90km täglicher Arbeitsweg bei 1200€ netto

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Beitrag von perserkater - 16.12.11 - 17:39 Uhr

Hallo

Habe ein Angebot von meinem Arbeitgeber bekommen. Ich könnte wieder Vollzeit für etwa 1200€ netto arbeiten, müsste aber einen Arbeitsweg von einfach 45km auf mich nehmen. Dies beinhaltet ein Autokauf mit sämtlichen Kosten. Wir haben zwar ein Auto aber ohne dieses kommt mein Mann nicht an seine Arbeit, er verdient etwa 200-400€ mehr und hat den gleichen Arbeitsweg.
Das neue Auto könnten wir von Ersparten auch bar kaufen, also Ratenverpflichtungen hätten wir keine.

Einerseits, klar würde ich wirklich gerne machen nach meiner doch recht langen Elternzeit aber auf der anderen Seite sehe ich ja was unser Auto an Kosten verursacht und im Moment sind es nur Versicherung, Steuern und Benzin. Da es noch nicht alt ist muss es nicht oft in die Werkstatt aber noch ein Auto was jährlich 18.000km läuft verursacht früher oder später imense Mehrkosten durch Reperaturen.

Vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken. Wie viel fahrt ihr täglich und ab wann würdet ihr sagen, dass es sich nicht mehr lohnt? Ich weiß, arbeiten lohnt immer;-) aber ein einigermaßen vernünftige Relation muss schon bei rum kommen.

LG

Beitrag von scullyagent01 - 16.12.11 - 17:51 Uhr

Laß Dir die Pendlerpauschale als Freibetrag auf die Lohnsteuerkarte eintragen - dann hast Du mehr netto vom brutto.

Evtl. dürfte das die Kosten auffangen

Scully

Beitrag von perserkater - 16.12.11 - 17:54 Uhr

Danke, wusste gar nicht, dass das geht.

Beitrag von muppi75 - 17.12.11 - 07:30 Uhr

Geht das überhaupt in diesem Fall ?
Weil meiner Meinung nach fällt bei dem Lohn nicht mal ein Cent Lohnsteuer an.

Beitrag von scullyagent01 - 17.12.11 - 09:08 Uhr

Da das Ehepaar vermutlich zusammen veranlagt wird, sollte die Frage an das entsprechende Finanzamt gestellt werden.

Scully

Beitrag von nick71 - 18.12.11 - 11:02 Uhr

"Weil meiner Meinung nach fällt bei dem Lohn nicht mal ein Cent Lohnsteuer an."

Du hast aber schon gesehen, dass die TE einen Nettolohn angegeben hat? Warum sollte bei einem entsprechenden Bruttogehalt keine Lohnsteuer anfallen? Abgesehen davon würde je nach Lohnsteuerklasse auch bei einem Bruttogehalt i.H.v. 1200 Euro Lohnsteuer anfallen...lediglich bei Stkl. 3 (die sie nicht haben wird, wenn ihr Mann mehr verdient) wäre dieser Betrag steuerfrei.

Beitrag von zwillinge2005 - 16.12.11 - 18:18 Uhr

Hallo,

was würdest Du bei einem Arbeitsweg von 20 km machen? Zu Fuss gehen? Ich könnte mir ein Leben ohne AUto definitiv nicht vorstellen. Allerdings wohnen wir ländlich ohne jegliche Busanbindung (ausser Schulbus morgends und mittags).

Wie kommst Du tagsüber zum Kinderarzt, zum Einkaufen, zum Sport, Verabredungen etc.? Sind das alles Kurzstrecken im Umkreis von 3 km, die man zu Fuss erledigen kann oder fährst Du bei jedem Wetter mit dem Fahrrad? Oder lebst Du in der Großstadt mit perfekten Bus/U-Bahnanbindungen? Dann wird sich sich auch ein anderer Arbeitsplatz finden.

Mein Arbeitsplatz ist 58 km entfernt (einfacher Weg). Allerdings nur 4 Tage /pro Woche, ab Herbst 2012 3 Tage/pro Woche, also nur Teilzeit, aber auch für ungefähr Dein Nettogehalt.

Bei 5 Tagen pro Woche ist das sicher weniger lukrativ.

LG, Andrea

LG, Andrea

Beitrag von corny123 - 16.12.11 - 18:22 Uhr

Würde ich nicht tun. Mein Mann fährt täglich einfach 62 km, was wir an Geld ins Auto stecken, ist unfassbar.

Beitrag von vwpassat - 16.12.11 - 18:23 Uhr

Man rechnet ca. 0,30 € pro km für Wertverlust/Vers./Steuer/Wartung/Benzin.

Macht bei 20 Arbeitstagen 540 €.

Ich würde mir eine näher gelegene Stelle suchen oder aber besser bezahlt.

Beitrag von paternoster - 17.12.11 - 09:12 Uhr

Na, na, na, das FA erkennt vielleicht 30ct/ km an. Die tatsächlichen Kosten für ein Pkw dürften bei 80 ct/km (Schätzung) liegen.

Beitrag von vwpassat - 17.12.11 - 10:30 Uhr

Da sind zu viele Faktoren, die da reinspielen.

Man sollte das als untere Grenze sehen, kommen kostspielige Reparaturen etc.., dann kann der Wert aucxh schnell bei 1 € sein.

Was ich sagen wollte, ist eh, dass es sich in dem Fall niemals lohnt.

Beitrag von marion2 - 17.12.11 - 11:31 Uhr

"Was ich sagen wollte, ist eh, dass es sich in dem Fall niemals lohnt."

Diese Aussage ist nicht richtig. Langfristig gesehen kann es sich durchaus lohnen, mit so einem Job ins Arbeitsleben einzusteigen.

Ich weiß das ;-) bei mir hats geklappt.

Beitrag von vwpassat - 17.12.11 - 13:48 Uhr

Klar gibt es Ausnahmen.

Darum geht es hier aber nicht unbedingt.

Beitrag von ayshe - 17.12.11 - 13:49 Uhr

##
Was ich sagen wollte, ist eh, dass es sich in dem Fall niemals lohnt.

##
Sehe ich finanziell betrachtet auch so.

Beitrag von sini60 - 16.12.11 - 19:04 Uhr

Vollzeit + Fahrtzeit + Autokosten für 1200,-- ? Niemals, da stimmt das Verhältnis nicht.

Beitrag von siebzehn - 16.12.11 - 19:48 Uhr

Wenn Dein Mann den gleichen Arbeitsweg hat, warum fahrt Ihr dann nicht zusammen? Oder passt es mit den Arbeitszeiten nicht?

Beitrag von perserkater - 16.12.11 - 20:12 Uhr

Wir müssen in unterschiedliche Richtungen, gleiche Länge.

Beitrag von nadeschka - 16.12.11 - 20:15 Uhr

Ich nehme an, der Weg ist nur gleich lang, aber nicht der genau gleich Weg. ...#aha

Beitrag von muppi75 - 17.12.11 - 07:43 Uhr

Ehrlich gesagt, rechnet sich nicht wirklich, außer Dein Mann ist Großverdiener und Du gehst nur arbeiten um Dein Taschengeld aufzustocken.
Von den 1200 € wirst Du noch rund 250 € abziehen müssen für Versicherung und Steuer vom Auto, wenn es überhaupt reicht, da hast Du dann noch nicht den Verschleiß mit drinnen.
Sprich am Ende hängst Du dann irgendwo bei 800 - 900 € Netto und gehst dafür vermutlich 160 Stunden im Monat arbeiten, Pausen und Fahrtzeit hin und zurück nicht eingerechnet.
Rentabel ist irgendwie anders.

Beitrag von windsbraut69 - 17.12.11 - 08:47 Uhr

250 Euro/Monat für Steuer/Versicherung ist aber bisschen sehr hoch gegriffen.
Sie hat sicher nicht vor, sich nen Ferrari für den Arbeitsweg zu kaufen:)

Gruß,

w

Beitrag von muppi75 - 17.12.11 - 13:57 Uhr

Kommt immer darauf an, mit welcher SF Klasse der Zweitwagen einsteigt, bei SF 1/2 was normal wäre, wenn kein freier runtergefahrener Vertrag übrig ist, kann das schon recht teuer werden auch bei ner kleinen Kiste.

Allerdings muss ich Dir recht geben, aber auch nur weil ich in dem Beitrag auf den Du Dich beziehst das Wörtchen ",Sprit" vergessen habe in der Aufzählung, denn meine ursprüngliche Rechnung war 200 € Sprit (das hast selbst bei nem kleinen Fiesta mit gemütlicher Fahrweise) und dann die restlichen 50 € auf Versicherung und Steuer aufgeteilt, vorausgesetzt, das Fahrzeug wird mindestens mit SF 8 eingestuft.

Beitrag von windsbraut69 - 18.12.11 - 11:41 Uhr

Okay, mit Sprit stimme ich Dir zu.
Ich hatte das Wort auch in Deinem Beitrag gesucht :)

Ich würde übrigens für einen Job mit so wenig Einkommen kein Neufahrzeug anschaffen und somit auch keine Vollkasko abschließen aber ich hab auch einen begeisterten Schrauber im Haus und kann mit somit alte Kisten leisten, die günstig im Unterhalt sind.

LG,

W

Beitrag von muppi75 - 18.12.11 - 14:35 Uhr

Selbst ein altes kleines Auto mit nur der gesetzlichen Haftpflichtdeckung kostet reichlich wenn die SF Klasse nicht stimmt ;)

Beitrag von scullyagent01 - 17.12.11 - 09:11 Uhr

Ich fahre sogar ein Sportcoupé und zahle für Steuer und Versicherung 35€ / Monat.

10€ Steuer und 25 € Versicherun auf dem Monat heruntergerechnet.

Sprit ist teuer, ja

Scully

Beitrag von perserkater - 17.12.11 - 10:19 Uhr

Hallo

Das finde ich auch etwas hoch gegriffen. Es wäre dann ein 2. Wagen, kleines Model natürlich. Wir zahlen für unseren Kombi ca. 650€ Steuern + Versicherungen (Vollkasko) im Jahr.

Ich überlege noch, hab ja noch was Bedenkzeit. Das doofe ist auch, dass es reine Landstraße ist. Im Winter, im Mittelgebirge - wenn ich an die letzten Winter denke mit dem Schneechaos.#nanana

LG