Entschädigung / Abfindung nehmen und gehen?

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Beitrag von wassollichtun2 - 16.12.11 - 20:21 Uhr

Würdet Ihr, wenn man es Euch anbietet eine überdurchschnittlich hohe Abfindung vom Arbeitnehmer (5stelliger Bereich) nehmen, wenn ihr vermutet, dass ihr irgendwann in den nächsten Jahren gehen müsst.

Wenn der Zeitraum, in dem ihr Euch entscheiden müsst relativ kurz ist (ein paar Monate) .. wenn ihr auf dem Arbeitsmarkt aber nicht so leicht zu vermitteln seid (alleinerziehend) und noch nicht hundertprozentig wisst, was ihr in Zukunft machen wollt.

Ich überlege noch, da ich genau in der Orientierungsphase befinde, vielleicht schule ich um, vielleicht nicht.

Was würdet ihr tun?

LG

Beitrag von white-blank-page - 16.12.11 - 20:46 Uhr

In welchem 5stelligen Bereich?

In den 10tausendern oder in den 50tausendern?

Beitrag von wassollichtun2 - 16.12.11 - 20:58 Uhr

So etwa 20tausend..

Beitrag von white-blank-page - 16.12.11 - 21:00 Uhr

hm.
schwierig.
wie lange hast du zeit, zu überlegen?
hast du eine generation über dir, die dir mitdenken helfen kann? ich finde immer, meine elterngeneration kann da ganz gut mitdenken.
nun weiss ich ja nicht, wie alt du bist. :-)

Beitrag von wassollichtun2 - 16.12.11 - 21:20 Uhr

Ich habe fast ein dreiviertel Jahr. Aber ich bin so ungeduldig und will immer sofort ne Entscheidung.

Un dich wollte mich eh beruflich neu orientieren, also ich tendiere sehr zu gehen, weiß aber nicht ob die Zeit reicht, für meine berufliche Neuorientierung, zumal ich ein Mensch bin, der sich sehr sehr schwer mit wichtigen Entscheidungen tut, mal geht es hoch, mal geht es tief, mal hüh, mal hott, ach ich weiß auch nicht.

LG

Beitrag von suppenhenne - 16.12.11 - 21:55 Uhr

Das Angebot ist nicht besonders gut.

Wenn du dich aber sowieso neu orientieren willst, wäre es eine Möglichkeit. Du solltest berücksichtigen, daß im Falle, daß du annimmst, das wie eine von dir ausgesprochene Kündigung gewertet wird, d.h. du wirst einige Monate kein Arbeitslosengeld bekommen, mach dich hier bitte beim Arbeitsamt kundig.

Beitrag von wassollichtun2 - 16.12.11 - 22:11 Uhr

Danke für den Tipp mit dem Arbeitsamt, ich hab schon einen Termin :-)

Beitrag von nick71 - 17.12.11 - 09:07 Uhr

"Ich habe fast ein dreiviertel Jahr."

Dann entscheide dich jetzt besser noch nicht, sondern schau, dass du in der Zeit was neues findest.

Wie hier schon gesagt wurde: 20.000 Euro sind in relativ kurzer Zeit ausgegeben...und das wäre ja auch gar nicht der Betrag, der dir netto übrig bleibt, weil die Abfindung zu versteuern ist.

Beitrag von wassollichtun2 - 16.12.11 - 21:21 Uhr

Ach und ich bin Mitte 30 meine "Parents" sind noch da, aber die währen nicht so angetan und meinen, es wäre kurzsichtig die Abfindung zu nehmen und einfach so zu gehen..

Beitrag von cinderella2008 - 16.12.11 - 23:26 Uhr

Das wäre mir zu wenig. Dafür würde ich nicht freiwillig gehen bzw. nur, wenn ich genau wüsste, dass ich kurzfristig einen neuen Job bekomme.

Beitrag von myimmortal1977 - 17.12.11 - 00:16 Uhr

20.000 Euro sind nichts. Das muss auch noch versteuert werden. Ich weiß zwar nicht, was Du verdienst und wie lange Du im Unternehmen tätig warst, aber die Höhe der Abfindung ist für eine Alleinerziehende eine echte Schmach....

Die sind sofort weg....

Wenn Du jetzt weit jenseits der 50.000 €, am Besten 80.000 und aufwärts raus kämst.... Dann würde ich ja noch sagen.... Überlegs Dir....

Aber nicht bei 20.000 €.... Das ist heute kein Geld, erst recht nicht, wenn Du allein für ein Kind Verantwortung trägst.

ICH würde es nicht machen.

Beitrag von cooky2007 - 17.12.11 - 13:47 Uhr

Dieser Meinung bin ich auch.

€ 20.000 ist nichts, wenn man länger davon leben will.

Und was sie machen möchte, ist noch unklar.

Beitrag von wasteline - 17.12.11 - 15:21 Uhr

Die 20.000 müssen versteuert werden und Du bekommst bei Arbeitslosigkeit eine 3 monatige Sperre. Weg ist das Geld.
Das rechnet sich nicht.

Beitrag von scullyagent01 - 17.12.11 - 09:07 Uhr

Wie alt bist Du , welche Qualfikation, welche Position

Alles wichtige Informationen - die fehlen

5 stellig kann verdammt wenig sein, wenn man davon noch 25 Jahre leben muß, weil sich nix adäquad neues mehr finden läßt

Scully

Beitrag von lisasimpson - 17.12.11 - 09:36 Uhr

wenn du 9 monate zeit hast für eine entscheidung ist doch klar, was du machen kannst:
dich bewerben und sehen, welche chancen du auf dme arbeitsmarkt hast.
wenn du dann eine passende stelle hast, gehst du auf den deal ein- hast weiterhin einkommen und die kleine abfindung.
20 000€ zu nehmen und nichts neues zu haben, fände ich extrem ungünstig- wie lange reicht euch das denn?
was ist danach?

aber als "zubrot", wenn du eh ne neue Stelle hast, ist das doch ne nette sache

Beitrag von joy1975 - 17.12.11 - 15:05 Uhr

entschuldige, aber 20.000€ sind ein Witz!
Die musst du voll versteuern, damit bleiben dann so gut 10.000€ über (bißchen mehr). Wie lange kannst du denn davon leben, zudem du i.d.R. 3 Monate kein Arbeitslosengeld bekommst und dich selber über Wasser halten musst.

Ich befinde mich auch gerade richtig im Clinch mit meinem Arbeitgeber und es geht nur noch über Rechtsanwalt wegen Abfindung, Entschädigung nach dem AGG usw.usf.

Bewirb dich, wenn du was findest, nimmst du die Kohle mit, sonst lass es erstmal und wenn du dir unsicher bist, mach eine Beratung bei einem guten Rechtsanwalt, die paar Euro sollte dir das wert sein.