Hallo zusammen,
mein Mann hat einen 16-jährigen Sohn aus erster Ehe, der ein paarmal im Jahr bei uns ist (bis zum letzten Jahr war er klassisch alle zwei Wochen bei uns, aber dieses Jahr hat er die Häufigkeit wegen anderer Interessen reduziert). Nächstes Jahr möchte er im Sommer nochmal mit uns in den Urlaub fahren. Wir haben ihn gefragt, worauf er in Punkto Urlaubsort und Unterkunft Wert legt und er hat auch per E-Mail mal einen Vorschlag geschickt (der aber unseren Vorstellungen nicht entsprach). Wir haben nun einen Ort ausgesucht, der seine Interessen berücksichtigt (zu 100%), aber eine weitere Abstimmung war aufgrund der Dringlichkeit der Buchung (sonst sind die besten Angebote weg) und seinem seltenen Aufenthalt bei uns nicht möglich. Als er letztens bei uns war, hat mein Mann ihm gezeigt, wo es nächstes Jahr hin gehen soll. Sein Sohn war so entsetzt über die Tatsache, dass wir ihn nicht gefragt haben, ob ihm das Ferienhaus gefällt, dass er jetzt total blockiert und dort absolut nicht hin möchte. Er nennt keine weiteren nachvollziehbaren Gründe, nur dass das Haus "ihm nicht entspricht" und ihn "irgendwie abstößt".
Sollen wir das ganze nun stornieren? Wir haben schon eine Anzahlung geleistet. Ok, wir haben eine Rücktrittsversicherung abgeschlossen, aber einen Grund, damit diese in Kraft tritt, haben wir ja nicht. Wir können ihm höchstens sagen, dass wir das beim nächsten Mal mit ihm abstimmen - auch wenn es zeitlich schwierig ist.
Sind seine Argumente (Mitbestimmung) in Ordnung? Genügt es nicht, dass wir seine Interessen berücksichtigen und den Ort letztendlich selbst aussuchen?
Die Situation ist sehr belastend für uns. Klar grenzt ein 16-jähriger sich von seinen Eltern immer mehr ab und will mitbestimmen, aber wir haben den Eindruck, dass dies schon einem Machtkampf gleichkommt. Buchen wir nicht um, fährt er nicht mit.
Wie seht Ihr das?
LG, Angelina
16-jähriger: Mitbestimmung des Urlaubsortes?
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Beitrag von angeliiiiina - 13.12.11 - 18:31 Uhr
Beitrag von witch71 - 13.12.11 - 18:53 Uhr
Naja, ich käm mir auch irgendwie veräppelt vor. Erst fragt ihr, dann bucht ihr doch was ihr wollt. Und er erfährt es auch erst, als es schon zu spät ist. Hätte man ihn nicht wenigstens vor der Buchung anrufen und kurz die wichtigsten Eckdaten ansprechen können? Das hätte die Gesamtsituation sicher total verändert.
Ich möchte das ehrlich gesagt auch nicht entscheiden müssen, wie man das jetzt löst. Fair wäre wirklich der Rücktritt und danach eine neue Bleibe zu suchen, die mit allen Beteiligten abgesprochen ist.
Beitrag von ayshe - 14.12.11 - 09:32 Uhr
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Naja, ich käm mir auch irgendwie veräppelt vor. Erst fragt ihr, dann bucht ihr doch was ihr wollt. Und er erfährt es auch erst, als es schon zu spät ist.
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Genau, da fühlt man sich eben verarscht, hätte ja auch gar nicht erst gefragt werden müssen.
Beitrag von asimbonanga - 13.12.11 - 19:10 Uhr
Hallo,
sicherlich hat der junge Mann Internet Zugang.
Ich würde stornieren mit der Bedingung , das er euch zum gleichen Preis und ähnlichen Konditionen eine Unterkunft sucht.
L.G.
Beitrag von jane-marple - 13.12.11 - 19:35 Uhr
Hi,
ihr fragt ihn nach seiner Meinung und dann seid ihr irritiert, wenn er tatsächlich eine hat!
Allein die Überschrift: 16-jähriger: Mitbestimmung des Urlaubsortes?
Der junge Mann steht auf der Schwelle des Erwachsenseins.
Es wird Zeit, ihn mal ein wenig ernst zu nehmen.
Der Junge fühlt sich VERARS*HT. Ich kann das verstehen.
Das ist kein Ultimatum seinerseits; er steckt ab, wen er in seinem Leben haben will - und warum!
Ihr kennt ihn als Kind.
Nun ist er in der Phase, sich langsam zum Erwachsenen zu entwickeln.
Wollt ihr die Meinung dieses sich entwickelnden Menschen?
Anscheinend nicht. Ihr habt entschieden uns fragt euch ganz irritiert: Wie? Hätten wir etwa zuhören sollen, was das "Kind" sagt? 
Sieh es mal aus seiner Sicht:
Warum sollte er überhaupt noch zu euch kommen, wo ihr ihn doch übergeht und nicht ernst nehmt?
vg
Beitrag von jazzbassist - 13.12.11 - 19:46 Uhr
Also wenn die Situation war: »Wir finden gemeinsam einen Urlaubsort, wo alle zusammen hinmöchten« und Sie dann einfach irgendwas buchen und ihn dann vor vollendeten Tatsachen stellen … ja - dann finde ich sein Argument (Mitbestimmung) absolut in Ordnung. Also so kann man mit Kleinkindern umgehen: »Na, welche Autofarbe sollen wir nehmen?« »Pink!« »Wunderbar, wir nehmen schwarz!«
Wenn die Situation hingegen eher war: »Das ist Unser (von Ihnen und Ihrem Mann) Urlaub, hier geht es hin. Möchtest du mitkommen?« dann finde ein: »Nein, dass Haus gefällt mir nicht« ebenfalls absolut in Ordnung als Argument, da nicht mitzufahren und hat für mich jetzt wenig mit einem Machtkampf zu tun. Dann fährt er halt nicht mit … wenn sie ihn hätten dabei haben wollen, hätten Sie halt berücksichtigen müssen, dass er eben doch kein Kleinkind mehr ist, dass man einfach mal so überall hin mitschleppen kann.
Was würde ich jetzt machen … sagen Sie ihm einfach, dass sie es schade fänden, wenn er nicht mitkommt, und, damit wäre das Thema für mich auch durch. Erfahrungsgemäß schwenken die dann in der letzten Minute sowieso noch um und kommen mit, sind dann auf den Hinweg etwas schmollig und, wenn die am Strand das erste Mädel kennenlernen, sind der Urlaubsort und die »Eltern« ohnehin nebensächlich. Und wenn er nicht mitkommt … genießen Sie den Urlaub -> ist ohne pubertäre 16-Jährige ohnehin erholsamer
.
Beitrag von die.kleine.hexe - 13.12.11 - 20:54 Uhr
hallo !
ihr habt doch seine "vorlieben" erfüllt ! und es mußte schnell gehen !
und nur weil ihm das haus nicht gefällt
... nee, dann dürfte er gerne zuhause bleiben ! ist ja nicht so, als hättet ihr ihn gar nicht gefragt bzw. seinen willen ignoriert
lg
Beitrag von bine3002 - 13.12.11 - 22:48 Uhr
Es klingt schon so als würde er sich verar***t vorkommen und das kann ich verstehen. Er durfte erst mitbestimmen, seine Wahl entsprach nicht Euren Vorstellungen, also sucht Ihr etwas anderes, bucht es gleich und es gefällt ihm nicht... nun ja... normal oder nicht? Entweder Ihr fragt gar nicht erst oder Ihr fragt und trefft dann auch eine GEMEINSAME Entscheidung. Beides wäre grundsätzlich in Ordnung, aber so wie es gelaufen ist, war es nichts Halbes und nichts Ganzes.
Und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es nicht mehr möglich war, wenigstens kurz anzurufen. Als 16 jähriger hat er sicherlich auch ein Handy.
Ich persönlich würde die "Schuld" auf meine Kappe nehmen, mich erstmal dafür entschuldigen und damit eine Gesprächsbasis schaffen. Vielleicht wird er sich so noch umstimmen lassen, wenn man ihm auch die Problematik mit dem Rücktritt erklärt. Und zwar so wie man es einem Erwachsenen erklären würde. Sagt ihm auch ganz klar, dass Ihr ihn gerne mitnehmen würdet.
Beitrag von clementi - 14.12.11 - 08:50 Uhr
Hallo Angelina,
er ist fast erwachsen. Also ist die Art, wie Ihr mit ihm umgegangen seid, sagen wir mal - unhöflich.
Ihr hättet buchen sollen und dann fragen, ob er mitkommen möchte.
Oder aber, Ihr fragt ihn, wohin er möchte und bucht dann gemeinsam.
Aber so? Ehrlich gesagt, verstehe ich da, dass er keine Lust mehr hat, mitzufahren.
GLG
Beitrag von bambolina - 14.12.11 - 14:12 Uhr
Na ja, erst fragt ihr ihn und dann entscheidet ihr dennoch über seinen Kopf hinweg...
>>>aber eine weitere Abstimmung war aufgrund der Dringlichkeit der Buchung und seinem seltenen Aufenthalt bei uns nicht möglich<<<
Das lasse ich nicht gelten oder hat der junge Mann kein Telefon? Das wäre eine Affäre von ein paar Minuten gewesen.
Ob ich deshalb stornieren würde - hm, keine Ahnung ich würde mich zuerst mal mit ihm zusammen setzen und nach einem Kompromiss suchen.
Beitrag von sassi31 - 14.12.11 - 19:21 Uhr
Da habt ihr euch wohl ein Eigentor geschossen.
m
An Stelle eures Sohnes wäre ich auch sauer. Erst wird er in die Planung mit einbezogen und dann am Ende doch einfach übergangen. Finde ich nicht ok.
Beitrag von zaubertroll1972 - 18.12.11 - 11:29 Uhr
Hallo,
mein Sohn ist noch lange nicht in dem Alter aber ich finde Ihr habt ihn schon mehr als genug miteinbezogen und letztendlich seid Ihr die Zahler und habt das letzte Wort bei der Buchung. Er hat seine Kriterien geäußert und Ihr habt alles bedacht.
LG Z.
Beitrag von wasteline - 20.12.11 - 14:59 Uhr
"Wir können ihm höchstens sagen, dass wir das beim nächsten Mal mit ihm abstimmen - auch wenn es zeitlich schwierig ist."
Meinst Du wirklich, dass er mit 17 noch mit Euch in Urlaub fährt?
