Nach einer traumhaften Schwangerschaft, war es im September 2010 soweit. Unser Sonnenschein sollte aufgrund medizinischer Notwendigkeit das Licht der Welt per Kaiserschnitt erblicken!
Am 14.09.2010 war es soweit, ich sollte zur Vorbereitung auf den Kaiserschnitt am 15.09.2010 stationär in der Klinik aufgenommen werden! Die Nacht vorher war sehr nervenaufreibend. Ja, ja, ich hatte Panik. Aber vor was???
Keine Ahnung vor was, aber das Gefühl war seltsam. Ein Mix aus unendlicher Vorfreude auf unser Würmchen und Angst, dass auch bloß alles glatt verläuft… Scheinbar hatte ich da schon so eine Vorahnung…
Um 09:00 Uhr kamen wir in der Klinik an und mussten erst mal eine Nummer ziehen um überhaupt alle Formalitäten erledigen zu können. Ich zog Nummer 39, Nummer 24 war gerade dran
Es hieß also Warten! Hatte etwas den Charakter von der Warterei beim Finanzamt
Nach ca. einer halben Stunde kamen wir dann endlich dran und die Aufnahme ging zum Glück ganz flott 
Dann kugelte ich gemütlich in den Kreissaal um alles Weitere vor Ort mit den Hebammen zu besprechen und um CTG zu schreiben. Das CTG war in Ordnung, zwar ein paar kleine Wehen, aber die hatte ich ja schon seit 2 Wochen – nichts ungewöhnliches! Dann kam die Ärztin und klärte uns über den Ablauf des morgigen Tages auf und sprach mit uns über mögliche Risiken. Ich war mir klar, bei uns läuft alles glatt…. Von wegen….
So, da war es gerade 12 Uhr und ich durfte nun auf die Station um mein Zimmer zu beziehen. Ich bezog zunächst ein 4-Bett-Zimmer, durfte aber nach ca. 2 Stunden in ein 2-Bett-Zimmer umziehen. Nun hatte ich den ganzen Tag „frei“, durfte aber aus versicherungstechnischen Gründen das Krankenhaus nicht mehr verlassen
Also machten mein Mann und ich es im Krankenhaus gemütlich –zumindest soweit das möglich war. Denn von Gemütlichkeit kann man in einem Krankenhaus ja nun wirklich nicht sprechen…. Unsere Vorfreude war riesig, kaum noch auszuhalten. Abends holte mein Mann uns noch was zum Essen beim Golden M, schließlich sollte ich mich ja noch mal richtig stärken für den großen Tag!
Und ab morgen hieß es ja gesund ernähren weil ich stillen wollte…. Gegen 20:00 Uhr fuhr mein Mann dann nach Hause und ich versuchte langsam zur Ruhe zu kommen. Das war einfacher gesagt als getan! Irgendwann schlief ich dann doch ein und fand bis 05:00 Uhr etwas Ruhe, denn dann kam die Nachtschwester und verpasste mir im Halbschlaf!!! einen Einlauf
So, ab diesem Zeitpunkt war ich dann natürlich hellwach.
Mein Mann kam dann gegen 7:15 Uhr denn wir waren die ersten auf dem OP-Plan. Doch dann kam alles anders…. Es kam ein Notfall dazwischen und der große Augenblick verschob sich auf unbestimmte Zeit
Unsere Aufregung war kaum noch auszuhalten.
Also versuchten wir uns mit Zeitung lesen abzulenken….
Gegen 11:20 Uhr wurden wir dann endlich abgeholt
Ich wollte schon immer einmal mit meinem Bett durch die Gegend gefahren werden
Mein Mann ging zum umziehen und ich kam schon in den OP und wurde auf den KS vorbereitet. Die Spinalanästhesie wurde gelegt (ich habe nichts davon gespürt), der Blasenkatheter wurde gelegt und ich wurde mit sämtlichen Monitoren verkabelt.
Dann kam mein Mann endlich zu uns. Dann ging auch alles ganz flott! Bevor ich darüber nachdenken konnte wann es endlich losgeht, spürte ich auch schon ein „ruckeln“, was aber nicht schmerzhaft war und um 11:52 Uhr hörten wir den ersten Schrei unserer wunderbaren Tochter, die uns auch direkt gezeigt wurde!!! Wir fingen beide an zu weinen und waren überglücklich dass du der kleine Sonnenschein endlich da war
In warme Tücher gepackt wurde die Maus direkt zu den wartenden Ärzten und Hebammen gebracht.
Mein Mann folgte der Kleinen natürlich und ließ sie keine Sekunde aus den Augen.
In der Zwischenzeit kam es bei mir zu Komplikationen….Wie gesagt, als hätte ich so eine Vorahnung gehabt…. Meine Gebärmutter war etwas träge und fing nicht an sich zu kontrahieren. Nach ewigem „rumgedrücke“ auf meinem Bauch schafften es die Ärzte endlich sie zum Arbeiten zu animieren. Kurz darauf blutete es aber so stark, dass mein Kreislauf extrem absackte. Aber auch diesen Zwischenfall bekamen die Ärzte schnell in den Griff.
Leider sollte ich aber noch zur Überwachung für eine Stunde in den Aufwachraum. Mein Mann und die kleine Maus mussten solange im Kreissaal auf mich warten. Das war die längste Stunde meines Lebens 
Aber gegen 13.00 Uhr durfte ich dann endlich zu den beiden
Mara wurde mir direkt auf die Brust gelegt und wir drei kuschelten ausgiebig.
Zu diesem Zeitpunkt waren alle Schmerzen vergessen, denn das Gefühl unendlicher Liebe verdrängte alles!
Trotz den Komplikationen war es für uns ein unvergesslicher Moment der unser Leben bereichert hat!
Hier noch die Daten der kleinen Mara:
15.09.2010
11:52 Uhr
2730 g und 49 cm
32 KU
Liebe Grüße
kruemelchen & Mara
Eine wunderschöne Geburt, trotz KS und Komplikationen!!!
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