Ich habe keine Kraft mehr...(achtung:lang)

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Beitrag von tigerin08 - 12.12.11 - 11:32 Uhr

Hallo zusammen,

also, wo soll ich anfangen....

Mit 14 Jahren habe ich meinen jetzigen Mann in einem Verein kennengelernt. Da ich einen sehr strengen Vater hatte musste alles irgendwie geheimgehalten werden. Wir konnten uns nicht öffentlich begegnen, nicht treffen gar nichts...das lief eine ganze Weile so...ich wurde erwachsener und hatte auch andere Ansichten bekommen, wie das halt so ist. Mein Vater ist 1995 wieder in sein Heimatland zurückgekehrt und wir konnten endlich aufatmen. 2002 zogen wir zusammen und wurde prompt auch noch schwanger. Unser Sohn wurde 2003 geboren. Bis dahin lief eigentlich alles so in den Bahnen. Doch mein Mann, wir heirateten 2002, ließ sich immer mehr von seinen Eltern beeinflussen. Sie kamen uns nie besuchen, obwohl sie nur 5 km von uns entfernt wohnten. Wir mussten immer zu ihnen. Mein Mann befand sich in dieser Zeit in einer Umschulung. Das Geld war knapp, aber es ging. 2004 fing ich dann wieder an zu arbeiten, was er aber nicht wollte. Ich steuerte aber zusätzlich zu seinem Umschulungsgeld den Unterhalt für uns bei. Da fingen schon die Probleme an...und immer redeten die Eltern dazwischen und machten einen regelrecht fertig. 2005 hatte ich den Vorschlag gemacht, in eine günstigere Wohnung zu ziehen und da meine Mutter zum damaligen Zeitpunkt auf meinen Sohn tagsüber aufgepasst hat, und die Wohnung im selben Ort war, weigerte er sich mit zu ziehen. Wir trennten uns, was für mich erst einmal ein großer Schock gewesen ist. Denn jetzt musste ich alles alleine bewältigen, Kind und Vollzeitjob. Irgendwie ging es und ich habe mich da durchgeboxt.
Mitte 2006 wollte er sich wieder mit mir versöhnen. Seine Eltern hatten nicht mehr mit mir gesprochen. Wußten eigentlich auch nicht, dass er sich mit mir versöhnen wollte...wir zogen wieder zusammen und 2007 kam unser 2. Sohn zur Welt. Doch sein Vater verweigert mir bis heute den Zutritt. Zu Weihnachten, zu Ostern....zu all diesen Anlässen geht er mit den Kindern alleine hin, da sie immer noch nicht zu kommen, jetzt sowieso nicht mehr. Sie geben mir die Schuld für die Trennung und was weiß ich noch...und er lässt sich wieder einmal von ihnen beeinflussen. Er hat Angst mit den Eltern klartext zu sprechen, da sie ansonsten mit ihm brechen würden...aber wir als Familie sind scheinbar für ihn gar nicht existenziell. Doch jetzt ist mir der Kragen endgültig geplatzt, da er an seinem Geburtstag zu seinen Eltern Kaffee und Kuchen essen war. Ich wollte ihn eigentlich von der Arbeit abholen und einen Kuchen backen...aber scheint ihn überhaupt nicht zu interessieren. An dem Tag kam er auch erst gegen 22 Uhr nach Hause. Seit dem spreche ich kein Wort mehr mit ihm.

Ich weiß nicht mehr weiter....habe auch keine Kraft mehr....ich nehme mal an, das er mich damit provozieren möchte...ich denke aber auch an meine Kinder...der Große könnte eine Trennung bestimmt nicht mehr so gut wegstecken, denn er hat es ja damals mit bekommen. Ich möchte mich gerne trennen, habe aber Angst, wieder alleine alles zu managen und dann kämen noch die Geldsorgen hinzu. Man wäre wieder so eng gestrickt und müssten jeden Cent zweimal umdrehen...das wollte ich meinen Kindern eigentlich ersparen...

Was meint Ihr?

Vielen dank fürs zuhören....

lg

Beitrag von kulka74 - 12.12.11 - 13:23 Uhr

So meine Liebe, ich halte mich kurz:

ich hab nich ein einziges Wort über Liebe, Sympathie, Nähe, gern haben oder sonnstiges in deinem Beitag gelesen.... Nicht mal ansatzweise...

Beitrag von blaue-rose - 12.12.11 - 16:22 Uhr

Hallo tigerin,

nach einer gut funktionierende Beziehung hört es sich nicht an. Ich weiß auch nicht ob du wirklich Nähe und Geborgenheit in eurer Beziehung erlebt hast.

Mir kommt es vor als ob du nur das Hausmütterchen sein sollst, aber auf keinen Fall auf eigenen Beinen stehen darfst.

Ich weiß nicht welche Hintergründe dazu führen das deine Schwiegereltern dich völlig ignorieren und dein Freund sie noch in diesem Verhalten unterstützt. Er scheint sich mehr zu seinen Eltern hingezogen wie zu dir.

Kann es ein das bei euch religiöse oder ethnische Ansichten eine Große Rollen spielen und du eventuell daher Probleme hast?

Ich weiß auch nicht ob die Versöhnung für dich etwas gebracht hat. Du solltest für dich überlegen ob du gern so weiter leben möchtest, oder ob eventuelle ein Neuanfang nicht besser wäre. Es wird für dich und deine Kinder auf keinen Fall einfacher, aber wenn du so weiter lebst kommt es in meinen Augen einer Selbstaufgabe gleich und wird weder dir noch deinen Kindern auf Dauer helfen.

Fg

blaue-rose