Hallo!
Mich würde eure persönliche Meinung interessieren - glaubt ihr, die EU-Währungsunion hat eine Zukunft - oder glaubt ihr an einen Zerfall? Wenn man sich gegenwärtige Berichte durchliest, in denen berichtet wird, wie sich einzelne Länder und Banken bereits auf den Euro-Kollaps vorbereiten, frage ich mich, ob die schon mehr wissen als wir. Es seien nur Vorsichtsmaßnahmen, wird geschrieben - oder wird die Befürchtung doch früher Realität als man glaubt?
Interessant hierzu auch der Live-Ticker zum heutigen EU-Gipfel:
http://www.sueddeutsche.de/politik/eu-gipfel-in-bruessel-es-geht-um-alles-1.1229395
Habt ihr Angst vor dem endgültigen Zusammenbruch? Angst vor Inflation? Vor Verstaatlichung und Zerfall des sozialen Systems? Sichert ihr euch und euer Kapital dagegen ab (wobei das wohl auch nur bedingt möglich ist)? Wie steht ihr zu Merkels Krisenmanagement?
Ich kann mir schon vorstellen, dass wenn nicht bald eine langfristige Lösung gefunden wird, weitreichende Veränderungen auf Europa - und auf uns alle - zukommen werden.. ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Hat die Währungsunion eine Zukunft?
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Beitrag von sonntagsmalerin - 08.12.11 - 11:22 Uhr
Beitrag von felis02 - 08.12.11 - 11:38 Uhr
Ich kann das alles nicht einschätzen aber ein gutes Gefühl habe ich nicht. Ein Freund von uns, Banker, sagte auf unsere Frage, ob man sich Gedanken um seine Ersparnisse machen muss..."wenn ihr was Größeres kaufen wollt, dann tut das ruhig jetzt!" 
Tja...
Beitrag von sonntagsmalerin - 08.12.11 - 11:43 Uhr
Mein Mann ist Banker und sagt dasselbe...
Beitrag von felis02 - 08.12.11 - 12:09 Uhr
Nicht unbedingt beruhigend.
Beitrag von ong_xa - 08.12.11 - 13:13 Uhr
Flattern im Hühnerstall !
Beitrag von felis02 - 08.12.11 - 14:44 Uhr
Und ein einziger Flügelschlag kann schon viel bewegen.
Beitrag von ong_xa - 08.12.11 - 13:01 Uhr
"Wenn man sich gegenwärtige Berichte durchliest, in denen berichtet wird, wie sich einzelne Länder und Banken bereits auf den Euro-Kollaps vorbereiten, frage ich mich, ob die schon mehr wissen als wir?"
Die Frage ist doch, warum die Medien heute unisono solche Meldungen verbereiten !
Dabei sollte doch eigentlich klar sein, dass sich kein Land und erst recht keine Bank
in irgendeiner geeigneten Weise auf den "Euro-Kollaps" vorbereiten könnte - erst Recht nicht in diesem Zeitfenster.
"Habt ihr Angst vor dem endgültigen Zusammenbruch?"
Die habe ich nicht, denn es geht nur ausschliesslich um Geld. Angst und somit ein Interesse am Erhalt des Systems haben andere - und diese haben ihre weitreichenden Mittel noch nicht ausgeschöpft.
"Vor Verstaatlichung und Zerfall des sozialen Systems?"
Vor Verstaatlichung braucht man im Moment keine Angst zu haben, eher vor Privatisierung. Die Demontage der sozialen Systeme ist schon länger auf dem Weg und wird durch die derzeitige Situation begünstigt.
"Angst vor Inflation?"
nein, das ist ein ganz typisch deutsche Eigenschaft die scheinbar vererblich sein muss.
"Sichert ihr euch und euer Kapital dagegen ab (wobei das wohl auch nur bedingt möglich ist)?"
Aktionismuss füllt die nächste Blase.
"Wie steht ihr zu Merkels Krisenmanagement?"
Um das zu beurteilen, müsste man erstmal ihr Ziel kennen - wenn es denn eines gibt.
"weitreichende Veränderungen"
Die gab und gibt es zu jeder Zeit des menschlichen Lebens.
Beitrag von james10 - 08.12.11 - 13:41 Uhr
<<EU-Währungsunion hat eine Zukunft >>
Nein.
<<ob die schon mehr wissen als wir>>
Aber ganz sicher wissen die mehr, als sie sagen.
In ihrem gesamten Vorgehen sehe ich persönlich nichts typisch politisches mehr.
Vielmehr streben sie ein vorgegebenes Ziel an, auf dessen Weg es gilt, alle Staaten "unter einen Hut" zu kommen.
<<Habt ihr Angst vor dem endgültigen Zusammenbruch?>>
Nein. Angst müssen die Köpfe des Systems haben, für den Fall, dass sie ihr Ziel nicht erreichen.
Das bedauerliche ich nur, dass der Otto-Normal-Verbrauchen am Ende die Zeche zahlt.
<<Angst vor Inflation?>>
Nein. Angst sollten wir nicht unbedingt haben. Immerhin leben wir ja schon seit mehr als 10 Jahren mit einem Reallohnverlust.
Zudem ist die Inflation doch schon voll im Gange, da die Gelddruckmaschinerie auf Hochtouren läuft.
Aber ja, die Zeiten werden härter werden.
<<Sichert ihr euch und euer Kapital dagegen ab (wobei das wohl auch nur bedingt möglich ist)?>>
Jeder sollte für sich entscheiden, ob er sein Guthaben (z.B. Tagesgeld, Festgeld) bei einer Online- oder ausländischen Bank angelegt läßt, oder vorübergehend erstmal bei den etwas sichereren Sparkassen oder Volksbanken parkt.
<<Wie steht ihr zu Merkels Krisenmanagement?>>
Ein Management sehe ich da insgesamt nun wirklich nicht.
Mir persönlich scheint es, als versuche sie, so lange es geht, Deutsches Geld zu retten - wird aber am Ende den Mächtigen des Systems erlegen.
<<dass wenn nicht bald eine langfristige Lösung gefunden wird, weitreichende Veränderungen auf Europa >>
Die "Lösung" wird kommen. Sie heißt Fiskalunion.
Und auch in Europa wird es einiges an Veränderungen geben, da bin ich mir relativ sicher.
Beitrag von ninnifee2000 - 09.12.11 - 10:29 Uhr
"Aber ja, die Zeiten werden härter werden."
Vielleicht wird es Zeit, dass auch mal ein Wessi lernt, was verzichten heißt.
Wir Ossis oder speziell die alten Menschen wissen, was harte Zeiten sind. Ich glaube, hier sind wir noch Meilen davon entfernt. Gehe mal einkaufen, dann weißt du, wovon ich rede. Konsumland Germany.
Beitrag von james10 - 09.12.11 - 10:50 Uhr
Jepp, mir mußt du das nicht erzählen, ninnifee.
Ich weis ganz genau, was du meinst.
Beitrag von ninnifee2000 - 09.12.11 - 10:26 Uhr
Genauso wenig wie die Euro-Staaten vor über 10 Jahren in die ZUkunft schauen konnten, können wir Volksdummies in die Zukunft schauen.
Ich habe morgens Angst ins Auto zu steigen, weil ich denke eine Reh könnte mir den Tod bringen oder glatte Straßen.
Aber Staaten sind seit tausenden von Jahren empor gekommen und wieder unter gegangen. Seit tausenden von Jahren gibt es bei den einen Kapital, bei den anderen nicht. Was sagt mir das? Das wir auch morgen noch weiterleben werden - egal wie.
Und solange der Assie am 8:30 Uhr am Netto-Markt sein Bierchen genießt und nach 20 Minuten sein 2. holt, geht es uns doch gut. Oder? Das war jedenfalls mein Aufreger des Morgens. Ich finde es schön 40 Stunden die Woche arbeiten zu gehen, um Assies das Bier zu bezahlen... Aber das ist ein anderes Thema.
Und noch eins: Ich finde die Merkel gut und ich stehe dazu. Wenn ich den Tingeltangel-Schröder dagegen sehe, der nur JA und Amen zu Busch, Putin und Co. gesagt hat, dann hat die Frau meinen Respekt verdient. Es ist mit Sicherheit nicht alles positiv, aber so stelle ich mir einen Politiker vor. Und man kann es sowieso nie allen Recht machen.
Beitrag von peterpanter - 09.12.11 - 10:48 Uhr
Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und haben das angefangen zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun.
Wohlauf, laßt uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, daß keiner des andern Sprache verstehe!
grüßle
peter
Beitrag von dine121982 - 09.12.11 - 20:49 Uhr
Ich glaube dass das weltweite Finanzsystem Anfang 2012 oder noch früher kollabieren wird.
Es gibt sogar Experten, die das genauso sehen.
http://www.propagandafront.de/191860/trendforscher-warnt-vor-landerubergreifenden-bankenschliesungen-nach-weihnachten.html
Die wichtigste Frage ist eher: Was passiert dann?
Meiner Meinung nach gibt es nur 2 Möglichkeiten. Eine fruchtbare und eine unfruchtbare.
Die unfruchtbare Möglichkeit ist (danach streben die zur Zeit Mächtigen unserer Welt) wir bauen ein fast gleiches System wieder auf mit Geld. Also wir schneiden ein paar Schönheitsfehler (wie Zinsen) raus und fangen wieder bei Null mit einer weltweiten gemeinsamen Währung.
Wird aber nicht klappen, weil auf schlechten Fundament kann man nicht langfristig bauen. Außerdem ist unser System nicht mehr zeitgemäß.
Die fruchtbare Möglichkeit ist komplett anders und neu für uns alle. Wir denken komplett um und erschaffen uns eine neue Welt ohne Geld und trotzdem Wohlstand für jeden auf unseren Planeten.
Utopisch! Geht nicht? Denken bestimmt jetzt viele. Doch es geht, aber nur gemeinsam. Denn gemeinsam sind wir stärker als die Mächtigen unserer Welt. Diese Variante ist zukunftsweisend und bitter nötig, denn wir sind bei 5 vor 12Uhr schon längst angelangt.
Hierzu noch ein paar Infos von meiner Webside: www.die-neue-welt.npage.de
Beitrag von zeitblom - 10.12.11 - 18:04 Uhr
ok, es gibt Meinungsfreiheit, und das ist gut....aber ich bin dafuer, dass jeder fuer seine Meinungen bzw. Behauptungen haftbar und verantwortbar gemacht werden sollte: bei Nichtzutreffen sollte eine Geldstrafe in Hoehe von nicht weniger als 6 Monatsgehaelter zu Gunsten einer Bildungsinstitution bezahlt werden.... (Studenten koennen stattdessen 6 Monate im Altersheim arbeiten)
Beitrag von seelenspiegel - 10.12.11 - 12:27 Uhr
Eine Prognose mag ich da nicht stellen....zu viele Faktoren spielen eine Rolle.
Man mag mir Kurzsichtigkeit vorwerfen wenn ich da auch vom emotionalen Standpunkt aus das Ganze betrachte, aber das Vertrauen in den Euro war was mich betrifft nie sonderlich stark ausgeprägt, und ich wünsche mir nach wie vor die gute alte DM zurück.
Das durch den Euro angeblich so stark angekurbelte Wirtschaftswachstum hätte in meinen Augen auch mit der DM stattgefunden. Vielleicht nicht ganz in dem Ausmaß....aber Kontinuität ist auf Dauer beruhigender als dauernde Spannungsspitzen und darauf folgende Ausfälle.
Experten sehen das vielleicht anders, aber ich bin nunmal keiner.....wage aber zu behaupten schnell dazu zu lernen.
Weitreichende Veränderungen halte ich für unausweichlich.....egal wie die wirtschaftliche Lage sein wird.....dies liegt einfach im Wesen der Dinge, bzw. am Lauf der Zeit.
Um direkt auf Deine Fragen einzugehen:
<<<Habt ihr Angst vor dem endgültigen Zusammenbruch?>>>
Nein. Menschen sind erfinderisch und zäh. In Bayern würde man wohl sagen "A bissi was geht ollawei!"
<<<Angst vor Inflation?>>>
Der Wertverfall die Jahre über war mehr oder weniger konstant, und wird sich in meinen Augen in etwa auf dem Level weiterbewegen....insofern: nein.
<<<Vor Verstaatlichung und Zerfall des sozialen Systems?>>>
Nein....auch wenn es sicher weiterhin Änderungen gibt, die man nicht für die Allgemeinheit schmackhaft bekommt, egal wie man auch würzt.
<<<Sichert ihr euch und euer Kapital dagegen ab >>>
Klar...ich kaufe Mc Donalds Aktien. Kleiner Scherz....ich glaube nicht, dass man sein Kapital wirklich 100% so anlegen kann, dass man nicht irgendeinen Nachteil in Kauf nehmen muss.
<<<Wie steht ihr zu Merkels Krisenmanagement?>>>
Ok....DER war gut !
Beitrag von daddy-69 - 10.12.11 - 19:14 Uhr
"Man mag mir Kurzsichtigkeit vorwerfen wenn ich da auch vom emotionalen Standpunkt aus das Ganze betrachte"
Wegen der Komplexität des Themas hat eine Bauchentscheidung die gleiche Treffer-Wahrscheinlichkeit.
Falls die Briten aber tatsächlich aus dem Euroraum ausscheren, könnne wi
Beitrag von daddy-69 - 10.12.11 - 19:16 Uhr
ups...
dann können wir beobachten, ob es ihnen besser oder schlechter ergehen wird.
