Hallo,
die Frage ist vermutlich nicht ganz richtig in Partnerschaft, ich möchte aber gerne schwarz schreiben.
Wir haben ein Kindergartenkind und gemeinsames Sorgerecht. Wir sind frisch getrennt.
Mein Ex meint, er könne als Babysitter wen immer er will einsetzen und mich ginge dies einen "Sch***dreck" an!
Ich sehe das anders, möchte wissen, wer MEIN Kind betreut.
Der Ex hat auch eine neue Partnerin, die zunehmend Zeit mit meinem Kind verbringen wird (wir betreuen nach Pendelmodell). Ich darf aber nicht wissen, wer die Neue ist. Kindergarten, ich weiß.
Ich möchte wissen, wer sie ist, weil ich wissen möchte, wer mit meinem Kind zusammen ist, Alltag verbringt.
Aber primär geht es mir um die Babysittersache. Es kann doch nicht sein, dass ich als leibliche Mutter mit hälftigem Sorgerecht kein Recht habe, zu erfahren, wer sich ALLEINE in Abwesenheit des Vaters um mein Kind kümmert!
Außerdem hab ich Angst, dass der Vater das Kind am Folgetag einer Party (dafür braucht er regelmäßig den Babysitter) nicht in der Lage ist, das Kind ordentlich zu betreuen.
Zumindest in unser gemeinsamen Zeit hat er bei Partys nicht getrunken, sondern gesoffen und war am nächsten Tag dann "krank".
Ich hab ihn auf meine Bedenken angesprochen und wieder kam, dass mich das einen Sch***dreck angeht, was er in seinem Haus macht und er würde das Kind schon betreuen.
Ich fühl mich total unwohl, kann mein Kind nicht ruhigen Gewissens bei ihm lassen. Ich habe Angst!
Weiß jemand, wie das mit dem Babysitter rechtlich aussieht?
Vielen Dank für jeden Rat!
Gemeinsames Sorgerecht: Alleine einen Babysitter auswählen?
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Beitrag von babysitterfrage - 17.12.11 - 00:59 Uhr
Beitrag von comapo - 17.12.11 - 01:19 Uhr
Hallo,
solche Entscheidungen darf jeder sorgeberechtigte Elternteil selbst treffen. In der Zeit, in der das Kind beim jeweiligen Elternteil ist, entscheidert dieser über die alltäglichen Dinge allein. Darunter fällt auch die Babysitterwahl.
Auch was die Neue angeht, ist er "im Recht". Ich schreibe das in Tüddelchen, weil es natürlich irgendwie Kindergarten ist. Er muss sie Dir aber nicht vorstellen, noch hast Du ein Mitspracherecht, ob sie bspw. während seiner Zeit das Kind betreut.
Wie gesagt, all diese Dinge dürftest Du genauso. Du kannst Dein Kind zum Babysitter bringen, wenn sie bspw. Deiner Zahn-OP nicht beiwohnen soll, ohne dass Dein Ex den Babysitter kennenlernt oder mit aussucht. Und auch bei Deinem Neuen hat er keinen Anspruch darauf, ihn kennenzulernen.
Es wäre wünschenswert, wenn man beides offen angeht, aber wenn er das nicht will, hast Du keine Handhabe.
LG
Beitrag von babysitterfrage - 17.12.11 - 01:31 Uhr
Danke!
Ich bin etwas geschockt, weil ich echt nicht weiß, ob er zum Wohl des Kindes entscheidet oder einfach "den erst besten" nimmt, nur um sofort Freiräume zu haben.
Er sieht das (und eigentlich alles im Leben) sehr viel lockerer als ich und hat eine seher andere Vorstellung, was gut oder schlecht für das Kind ist. Schlecht ist genaugenommen gar nichts.
Dann werd ich wohl ab sofort mit einem ständig schlechten Gefühl leben müssen, wenn das Kind bei ihm ist. Weil ich nie weiß, wer sich um das Kind kümmert.
Und weil ich weiß, dass seine Art von "Betreuung" oder nennen wir es besser Ruhigstellung ist, das Kind stundenlang am Stück vor dem Fernseher zu parken, egal was kommt.
Da werd ich dann wohl auch nichts gegen tun können, denn Gespräche diesbezüglich waren fruchtlos.
Ich sprech nicht von einer halben Stunde, sondern von 6 Stunden am Stück oder so. Mit 3 Jahren!!!
Ich hasse es, dass ich nichts tun kann!!!
Nochmals danke.
Beitrag von scullyagent01 - 17.12.11 - 08:42 Uhr
Wie wäre es mit ein bischen mehr an Vertrauen?
Er ist der Vater, auch wenn er vieles anders macht, lockerer, heißt es nicht das die Qualität zwangsläufig schlechter ist.
Auch spricht nix gegen 6 Stunden Babysitterbetreuung, wenn er weggeht und das Kind eh schläft. Und wenn er waches Kind vor dem TV parkt, weil er anders nicht weiß wie er mit dem Kind umgehen soll, dann würde wohl jeder Babysitter hochwertigere Beschäftigungsprogramme abliefern, oder meinst Du nicht. Da wiedersprichst Du Dir.
Komm mal runter.
"Ich hasse es, dass ich nichts tun kann!!!"
Das klingt stark nach Kontrollzwang. Villeicht solltest Du die Trennungssituation mit pychologischer Hilfe aufarbeiten.
Hier kommst Du nicht gut rüber. Aber villeicht ist das auch nur die Aufregung beim niederschreiben.
Scully
Beitrag von comapo - 17.12.11 - 11:13 Uhr
Ich denke, sie meinte 6h vor dem TV parken.
LG
Beitrag von manavgat - 26.12.11 - 22:27 Uhr
Davon ist auch kein Kind gestorben und wenn das nur alle 2 Wochen mal vorkommt, dann ist das imho keinen Streit wert.
Gruß
Manavgat
Beitrag von niki167 - 18.12.11 - 13:38 Uhr
Sie widerspricht sich nicht. Der Vater parkt seinen Dreijährigen 6 Stunden vor dem TV.
Ich finde, dass dies in Ordnung ist, wenn sie das stört.
Beitrag von scullyagent01 - 18.12.11 - 16:52 Uhr
Wie ich schon sagte:
Gerade dann sollte jedweder Babysitter sehr Willkommen sein - denn es kann nur besser werden.
Scully
Beitrag von sternenschnee - 17.12.11 - 11:32 Uhr
Hallo,
auch wenn andere schreiben das du hier nicht gut rüber kommst,kann dir das egal sein.Du musst hier nicht gut rüber kommen und ich kann deine sorgen gut verstehen.Du kannst nicht viel machen,was den Kindsvater betrifft,außer und das würde ich so machen,wenn er das Kind nicht gut versorgt und das ist es in meinen Augen immer wieder Gespräche mit ihm zusammen beim Jugendamt suchen.Ich würde immer wieder zum Jugendamt gehen,vernünftig deine Bedenken dort äußern und ihnen mitteilen das du nur sicher stellen willst,das das Kind gut betreut wird und nicht so neben her läuft oder vor den Fernsehr geparkt wird über Stunden.So wie der Vater sich ausdrückt das es dich einen scheiß dreck angeht,kann ich mir gut vor stellen was für ein Typ Mensch er ist und wenn er so mit dir spricht kann ich deine Ängste gut verstehen.Ich würde ihm so lange auf die Pelle rücken,bis er davon genug hat und er vielleicht sein Verhalten überdenkt.Wenn er nicht mit spielt ist es schwierig,aber ich würde dem Jugendamt oder den Beratungstellen die Türen einrennen.Es geht um ein Kleinkind und nicht um ein 12 Jahre altes Kind was sich zum Teil schon selber gut helfen kann.Eigentlich und so sollte es sein das die Eltern vernünftig miteinander umgehen und sich auch austauschen.Ein muss ist das nicht,aber ich würde immer wieder deutlich machen das du dir sorgen machst und du es so wie er es handhabt nicht gut heißen kannst,weil ein Kind in dem alter muss vernünftig betreut werden und kann nicht stunden vor dem Fernsehr sitzen,weil Papa seinen Rausch erst ausschlafen muss.
Beitrag von redrose123 - 17.12.11 - 16:37 Uhr
Er muss es dir wirklich nicht sagen solange das Kindeswohl nicht gefährdet ist kannst du Ihn nicht zwingen
Kann dich aber verstehen das du wissen willst wer sie ist wegen den Kindern, die Ex m eines Mannes hat es nie interessiert wer ich bin,
Beitrag von lunacy - 17.12.11 - 19:26 Uhr
Stell Dir das doch mal andersrum vor: DU möchtest abends mal ausgehen und Dein Ex will den Babysitter mit aussuchen?! 
Außerdem: Wenn es Dir so zuwider ist, warum bietest Du ihm nicht an, den Babysitter zu spielen? Dann spart er im Zweifel das Geld und Du weißt, wo Dein Kind ist.
Mein Sohn hat keinen Babysitter, wenn (FALLS) ich mal raus möchte, kann ich ihn tatsächlich bei seinem Vater und/oder dessen Freundin "abgeben".
Und was die Freundin angeht: Ja, ich kenne die Partnerin meines Ex und ich bin wirklich sehr froh darüber, zu wissen, wer sich da auch um unser Kind kümmert. Gut, ich habe das Glück, dass sie echt in Ordnung ist, manche möchte man vielleicht auch nicht kennen...
Beitrag von parzifal - 17.12.11 - 20:51 Uhr
Wie bereits genannt:
Soll Dein Ex verlangen könen, dass Du ihm die Betreuer Eures Kindes vorstellst?
Wenn er dir den Betreuer vorstellt was soll das für Folgen haben? Das Du diesen ablehnen kannst?
Welche Gründe kannst Du denn konkret benennen, dass er Babysitter aussucht, die nichts taugen?
War er vorher schon unfähig?
Mir leuchtet ohne nähere Begründung so gar nicht ein, dass der Ex diese Fähigkeit nicht hat.
Und wenn er für andere Betreung sorgt weil er sich vollaufen lässt ist das doch positiv und nicht negativ.
Beitrag von manavgat - 26.12.11 - 22:25 Uhr
Das ist doch Kinderkacke!
Wenn er sich während des Besuchs so besäuft, dass er sich nicht ums Kind kümmern kann, dann würde ich das anwaltlich/gerichtlich klären!
Aber ein KV, der sich um sein Kind kümmern kann, kann selbstverständich eine verlässliche andere Person zum Babysitten aussuchen.
du musst jetzt mal klar nachdenken, worum es Dir eigentich geht. Ist das Kindeswohl gefährdet - ernsthaft - dann musst Du tätig werden. Geht es nur um Dich, und Deine verletzten Gefühle, dann such Dir eine Therapeutin.
Gruß
Manavgat
