Guten Abend,
ich möchte Euch gerne von meinem Konflikt berichten, der derzeit in meinem Kopf umherschwirrt. Also:
Mein Mann hat aus erster Beziehung ein Kind, für das er Unterhalt entrichtet. Wir beide sind verheiratet und haben ein gemeinsames Kind von drei Jahren. Jetzt keimt in mir der Wunsch auf, noch ein weiteres Kind zu haben. Jedoch stelle ich mir die Frage, ob dies in der heutigen Zeit finanziell überhaupt machbar ist? In der Elternzeit ist durch das Elterngeld das Geld eh weniger, aber das ist begrenzt auf ein Jahr, denn danach würde ich wieder in Teilzeit in meinen Job einsteigen, mein Mann ist vollbeschäftigt. Denn ich glaube, so lange die Kinder noch klein sind, explodieren die Kosten noch nicht. Ich mache mir vor allem viele Gedanken, wie es wird, wenn die Kinder älter sind, so im Schulalter, oder noch älter im Teenager-Alter. Was da so alles anfällt, Taschengeld, Klassenfahrten, Sportvereine, Unternehmungen, Urlaube etc. Und dann wird ja auch alles teurer: Benzin, Strom, Wasser, Mieten usw. Man möchte ja seinen Kindern was bieten und sich selber auch noch was leisten. Im Grunde genommen sind dies ja drei Kinder und wir sind keine Großverdiener. Mein Konflikt ist der: ich möchte aus finanziellen Gründen nicht auf ein weiteres Kind verzichten, aber auch nicht jeden Euro umdrehen müssen.
Was meint Ihr aus Euren wertvollen Erfahrungen, ist es wirklich ein finanzieller Unterschied, wenn die Kinder größer werden und wenn ja, wie schafft Ihr das?
Vielen Dank für Eure Antworten, vielleicht geht mir ja davon ein
auf!
LG Kaethe
Kann man sich in der heutigen Zeit mehrere Kinder leisten?
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Beitrag von kaethe800 - 17.12.11 - 23:43 Uhr
Beitrag von carrie23 - 18.12.11 - 00:07 Uhr
Naja wenn die Kinder älter sind und keine Rundumbetreuung mehr brauchen geht man doch auch als Mutter wieder Vollzeit arbeiten und damit hat man ja dann auch wieder höhere Einnahmen.
Wieso sollte man sich also nicht auch mehrere Kinder leisten können?!
Uns hat es jedenfalls nicht geschadet dass meine Mutter, als mein kleinster Bruder ( insgesamt vier Kinder ) 4 war, wieder Vollzeit gearbeitet hat.
Er ging in den Kindergarten, wir Großen in die Schule.
Wir hatten ein Ferienhaus am Land, eine Wohnung in der Stadt jedoch keine Autos oder Führerscheine-dafür also keine Kosten.
Wir hatten im Grunde was wir brauchten und wäre mein leiblicher Vater kein Alkoholiker gewesen hätten wir wahrscheinlich sogar alles gehabt was wir uns WÜNSCHTEN.
Mein Vater war auch kein Großverdiener, eher Durchschnitt und meine Mutter im Verkauf ( gelernt ) hat damals so um die ( ich rechne es mal um denn damals hat sie noch Schillinge verdient ) 1000 Euro netto ( also nicht die Welt ).
Mein Vater hat monatlich ca 30 000 Schilling verdient sind um die 2 300 Euro.
Für vier Kinder, mit Miete, Strom, Darlehen für das Ferienhaus das noch renoviert wurde, Schule, Computer weil meine Schwester in die Akademie ging blieb jetzt kein Vermögen übrig.
Beitrag von weltenbuergerin2 - 18.12.11 - 00:22 Uhr
Ob man sich noch ein Kind "leisten" möchte, hat nichts mit der "heutigen Zeit" zu tun, sondern ausschließlich mit eurem privaten Einkommen,e urer Lebensplanung und euren Ansprüchen.
Geht man von der "heutigen Zeit" aus, hätten damals zwischen 1933 und 1945 (Weltwirtschaftskrise und Weltkrieg II) keine Kinder geboren werden dürfen.
Beitrag von lisasimpson - 18.12.11 - 00:38 Uhr
oh vielen dank für diese Antwort:)
Noch schlimmer als "in der heutigen zeit" finde ich die Formulierung "heutzutage"- da kräuseln sich mir die zehennägel
an die TE:
Besser als "in der heutigen zeit" wurden familien niemals zuvor finanziell gefördert in (west?)Deutschland. mutterscahftsgeld für mindestens 14 wochen, elterngeld für 12 monate, Bald betreuungsgeld und/ oder rechtsanspruch auf einen Kita-platz ab einem jahr, Kindergärten die hoch subventioniert sind und eine platzgarantie ab dem 3. geburtstag, oftmals kostenlose Kindergartenjahre, beitragsfreie versicehrung der kinder in der Krankenversicherung, elternzeit, in der eltern der Arbeitsplatz 3 jahre lang aufgehoben werden muß, Rentenausgleichszahlungen für die erziehungszeiten, dem höchsten Kindergeld in der geschichte, Kostenübernahme von Bildungsangeboten für Kinder im Alg2- bezug, kostenlose schulbildung und in aller regel kostenloses Studium, subventionierte Hausaufgabenbetreuung, Jugendzentren, usw...
Also wenn nicht heute wann dann???
Ob IHR euch 3 Kinder leisten könnt und wollt hängt doch sehr von euren individuellen Faktoren ab- einkommen, vermögen, Wohnverhältnisse, Beschäftigungsverhältnisse, Einstellung zu Verzicht, Familie, materiellem,...
Beitrag von weltenbuergerin2 - 18.12.11 - 00:57 Uhr
Liebe Lisa, wir dürfen aber bei allem nicht vergessen, dass die Ansprüche auf eine Rundumvesorgung ins Unermessliche gestiegen sind. Quadratmeter und Leistungen, die einem "zustehen" etc werden permanent abgefragt.
Füher hat man sich zusammengetan, gespart, geheiratet, eine gemeinsame Wohnung bezogen, dann kam das erste Kind, heute wird erst mal ein Kind angesetzt, weil man sich nach drei Monaten so fuchtbar liebt und den Sozialstaat hinter sich weiß oder einfach nur zu blöd zum verhüten ist.
Es wird diesen hirnlosen Dummpoppern zu leicht gemacht, das war früher nicht so und das Ergebnis haben wir jetzt.
Beitrag von lisasimpson - 18.12.11 - 01:08 Uhr
"wir dürfen aber bei allem nicht vergessen, dass die Ansprüche auf eine Rundumvesorgung ins Unermessliche gestiegen sind. "
ja das stimmt und ich habe das gefühl, je mehr Leistungen sich etabilieren (z.B. elterngeld) desto mehr steigt diese Idee, daß die Gemeinschaft ("der staat" für die eigenen Kinder doch aufzukommen habe.
Ich glaube, daß diese massive Subventionierung kontraproduktiv ist - sie nimmt den Menschen das gefühl von eigenverantwortlichkeit und mehr eher das gefühl, welche große (finanzielle) last Kinder doch seien als daß es diese abbaut
Beitrag von twisterdister - 18.12.11 - 09:01 Uhr
Hätte ich jetzt nicht erwartet, aber sehr gute Antwort!
Beitrag von ohiticawin - 18.12.11 - 09:09 Uhr
Hallo,
naja, aber die Fragestellerin gehört ja eindeutig NICHT zu denen, die sich vom Staat subventionieren lassen will... deswegen ja die Frage...
Ich stelle mir zur Zeit diesselbe Frage. Natürlich kann das letztendlich nur jeder für sich beantworten, aber die Frage nach den steigenden Kosten für ein größeres Kind ist durchaus berechtigt, wenn man keine Erfahrung hat!
Ja, die Kosten steigen mit dem Alter (sonst würde ein älteres Kind ja auch keine höheren Unterhaltsansprüchehaben).
Aber es hält sich in Maßen, bzw es liegt, wie schon in einem anderen Post erwähnt, auch in deiner Hand wie anspruchsvoll deine Kinder werden....
Leider sehe ich gerade in diesen subventionierten Familien das Problem, denn bezahlt wird das ja nicht vom Staat, sondern von den Steuerzahlern. Da wird dann für die Subventionierten ein Lebensstandard angesetzt, den wir tatsächlich noch nie so hoch hatten! Darunter leiden meiner Meinung nach diejenigen, die arbeiten und sich mit Steuern dumm und dämlich zahlen....
Unsere Familie hätte zum Beispiel durchgerechnet durchaus mehr Geld zur Verfügung, wenn wir HARTZIV bekämen. Das kommt dadurch zustande, dass wir recht hohe Aufwendungen für die Jobs haben. (Ja ich weiß, Steuerrückzahlung, aber ich habe das durchgerechnet und wir kommen trotzdem auf weniger) Und wir kommen trotzdem (mehr oder weniger) klar mit dem Geld. Obwohl wir keine Bildungsgutscheine bekommen, GEZ bezahlen müssen und wenig Zeit haben Sonderangebote zu vergleichen...
Ich würde die Ursprungsfrage vielleicht auch so verstehen: Bekommt man durch ein Kind soweit Steuererleichterung, dass man sich als arbeitender nicht (allzuviel) Gedanken machen muss, ob man es sich "finanziell" leisten kann?
Und die Antwort lautet: NEIN, denn wie sonst sollten die bildungsfernen Schichten mit ihrer hohen Vermehrungsrate weiterhin auf so einem hohen Niveau subventioniert werden?
(Abgesehen davon, wieviel Steuern noch so bei anderen Dingen verschwendet werden)
PS: Ich will die Kinder nicht im Stich lassen, aber die Hilfe für diese Kinder sollte auf keinen Fall mehr in den Geldbeutel der Eltern fließen...
Beitrag von lisasimpson - 18.12.11 - 12:54 Uhr
Da hast du mich allerdings mißverstanden.
ich habe in meiner Aufzählung von Subventionen EINE einzige genannt, die nicht allen Eltern zusteht- nämlich das "bildungs- und teilhabepaket"
alle anderen subentionen für eltern (die reichlich vorhanden sind) bekommen alle eltern- und teilweise nach dem motto: je mehr einkommen desto mehr förderung (kindergeld/Kinderfreibertrag, elterngeld)
die paar euro für einen sportverein für ein Kind aus einer alg2 familie wird uns nicht in den ruin treiben
Beitrag von twisterdister - 18.12.11 - 08:57 Uhr
...welch wahre Worte!!!
Beitrag von ohiticawin - 18.12.11 - 10:22 Uhr
Naja, so ein bisschen hinkt der Vergleich, damals hat man sich sicher auch mehrmals überlegt Kinder zu bekommen, aber das zu verhindern war eben schwieriger als HEUTZUTAGE.
Und ist es nicht Fakt, dass sich vor 30 Jahren Menschen mit einem bestimmten Job mehr leisten konnten, also auch mehr Kinder, als heute mit dem gleichen Beruf?
Zumindest konnte sich jemand in meinem Beruf vor 30 Jahren gut und gerne vier Kinder, Auto und ein Haus leisten....
Das dürfte an den steigenden Kosten (nicht nur Ansprüchen) und den eher sinkenden Löhnen liegen ...
Beitrag von weltenbuergerin2 - 19.12.11 - 00:54 Uhr
"Und ist es nicht Fakt, dass sich vor 30 Jahren Menschen mit einem bestimmten Job mehr leisten konnten, also auch mehr Kinder, als heute mit dem gleichen Beruf?"
Nein, das ist nicht Fakt. Die Ansprüche waren früher nicht so hoch.
Hier verfallen Wenigverdiener in Panik, wenn in eine 60qm-Wohnung ein zweites Kind hinein geboren werden soll. Eine Wohnung ohne fließendes Warmwasser, ohne gefliestes Bad ist ein Nogo.
Doch doch, die Ansprüche sind sehr gestiegen in den letzten 30 Jahren, sich in einer jungen Ehe (Partnerschaft) erstmal zu bescheiden, ist nicht drin. Alles jetzt und sofort, man will den Kindern was "bieten". Warum wartet man dann nicht mit Kindern, bis man sich finanziell etabliert hat?
Ich gebe dir recht, früher war es schwieriger, zu verhüten, aber ich habe den Eindruck, das hat früher besser geklappt als heute, weil die Menschen früher wussten, dass sie für ein Kind selber einstehen müssen.
Heute beantragt man was, das gab es früher nicht.
Das Wort "Eigenverantwortung" ist leider für viele ein Fremdwort.
Beitrag von ohiticawin - 19.12.11 - 20:47 Uhr
den zweiten Teil deiner Ausführung kann ich nur unterschreiben,
aber zu deinem ersten Text muss ich doch einwenden:
Ich weiß nicht wo ihr vor 30 Jahren gelebt habt, aber vor 30 jahren war ich 10 Jahre alt und wir hatten sehr wohl fließend Wasser und ein gefließtes Bad. In unserer Wohnung gab es sogar zwei. Ich bin mir auch ziemlich sicher dass das damals schon "Normalzustand" war... Zudem hatte ich einen Commodore64 und einen Atari... meine Eltern sind kurz vor meiner Geburt aus der ehemaligen DDR geflüchtet mit nur jeweils einem Koffer und haben KEINERLEI stattliche Hilfe in Anspruch (hab grad nochmal nachgefragt) genommen, sondern sich aus eigener Hände Kraft hochgearbeitet. Als ich 11 war haben sie ein kleines Häuschen gekauft. Autos hatten wir vor 30 Jahren zwei. Und meine Mutter war trotz gelernten Beruf 100% Hausfrau... sowas wäre heute ja kaum noch möglich!
Ach ja, bis vor 35 Jahren haben wir noch in einer "Assi"-Siedlung gewohnt, selbst da hatten wir fließend Wasser und die Bäder waren gefließt... ich weiß aber dass meiner Mutter ihre Zwillingsschwester im Osten erst zur Wende ein Bad ins Haus bekommen haben .. vorher war die Toilette auf dem Hof (mit popoheizung)... vielleicht sehen wir die ganze Sache aus unterschiedlichen Perspektiven!
Die Lebenshaltungskosten (Miete, Strom, Heizung, Grundnahrungsmittel) waren NIE so hoch wie heutzutage... und die Steuern auch nicht so hoch! Aber damals war auch klar, dass man eben mit dem was man verdient leben muss und da hat keiner für den Hungerlohn, den man heute bekommt gearbeitet. Damals wurde Arbeit noch anständig vergütet ...
Beitrag von weltenbuergerin2 - 22.12.11 - 01:54 Uhr
Vor dreißig Jahren hatten meine Eltern auch ein schönes Haus, zwei geflieste (nicht gefließte) Bäder, aber das wollte ich gar nicht ansprechen.
Mir ging es um die jungen Paare, die vor über dreißig Jahren angefangen haben, sich etwas aufzubauen. Die hatten nicht unbedingt als erste Wohnung eine Luxuswohnung, aber es hat gereicht.
Ich schrieb auch nicht von "fließend Wasser", sondern von fließend WARMEM Wasser.
Mir fällt auf, dass aus deinen Beiträgen rauszulesen ist, dass du nicht richtig durchliest (oder durchdenkst) und dann munter drauf los antwortest.
Beitrag von imzadi - 18.12.11 - 00:34 Uhr
Natürlich kann man soviele Kinder haben wie man will wenn die Biologie mitspielt.
Ob ihr euch das leisten könnt ist aber eine ganz andere Frage. Aber in Deutschland kannst du Kinder soviel machen wie du kannst, auch mit wer weiß wieviel Männern. Die Frage ist halt ob man sich vom Staat aushalten lassen will oder nicht. Wenn dein gerade aktueller LAG und du ein Kind wollen und ihr besser leben wollt als die finazielle Untergrenze dann müsst IHR euch das ausrechnen. Kein Anderer weiß besser was IHR euch leisten könnt.
Beitrag von myimmortal1977 - 18.12.11 - 01:32 Uhr
Na das ist ja mal ne Frage.... 
Wissen wir was über Eure Einkommensverhältnisse und über Euren Lebensstil? Über Eure fixen Ausgaben und auf was Ihr sonst noch so an Extra-Leistungen im Leben Wert legt?
Nein.... Wissen wir hier nicht.....
Daher kann Dir auch niemand sagen, ob ein 2. Kind für Euch finanziell tragbar wäre....
ABER: Ich gebe Dir jetzt mal einen Rat.....
Generell kann immer alles im Leben passieren.... Heute steht man gut da, morgen kommt die Arbeitslosigkeit oder der Lebenspartner sucht sich was anderes.....
Schickt man dann seinen Anhang an den lieben Gott zurück, mit dem Vermerk: Für mich nicht mehr tragbar?
Nein, tut man nicht....
Ich glaube manche Leute machen sich im Vorfeld zu viele Gedanken. Ein Leben ist nicht bis ins letzte Detail planbar. Es kommt häufig anders als man denkt.
Daher ist es manchmal sinniger, Entscheidungen aus seinem Herzen heraus zu treffen..... Sonst hast Du nur noch schlaflose Nächte.... Und ein ziemlich graues Leben vor Dir....
Es ist auch immer alles eine Lebenseinstellung, was man wichtig findet im Leben und was nicht.....
DU vermittelst die Werte an Deine Kinder! DU bestimmst mit Deiner Erziehung und Ansichten, ob sie mit 16 eine C & A Jeans lieben werden oder unter 160 € Preisschild eine Jeans noch nicht mal mit dem Zeigefinger anfassen....
Dir alles Gute!
Janette
Beitrag von rosaundblau - 18.12.11 - 08:49 Uhr
Guten Morgen!
Mein Konflikt ist der: ich möchte aus finanziellen Gründen nicht auf ein weiteres Kind verzichten, aber auch nicht jeden Euro umdrehen müssen.
Die Antwort gibst Du doch schon vor.
Der Faktor Kind soll erfüllt werden ohne das der Faktor Geld belastet wird. Demnach musst Du den Faktor Geld erhöhen.
Ohne Verzicht auf den derzeitigen Standart müsst Ihr das Einkommen erhöhen. Möglichkeiten dazu:
Dein Mann sucht sich einen besser bezahlten Job! Anderer AG, Weiterbildung, Nebenjob.
Du gehst so früh wie möglich, so viel wie möglich arbeiten. Nach einem Jahr Teilzeit, nach 3 Jahren eine 3/4 Stelle, zur Schulzeit dann wieder Vollzeit.
Du suchst Dir einen besser bezahlten Job, ggf. Weiterbildung oder einen zusätzlichen Nebenjob.
vg rosaundblau
Beitrag von michi3005 - 18.12.11 - 09:43 Uhr
Wir verzichten aufs Dritte, genau weil wir nicht jeden Cent dreimal umdrehen möchten und ich die Kinder nur bis Mittag in den Kiga bzw. Schule unterbringen möchte.
Allerdings hab ich mir einen Mann gesucht der nicht vorbelastet ist.
LG
Beitrag von ohiticawin - 18.12.11 - 09:49 Uhr
"Allerdings hab ich mir einen Mann gesucht der nicht vorbelastet ist." gut geplant
Beitrag von romana77 - 18.12.11 - 09:51 Uhr
Das hab ich auch direkt gedacht.
Beitrag von butterfinger - 18.12.11 - 10:37 Uhr
Du stellst eine Komische Frage. Gut wir haben keine Kinder. Aber nur weil es nicht geklappt hat. Hättest es geklappt dann hätte ich auch nur 1 Kind haben wollen ganz bewusst.
Wir haben Freunde die beide Vollzeitarbeiten (6000€ zusammen) gehen und sich sagen das sie bewusst nur ein Kind wollten damit sie dem Kind auch was bieten können.
Dann habe ich eine Cousine da geht nur der Mann arbeiten und sie haben 4Kinder.
Aber dafür weiß ich weiß ich das meine Cousine lieber bei sich verzichtet, als bei den Kindern.
Ich denke das kommt auch auf jeden selber an.
Was möchte ich vom Leben. Und auf was kann ich auch zur Not mal verzichten.
Ich hätte auch nicht wegen 3-4 Kindern auf nettes Annehmlichkeiten verzichtet.
Beitrag von sini60 - 18.12.11 - 11:29 Uhr
Hallo
wir haben 3 gemeinsame, mittlerweiler erwachsenen, Kinder. Ja, es stimmt, Kinder werden immer teurer. Du kommst an den Punkt wo du für die Kinder mehr Geld brauchst als für euch Erwachsene. Ich bin auch nicht der Ansicht, dass man einfach davon ausgehen kann, je älter die Kinder sind umso mehr arbeiten zu können. Sobald Kinder in der Schule sind kommt plötzlich ein enormer Druck von aussen. Sie müssen zu bestimmten Zeiten dort sein, es müssen Hausaufgaben gemacht und auf Arbeiten gelernt werden, sie kommen in die Pupertät und vieles ist plötzlich anderst. Ob man da alles unter einen Hut bekommt, ist eine Frage der eigenen Belastung und die Charakteren der Kinder. Ich musste z.b. meine Halbtagesstelle kündigen, als meine Jüngste in der Zweiten und mein Großer in der sechsten Klasse waren.
Im nachhinein kann ich sagen, es war oft finanziell eng, aber dafür ging auch immer wieder eine andere Tür auf. Wir haben uns ein Haus gekauft waren aber dafür selten im Urlaub. Mein Mann hat sich beruflich immer weiter entwickelt und ich habe mich selbständig gemacht.
Ich kann dein Wunsch nach einem weiteren Kind verstehen und wüsste auch nicht wie ich mich entscheiden würde.
LG
Sini
Beitrag von vwpassat - 18.12.11 - 11:57 Uhr
Immer wieder ein schönes Thema.
Wir z.B. haben uns bewusst für 1 Kind entschieden. Wir verdienen sicher nicht so schlecht, aber auch die Zeit ist begrenzt. Meine Frau arbeitet 3 Schichten und ich bin selbständig. Somit bekommen wir zwar die Betreuung fast ohne fremde Hilfe hin, die gemeinsame Zeit ist aber auf jeden Fall begrenzt.
Unser Sohn geht jetzt in die Schule und man merkt schon deutlich, dass die Kosten ansteigen. Urlaub nur in den Ferien, Klassenunternehmungen, Bücher, Klamotten etc...
Ok, jeder legt auf andere Dinge wert, aber unser Kind läuft sicher nicht in KIK-Lumpen rum, sondern sucht sich seine Kleidung schon seit dem 4. Lebensjahr selbst aus. Er muss sich ja wohlfühlen darin.
Auch sonst sparen wir eigentlich an nichts, bei 2 oder 3 Kindern müssten wir uns sicher einschränken.
Beitrag von ohiticawin - 18.12.11 - 12:16 Uhr
Das ist natürlich ein Argument. Natürlich müssen Kinder immer mehr teilen und auch mal zurückstecken, wenn sie Geschwister haben. Mit Geschwistern lernen sie andererseits eher Sozialverhalten, wobei das bei Einzelkindern auch mit KIGA und Erziehung möglich ist ...
Andererseits ist MIR zB die Familie sehr wichtig. Und dazu gehören Tanten, Onkel und Geschwister. Ich habe immer jemand, den ich um Rat fragen kann, der mir in schwierigen Zeiten zur Seite steht und wenn meine Eltern mal pflegebedürftig werden, dann werden wir (drei Kinder) uns gemeinsam um sie kümmern. Ich würde glaube ich Angst bekommen, wenn ich wüsste dass ich das alles mal alleine stemmen muss... Und die Geschwister sind dann auch noch da, wenn die Eltern nicht mehr sind ...
Natürlich funktionnieren solche Familienzusammenhänge leider nicht immer ... trotzdem glaube ich, dass man solche Aspekte mit in die Familienplanung einfliessen lassen sollte!
lg
Beitrag von rossundreiter - 18.12.11 - 12:10 Uhr
Kinder werden schon teurer, wenn sie älter werden und ich denke, finanzielle Überlegungen sollten schon eine wichtige Rolle spielen bei der Entscheidung für oder gegen ein weiteres Kind. Man kann diesen Kosteneffekt nicht einfach damit vom Tisch wischen, indem man sagt, ein Kinderwunsch würde für sich stehen und sollte nicht von rationalen Überlegungen abhängen.
Ich denke, ein emotionaler Wunsch sollte da sein als Grundvoraussetzung, aber reicht bei weitem nicht aus, sondern andere Aspekte, wie die persönliche Belastbarkeit, berufliche Ziele, finanzielle und räumliche Aspekte müssen auf jeden Fall berücksichtigt werden.
Wenn Geld auf Dauer zum Problem wird, belastet das ein Familienleben schon ganz erheblich.
Genauso muss man auch sehen, wieviele Kinder die Partnerschaft verträgt. Das ist ja auch von Paar zu Paar sehr unterschiedlich. Ein gewisses Maß an Zweisamkeit sollte schon übrigbleiben und man sollte nicht nur als Eltern existieren, sondern auch als Einzelperson und als Paar Bestand haben.
Wir haben es so geregelt, dass wir beide Vollzeit arbeiten, unsere Nr. 3 ist jetzt 2 Jahre alt. Vorher hat einer von uns immer Teilzeit gearbeitet, meist ich. Aber als Nr. 3 dann kam, war klar, dass es finanziell keinen Sinn macht, dass ich ganz aufhöre oder nur Teilzeit gehe. Es kommt ja einer dazu, dann werden die finanziellen Verpflichtungen ja größer und nicht kleiner.
Ich stelle aber in meinem Umfeld oft fest, dass meist die Mütter spätestens nach dem 2. Kind nur noch Teilzeit gehen und nach einer Nr.3 hören viele ganz auf. Ich weiß nicht, wie da die Überlegungen sind, aber es kommt mir schon paradox vor.
Jede Familie muss das selber sehen und hat unterschiedliche Vorstellungen davon, wieviel Geld für was da sein sollte.
Was ich letztlich sagen will, ist, dass man schon gut überlegen sollte, ob ein weiteres Kind realistisch ist in der ganz persönlichen Lebenssituation.
