Abgebrannt , Burnout ... Darf ich Kinder zum Vater bringen ??

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Beitrag von mijolu - 16.12.11 - 09:31 Uhr

Hallo...

Meine Kinder sind 6 und 3 , der Vater hat sie alle 2 Wochenenden.

Nicht einen finger mehr oder weniger. Interessiert sich auch nicht für ihr leben.

Er bekommt Ende Januar ein neues kind, deswegen will er aus Sicherheit , dass das Kind kommen könnte die Kinder über weihnachten, Silvester bis zum 16. Januar garnicht. Klasse..

Ich bin total antriebslos, depressiv, verzweifelt und total im Arsch. Ich habe noch eine 8 Monate alte Tochter. Und nun bestehen mir nach diesem Wochenende 4 Wochen bevor..

Ich bin total durch und überlege ob ich ihm heute eine grössere Tasche in die Hand drücke und ihm Sage dass er bis Donnerstag ( Fahren Freitag zu meinen Eltern für 3 Tage) mal schauen kann wie er Das alles hinbekommt weil ich einfach bald zusammen breche und die 4 Tage bräuchte. Er wird toben aber was soll ich machen? Die Männer verweigern sich immer und machen was sie wollen und das JA sagte nur dass man sie nicht zwingen kann. Klasse!!!

Er kann sich krank schreiben lassen. Er bekommt doch auch Urlaubstage Oder seine Freundin ist im Mutterschutz zu Hause.
Was meint ihr?

Kann ich das einfach mal so machen mit der Begründung dass ich nen völligen burn Out habe???

Danke für eure mühe..

Beitrag von scullyagent01 - 16.12.11 - 09:39 Uhr

Ich kann Dich sehr gut verstehen, den KV aber auch.

Warum schickst Du nicht die Kinder früher zur Oma? Im Notfall ist der Große in der Schule eben krank - da passiert so kurz vorm Fest eh nicht mehr viel......

Mit dem einfach zum Vater schicken und der Burn out Begründung wäre ich ganz ganz vorsichtig: Wenn der KV zum JA geht und sagt das Du Dich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um die Kinder kümmern kannst und er auch nicht , weil die Geburt bevorsteht, sind die Kinder ganz schnell in einer Pflegefamilie gelandet. Und so eine Burn out Therapie dauert mehrere Monate, auch eine Reha ( ohne Kinder ) ist dann angesagt.

Dann mußt Du dem JA nachweisen, das Du gesund und stark genug bist um Dich wieder um Deine Kinder kümmern zu können. Bis das Du soweit bist sind die Kinder monatelang untergebracht.

Überleg es Dir gut. Ich würde es nicht tun, wenn ich nicht zu 100% wüßte , das ich die Kinder wiederbekomme

Scully

Beitrag von delfinchen - 16.12.11 - 09:42 Uhr

Hallo,

genau das ging mir auch durch den Kopf.

LG,
delfinchen

Beitrag von mijolu - 16.12.11 - 09:45 Uhr

Waaaas????

Traust du es einem Vater zu dass er die Kinder

Einfach zum JA bringt und zulässt dass sie in eine pflegefamilie kommen?

Seine Eltern frag ich nicht. Meine wohnen in NRW und arbeiten viel .. Da fahren wir ja Freitag schon hin..

Man wird Sooo allein Gelassen als Mutter!!! :-(

Soll ich dem JA selber Bescheid geben und mal
Anonym Anfragen?

Beitrag von mijolu - 16.12.11 - 09:52 Uhr

Ich brauch doch nur 4 Tage Pause bevor ich sie 4 wochen habe.. Weihnachten, Ferien, Silvester.. Dieser Arsch.. !!!
So ein Armutszeugnis seine Kinder nicht zu nehmen weil evtl sein NEUES Kind kommen könnte.. Grrrrr

Beitrag von juki - 16.12.11 - 11:40 Uhr

huhu...

ich kann dich gut verstehen...
aber es könnte noch schlimmer sein, zum Beispiel wenn der Vater sein Kind NIE sehen will und es auch noch NIE gesehen hat...und du immer mit ihnen allein wärst!!

Ich habe zum Glück meine Mama, aber auch die hat ein eigenes Leben und ich weiß in etwa wie du dich momentan fühlst, mir geht es so, wenn ich Prüfungswochen hab und dann die halbe nacht lernen muss...

Die Kids haben doch bestimmt noch Schule/Kiga oder? und die Kleine kannst ja evtl mal zu einer Freundin geben und dir wenigstens mal einen freien Tag gönnen und ein verwöhnprogramm starten...evtl sogar mit einer Freundin, das mache ich dann oft!!

LG und#liebdrueck

Beitrag von nick71 - 17.12.11 - 09:33 Uhr

"Ich brauch doch nur 4 Tage Pause bevor ich sie 4 wochen habe.."

Ich bin mir sehr unsicher, ob das reicht. Damit dir mittel- bis langsfristig geholfen wird, solltest du dich ans JA wenden und denen deine Situation schildern...möglicherweise kann man dir eine Familienhilfe zur Seite stellen o.Ä.

BTW: Du kannst natürlich versuchen, ob der KV die Kinder für 4 Tage nimmt...sollte er sich allerdings querstellen, hast du wohl Pech gehabt.

Warum willst du seine Eltern partout nicht fragen? Es sind ihre Enkelkinder genauso wie die deiner Eltern...

Beitrag von scullyagent01 - 16.12.11 - 09:55 Uhr

"Traust du es einem Vater zu dass er die Kinder

Einfach zum JA bringt und zulässt dass sie in eine pflegefamilie kommen?"

Ich kenn den KV nicht, aber ich kenne einige Männer die dazu fähig wären.

Hast Du keine Freundin ( Bekannte/ Kindergarten - oder Schulmutti ) , die Dich entlasten können für ein paar Tage??

Als ich mit meinen damals sehr kleinen Kindern sehr krank wurde ( allerdings schwere Infektion mit sehr hohem Fieber ) habe ich die Kinder 24 Std in einem Kinderhotel untergebracht. Für sie war das klasse. Später war dann dann der KV angereist.

Ich hatte bei diesen Durchhängern wie Du sie jetzt hast eine wunderbare Freundin, die mir die Kinder abgenommen hat. Man brauch als AE ein dichtes soziales Netzwerk.

Scully

Beitrag von emilyessi - 16.12.11 - 17:46 Uhr

Ein dichtes soziales Netzwerk ist IMMER notwendig.

Ich bin zwar nicht alleinerziehend, habe diese Notwendigkeit aber selbst erst kennengelernt.
Ich mußte mit Lungenentzündung, Schweinegrippe, über 40 Grad Fieber, zerschossene weiße Blutkörperchen (dank Antibiotikum) auf die Intensiv gebracht werden. Kurz danach lag ich auch schon im künstlichem Koma.
Ich bin zwar "nur" Tupperwareberaterin" und habe genug Zeit für Kinder und Haushalt, aber OHNE soziales Netzwerk, dem sozialen Hilfsring im Ort und einem Vater (der trotz einer Distanz von über 600 km) die ersten 12 Wochen in diesem Jahr bei uns war, wäre mein Mann zusammengebrochen.

Und ich will erst gar nicht wissen was dann mit den Kimdern passiert wäre......#schock#schrei

Lg emilyessi.

Beitrag von susanne85 - 16.12.11 - 11:49 Uhr

hallo

mein tipp

versuche freunde der kinder zum übernachten oder aufpassen tageweise zu bekommen

haben deine kids keine freunde wo sie mal 1-2-3 tage bleiben können?

wenn meine freundin mich fragen würde, ich würde ohne wimper zu zucken alle 3 nehmen. :-(

Beitrag von tomama - 16.12.11 - 13:35 Uhr

Hallo,

lass Dir mal keine Angst vor dem Jugendamt einreden. In Deiner Situation (drei kleine Kinder) und ein Burnout wird Dir auch nichts anderes übrig bleiben als Dich an das Jugendamt zu wenden. Es kann sein, dass man Dir eine Familienhelferin zur Seite stellt, die Dich wenigstens stundenweise entlastet.

Der Kindvater ist dazu anscheinend auch nicht in der Lage. Also, bitte beim Jugendamt um Unterstützung. Denn mit vier Tagen Pause ist bei Dir noch lange nicht alles wieder gut. Dir graut ja schon vor den vier Wochen, in denen Du Deine Kinder bei Dir hast. Laß Dir helfen! Keinem Jugendamtsmitarbeiter ist daran gelegen Dir Deine Kinder wegzunehmen. Aber für die Kinder ist es momentan doch eine furchtbare Situation. Mama kann sich nicht kümmern, Papa will oder kann sich nicht kümmern. Echt traurig.

lg Tomama

Beitrag von scullyagent01 - 17.12.11 - 14:22 Uhr

Nein:

Es ist nicht die Aufgabe einer Familienhelferin eine psyschich kranke Mutter zu unterstützen:

http://schulpaedagogik.blogspot.com/2008/11/gesetzliche-aufgaben-der.html

Ich kenne in dem Zusammenhang ausschließlich die Unterbringung der Kinder in einer Pflegefamilie, weil psychische Erkrankungen immer zum Nachteil des Kindeswohls sind.

Eine sehr gute Freundin von mir ist Magersüchtig. Nach schwieriger Trennung wog sie nur noch 42 kg. Sie wollte dann stationär in eine Klinik gehen. das JA erklärte ihr, das in dem Fall ihre Tochter in einer Pflegefamilie untergebracht werden wird und zwar solange bis der Medizinische Dienst sie wieder "gesundschreibt". Jeder weiß , das Magersucht unheilbar ist, man lediglich Symptomfrei sein kann. Sie hätte ihre Tochter so schnell nicht wiederbekommen. der Soziale Dienst der Stadt Würzburg hat die richtigkeit der Auskünfte bestätigt.

Also ist meine Freundin den längeren und schweren Weg der ambulanten Therapie gegangen, der jetzt, nach Jahren, langsam Früchte trägt.

Sei bitte vorsichtig mit Deinen Ratschlägen, besonders dann, wenn Du Dich nicht auskennst.

Scully

Beitrag von tomama - 18.12.11 - 11:54 Uhr

Hallo,

das stimmt so nicht und ich finde es auch problematisch, dass Du der Threateröffnerin solch eine Angst einjagst.

Ich kenne einen Fall, da ist die Mutter psychisch erkrankt (Borderline) und die Hilfe des Jugendamtes besteht unter anderem aus einer Tagesmutter, wo die Kleine stundenweise betreut wird. Also, wie Du siehst die Möglichkeiten sind sehr unterschiedlich. Und das Kindeswohl ist nicht in jedem Fall so massiv gefährdet, dass das Kind aus der Familie genommen werden muss.

Und wenn Deine Freundin stationär untergebracht wurde, dann ist es doch selbstredend, dass die Kinder dann in eine Pflegefamilie gehen, wenn sie ein gewisses Alter haben.

Also nochmal, das Jugendamt hilft und der Schrecken den Du da verbreitest ist völlig daneben!

Gruss Tomama

Beitrag von scullyagent01 - 18.12.11 - 12:40 Uhr

Gerade Borderline ist eine Krankheit mit vielen Facetten.

Mein Ex - Mann ist Borderliner und hat in Anwesenheit der Kinder einen Suizidversuch verübt. Meine damals 11 jährige hat ihm das Leben gerettet.

Das hat letztendlich zum Sorgerechtsverlust geführt - befürwortet vom JA. ( Okt. 2011 )

Im Fall der TE gibt es gar keine offizielle Diagnose. Ich gehe daher nicht von einem Burn Out aus, sondern von einer temporären Erschöpfung.

Und genau deswegen ist es sehr gefährlich eine Maschinerie mit unklarem Ausgang in Bewegung zu setzten.....

Ohne eindeutige Diagnose und Therapieplan würde ich kein JA auf den Plan rufen. Denn villeicht reichen ja wirklich nur ein paar Tage ausschlafen und rumgammeln um die TE wieder fit zu machen.

Und wenn nicht, dann kann man immer noch mit Hilfe des Sozialen Dienstes nach Lösungsmöglichkeiten suchen.

Scully

P.S.

Nein, meine Freundin hat auf die stationäre Unterbringung verzichtet, weil klar war, das sie lange Zeit ihr Kind nicht mehr wiederbekommen hätte.

Beitrag von kleinemimi - 16.12.11 - 21:25 Uhr

Hallo,

entschuldige ich will Dich wirklich nicht angreifen, aber bitte kneife Deine abhbacken zusammen und stehe das durch. Es gibt immer schlimmeres. Ich bin auch schon sehr lange alleinerziehend, und oft am entgültigen Limit mit Volltagsarbeiten, einer sehr kranken Mutter, und einen nicht gerade bereitwilligen Vater. Aber ich beisse und ich kämpfe und ich heule erst, wenn sie im Bett sind, ich tue es für meine Kinder und nur für sie, es reicht schon, das sie nur bei einem Elternteil aufwachsen, dann sollen sich nicht noch mit meinen Sorgen, welche sich zwangsläufig auf sie übertragen werden belasten.

Versuche die Zeit wenn sie im Bett sind für Dich zu nutzen, ganz intensiv und abzuschalten, was macht Dich glücklich? Was würdest Du in der kinderfreien Zeit tun?

Wäre es wirklich für Dich abschalten zu wissen das die zwei bei ihrem Vater sind, der sie nicht will? Aus welchen Gründen auch immer?

Mir kommt es vor als wenn es Dich sehr verletzt das er jetzt noch ein Kind bekommt und das vielleicht mehr lieben könnte, weil er eben jeden Tag mit ihm zu tun hat.

Bitte gehe in Dich, und wenn es wirklich "nur" die Wut ist, musst Du an Dir arbeiten, mit oder ohne Hilfe das musst Du selbst entscheiden.

LG Mimi

Beitrag von nurmal-ich - 18.12.11 - 22:39 Uhr

An sich bin ich deiner Meinung aber ich weiß von einem Bekannten das bei einem ECHTEN Bourn Out Arschbacken zusammenkneifen nicht geht.
Der hatte en Totalzusammenbruch, konnte quasie nicht mal mehr aufstehen, der war wirklich lange in einer Therapie/Reha.
Er sagte im Nachhinein auch mal das er vor diesem Zusammenbruch Bourn Out immer für ne nette Ausrede hielt, aber was willste machen wenn dein Kopf deinen Körper quasie lahm legt?

LG

Beitrag von kleinemimi - 19.12.11 - 08:12 Uhr

Hallo,

sicher könnte die Gefahr bestehen, aber es kommt mir einfach so vor, das die Wut auf den Ex hier im Vordergrund steht.

LG Mimi

Beitrag von cooky2007 - 16.12.11 - 21:28 Uhr

Dir stehen 4 Wochen bevor? Du Ärmste!!!!#augen

Für mich sind es JAHRE!

Wohin können denn die Mütter ihre Kinder schicken, die eine stinknormale Familie sind?
Ich habe auch keine Wochenenden frei, weil mein Mann mit den Kids alle 2 Wochen für 48 Stunden unterwegs ist.
Wir sind alle IMMER da! (es sei denn während der Arbeitszeiten).

Ach ja, was ist mit dem Vater deiner 8 Monate alten Tochter?
Der ist ja auch noch da.

Beitrag von spyro74 - 21.12.11 - 19:44 Uhr

naja bei einer normalen Familie haben die Elternteile aber abends auch mal Abwechslung oder am Wochenende, wo sie sich mit Freundentreffen, was eine oder ein Alleinerziehende nicht hat, die oder der kann nicht einfach sagen, heute Abend hab ich mich verabredet. Da ist dann kein anderer mehr da, der es übernehmen kann.

Beitrag von manavgat - 26.12.11 - 22:38 Uhr

Selbstverständlich kannst Du ihm die Kinder aufdrücken. Aber ich würde das an Deiner Stelle nicht tun. Was machst Du, wenn er sie nachher nicht mehr rausrückt und behauptet Du seist nicht erziehungsfähig?

Mein Rat: sprich mit Deinem Arzt. Einen Dringlichkeitsantrag für eine Mutter-Kind-Kur oder wende Dich an http://www.kur.org/ oder http://muettergenesungswerk.de/cms/mutter-kind-kur

Ich glaube auch nicht, dass Du so down bist, dass Du das nicht schaffst, sondern Du willst ihm in die Suppe spucken, weil er es wagt, noch ein Kind zu bekommen.

Deine Kinder sind aber keine Figuren auf einem Schachbrett. Du hast Verantwortung, also reiß Dich zusammen und such nach einer Lösung, die auch den Kindern gerecht wird.

Gruß

Manavgat