Geburtsbericht:
Am 11 März verließ ich also das Krankenhaus, in der Hoffnung noch einen guten Monat draußen zu verbringen, ein paar schöne Tag noch mit meinem Mann und Sohn.
Zuhause angekommen hatte ich wieder das Gefühl das ich nicht lange hier bleiben konnte.
Also machten wir uns auf den Weg nach Leverkusen (90km) um in einer Krankenhaus zu kommen mit einer sehr erfahrenen Intensivstation für Frühchen...!
Angekommen stellte ich mich gleich im KH vor, der KS wurde für Anfang April geplant, da mein Schatz Falschrum lag. Ich sagte dem Arzt gleich das ich denke in spätestens 2 Tagen wieder vor der Türe zu stehen.
Nun gut, wir warteten ab und ich spürte täglich Wehen, sie waren aber nie regelmäßig, immer auszuhalten.Ich war so froh um jeden Tag den ich noch unser Baby im Bauch haben durfte.
15.April, ich hatte den ganzen Tag Wehen mit 10 Min. Abstand, mein Mann drängte mich ins KH. Ich wollte nicht. Als wir dann um 19 Uhr ins Krankenhaus fuhren waren die Wehen alle 2 min.
Nach einem CTG und dem Gespräch mit dem Chefarzt musste der Kleine geholt werden.
Er sprach mir noch gut zu, alles wäre gut, ihm geht’s gut und er würde gute 2500gr wiegen.
Also ging es direkt in den OP. Ich hatte ihn mir immer ganz anders vorgestellt.
Man setzte mir die PDA (oh man hatte ich Angst) und alles lief super, trotz skuliose.
Als ich mich hinlegte sagte mir der Arzt er würde jetzt anfangen, ein paar Minuten würde es noch dauern, dann wird der kleine kurz gecheckt und würde dann direkt zu mir kommen während die zunähen u.s.w.! Da war es so weit, ich hörte ein lautes schreien, sah mein Sohn über dem Tuch noch kurz und kam weg. Keine 2 Minuten später hörte ich einen Arzt rufen das er Unterstützung brauchte. Ich wusste er war der Arzt der mein Sohn hatte. Es gingen Minuten um die mir vorkamen wie Stunden, keiner kam mit meinem Baby wieder, auf Nachfrage sagte man mir sein Zustand sei nicht stabil, man könne ihn nicht zu mir bringen. Ich weinte die ganze restliche OP. Ich weinte auch dannach nur. Ich wollte keinen sehen, nur meinen Sohn, das ging aber nicht, sagte man mir.
Nach einer Stunde hat ein Arzt meinen Mann mitgenommen, ich lag noch immer im Aufwachraum, alleine, denn nur das wollte ich sein. Nach gefühlten 1000 Stunden kam mein Mann wieder, mit einem Foto von unserem Schatz..(http://www.pic-upload.de/view-12244582/DSCF1085.jpg.html) er lebte...das war das wichtigste, alles andere schaffen wir..das war mein wichtigster Gedanke. Mein Mann sagte mir das der kleine keine Atmung und Herzschlag mehr hatte. Man musste ihn wiederbeleben. Derzeit würde er beatmet. Später kam eine Magensonde und Sauerstoff dazu,sowie einige Antibiotika, zusätzlich hatte er noch eine neugeborenen Infektion.
Nach einigen Beruhigungsspritzen konnte ich schlafen. Jedoch war ich körperlich noch nicht in der Lage dazu auf die Intensivstation zu kommen und mein Kind zusehen. Erst 24 Stunden nach der Geburt, schlafloser Nacht und heulenden Stunden konnte ich im Rollstuhl auf die Intensivstation gefahren werden. Es war der Glücklichste Moment in einem Leben, mein Kind zu sehen, am Leben (http://www.pic-upload.de/view-12244583/205628_1992957821207_1161245423_32418703_6190904_n.jpg.html)!
Taylor Roth (36SSW, heute nicht ganz gesunde 7 Monate)
Mein Geburtsbericht (Frühchen, Wehen, Kaiserschnitt) 15.04.11
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