An die, die einen guten Kontakt zum KV haben

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Beitrag von ana-nym - 12.12.11 - 08:53 Uhr

Hallo!

Der Kontakt zu meinem Exmann ist mittlerweile richtig gut und wir sprechen auch einmal die Woche miteinander über Äusserungen der Kinder, Probleme, Alltag und all solche Sachen.
Es ist mittlerweile (Gott sei Dank) richtig entspannt.

Nun ist es aber so, dass hier natürlich der Alltag herrscht und beim Papa natürlich nicht. Sie sind ja jedes zweite WE da + einen weiteren Sonntag.

Hier herrscht manchmal Hausaufgabenstress, Zähneputzstress und all das, was im Alltag anfällt und es für "Probleme" oder Auseinandersetzungen gibt.
Wir haben auch nicht so viel Zeit Dinge zu unternehmen, da die Kinder ja in der Woche auch ihre Hobbys haben, wir alle Termine haben, die Kinder zur Schule müssen usw. Der Haushalt muss ja auch gemacht werden.
Und der Papa hat am WE halt IMMER durchgehend Zeit für sie.

Ihren Papa sehen sie nicht so oft und da haben die natürlich viel weniger "Ärger" und alles ist ja so toll und er hat ja auch immer Zeit. Sie sagen es nicht direkt, aber man merkt es ihnen an.

Wie ist das bei euch? Wie fühlt ihr euch damit?

Liebe Grüße
Ana

Beitrag von blaue-rose - 12.12.11 - 09:09 Uhr

Hallo Ana,

ich schreibe dir als ehemaliger We.-Papa.

Das beim Papa vieles einfacher ist denke ich ist normal. Viele Sachen spielen sich nur bei dir ab. Aber den Zähneputzs-Stress, den Hausaufgabenstress und einiges andere sollte es beim Papa auch geben. Wenn ihr euch einig seit können Schulaufgaben auch beim Papa erledigt werden. Das Zähne putzen sollte bei ihm auch selbstverständlich sein.

Redet mit einander und wirkt auf eure Kinder ein, denn dann wissen sie das sie auch beim Papa gewisse Aufgaben haben.

Freundliche Grüße blaue-rose

Beitrag von ana-nym - 12.12.11 - 09:15 Uhr

Hallo blaue-Rose,

naja, das Problem ist, dass ich ihm schonmal "Aufgaben" gegeben habe. Er sollte mit unserer Tochter lernen. Habe es ihm extra aufgeschrieben worauf er auch achten soll (weil ich ja ihre Tricks kenne ;) )... Im Nachhinein hat sich aber herausgestellt, dass er nicht mit ihr gelernt hat.

Dieses WE sollte er auch mit ihr Hausaufgaben machen. Ich erfahre erst heute MIttag, ob er das gemacht hat oder nicht.
Das ist ein Problem welches ich noch mit ihm habe, dass ich mich bei solchen DIngen nicht auf ihn verlassen kann, daher mache ich das lieber mit den Kindern, bevor sie montags ohne darstehen.

Wir reden ein bis zwei Mal die Woche miteinander. Und das ist auch gut so, dass die Kinder so keinerlei Möglichkeiten haben, uns auszuspielen - was sie natürlich gerne versuchen. Und sie merken, dass wir ein Team sind.

Es ist halt nur das "Problem", dass wir hier wirklich nur Alltag haben und er überhaupt nicht. Und das ich dadurch ein schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber bekomme. Ich versuche wirklcih alles und mache auch alles. Aber in der Woche fehlt einfach Zeit. Und da habe ich das Gefühl, dass die Kinder mit unterbewusst Vorwürfe machen.

Beitrag von blaue-rose - 12.12.11 - 09:44 Uhr

Hallo Ana,

ich denke so lange wie ihr über eure Probleme redet und die eine Seite nicht versucht die andere aus zuspielen sollten sich die Probleme auch lösen lassen.
Die Kinder werden auch versuchen euch gegeneinander aus zuspielen, aber das umgeht ihr ja wenn regelmäßig redet und euch an Abmachungen haltet.
Das die Kinder bei ihm eventuell mehr Freiheiten haben wie bei dir ist in meinen Augen normal. Ich denke aber die Kinder lernen sehr schnell was sie bei wem dürfen.

Du brauchst dir auch keine Vorwürfe machen das du zu wenig Zeit für deine Kinder hast. Bei euch ist Alltag und beim Papa sind sie sozusagen im Urlaub.

Meine Tochter ist mit 16 zu mir gezogen und musste dann sehen das sie beim Papa nicht mehr zum " Urlaub" ist. Sie hat sich aber an der neuen Situation sehr schnell gewöhnt.

FG

Beitrag von ana-nym - 12.12.11 - 09:50 Uhr

Nochmal danke :)

Es war sehr schwer, als wir noch nicht miteinander geredet habe. Seitdem wir reden ist es viel entspannter und er versucht ja auch Dinge zu ändern (zB Tv schauen).

Aber auch wenn du sagts, dass ich kein schlechtes Gewissen haben muss, habe ich es dennoch. Man versucht wirklich alles für die Kinder zu machen, ihre Wünsche zu erfüllen, alles unter einem Hut zu bringen, sich fünffach zu teilen. Aber das schlechte Gewissen bleibt.

Beitrag von blaue-rose - 12.12.11 - 10:10 Uhr

Ich glaube du brauchst dich gar nicht fünffach zu teilen. Einige Aufgaben können die Kinder übernehmen, einiges könnt ihr vielleicht zusammen erledigen und schon habt ihr mehr Zeit die ihr gemeinsam verbringt.

Ich finde es auch nicht schlecht wenn ihr Termine in der Schule gemeinsam wahrnehmt, zb Elternabende. Für eure Kinder hat es eine große Signalwirkung.

Haben denn eure Kinder schon ein mal gesagt das du zu wenig zeit für sie hast?

Fg

Beitrag von ana-nym - 12.12.11 - 10:53 Uhr

Schultermine etc. werden zusammen wahrgenommen bzw. lade ich ihn dazu immer ein. Ob er dann kommt, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Naja, es geht ja nicht um Alltagsaufgaben direkt. Die erledige ich ja meist, wenn die Kinder nicht da sind. Aber sie haben auch ihre Aufgaben (zB Wäsche wegbringen oder so). Aber das ist meist mit großem Theater verbunden (zumindest bei der Großen) bzw. 1000 Mal sagen, weil sie keine Lust dazu hat.
Gut, die Konsequenz ist, dass sie dann eben weniger Zeit mit mir hat. Denn ihre Aufgaben (und das sind weiß Gott nicht viele!) muss sie einfach erledigen.

Nein, direkt gesagt haben sie es nicht, aber man merkt es. Ich merke es ja auch, mir fehlt ja auch die Zeit. Aber irgendwie können wir die Zeiten auch nicht ändern.
Montags haben beide zur gleichen Zeit Fußball, Dienstag hat die Große Reiten, Mittwoch Kommunionsunterricht, Donnerstags hat mein Kleiner Ergo, Freitags turnen. Bis die Ergo und der Kommunionsunterricht hinzugekommen ist, ging das auch alles recht gut. Dann hatten wir nämlich Zeit.
Meine Große kommt Dienstags erst um 16 Uhr aus der Schule, weil sie AG hat (ist aber auch ihr Wunsch) an den restlichen Tagen um 15 Uhr. Aber die Zeit fehlt einfach.
Ich muss auf Grund der Schwangerschaft derzeit zwei Mal die Woche zum Arzt, manchmal fallen die Arzttermine dann in die Nachmittagsstunden bzw. Abendstunden, da ich sonst kein Auto habe (ich muss das an den Schichten meines Mannes anpassen).

Ich habe das Gefühl, dass meinem Sohn die Zeit nicht f ehlt, denn er hat ja viel Zeit mit mir. Er kommt um halb 12 aus der Schule, wir machen gemeinsam essen, essen gemeinsam und machen dann gemeinsam die Hausuafgaben. Danach haben wir so ja ncoh Zeit. Aber bei meiner Tochter habe ich das Gefühl. Nur sie WILL es ja so. Vielleicht bilde ich mir das alles ja auch nur ein ;-) Kann auch sein, dass ich es mir nur einbilde, weil ich es momentan als stressig und wenig Zeit mit den Kindern empfinde. Und der Papa hat halt immer Zeit.

Beitrag von blaue-rose - 12.12.11 - 11:43 Uhr

Ana,

ich glaube du solltest dich nicht mit dem Kv vergleichen. Er hat eine ganz andere Tageseinteilung und braucht dabei in der Woche auch nicht Rücksicht auf die Kinderbetreuung nehmen.

Ich finde es auch okay wenn deine Große sich für die Ganztagsschule entschlossen hat.

Es wird für dich so aussehen das der KV immer Zeit hat, ich denke aber wenn er die Kinder ständig hätte, sich um alles kümmern müsste würde es auch bei ihm anders aussehen.

Aus deiner Antwort gehe ich davon aus, das er nicht jeden Termin in der Schule wahr nimmt. Da wirft sich doch die Frage auf: Fehlt ihm die Zeit oder hat er einfach kein Interesse diese Termine wahr zunehmen? Wenn er ständig Zeit hat kann es ja nur das letztere sein. Berücksichtige diese Frage bitte du Schuldgefühle gegenüber deinen Kindern hast.

FG

Beitrag von ana-nym - 12.12.11 - 11:48 Uhr

Er hat keine Lust dazu. Ich habe ihn immer wieder eingeladen, aber das hält er nicht für notwendig.
Wenn ich dann einmal nichts gesagt habe, hieß es, er möchte auch gerne dabei sein. Also habe ich ihm wieder Bescheid gegeben, aber er ist wieder nicht gekommen. Das ist nur Wichtigtuerei meiner Meinung nach.

Meine Tochter musste ja ihre Hausaufgaben dieses Wochenende einmal bei ihm machen und wie ich es mir gedacht habe, hat es nicht geklappt. Sie hat heute morgen wohl noch ein bisschen gemacht und ansonsten hatte sie keine Hausaufgaben für heute. Dafür hat er sich wieder nicht an Absprachen gehalten und Filme gezeigt, die wir eigentlich gemeinsam beschlossen haben, dass sie sie nicht sehen sollen.
Und zum Fußballturnier ist er auch nicht gegangen, ebenso nicht zur Weihnachtsfeier des Fußballvereins.

Ich bin grad richtig wütend. Da ist dieses Verhalten wieder: man spricht sich ab, trifft Absprachen, er verspricht sich daran zu halten und was ist? Nichts! Ach Mensch........

Beitrag von ana-nym - 12.12.11 - 11:53 Uhr

Naja wütend trifft es nicht. Eher enttäuscht...

Beitrag von blaue-rose - 12.12.11 - 12:04 Uhr

Ana,

nimmst du denn an diesen Terminen Teil wenn es deine Zeit erlaubt?

Ich denke ja. Es ist Zeit die du mit deinen Kindern verbringst. Zeit die der KV auch mit seinen Kindern verbringen könnte, es aber nicht macht obwohl er Zeit hat.

Ich denke du brauchst keine Angst haben das du zu wenig mit deinen Kindern machst. Dein Tag hat nur 24 Stunden und in dieser Zeit hast du alles unter einen Hut zu bringen. Sein Tag hat auch nur 24 Stunden, aber schon allein weil die Kinder nicht bei ihm Leben kann er seine Zeit flexibler einteilen als du und trotzdem schafft er es nicht die Termine mit seinen Kindern wahrzunehmen.

LG

Beitrag von ana-nym - 12.12.11 - 12:11 Uhr

Ja natürlich. Wäre es mein WE gewesen, wären wir hingefahren.

Danke für deine netten, aufbauenden Worte!!

Ich bin grad einfach enttäuscht, weil ich dachte, er bekommt es wirklich so langsam auf die Reihe. Scheinbar erzählt er mir am Telefon nur einen, damit ich still bin?! Oder warum hält er sich nicht an Absprachen?

Und mein SOhn kommt nach Hause und es gibt nur "Papa, Papa, Papa"... Ich weiß, normal, aber genervt bin ich gerade dennoch.

Beitrag von blaue-rose - 12.12.11 - 12:32 Uhr

Ana,

warum er sich nicht an eure Abmachungen hält weiß ich nicht. Ich denke aber so lange ihr mit einander reden könnt kann es sich noch einpegeln.

Das dein Sohn viel von seinem Papa erzählt ist normal. Ich denke es ist wie wenn man in den Urlaub fährt. Hinterher hat man auch viel zu erzählen.

Ich kann aber auch nachvollziehen das es dich kränkt. Es hat in meinen Augen aber auch eine gute Seite. Du weißt dadurch genau das er sich bei seinem Papa wohlfühlt und du weißt auch was sie dort machen oder auch nicht machen.

LG

Beitrag von lunacy - 12.12.11 - 09:12 Uhr

Bei mir ist es ähnlich, allerdings ist mein Sohn noch klein und kann das noch nicht richtig formulieren/verarbeiten.

Ich gönne ihm die "Verwöhn-Wochenenden" bei Papa. Da gibts auch viel, was es zu Hause nicht gibt (Säfte zu trinken, viel Süßes, Restaurantbesuche, DVD-Kinderfilme, Papa hat immer Zeit, er muss nicht in den Kiga usw).

Wir trennen halt zwischen Papa-Zeit und zu-Hause-Zeit. Das kann der Kleine (noch) ganz gut. Klar heißt es bei Papa schonmal "Ich will zu meiner Mama", wenn ihm was nicht passt, genauso wie er zu Hause manchmal lieber zu Papa will als in den Kindergarten #augen

Wenn Ihr Euch gut versteht, kannst Du den Vater nicht bitten, zumindest einen kleinen Teil der Hausaufgaben oder Lernen sonntags zu übernehmen?

Außerdem wäre es sicherlich hilfreich den Kindern klar zu machen, dass Papa unter der Woche genau so wenig Zeit hat wie Du - genau genommen ja NOCH weniger, weil er sie gar nicht sieht.

Was Dich angeht - ich versuche am Papa-Wochenende möglichst viel zu erledigen, damit ich, wenn der Kleine mal zu Hause ist, auch wirklich ZEIT für ihn habe und diese bewusst mit ihm verbringen kann. Das zeigt ihm ja, dass ich am Wochenende (!) auch Zeit habe für ihn.

Beitrag von ana-nym - 12.12.11 - 09:24 Uhr

Danke für deine Antwort!

Im anderen Beitrag hatte ich das schon geschrieben, dass ich ihm mal Aufgaben zum Lernen gegeben habe, das hat aber nicht wirklich funktioniert. :(

Genau, beim Papa darf man auch viel mehr. Obwohl wir uns da schon geeinigt haben und darüber gesprochen haben und es schon besser geworden ist.

Mein Exmann ist selbstständig. Er erzählt den Kindern immer, dass er von zu Hause aus arbeitet und viel Zeit hat. Zumindest war das vor einigen Wochen noch so.

Da mein Sohn dann meint, wenn er beim Papa ist braucht er nicht zur Schule (er hat überhaupt keine Lust auf die Schule) weil Papa ja so viel Zeit hat, habe ich das Gespräch gesucht. Seitdem sagt er den Kindern auch, dass er in der WOche arbeiten muss und unser Sohn genauso zur Schule muss. Das wird besser, aber dennoch.

Ich erledige morgens immer sehr viel im Haushalt und auch am WE. Da muss ich nachmittags nicht viel machen. Aber wir haben halt auch so Termine und Hobbys der Kinder.

Aber sie sehen halt, dass der Papa am WE IMMER Zeit hat und wir hier halt eben nicht in der Woche. Und wir haben genaugenommen auch nur 1,5 Wochenenden im Monat, der Papa 2,5 Wochenenden (richterliche Entscheidung). Die Zeit fehlt natürlich auch.

Beitrag von ana-nym - 12.12.11 - 09:27 Uhr

Nachtrag:

Hier ist es auch so, dass unser Sohn starke Konzentrationsschwierigkeiten hat (auch in der Schule) und er sich keine Minute alleine beschäftigen kann. Daher gibt es hier zB kein TV. Beim Papa aber schon (obwohl er das jetzt angeblich nach unserem Gespräch reduziert hat). Da gibt es auch viel Süßigkeiten und Säfte, alles was es bei uns nicht gibt.
Ich möchte aber auch nicht von meinen Regeln abweichen oder sie lockern, weil ich weiß das sie in dem Fall momentan genau richtig sind.

Beitrag von lunacy - 12.12.11 - 09:40 Uhr

Ich weiß leider nicht, wie es mit "großen" Kindern läuft... #gruebel Deshalb kann ich nicht so viel raten.

Bei uns ist es ja ähnlich mit Säften usw., der Kleine fragt aber zu Hause nicht mal mehr danach. An Deiner Stelle würde ich auch die Regeln nicht lockern, das bringt ja nix.

Vielleicht solltet Ihr einfach versuchen, die Zeit bei Papa als "Erholungs-Zeit" zu sehen und das auch so zu vermitteln. #kratz

Super ist doch, dass Du mit dem Vater vernünftig reden kannst und er zumindest versucht mitzumachen. Aber es ist ja auch verständlich, dass er nur schrittweise und nicht von heute auf morgen den Kindern sämtliche Privilegien, die sie bislang bei ihm hatten, streichen kann, oder? ;-)

Was ist denn mit den "Hobbys" der Kinder, die Euch so viel Zeit nehmen - sind die alle gewolllt und gewünscht oder könnte man davon was streichen und statt dessen einen Familien-Nachmittag pro Woche einführen, an dem Ihr zusammen schwimmen geht oder was anderes unternehmen?

Beitrag von ana-nym - 12.12.11 - 09:48 Uhr

Die sind von den Kindern so gewollt. Wir haben auch darauf geachtet, dass jedes Kind nur zwei Sachen macht.
Das sind die Herzenhobbys der Kinder.
Meine Tochter geht aber zB in den Ganztag (ihr Wunsch!!!), mein Sohn nicht. Dadurch ist sie ja auch erst um 15 Uhr zu Hause.
Nicht das das falsch verstanden wird: Da ich die ganzen Jahre berufstätig war, ist sie es gewohnt in den Ganztag zu gehen und sie liebt es. Sie macht dort ihre Hausaufgaben, spielt mit ihren Freundinnen, hat AG´s etc. Als ich dann aufgehört habe zur Arbeiten (wegen der Schwangerschaft), habe ich es ihr freigestellt, ob sie weiter in der OGTS bleiben möchte oder nicht. Und es macht ihr so viel Spaß, dass sie da bleiben wollte. Mein Sohn kommt mittags immer nach der Schule direkt nach Hause und macht die Hausis hier.

Beitrag von lunacy - 12.12.11 - 09:58 Uhr

Dann passt das ja :-) Mach den Kindern einfach klar, dass DU ihnen die Hobbys ermöglichst, dass das auch was ist ;-)

Was anderes wäre es ja gewesen, wenn Du die Kids zu Klavierunterricht und Tennis-Stunden nötigst und sie eh keine Lust darauf hätten.

Was ist denn mit gemeinsamem Abendessen, das richtig schön zusammen machen?

Beitrag von ana-nym - 12.12.11 - 10:47 Uhr

Das machen wir, da legen wir alle richtig großen Wert drauf.

Wir bereiten das Abendessen oft gemeinsam vor, vorallem mein Sohn schneidet zB gerne das Gemüse. Dann sitzen wir gemeinsam, reden über den Tag und essen ausgiebig, dauert manchmal auch ne Stunde.

Beitrag von nightwitch - 12.12.11 - 10:08 Uhr

Hallo,

die Kinder sind sehr häufig bei ihrem Vater und dessen neuen Freundin mitsamt ihrem Kind.
Aber: während meine Kleine total gerne dort ist (sie war aber immer schon ein Papakind und ist eh begeistert, wenn mal was "anderes" ist, egal ob Papa oder Nachbarin), möchte meine Große immer öfters nicht zu Papa oder will eher nach Hause.

Letztens sollte Papa auch ganz schnell wieder gehen, als er sie nach Hause gebracht hat. Ihre Worte waren: geh endlich Papa, ich will dich nicht mehr hier haben, du wohnst nicht mehr hier.

Gruß
Sandra

Beitrag von suess82 - 12.12.11 - 10:12 Uhr

Also meine Kinder sind meinem Ex auch am Papa Wochenende anstrengend. Bis er seine jetzige Freundin kennen gelernt hat, hatten die kinder jedes 2. Wochenende bei ihm und auch einmal einen Nachmittag in der Woche. Er hat sie abgeholt und mit ihnen etwas unternommen. Sonst haben sie etwas zusammen gemacht oder waren einfach mal zu Hause oder Fussballspielen. Damals sind die Kinder noch gern hin gegangen.
Jetzt ist er ein reiner Event-Papa. Der Tag in der Woche wurde gestrichen und er holt sie wirklich nur noch alle 2 Wochen. Obwohl ich ihm immer wieder anbiete den Wochentag wieder einzuführen. Er will nicht. Wenn er sie am Wochenende hat wird im Sommer in Freizeitparks gefahren, was ja nicht schlecht ist - aber morgens hin und abends zurück doch immer stress. Wir haben keinen Freizeitpark in der Nähe, so dass es sich hier um manchmal 300 km pro Strecke handelt.

Im Winter ist er mit seiner Freundin oft Shoppen während er die Kinder im dazugehörigen Kinderland abgibt. Oder bei ihren Eltern, also seinen "neuen" Schwiegereltern. Die beiden machen derweile etwas alleine. Auch kam es jetzt vor dass er den großen mit dem neuen Schwiegervater zu einem Hochsicherheitsspiel zum Fussball geschickt hat, den kleinen zur neuen Schwiegermutter zum spazieren und er mit seiner Freundin zu Hause war.
Also Papawochenende kann man das nicht mehr wirklich nennen.

Denn Alltag hab ich alleine, nach Elternabenden etc. fragt er nicht mehr. Aber man gewöhnt sich daran. Mir wäre es lieber wenn er sich zumindest an den Tagen mal wieder mehr um die Kinder kümmert. Aber zwingen kann man ihn ja nicht.
Auch an Weihnachten nimmt er sie nur einen Tag und in den Ferien gar nicht. Aber ich habs aufgegeben mit ihm darüber zu diskutieren. Es ändert eh nichts. Die neue Freundin mit Kind ist wichtiger und das hab ich akzeptiert.
Hier bei uns gibt es auch Regeln und manchmal Ärger, bei ihm dürfen sie alles. Sicher hat gerade der kleine nach dem Papawochenende Probleme wieder etwas gesagt zu bekommen, aber wenn wir hier alles so machen wie er, wären wir bald alle fix und fertig.

Beitrag von ana-nym - 12.12.11 - 10:56 Uhr

Das Problem habe ich hier auch.
Wenn ich meinen Sohn nach dem Papawochenende von der Schule abhole, ist er soooo aufgedreht, laut, wild. Das fällt auch der Lehrerin auf.

Daher hatte ich das Gespräch mit meinem Exmann gesucht, damit er TV (die haben oft einen Film nach dem anderen geschaut) einschränkt bzw. ganz sein lässt.
Wir hoffen, dass es jetzt besser wird.
Meinem Sohn fällt die Umstellung immer sehr, sehr schwer.

Beitrag von proseccobarbie - 12.12.11 - 10:25 Uhr

Wir unternehmen auch viel mit den Kindern am Wochenende usw. aber klar, ist hier der Alltag. Hier werden die Grundsteine gelegt, hier findet der Hauptteil der Erziehung statt, da fließen auch mal Tränen #schein

Der Papa sieht seinen Sohn an 1-2 Tagen pro Woche (meist einen Nachmittag wochentags mit Übernachtung, und wie er es schafft einen Tag vom Wochenende, aber das klappt nicht immer) und na klar: der hat dann auch nix anderes zu tun als sich mit seinem Kind zu beschäftigen (klar bei einem Nachmittag, die Zeit würde ich mir auch bewusst nehmen wenn das Kind nur den einen Tag da ist, das mach ich sogar so in der Woche und fahr mit den Kindern nachmittags irgendwohin wo ich weiß, dass sie es toll finden) und alles mit der großen Zuckerspritze reinzuschießen was ihm zur Verfügung steht. Geschenke, Entertainment...

... mich stört das nicht, ich freue mich, dass er sich kümmert und dass mein Sohn einen Papa hat, der sich so toll um ihn kümmert. Klar ist es manchmal doof, wenn er da nicht wieder mit nach Hause möchte--- aber genauso sagt er manchmal auch, er will nicht hin und ich bringe ihn trotzdem ;-)

Freu Dich doch einfach, dass er sich Mühe gibt und die Kinder gern bei Papa sind #liebdrueck

Beitrag von lunacy - 12.12.11 - 10:31 Uhr

... mich stört das nicht, ich freue mich, dass er sich kümmert und dass mein Sohn einen Papa hat, der sich so toll um ihn kümmert. Klar ist es manchmal doof, wenn er da nicht wieder mit nach Hause möchte--- aber genauso sagt er manchmal auch, er will nicht hin und ich bringe ihn trotzdem ;-)

#pro same here :-)