Hallo zusammen,
wir sind bald ein Haushalts mit 2 Erwachsenen und 3 Kindern (5Jahre, 1 Jahr, Baby).
Da ich ab Sommer nächsten Jahres wieder anfange in Teilzeit zu arbeiten, haben wir überlegt, ab dann eine Haushaltshilfe einzustellen.
Ich werde vermutlich an 2,5 ganze Tage arbeiten, damit sich auch der Arbeitsweg lohnt (ca 30 km eine Strecke, aber 45 - 60min).
Ich denke mal, dass es für uns Sinn macht, sie dann bei der Minijob-Zentrale anzumelden, bzw. dass wir uns einen Mini-Jobber suchen. Wenn ich richtig informiert bin, kann ich diese Ausgaben dann teilweise von der Steuer absetzen und ich bekomme ihren Lohn im Krankheitsfall teilweise erstattet. Stimmt das so?
Nun stellt sich natürlich die wichtigste Frage: Wieviel bezahlt man? Ich hatte so an 10 - 12 Euro pro Stunde gedacht. Ist das realistisch? Es geht um normale Tätigkeiten im Haushalt, hauptsächlich bügeln, saugen, wischen, Fenster putzen, etc.
Ich denke mal, dass wir sie so 6 - 8 Stunden pro Woche "brauchen".
Doch nun zu meinem Problem. Ich habe irgendwie enorme Bedenken, jemand fremdes allein in meine Wohnung zu lassen, da ich mich nie darauf verlassen könnte, dass meine Privatsphäre gewahrt wird?! Was habt ihr da so für Erfahrungen gemacht?
Keine Ahnung, warum ich da so sensibel oder pessimistisch eingestellt bin, aber bei dem Gedanken, dass jemand alle meine Sachen "durchwühlen" KÖNNTE, wird mir ganz anders...
Auf der anderen Seite wird es wohl kaum praktikabel sein (ob das überhaupt jemand mitmacht?), wenn sie dann kommt, wenn jemand zu Hause ist? Oder macht das jemand von euch so?
Und wie sieht es mit Lohnfortzahlung und Urlaub allgemein aus. Mal angenommen ich würde sie an 2 Tagen pro Woche beschäftigen. Wieviel Urlaub stünde ihr dann zu? Und wie lange müsste ich im Falle einer Krankheit ihren Lohn weiterzahlen?
Ich danke euch für eure Antworten.
LG
ploetschi
Haushaltshilfe - Brauch ein paar Anhaltspunkte von euch
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Beitrag von ploetschi - 12.12.11 - 13:13 Uhr
Beitrag von sassi31 - 12.12.11 - 14:11 Uhr
***Ich denke mal, dass es für uns Sinn macht, sie dann bei der Minijob-Zentrale anzumelden, bzw. dass wir uns einen Mini-Jobber suchen. ***
Das macht nicht nur "Sinn", dass ist Pflicht. Ansonsten ist das Schwarzarbeit.
Eine Haushaltshilfe auf 400 Euro-Basis hat genauso Anspruch auf bezahlten Urlaub, bezahlte Feiertage und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (6 Wochen) wie andere Arbeitnehmer auch. Der gesetzl. Mindesturlaub beträgt 24 Werktage. Das entspricht 4 Wochen. Und so würde ich dann auch rechnen (2 Arbeitstage pro Woche = 8 Urlaubstage).
Beitrag von ploetschi - 12.12.11 - 14:19 Uhr
Hi,
als Alternative zur Schwarzarbeit war das gar nicht gemeint 
Aber man kann sich ja auch jemand suchen, der selbstständig ist, und es dann auf Rechnung macht. Den meldet man dann ja nicht an.
Wie / dass man den gesetzlichen Urlaub einfach nur tageweise runter rechnet, wusste ich nicht. Ok, 8 Urlaubstage hört sich doch prima an.
Ich danke dir.
Beitrag von sassi31 - 12.12.11 - 14:31 Uhr
Hallo,
ich hab den Urlaub auf 4 Wochen gerechnet anhand deines Beispiels mit den 2 Arbeitstagen pro Woche.
Meine Schwester hat mir gerade gesagt, hier wäre ein Stundenlohn von 10 - 12 Euro absolut ok. Aber drunter würdest du hier wohl niemanden finden.
LG
Sassi
Beitrag von vwpassat - 12.12.11 - 17:28 Uhr
"" Doch nun zu meinem Problem. Ich habe irgendwie enorme Bedenken, jemand fremdes allein in meine Wohnung zu lassen, da ich mich nie darauf verlassen könnte, dass meine Privatsphäre gewahrt wird?! ""
Genau aus dem Grund könnten wir uns damit auch nicht anfreunden.
Und ich seh auch keinen Grund, warum Du den Haushalt in der restlichen Zeit nicht schaffen solltest!
Beitrag von nebula - 12.12.11 - 17:59 Uhr
Hallo, ich arbeite als solch Haushaltshilfe. Solltest du Fragen haben antworte ich dir gerne per Pn.
Ansonsten kann ich dir sagen, dass ich 9€/Std bekomme. Urlaub habe ich 4 Wochen (macht 8 Tage, bei 2 Arbeitstagen/Woche)
Was die privatsphäre angeht, würde mir im Leben nicht einfallen irgendwas zu durchstöbern. Ich räume aber auch Schränke aus und wische diese durch und räume sie wieder ein. Das man dabei mal ein Foto oder div. Dokumente in der Hand hatte leugne ich nicht, würde mich aber davor hüten dieses zu Lesen/Inspekzieren. Schmuck & Co. wird von meiner Chefin ebenfalls nicht weggesperrt, wird bei aufkommen halt wieder ordentlich hingelegt oder sowas (z.B. eine Kette liegt offen daneben, dann schließ ich sie und lege/hänge sie zu den anderen).
Ich putze alleine, das heißt meine Chefin ist nicht da. Ich besitze ebenfalls einen Schlüssel und habe Zugang zu allen Räumen sowie Keller.
Wenn meine Chefin da ist, ist es ok, aber manchmal auch ein wenig nervig und mit komischen Bauchgefühl verbunden. Sie unterhält sich dann mal gerne und für mich ist es schwierig meinen Ablauf einzuhalten, wenn ich dann in einem Raum mal abbrechen muss oder unten Anfangen, weil der Chef oben noch arbeitet. Wenn man es von vornherein gewohnt ist, ist es viell. wieder etwas anderes.
Beitrag von miau2 - 12.12.11 - 18:18 Uhr
Hi,
wir hatten mal den absoluten Idealfall:
- ausgebildete Hauswirtschaftskraft
- empfohlen von Bekannten, die langjährige Kunden bei ihr sind bzw. waren
- sie hat auf selbständiger Tätigkeit, mit angemeldetem Gewerbe gearbeitet
- auf Rechnung (um das ganze absetzen zu können darfst du nicht bar bezahlen!)
DAS ist der Traum. Nur bezahlen, wenn sie auch kommt (keine Fortzahlung bei Urlaub oder Krankheit), eine qualifizierte Kraft, der wir voll vertrauen konnten, und das ganze auch noch absetzbar (20% zumindest).
Das hatte seinen Preis, 12,50 pro Stunde, aber - das war es wert. ABgesehen davon dass wir bei diesem Modell keine weiteren ABgaben an die Minijobzentrale hatten.
Die Alternative ist eine angemeldete über die Minijobzentrale. Auch da musst du beachten, dass das Finanzamt keine Barzahlungen akzeptiert.
Das dumme ist nur: so jemanden zu finden ist so ungefähr wie ein 6er im Lotto. Und mir leider kein zweites Mal gelungen (unsere erste hat uns nur in den ersten MOnaten zu viert geholfen, dann habe ich es alleine gepackt - und jetzt wieder nach dem Berufseinstieg gesucht - und sie ist ausgebucht
).
Ich kann dir eigentlich nur empfehlen, dich bei allen Bekannten, Kollegen...umzuhören...nur ist halt leider das Dumme: du wirst vermutlich einige empfehlen bekommen. Die Quote derer, die den JOb legal (angemeldet oder eben selbständig angemeldet) machen wollen oder würden wird verschwindend niedrig sein.
Das Problem sind nicht nur die Arbeitgeber bei der Schwarzarbeit - oft gibt es schlichtweg niemanden, der zu einem vernünftigen Stundenlohn (und 10-12 Euro halte ich genau dafür in diesem Bereich) legal arbeiten will.
Wir kalkulieren (ohne Bügeln, ohne Fensterputzen) 3,5 Stunden pro Woche bei einem 4-Personen-Haushalt (ohne Haustiere im Haus). Das sollte eigentlich ausreichen.
Viele grüße
Miau2
Beitrag von myimmortal1977 - 13.12.11 - 11:50 Uhr
Bei den Ausgaben, die ihr dann haben werdet mit Haushaltshilfe und Kinderbetreuung (gehen sie dann in die Krippe oder zur TM???), die Kinder müsst ihr ja auch irgendwo lassen, wenn Du wieder arbeiten gehst......
Da würde sich schon ein Au Pair vom Finanziellen her mehr bezahlt machen, als 2 Kids in der Krippe betreuen zu lassen und dann noch eine Haushaltshilfe zu bezahlen.
Dann hast Du alles komplett. Kinderbetreuung und jemanden, der Dich im Haushalt unterstützt.
Das einzige "Problem", was Du dann hast ist, dass Du jemanden "Fremdes" mit im Haus dauernd sitzen hast. Da ist der Aspekt der persönlichen Sympathie sehr wichtig.
Wir hatten bisher 3 Au Pairs, bekommen jetzt unser 4. Au Pair Mädchen.
Für berufstätige Elternpaare, die die räumlichen und finanziellen Möglichkeiten haben und offen sind, neue Kulturen in ihrem Hause erleben und kennenlernen zu wollen, ist diese Lösung top!
Bei uns kostet 1 Krippenplatz 390 € pro Monat bei Betreuung von 8 bis 14 Uhr. Wenn ich 2 Kinder in der Krippe hätte wären das mit Geschwisterermäßigung rund 650 € pro Monat + Haushaltshilfe.......
Wofür geht man dann noch arbeiten?????? Denn das Geld ist sicherlich nur für die Kinderbetreuung und Haushaltshilfe verdient.
Oder kostet Kinderbetreuung bei Euch nichts???????
Ein Au Pair kostet 260 € im Monat Taschengeld, ca. 40 € Versicherung im Monat, Essen, Trinken, Energiekosten rund 60 € im Monat.....
Erheblich weniger Geld, als wenn ich jetzt, nach unseren örtlichen Vorgaben 2 Krippenkinder hätte und noch eine Haushaltshilfe beschäftigen müsste.... Au weia.....
Dir alles Gute!
Janette
Beitrag von italyelfchen - 14.12.11 - 21:13 Uhr
Hmmm,
man sollte in der Planung bedenken, dass ein AuPair nur 30 Stunden in der Woche arbeite soll! Das wären bei einer 5-Tage-Woche eure reine Krippenzeit! Wenn sie die also voll ersetzen soll, bleibt keine Zeit mehr für Hausarbeit und außerdem sollte das AuPair nur Arbeiten im Haushalt erledigen, die direkt mit den Kindern zusammen hängt!
Liebe Grüße,
Elfchen, die zusätzlich zum AuPair auch eine Putzhilfe hatte...
Beitrag von myimmortal1977 - 15.12.11 - 12:10 Uhr
"außerdem sollte das AuPair nur Arbeiten im Haushalt erledigen, die direkt mit den Kindern zusammen hängt!"
Ne, dem ist nicht so. Jedes Au Pair darf mit LEICHTEN haushaltlichen Tätigkeiten beschäftigt werden. Das reicht von staubsaugen und wischen, über bügeln, über Tische auf und wieder abdecken, leichte Gerichte zubereiten, Wäsche einräumen, Wäsche waschen uvm. Sogar zum Einkaufen darf man das Au Pair schicken, wenn es nicht 20 kg nach hause buckeln müsste. Es muss nicht immer in Zusammenhang mit den Kindern stehen.
Lediglich die Stundenverteilung sollte so gestaltet sein, dass nicht mehr als 1/3 bis zu 1/2 der Beschäftigungszeit für haushaltliche Tätigkeiten verplant werden. Da ein Au Pair NICHT NUR als Putzfrau im Hause tätig sein darf. Aber alles andere ist durchaus erlaubt und wird auch durchaus von den meisten Familien so genutzt.
Wenn es um Dinge geht die eine schwere körperliche Herausforderung wären, wie das Haus streichen, Fenster putzen, wenn es arg viele sind, Garagen entrümpeln, schwere Gartenarbeit verrichten, unliebsame Arbeiten wie Toilettenputzen darf das Au Pair nicht machen.
Ich spielte in meinem Statement auch lediglich auf die Kosten an, WENN die TE so teure Krippenbeiträge wie bei uns hätte berappen müsste. Bei 2 kleinen Kindern in der Krippe würde man bei uns richtig hart finanziell zuschlagen.
Da würde sich ein Au Pair, wenn man dazu bereit ist, allein vom Kostenfaktor allemal lohnen.
Wir beschäftigen schon seit 3,5 Jahren Au Pairs.
