Ich hab manchmal das Gefühl, daß mein Kleiner eine Essstörung hat. Wir waren auch schon bei der Ernährungsberatung, die einen kleinen Teilerfolg brachte (jetzt wird Mittags zumindest mal 150 g gegessen).
Das Problem: er will absolut nichts probieren. Dadurch ist es mit dem Füttern schwierig. Wir essen schon seit einiger Zeit zusammen Mittag und Abendbrot. Aber er will partout nichts von uns haben. Zwar will er mal ein Stück Paprika oder Brot haben, aber sobald er es in der Hand hat wird es angeekelt weggeworfen. Das ist quasi bei allem so.
Jetzt hab ich die Vermutung, daß er vielleicht durch die Magensonde eine Blockade hat. Der Ernährungsberater hat nur gesagt, wir sollen ihn hungern lassen, dann holt er sich seinen Bedarf schon. Klar es ist bis jetzt kein Kind freiwillig verhungert, aber er hatte halt schon im KH eine Trinkschwäche. Zuhause hatte er dann immer so maximal 80 ml getrunken.
Momentan hoffe ich, daß es durch die Krippe im Februar besser wird, aber er ist eben auch so ein Hungerhaken. Unkorrigiert ist er 16 M alt (korrigiert 14) und bringt grad mal 7,7 kg auf die Waage.
Hat jemand von euch ein ähnliches Problem oder kann mir Tipps geben?
Essen Eure Mäuse normal?
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Beitrag von loewe2010 - 16.12.11 - 13:39 Uhr
Beitrag von junisonne10 - 16.12.11 - 13:46 Uhr
hi,
meine kleine hatte auch eine anfängliche trinkschwäche und lange magensonde, jetzt ist sie fast 11 monate alt und isst wie ein scheunendrescher... die 10 kilo waren vor einem monat schon in greifbarer nähe 
ich lasse sie viel probieren, sie isst auch mit am familientisch und ich kann mich da wirklich gar nichts beschweren. aber es gibt eben auch kinder, die finden essen nicht ganz so wichtig. wobei ich mein kind nicht hungern lassen würde.
aber mach dir nichts draus, ich kenne auch jemanden, dessen zweijähriger sohn hat die 10 kilo auch noch nicht erreicht.
gibt es denn etwas, was er besonders gerne isst? bei uns sind es nudeln und sie bekommt sie auch mehrfach die woche und als sie krank war und gar nichts essen wollte (magen-darm-virus, 1 kilo in einer woche an gewicht verloren), habe ich ihr ihre geliebten nudeln angeboten und die hat sie wenigstens teilweise gegessen.
lg
Beitrag von loewe2010 - 16.12.11 - 13:55 Uhr
Tja Nudeln ißt er nur, wenn es sein muß. Und das auch nur, wenn es ausm Glas kommt. Koche ich sie selber, nimmt er sie in die Hand und wirft sie angeekelt weg.
Es ist zum verzweifeln. Was immer geht sind Düsis (von Seitenbacher so Dinkelteile), Salzlettis (sind wie Salzstangen in Tierform und weniger Salz) und Sesamstangen. Ansonsten wird alles weggeworfen.
Beitrag von bobinha - 16.12.11 - 14:18 Uhr
Hi
Mein Großer macht es jetzt noch so, dass er manche Sachen dann in den Mund lässt, aber gleich wieder ausspuckt. Hungern lassen mach ich nicht, weil er für seine Größe auch nicht viel wiegt. In letzter Zeit kommt es immer wieder vor, dass er mich überrascht und Sachen isst die er sonst nie gegessen hat. Er ist inzwische 2,75. Wenn gar nichts geht bekommt er jetzt noch ab und zu ein Gläschen. Es gibt Kinder die essen keine großen Mahlzeiten. Vielleicht mag dein Kind eher öfter mal eine Kleingkeit.
Liebe Grüße Bobinha die nach ihrer Mittagspause immer noch gestresst ist
Beitrag von -hennchen- - 16.12.11 - 14:57 Uhr
Hallo,
ich hatte ähnliche Ängste, auch weil meine intubiert waren. GSD essen meine normal. Aber wir haben die Nahrungseinführung in einem laaaaangen Sommerurlaub gemeinsam gemacht und - obwohl beikostreif - war es ein langer Prozess. zB haben wir den Brei dünner gegeben, weil wir das Gefühl hatten, ihnen ist es zu dick (ggf. wg. seinerzeitigen Intubation?).
Heute sitzen sie immer mit am Tisch und dürfen - immer noch zahnlos - alles anlutschen. Vorher gab es immer schon selbstgekochten Brei, den sie auch gut essen. Meine lutschen gerne Brot/Brötchen, während wir essen, oder Rohkost. Vielleicht würde es so funktionieren?
Ansonsten könnt Ihr Euch über die Feiertage ggf. eine Auszeit nehmen, um noch einmal ein wenig herumzuprobieren? Also uns tat die Auszeit im Sommer wirklich gut und seither essen die beiden Lütten sehr schön.
Viel Glück!
Beitrag von loewe2010 - 16.12.11 - 16:32 Uhr
Intubiert war er nur bei seiner Leisten-OP.
Er bekommt auch alles. Aber er lutscht nicht mal dran. Sobald er es in der Hand hat wird angewiedert geguckt und weggeworfen. Das ist bei einer Scheibe/Stück Wurst, Gemüse, Obst oder Brot so. Was manchmal geht (aber auch nicht immer) eine Laugenstange. Aber dann auch nur den Teil, der härter ist.
Bei der Einführung hab ich auch mal häufiger Pausen gemacht, als ich gemerkt habe, das es nicht so sein ist. Aber irgendwann mußte er ja mal von einem Teil der Flaschen weg. Morgens bekommt er sie noch. Da hat er eine Mahlzeit die entspannter ist.
Selbstgekocht hab ich auch schon diverse Male probiert. Keine Chance mehr als 2 Löffel in den Kerl zu bekommen. Fingerfood funktioniert auch nicht (also Nudeln, Brokkoli, Karotten und Co)
Beitrag von -hennchen- - 16.12.11 - 17:48 Uhr
Hallo nochmal,
hmmmm, vielleicht einfach ein später/schlechter Esser?
Also unsere wollen immer mit essen, wenn sie auf dem Schoß sitzen (gerade in Restaurants gibt es oft gar nicht genug Kinderhochstühle
). Hast Du das schon mal probiert? Am Besten natürlich zu Hause
. Ist zwar nicht die feine englische Art, aber vielleicht funktioniert es so, sein Interesse am Essenstisch zu wecken?
Obstücke mag er auch nicht?
Wenn er nur ganz kurz intubiert war, kann es ja nicht an einer Löffel- bzw. "Was-Festes-im-Mund-Angst" liegen, oder? Ggf. wegen der Magensonde? Ich kenne mich da zu wenig aus. Sorry.
Frühe Frühchen sollen oft ein Essenproblem haben, woher das dann kommen mag (Tubus, Unreife, Unlust wie ein reifer, schlechter Esser, pp.) ist ja noch einmal eine andere Frage. Ggf. können Dir da die vom SPZ bzw. der Frühchenuntersuchung weiterhelfen. Bei uns meinten sie mal, falls wir mit fester Nahrung Probleme bekämen, könnte die Physio Mundgymnastik machen. War dann zum Glück nicht so.
Wir drücken die Däumchen!
Beitrag von -hennchen- - 16.12.11 - 18:00 Uhr
Nachtrag:
Ist mir gerade beim Wickeln so eingefallen,
aber wie gesagt, da wir diese Baustelle nicht hatten, habe ich davon nicht einmal eine angelesene Ahnung,
also: Du schreibst, dass er Gläschen und Laugenstange isst. Ggf. mag er Salz? In vielen Gläschen versteckt sich schon ab dem 6. Monat Salz und Laugenstange hat ja auch Salz. Jetzt ist er doch sowieso alt genug für Salz? Vielleicht ist ihm das Selbstgekochte zu salzlos? Nur so eine Idee. Vielleicht braucht er starke Geschmäcker? Gibt es so etwas bei Frühchen? Keine Ahnung, kam mir nur so beim Wickeln, wie gesagt.
Ach ja, Breis mit Pastinake und/oder Süßkartoffel haben eine süßlichen Eigengemack, ganz ohne Salz. Vielleicht mag er ja das?
So, ich muss mich jetzt mal um den Abendbrei kümmern (der schmeckt wie in Wasser aufgelöstes Brot, aber sie essen es zu meinem Erstaunen).
GLG
Beitrag von loewe2010 - 16.12.11 - 19:06 Uhr
Also er scheint der deftige Typ zu sein. Er mag eher sowas wie Kartoffeln und Rind als Nudeln.
Die vom SPZ wollten uns für 1 Woche stationär aufnehmen, um zu gucken, warum er nicht essen will bzw. Ernährungsprotokoll führen. Das wäre aber auf der normalen Kinderstation mit den ganzen kranken Kindern gewesen. Außerdem kann ich ein Ernährungsprotokoll auch zuhause führen (was ich ja auch für den Ernährungsberater - einer anderen Klinik - getan habe). Und dann hatte ich mich in dem KH damals mit einer Mama unterhalten, wo die 2jährige Tochter eine Esstörung hatte. Da gab es kein gemeinsames Essen, geschweige denn feste Zeiten. Das Kind durfte soviel mit dem Essen manschen wie es wollte und wenn es nicht wollte, brauchte es halt auch nicht zu essen.
Für sowas gehe ich nicht 1 Woche in eine Klinik!
Besonders wenn ich zurückdenke, daß ich über 45 Min auf sein Essen warten mußte, weil die blöde Schwester es zulange in die Mikro hat und warten wollte bis es abgekühlt ist. Mein Kleiner war währenddessen die ganze Zeit am schreien vor Hunger. Hätte ich das gewußt, hätte ich mir die Schale geholt und gepustet. Auch das Milchpulver hab ich mir von zuhause mitgebracht, weil es einfach zulange dauerte, wenn man von denen was haben wollte. DAS ist meiner Meinung nach nicht der richtige Weg Kinder ans Essen zu führen. Auch weil sie dort sein schlechtes Essverhalten in der Zeit auf seine Angina geschoben haben. Obwohl ich sagte, daß das normal ist.
Beitrag von thalia.81 - 16.12.11 - 23:19 Uhr
Hallo,
ich mische mich jetzt mal hier ein, auch wenn ich kein Frühchen habe. Aber was das Essen angeht, scheinst du meinen Sohn zu beschreiben. Er mag unser Essen auch nicht in die Hand nehmen und wirft es sofort weg bzw. dreht sich weg. Keine Ahnung warum. So hat er bis heute (15,5 M) noch nie Obst am Stück gegessen. Nur als Brei. Aber es wird besser. Langsam. Mittlerweile nimmt er sogar Nudeln und Reis in die Hand.
Ich habe keine Ahnung, woran das liegt. Aber ich gebe ihm seine Zeit und füttere ihm Brei, wenn nötig. Würde ich ihn hungern lassen, würde er stillen. Zum Essen bewegt man so doch kein Kind. Ich mag auch keine Leber. Würde man mich hungern lassen, ich würde eher sterben als Leber zu essen. Blödes Beispiel, aber ist doch so. Was immer ganz gut klappt, wenn er zwischendurch was essen kann. Ich weiß, ganz blöd, das macht man nicht. Aber das Brot habe ich ihm im Kinderwagen angewöhnt
Früchteschnitte beim Spielen. Immerhin isst er mittlerweile morgens Brot. Am Tisch. Das wollte er ganz lange Zeit auch nicht anfassen. Er mag auch überhaupt keine dreckigen Finger. Hat er Brei dran, muss ich den sofort wegwischen. Neulich sollte er Fingerfarben malen, das ging gar nicht?! 
Ich grübel aber auch ständig, warum er nicht normal isst, wie andere auch. Das würde einiges leichter machen. Er ist übrigens auch sehr dünn, war er schon immer. Ich kenne noch 2 sehr dünne Kinder und laut deren Mamas wollen die beiden auch keine "richtigen" Sachen essen. Komische Sache. Wie gesagt, ich lasse ihm Zeit.
LG u alles Gute
thalia
Beitrag von loewe2010 - 17.12.11 - 16:03 Uhr
Schön endlich mal von Mamas zu hören, denen es ähnlich geht.
Ja Obst gab es bei uns auch noch nie am Stück. Und ansonsten auch nur, wenn ich es in den Brei rühre oder er mal nen Jogurt isst.
Das mit dem zwischendurch geben sollen wir lt Ernährungsberater nicht machen. Fällt mir natürlich sehr schwer. Aber er soll ja eben auch mit am Tisch essen und somit auch sitzen. Also ziehnen wir das durch. Aber es gibt zwischen mir und meinem Mann immer Stress deswegen, weil er so wenig isst.
Essen an den Händen mag er auch nicht. Also jetzt Brei oder so. Da werden die Finger zusammengekniffen und auch angeekelt geguckt. Gestern hat er sich selber Brei an den Daumen geschmiert. Guckt mich an und jammert, daß ich es weg machen soll.
Ich frag mich, was da bei den Kleinen nicht stimmt!?
Aber wenn Du sagst, daß es langsam besser wird, dann hoffe ich auch noch.
Beitrag von minendie - 17.12.11 - 20:39 Uhr
Hallo,
mein Sohn war auch ein Frühchen und ebenfalls etwa 2 Monate zu früh. Nach der Magensonde ging es mit 4g pro Mahlzeit los. Er war nie der große Esser. Bei dieser Sollkurve zwischen Gewicht und Körpergröße im"gelben" Heft" ( Vorsorgeuntersuchung) lagen wir immer darunter, aber halbwegs synchron. Solang unser Verlauf einen ähnlichen Bogen hatte war ich recht zufrieden. Und jetzt wird er bald 5 Jahre ist aufgeweckt und fit, obwohl er immernoch recht wenig ißt.
Als Vergleich: er ist 107cm groß und wiegt 14 Kilo. Sollgewicht etwa 17 Kilo.
Grüße Mine.
P.S. Hatten mit 16 Monaten etwa das gleiche Gewicht
