Gibt es hier Selbständige, die eine Riester-Rente haben?

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Beitrag von superstar01 - 05.12.11 - 23:30 Uhr

Hallo,

eigentlich (auf dem Papier) bin ich selbständig, aber ich habe dieses Jahr nur drei Tage gearbeitet. Jetzt habe ich die Möglichkeit zu riestern (weil mein Mann angestellt ist). Bei mir kann sich aber immer etwas ändern (dann arbeite ich mal mehr, mal weniger) etc. und der Experte sagte, dass man das immer angeben muss, um die optimale Förderung zu bekommen.
Ich habe nie Lust auf sooo viel Papierkram, aber wenn man etwas "vom Staat" geschenkt bekommt, will ich es mir natürlich ungern durch die Lappen gehen lassen.
Kann mir jem. sagen, ob das mit den Anträgen jedes Jahr wirklich so kompliziert ist? Auch bzgl. der Elternzeit? Ich war nämlich auch während des Elterngeldzeitraumes offiziell selbständig gemeldet.
Manometer, habe so wenig Lust, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen... ich weiß, es muss sein.
Ich werde auf jeden Fall eine Rürup Rente abschließen, das klingt mir einfacher und übersichtlicher.

Danke für Eure Tipps und Hilfe!!!

Beitrag von emozzione - 06.12.11 - 00:40 Uhr

Hi,

zu Riester kann ich Dir leider nichts sagen, aber lass um Himmels Willen die Finger von Rürup.

Ich habe das selbst gemacht mit ziemlich hohen Beiträgen (tja, da lief das Geschäft super), mittlerweile hatte ich eine finanzielle Krise und hätte das Geld dringend gebraucht. Grundsätzlich ist es ja schon immer schlecht, eine Renten- oder Lebensversicherung vorzeitig zu kündigen, das weiß ich auch, aber an das Geld aus der Rürup komme ich nicht dran. Knapp 10.000 Euro, die jetzt festhängen, bis ich mindestens 60 Jahre alt bin. Auch Rückzahlung des Steuervorteils (wie be Riester) geht nicht, das Geld ist futsch. Nein, das stimmt nicht, es ist nicht futsch, es hat nur im Moment ein anderer :-[

LG

Beitrag von manavgat - 07.12.11 - 15:56 Uhr

Das ist sehr gut, dass Du nicht drankommst, dann kannst Du es nämlich nicht verfrühstücken.

Die Rendite, wenn Du in die richtige investiert hast dürfte - auch durch den Steuervorteil - recht gut sein.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mama-02062010 - 06.12.11 - 07:10 Uhr

Ich hatte mal Riesterrente, allerdings wollte damals unsere Beraterin den Papierkram immer machen weil es so viel ist.
Wir haben das aber vorher widerrufen, da ich auch viel negatives drüber lese.

Beitrag von scullyagent01 - 06.12.11 - 07:47 Uhr

Riestern ist teuer und bringt nix - ja auch mit den staatl. Zulagen.

Ich habs nicht gemacht - glücklicherweise!

Scully

Beitrag von lexa8102 - 06.12.11 - 20:34 Uhr

Hallo,

wir haben unsere Riester-Rente gekündigt! Das ist totale Abzocke!

3 Gründe:
1. die jährlichen Verwaltungskosten waren genauso hoch wie die Zulagen

2. im Alter muss man auch Steuern zahlen, jetzt kann man sie halt von der Steuer absetzen

3. man sagt ja, dass man auf jeden Fall den eingezahlten Betrag zurück bekommt im Rentenalter. Das stimmt nicht unbedingt! Die Garantiezeit ist max. 15 Jahre, d. h. wenn du im 16. Jahr stirbst, kriegt der Hinterbliebene nichts mehr - egal wie viel noch übrig ist. Die Rente ist so dann später so ausgerechnet, dass du monatlich deine Einzahlung + Zulagen kriegen kannst bis du 99 bist. Und das ist mir zu utopisch angesetzt.

VG
Lexa

Beitrag von zuckerpuffel - 08.12.11 - 20:12 Uhr

zu Punkt 1: Du weißt hoffentlich, dass die Verwaltungskosten im Vergleich zu Abschluss- und Vertriebskosten (die der Vermittler - also Makler oder Sparkasse oder wer auch immer - bekommt) gering sind? Und dass die Versicherung nur die Verwaltungskosten bekommt, weißt du denk ich auch, oder`? Und du weißt auch, dass die Abschluss- und Vertriebskosten 1. bei jedem Versicherungsvertrag erhoben werden und 2. auf die ersten 5 Jahre für gewöhnlich verteilt werden?

zu Punkt 2: Ja, du musst im Alter auch Steuern zahlen, aber - wenn du eine Rentenversicherung hast - nur auf den Ertragsanteil, Sprich Zinsen, die du erwirtschaftet hast. Und das ist nicht nur bei Riester so. Und wenn man mit 65 oder 67 Jahren in Rente geht, liegt der Prozentsatz, der besteuert wird, liegt bei 18 bzw. 17 %

Nur mal so zur Info

Beitrag von zuckerpuffel - 08.12.11 - 20:20 Uhr

Ach ja: Und die Steuern fallen nur auf 50 % der Zinsen an

Beitrag von manavgat - 07.12.11 - 15:55 Uhr

Riester kannst Du getrost vergessen!

Gruß

Manavgat

Beitrag von brokkoli - 07.12.11 - 18:55 Uhr

Hallo,

auch wenn es leicht am Thema vorbei geht:

ich hoffe , dass alle die hier gegen Riester wettern, dann wenigsten eine andere Form der privaten Altersvorsorge für sich gewählt haben.

Denn sich komplett auf die gesetzliche Rente zu verlassen ist die allerschlechteste Wahl.

Gruß
Brokkoli

Beitrag von zuckerpuffel - 08.12.11 - 20:19 Uhr

Du kannst riestern, wenn du einen sogenannten Rucksackvertrag über den Vertrag deines Mannes laufen lässt. Da reicht es für gewöhnlich aus, wenn du nur 60 € im Jahr zahlst und dein Mann den normalen Beitrag, und wenn er die Zulagen bekommt, bekommst du die auch automatisch. D.h. du musst den Beitrag nicht immer anpassen.

Du musst nicht jedes Jahr einen Antrag für die Zulagen stellen. Das läuft meist automatisch. Und in der Elterzeit - unabhängig davon, ob du da als selbstständig gemeldet bist oder nicht - bekommst du für max. 3 Jahre (muss dem Rentenversicherungsträger gemeldet werden) Elternzeit auch die Zulagen vom Staat (154 € für dich und 300 € für Kinder, die ab 2008 geboren wurden).

Sag bescheid, wenn du noch Fragen haben solltest :-)