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Beitrag von kleinerlevin - 12.12.11 - 16:44 Uhr

Hi

In unserem Dorf ist vor wenigen Wochen ein kleines Mädchen an Leukämie erkrankt, alle taten im ersten Moment total betroffen und lagen sich heulend in den Armen, jetzt ist das ein "alter Hut" und keiner weiß überhaupt wie es der Kleinen geht. Als es grade neu war, wollten am liebsten alle ihre Hilfe anbieten, das beste Beispiel. Heute ist mal wieder Blut spenden bei uns angesagt, jeder den man fragt ob er mit kommen will, hat ja sooooo große Angst vor Nadeln.
Irgendwie macht mich das total :-[
Wenn die Leute auf einmal selber was hätten oder ihre Kinder auf einmal nicht mehr auf der Sonnenseite stehen würden, dann hätte doch auch niemand mehr Angst vor einem Pieks.
#schmoll ich geh jedenfalls hin. Und bilde mir ein geholfen zu haben.
Gruß Annette

Beitrag von sternenschnee - 12.12.11 - 19:15 Uhr

Hallo,
das ist leider leider oft so.Erst großes Oh mein Gott und dann geht wieder jeder seinen Weg.Habe auch eine kranke Tochter und werde so etwas nie verstehen.
So lange wie es einen selber nicht betrifft ist alles ok,aber wehe dem das es einen selbst betrifft.
Ich drücke der kleinen Maus alle Daumen das sie den schweren Kampf gewinnt und die Familie ihren mut nicht verliert,eal was für tiefen noch kommen werden und die kommen leider.

Beitrag von kleinerlevin - 12.12.11 - 21:23 Uhr

Hallo #liebdrueck das tut mir leid das deine Tochter krank ist.
Ich wünsche euch das sie ganz schnell wieder gesund wird.
Gruß Annette

Beitrag von sternenschnee - 12.12.11 - 21:32 Uhr

Hallo
richtig gesund wird sie wohl nie werden aber wir haben gelernt damit zu leben#winke
Und so eine Situation wie du sie beschreibst kenne wir leider auch in unserem Umfeld.Hier haben wir auch einen Krebsjungen und erst waren alle berührt aber wirkliche Hilfe gab es nie.Leider!Das macht mich oft traurig und sehr wütend,weil es kann uns allen jeder Zeit passieren und unseren Kindern.Wie Dankbar wären wir da um Hilfe von anderen.:-(

Beitrag von oldtimer181083 - 12.12.11 - 20:39 Uhr

Hallo,

bin ich froh das mein Mann und viele freunde von uns regelmässig Spenden gehen. So hat man das Gefühl wenn es was gibt,dann kann man helfen.

Ich finde es gut,das du es nicht vergessen hast und spenden gehst...

Lg

Beitrag von froehlich - 12.12.11 - 20:50 Uhr

Ich finde es super, daß Du Dich engagierst! Ja, leider schauen viele Leute dann doch weg, wenn's konkret wird - mitschwatzen und ein paar Tränen verdrücken ja, aber wirklich was TUN... . Wie wär's, wenn Du das nächste Mal zur Tat schreitest und gezielt eine oder zwei Personen ansprichst, nach dem Motto: WIR gehen heute um 16:00 zum Blut spenden, ich hole Euch ab. Am Arm nehmen und hin marschieren.... . Könnte den selben Effekt erzielen wie das direkte Ansprechen und Regeln an Unfallorten, da lautet ja auch der Hinweis: sprich Leute AN, sage: DU holst den Notartzt, DU sperrst die Unfallstelle ab etc. etc. Sonst passiert nichts. Es braucht immer beherzte Leute wie Dich, die den Anfang machen und den anderen in den Hintern treten. Viel Glück für die arme Maus!

babs

Beitrag von sternenschnee - 12.12.11 - 21:29 Uhr

#pro

Beitrag von kirin27 - 13.12.11 - 08:02 Uhr

ich versteh dich, aber ich kann zum beispiel kaum!

ich hab so schlechte venen, da wenn mir was fehlt schon die probleme losgehen was zu treffen!

da macht dauerndes rumgestocher nichts besser!

im krankenhaus zum beispiel! frühs rein mittag op (ELSS) die haben ganze 13 versuche gebraucht für einmal blutabnehmen und den zugang! das macht echt keinspass mehr!

beim blutabnehmen nach der op 5 mal gestochen

und wenn ich pech hab macht dann wenn man endlich eine hat die vene dicht und das röhrchen tropft mit glück halb voll und es reicht!

das is echt ne blöde situation

Beitrag von barzoli - 13.12.11 - 10:19 Uhr

Hallo,

ich finde es schön, dass Du Dir solche Gedanken machst. Leider mussten wir diese Reaktion von Menschen um uns herum und auch von unseren Freunden, erfahren als unsere Tochter an Krebs erkrankte.
Der erste "Aufschrei" war enorm, schlug eine riesen Welle und ich möchte nicht undankbar sein, wir haben auch Hilfe erfahren.
Je länger die Therapie aber andauerte, desdo mehr waren wir alleine, Freunde, Familie und unser Umfeld gingen wieder zur Normalität über.... Die Therapie dauerte über ein Jahr, das Kind war zu Hause und in der Klinik, sonst nirgends wegen der Infektionsgefahr.... wir waren sehr sehr viel alleine und hatten kaum soziale Kontakte mehr, weil wir unflexibel waren.... Wir hatten oft nichtmal Grundnahrungsmittel zu Hause, weil einkaufen mit Kind unmöglich war und keiner Zeit hatte, eine halbe STunde auf sie aufzupassen.

Heute spricht kaum mehr jemand drüber.... unsere Sorgen sind nicht weniger geworden, ich befürchte aber, dass das vielen einfach zu anstrengend ist.

Blutspenden gehen viele Leute solange nicht, bis sie selbst mal auf Hilfe angewisen sind.
Unsere Tochter würde ohne Blutkonserven heute nicht mehr Leben. Fast jeder Krebskranke benötigt z.B. regelmäßig Blutprodukte sonst wäre die Therapie unmöglich.
Ich bin diesen Leuten sehr dankbar.

Grüsse
Barzo

Beitrag von kleinerlevin - 13.12.11 - 13:09 Uhr

#herzlich