte gepocht werden.
Das Kind sollte im Focus stehen.
gruß
Beitrag von becci81 - 07.12.11 - 10:15 Uhr
deinen text kann ich wort für wort unterschreiben! genauso sehe ich das auch! alles andere wäre nur "im interesse des vaters" gehandelt.. und nicht im interesse des kindes!
danke für deine genaue ausführung!
lg becci81
Beitrag von becci81 - 06.12.11 - 19:07 Uhr
hallo!
ich finde deine antwort nicht sehr fair..
ich bin diejenige, die dem vater meiner ersten drei kinder JAHRElang hinterhergelaufen ist, bei der erziehungsberatung war usw.., damit er sich kümmert! er wollte nicht, aber die kinder. und ich hab gekämpft wie sonstwas.. doch am ende hat er den kontakt komplett abgebrochen, was ich schlimm finde!
ich habe überhaupt kein gutes verhältnis zu meinem exmann, die ehe war die hölle.. aber er ist nun mal der vater der kinder. und sie haben auch ein recht auf ihn!
mein viertes kind sieht seinen vater auch regelmäßig. trotz entfernung. es ist grad mal drei und fährt jetzt für eine woche zu ihm.. eben weil es klappt und mein kleiner das super mitmacht und es ihm dort gutgeht! so sehr ich ihn auch in der woche vermisse und so schwer es mir fällt, weil ich schon eine glucke bin: er soll das bestmögliche verhältnis zu seinem papa haben!
doch in den ersten zwei jahren war er wie auch die anderen drei ein absolutes mama-kind.. nie hätte er eine nacht woanders geschlafen, weil er nachts oft nach mir geweint hat. und ich finde es nur im interesse des kindes, daß man es nicht zwingt, wenn es sich in der situation nicht wohlfühlt! DAS sollte das wichtigste sein!
schritt für schritt haben wir das dann gemeinsam mit dem papa geübt.. und nun klappt es wunderbar!
also urteile bitte nicht vorschnell über mich oder meine einstellung.
meine sorgen dem vater des jetzigen kindes gegenüber sind berechtigt (das sieht auch die beratungsstelle so).. und TROTZDEM komme ich ihm in allem sehr entgegen und werde es nur fördern, daß er eine bindung zu unserem kind aufbauen kann! darum frag ich doch hier! ich möchte zeitig den bestmöglichen weg finden! (das baby kommt ja erst in einigen monaten auf die welt)
ich frage nach der rechtslage, weil das manchmal ein anhaltspunkt sein kann, was empfohlen wird.. warum sollte ich ihm sein kind verweigern oder es nach punkt zwei std entreißen? wenn er sagt, er kann ne woche kommen, dann werde ich doch sehen, daß er dann möglichst viel zeit mit dem baby verbringen kann!
also ich finde, daß du wegen ein paar sätzen von mir, die ich hier schreibe, sehr vorschnell urteilst. ich hab auch erst überlegt, ob ich mich hier anfange zu "rechtfertigen", denn eigentlich weiß ich es ja besser..
ich bin sicher keine von den mamis, die ihre kinder nur für sich wollen und den vater nur so weit involvieren, wie es ihnen persönlich recht ist..
mir geht es einzig und allein darum, daß es den kindern gut geht und sie eine gesunde bindung aufbauen können zu ihrem vater!
wenn er zb nur alle drei oder vier wochen kommt und dann von knall auf fall das kleine übers we mitnimmt, denke ich nicht, daß das im interesse des kindes ist, wenn es noch sehr klein ist und fremdelt und sich unwohl fühlt.. wenn es seinen papa aber KENNT, dann wird es sich auch dort wohlfühlen.
so. ich habe fertig.
danke für jede hilfreiche antwort!
lg becci81
Beitrag von parzifal - 07.12.11 - 09:52 Uhr
Ich kenne Deine Vorgeschichte nicht.
Findest Du es unfair, wenn ich sage dass Kinder die etwas ohne nachvollziehbaren Grund nicht wollen anders behandelt gehören als mnit einem nachvollziehbaren?
Findest Du es unfair, dass man ein Kind im Regelfall eigentlich mit 2 Jahren auch mal beim Vater übernachten können lassen sollte?
Das es den Kindern "gut" geht ist immer wichtig. Oft muss aber gefragt werden "schadet" etwas den Kindern wenn man es trotzdem macht. Wenn etwas nicht schadet und es dadurch aber einem anderen "gut" geht was spricht dagegen?
parzifal
Beitrag von becci81 - 07.12.11 - 10:11 Uhr
hallo!
ich hätte sicher meine gründe, um den kontakt zwischen vater und kind gering zu halten. aber das würde ich niemals tun! ich wollte mit meiner letzten antwort ausdrücken, daß ich ebenso denke, daß ein kind ein anrecht auf seinen vater hat! und ein vater natürlich auch auf sein kind! es ist nicht weniger "seins", als es "meins" ist..
und ich sage auch nicht, daß ein kind grundsätzlich nicht mit zwei jahren (oder früher) bei seinem vater nächtigen soll! doch es muß ja an ihn gewöhnt sein.. es muß sich wohlfühlen, keine verlustängste haben oder so.. sicher kann man da begleitend jemand einschalten (vll eine erziehungsberatung), die einem tipps geben, wie man den kontakt zwischen vater und kind am besten fördern kann.
ich finde es nicht unfair, daß ein kind auch mal beim vater schlafen sollte!
doch ich denke, daß man sich dem schrittweise annähern sollte... daß die zwei sich erstmal kennenlernen, daß der vater das kleine dann anfangs vll mitnimmt zu spaziergängen, dann dehnt man die zeiten nach und nach aus.. bis man halt denkt, daß es funktionieren könnte über nacht, ohne daß das kind sich nur wegschreit..
so meinte ich das.
ich kann nur sagen, wie ich es bei meinen anderen kindern erlebt habe.. der vater meines jüngsten hat von sich aus früher gesagt: "ich nehm den kleinen noch nicht über nacht mit. er wird weinen, weil er einfach noch zu sehr mama braucht".. und dann haben wir es trotzdem irgendwann probiert.. nach und nach. und nun funktioniert es wunderbar 
mein jüngster hängt sehr an seinem vater, verbringt soviel zeit wie möglich mit ihm und auch bei ihm.. er fährt gerne hin und kommt dann auch gern wieder heim 
und genau das wünsche ich mir für das kommende baby auch!
und nun suche ich den bestmöglichen weg..
(bei meinem jüngsten trennten wir uns, als der kleine etwa zwei war.. darum frag ich, wie man das mit einem kontakt bei babys am besten händeln kann)
ich hoffe, du verstehst also, daß es mir um einen guten kontakt geht und nicht darum, dem vater das kind vorzuenthalten oder meine eigenen wünsche durchzusetzen!
lg
becci81
