Hallo!
Ich habe folgendes Problem mit meinem 5 jährigen Sohn...wir treffen zb Vereinbarungen und kaum sind wir draussen benimmt er sich wie ein wildgewirdener...aktuelles beispiel:
Er durfte mit dem Fahrrad in den Kindergarten fahren,ich Laufe ja mit dem geschwisterwagen neben/-bzw. Hinterher.die Bedingung war dass er nicht wegfährt,das heisst irgendwelche Umwege oder einfach vorfaehrt...auch sein verhalten draussen ist für mich ziemlich merkwürdig..er wirkt total aufgedreht und abwesend,im kindergarten das selbe.
Wenn er will kann er auch ganz anders,und ist ein intelligenter junge mit dem man sich schon richtig vernünftig unterhalten kann.
Wieso schlägt dieses verhalten draussen/ im kindergarten auf einmal um?
Er ist im November 5 geworden..ich habe schon vermutet dass er irgendwelche wahrnehmungsstoerungen hat oder so?
Wenn ich ihn um 16 Uhr vom Kindergarten abhole ist er total überdreht,schmeisst seine Tasche durch die Gegend und beruhigt sich erst wieder wenn wir zu Hause angekommen sind...was ist bloss mit meinem Kind los?lg
Merkwürdiges verhalten meines Sohnes (5)
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Beitrag von naddel09 - 19.12.11 - 11:06 Uhr
Beitrag von redrose123 - 19.12.11 - 11:51 Uhr
Ist er denn davongefahren mit dem Laufrad? Wenn ja wäre das erstmal gestrichen. Er versucht vieleicht seine Grenzen zu testen oder vergisst die Abmachungen die Ihr getroffen habt....
Hoffe das du noch tolle Tipps bekommst hier
Beitrag von thyme - 19.12.11 - 12:51 Uhr
Es ist überdreht, aufgedreht, voller Bewegungs- und Freiheitsdrang 
Bei uns hilft in so Fällen: Mehr Verantwortung geben und die Zügel etwas lockerer lassen. Wenn ich mit unseren beiden unterwegs bin, machen wir ab, wo wir uns treffen, zb. vor der stark befahrenen Strasse. Dann darf er den Weg bis dort selber gehen. Das klappt eigentlich ganz gut.
Beitrag von naddel09 - 19.12.11 - 12:55 Uhr
Ja so machen wir das eigentlich auch.aber mich irritiert sein verhalten das er draussen oft an den Tag legt.es ist als sei ein Schalter umgelegt,wenn ich wüsste dass es wieder mal nur so eine "Phase" ist
Lg
Beitrag von thyme - 19.12.11 - 13:01 Uhr
Du bist nicht auf dem Land aufgewachsen, oder?
Fohlen, Kälber etc verhalten sich auch so, wenn sie auf die Weide kommen. Warum denn nicht Menschenkinder? An manchen Tagen würd ich auch gerne Luftsprünge machen
Beitrag von ellannajoe - 19.12.11 - 13:29 Uhr
Mütter die mich auf der Wiese sehen, wo ich mit den Gummistiefeln mit meinem Sohn von Pfütze zu Pfütze springe, halten mich bestimmt auch für bescheuert. 
Gestern war ich Nachmittags mit 3 Jungs im Wald unterwegs, sie rollten sich den Sandhaufen rauf und runter und eröffneten eine Sandschlacht auf die Mutter. Ich musste ganz schön rennen, um mich in Sicherheit zu bringen. 
Beitrag von thyme - 19.12.11 - 13:37 Uhr
Oh, bei uns finden mich auch einige Mütter ziemlich merkwürdigWas solls. Das Leben macht mit einer wilden Schneeballschlacht hin und wieder schlicht mehr Spass. 
Aber ich kann nichts dafür, ich habs von meiner Mutter geerbt
Beitrag von ellannajoe - 19.12.11 - 13:54 Uhr
hihi meine Mutter hat sich als Kind nie dreckig gemacht, meine Oma hat immer gesagt, sie hat die Wäsche nur gewaschen, damit sie frisch ist. 
Sie war dann ganz entsetzt, dass ich mich in jede Pfütze geschmissen hab.
Mein Sohn kommt ganz nach mir.
Beitrag von thyme - 19.12.11 - 14:03 Uhr
Meine Mutter ist mit 8 Geschwistern auf einem Bauernhof in den Voralpen aufgewachsen. Neulich an einer Familenfeier schwelgten die Anwesenden in Erinnerungen an ein Spiel nahmens Marder und Fuchs.
Das ging so: Die "Marder" mussten vor den "Füchsen" auf die Tannen flüchten. Und zwar so hoch, bis sich die Wipfel bogen und sie so zur nächsten Tanne springen konnten... Da wurde sogar meine wetterfeste Oma recht bleich. Sie hatte es damals nicht mitbekommen.
Aber so wild bin ich nicht
Ich war als Kind nur mal auf einem Kran. Als die Feuerwehr mich holen wollte, war ich längst wieder unten. Aussenrum, weil die Treppe war ja abgeschlossen
Beitrag von marion2 - 19.12.11 - 15:52 Uhr
Hallo,
dein Sohn braucht mehr Auslauf. So viel steht fest.
Eine Wahrnehmungsstörung? Eher nicht.
LG Marion
Beitrag von fruehchenomi - 19.12.11 - 19:47 Uhr
Nicht böse sein, aber der kleine Kerl will einfach nur TOBEN !!
Warum muss es denn gleich immer was Therapiebedürftiges sein ? Ist das einfacher ?
Wahrnehmungsstörung ........ warum das denn ? Kannst Du das schlüssig begründen ?
Ich denke mal, eher nicht.
Lass ihm seinen Freiraum, tobe mit ihm mal durch Wald und Feld und Dreck und Matsch -und Du hast ein vollkommen ausgeglichenes Kind danach.
LG Moni
Beitrag von zahnweh - 20.12.11 - 14:48 Uhr
Hallo,
meine ist jetzt 4, aber solche Zeiten kenne ich.
Kindergarten. Meist hole ich sie 12:30 Uhr. Meistens kein Problem. Manchmal ist sie müde, dann braucht sie 1-3 Stunden um den Lärm auszutoben.
Wenn ich sie mal später hole, braucht sie länger um den aufgesaugten Lärm rauszutoben. Sie ist dann kaum ansprechbar, überdreht und einfach erst mal fertig mit der Welt.
Ich kann es ihr nicht verdenken. Wenn ich von der Schule heim kam, durfte man mich ca. eine Stunde erst mal nicht ansprechen. Andernfalls "ging" (raste) ich an die Decke. Nicht absichtlich, aber das war dann so das tüpfelchen auf dem I.
Als ich meine noch länger zum Kindergarten brachte (also noch beim Umziehen half, ein bisschen blieb), gab es Tage, brauchte ich selbst erst mal eine Zeit für mich, in der ich den Lärm abbauen konnte, bevor ich anfing zu arbeiten. Dabei blieb ich max 10-15 Minuten (jetzt sind es max. 5). Ja und mein Kind geht 3-6 Stunden ....
Vereinbarungen treffen wir auch. Das klappt oft auch super.
ABER
- ich achte auf ihre Tagesform (manchmal brauche ich es ihr gar nicht anzubieten)
- lasse sie selbst entscheiden (auch hier ist die Tagesform wichtig. Da kann sie zeitenweise damit überfordert sein, wenn sie die Wahl zwischen einem gelben und einem blauen Becher hat
)
- Laufrad gibt es nur, wenn ich das Gefühl habe mich auf sie verlassen zu können. Dann gerne. Ansonsten besteht die Option gar nicht erst.
Vereinbarungen gelten für BEIDE.
D.h. wenn sie sich nicht daran hält, breche ich ab (ok, Laufrad kann ich noch tragen), aber auch sonst.
Umgekehrt versuche ich mich auch selbst an Vereinbarungen zu halten. Z.B. geht dann auch der Anrufbeantworter ran, wenn ich ihr die versprochene Geschichte vorlese...
Ansonsten ist bei meiner wichtig, dass ich die Vereinbarung bis ins Detail definiere. Keine Lücke für ein Hintertürchen.
"du darfst das Laufrad nehmen, wenn du auf mich hörst" bringt nichts "ich hab dich doch gehört, ich hab nur nicht gemacht, was du gesagt hast
"
bei uns kann das durchaus eine längere Definitionsrunde werden. Dafür wissen wir beide genau woran wir sind. An Tagen, an denen sie schon müde vom Kindergarten kommt, scheitert es schon am Definieren - ein deutliches Zeichen, dass sie bei der praktischen Umsetzung überfordert ist und klare kurze Ansagen braucht und viiiiiiiiiiiel Körperkontakt. Da kann dann JEDES Wort zu viel sein. Sie braucht dann körperliche Führung und Sicherheit (Tragen, Hand nehmen, Augenkontakt, Blickkontakt - Reden nur mit Augenkontakt ...)
Beitrag von berry26 - 22.12.11 - 19:55 Uhr
Hi,
mein Sohn legt so ein Verhalten an den Tag wenn er sich extrem auf etwas freut oder angespannt ist und wenn er nach einem harten Kigatag total übermüdet und fertig ist. Dann kann er so richtig aufdrehen und spielt komplett verrückt.
Ansonsten kann es wirklich sein das dein Sohn einfach einen starken Bewegungsdrang hat und ihn ausleben will. Versuchs mal mit richtig austoben lassen und irgendeinem Sportverein.
LG
Judith
