Vielleicht kann uns jemand einen Tipp geben ...
Wenn man Erbanspruch in den USA hat (zB der Großvater (eigentlich erbberechtigter Vater längst versorben, also erben die Enkel, oder?)), es aber keinen Kontakt zu der Familie (wg Schande der unehelichern Kinder) gibt. Wie kann man dann herausfinden, ob ein Erbe angefallen ist oder nicht?
Name und (ehemalige?) Adresse ist (mittlerweile) bekannt ... der Opa müsste jetzt knapp 100 Jahre alt sein ..
Gibt es da eine Stelle die man kontaktieren kann?
Vielen Dank für Eure Tipps!
Erben in USA?
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Beitrag von ohiticawin - 20.12.11 - 14:17 Uhr
Beitrag von corny123 - 20.12.11 - 16:12 Uhr
Da wirst Du Dir einen Anwalt suchen müssen, der sich mit amerikanischem Erbrecht auskennt...
Aber davon mal ab: Ich finde es reichlich daneben, erst keinen Kontakt zu haben und dann erben zu wollen...
Beitrag von myimmortal1977 - 20.12.11 - 17:30 Uhr
So wie ich es verstanden habe, wollte der Großvater keinen Kontakt zum (mittlerweile verstorbenen) Vater der TE, da der Vater der TE wohl unehelich gezeugt wurde und damit als "Schandfleck" galt.
Bei meiner Mutter gibt es ähnliche Konstellation. Sie wurde unehelich geboren, der leibliche Vater von ihr hat das Weite gesucht, da er lieber Karriere machen wollte, als Kind und Famili e zu haben.
Er hat sich nie um mene Mutter gekümmert, hat nur gezahlt (wenigstens das). Wir haben einmal probiert, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Er hat eine Brief zurück kommen lassen, dass er auch nach Jahren keinerlei Interesse hat, sie zu treffen. Inzwischen kann er sie auch nicht mehr treffen, da meine Mutter verstorben ist.
Meine Mutter hat sehr drunter gelitten, zeit ihres Lebens nie ihren leiblichen Vater wenigstens einmal sehen zu dürfen.
Wir wissen, dass er noch lebt und nicht gerade arm ist. Und eins habe ich meiner Mutter am Sterbebett versprochen.... Das ich mir eine finanzielle Entschädigung für ihr entgangenes Recht von ihm holen werde, wenn seine Zeit gekommen ist....
Das Arschloch hat meiner Mutter das Herz gebrochen...
Und ich zucke dabei auch nicht einmal mit der Wimper und es ist mir vollkommen Schrott egal, was da ein anderer über mich oder meine Familie denkt.
Familien können echt unter so einer Konstellation leiden. Besonders DIE, die den Wunsch hegen, den leiblichen Erzeuger kennen lernen zu wollen und der ihnen eiskalt die Tür vor der Nase zu haut.
Meine Meinung.
Beitrag von ohiticawin - 20.12.11 - 18:11 Uhr
danke!
Beitrag von ohiticawin - 20.12.11 - 18:07 Uhr
Ich finde es reichlich daneben dass du darüber urteilst, ob jemand ein Erbe will oder nicht!
Hier in dem forum muss man sichwohl immer erst einem seelischen Striptease unterziehen, bevor man eine Frage stellen darf!
Du willst also die ganze Geschichte hören: Die junge Frau um die es hier geht (ich nenne sie einfach mal Jenny) hat ihren (damals23jährigen) Vater durch einen Unfall verloren, als ihre Mutter mit ihr im 3. Monat schwanger war. Jenny hat ihren Vater also nie kennengelernt...Der Opa väterlicherseits lebte in USA, die Oma väterlicherseits in Deutschland. Jenny hatte keinen Anspruch auf Halbwaisenrente, da der Vater in seinen jungen Jahren nur 4 Jahre Rente eingezahlt hatte ... 5 Jahre hätten es sein müssen... Der verstorbene Vater der jungen Frau besaß ein Ferienhaus in den USA. Jennys Mama hat sich allerdings nie um ein mögliches Erbe gekümmert, da sie sich von der in Deutschland lebenden Oma schon von Anfang an nur als Erbschleicherin rechtfertigen musste. Über den drei Jahre dauernden Vaterschaftstest erfuhr Jennys Mutter dann sogar den Namen des Opas (über die Großeltern wurde der Test anstatt über den toten Vater gemacht). Jennys Mutter erdreistete sich allerdings 6 Jahre lang Unterhaltsvorschuss vom Staat zu kassieren, danach bekam sie nichts mehr und kam ganz alleine für Jenny auf. Jenny bekam nie Geburtstags- oder weihnachtsgeschenke seitens der väterlichen Familie
Jenny hat einige liebevolle Briefe von ihrem Opa aus den USA zuhause, die ohne Adresse von der Oma an sie weitergeleitet wurden. Auch schrieb Jennys Mama zurück, aber alles lief über die Oma. Im Brief erwähntes Geld wurde scheinbar auch vorher entfernt. Im letzten Brief lud der Opa Jenny und ihre mama nach New York ein. Kurz danach, Jenny war noch klein, kam der Bruch zwischen Jennys Mama und der Oma. Jennys Mama hatte zu viel mit den falschen Leuten geredet und Omas Schwester hatte Wind von Jennys Existenz bekommen. Das war ihr ein bitterböser Anruf bei Jennys Mama wert, denn Jenny war ja unehelich und das ging gar nicht und damit brach jeglicher Kontakt auch zum Opa ab... inwieweit der Opa weiter Kontakt suchte weiß ich und weiß auch Jenny nicht. Jenny hat mit 14 versucht den Kontakt mit der Oma zu bekommen, wurde aber nur übelst von ihr beschimpft.
Ich bin mir sicher, dass Jennys Papa alles für sie getan hätte, und sie auch finanziell jetzt unterstützen würde. Zudem hätte er sicherlich von dem Erbe von seinem Vater auch Jenny etwas zukommen lassen.
Jenny ist gerade in Ausbildung und dabei, sich ein eigenes Leben aufzubauen und hat es finanziell nicht leicht. Ihr Vater hätte ihr sicher geholfen.
Wenn ich jetzt gefragt hätte, welche finanziellen Hilfen sie bekommen kann, würde es heißen erstmal sind die Eltern dran... nun ja... schon alleine deswegen finde ich es nicht DANEBEN ersteinmal in der Familie nach finanzieller Hilfe zu suchen ...anstatt ALGII zu beantragen ...
Den Weg über den Anwalt habe ich ihr auch schon vorgeschlagen, aber dafür fehlt ihr das Geld, deswegen meine Frage hier....
"Darf" ich jetzt fragen?
Beitrag von myimmortal1977 - 20.12.11 - 17:18 Uhr
Es gilt das Recht des jeweiligen Landes, wo der Erblasser gelebt hat und verstorben ist.
In dem Fall müsste man in der Tat einen RA beauftragen. Selbst eine aktuelle Adresse rauszufinden, ist in den USA sehr schwierig, wenn die bekannten Adresse nicht die letzte Adresse ist.
Die Amis identifinzieren sich auch nicht von Adresse zu Adresse, sondern eher über ihre Sozialversicherungsnummer. Wenn Du die hättest, wäre es wesentlich einfacher, als über die Adresse zu suchen.
Nun bleibt auch die Frage, ob der mögliche Erblasser überhaupt Vermögen zu vererben hätte. WENN schon verstorben, kann es sein, dass das Erbe schon anderweitig ausgegeben wurde.
Ob sich das lohnt???? Ich würde den Weg nur gehen, wenn ich mir Stein und Bein sicher sein kann, dass da auch in der Tat was lohnenswertes zu holen wäre. Ansonsten rausgeschmissenes Geld.
Dir alles Gute, Janette
Beitrag von ohiticawin - 20.12.11 - 18:20 Uhr
Vielen Dank für deine Antwort!
Da muss "Jenny" überlegen, ob sie diesen Weg gehen will... Die Oma hier in Deutschland ist vermögend. Scheinbar war der Opa damals auch nicht unbetucht, sonst hätte Jennys Papa kein Ferienhaus dort besessen, denn er war gerade erst mit der Ausbildung fertig.
Wir haben mal gegoogel.maped nach der Adresse, die Jenny vor zwei Jahren herausgefunden hat, mitten in New York und es gab für uns keine Anhaltspunkte für "reich" oder "arm". Auf ihren Brief an diese Adresse kam nie eine Antwort (Weißt jemand ob unzustellbare Briefe nach Deutschland zurückkommen würden?). Sie hätte ihren Opa so gerne mal kennengelernt!
Mal gucken, vielleicht können wir zusammenlegen und Jenny einen Anwalt schenken... hat jemand eine Ahnung was sowas kosten könnte?
Beitrag von martina65 - 20.12.11 - 18:52 Uhr
Hallo
bei mir liegt der Fall ähnlich- mein verstorbener Großvater war als Soldat in Deutschland..
Gefunden habe ich Ihn ( genauer den Todes Index) übers Inet im Jahr 2000.
Nun zu meinem Grund, warum ich Dir antworte: ich würde nie auf die Idee kommen, Erbansprüche zu stellen. Warum auch? Nur weil wir blutsverwandt sind? Fakt ist einfach, dass es wildfremde Menschen für mich sind- ich käme mir ziemlich abgebrüht vor, da über einen Anwalt Ansprüche geltend zu machen.
Beitrag von martina65 - 20.12.11 - 19:05 Uhr
ich war zu voreilig, habe meinen Text abgeschickt und dann erst die restlichen Antworten von Dir gelesen- sorry, meine Antwort wäre ( wenn überhaupt) anders ausgefallen.
Beitrag von ohiticawin - 20.12.11 - 19:11 Uhr
ok
dann erübrigt sich meine Antwort auf deinen Beitrag ebenso
Beitrag von martina65 - 20.12.11 - 19:13 Uhr
Beitrag von ohiticawin - 20.12.11 - 19:09 Uhr
Naja zwischen Deinem Fall und "Jennys" Fall (siehe meine Antwort auf einen anderen Beitrag) können himmelweite Unterschiede liegen! Du selbst hast ja nur dann Anspruch auf ein Erbe eines Großelternteils, wenn der Elternteil, der von deinem Großvater abstammt, verstorben ist.
Wenn dieser dein Elternteil zu Lebzeiten keinerlei Interesse an einem Erbe von seinem/ihrem Vater gehabt hat, dann geht dich das ja auch gar nichts an!
Beitrag von ohiticawin - 20.12.11 - 19:30 Uhr
Wie hast du den TodesIndex gefunden?
Beitrag von martina65 - 20.12.11 - 20:07 Uhr
eher zufällig- ich hatte den Namen meines Großvaters bei Google, Bigfoot ( glaube das gibt es aber in der Form nicht mehr- war damals alles kostenlos) eingegeben und landete bei diesem Index.
Ich kann das raussuchen und Dir die Seiten schicken, wenn Du willst
Beitrag von ohiticawin - 20.12.11 - 20:51 Uhr
das wäre toll, wenn du mir die Seite schicken könntest! Wir haben ja auch schon rauf und runter gegoogelt (und bekommen jetzt täglich spammails, weil wir uns auch blöderweise bei so ner suchseite angemeldet haben)... leider ist der Name nicht soooo selten... aber ich glaube auf dem Vaterschaftsgutachten stand das Geburtsdatum vom Opa... vielleicht könnte das noch helfen ...
Beitrag von martina65 - 21.12.11 - 10:43 Uhr
Hi
das war diese Seite: http://search.ancestry.com/search/db.aspx?dbid=3693 aber schau bitte nochmal, ob das noch kostelos ist. Ich habe jetzt reingeschaut, muß aber gleich wieder weg.
Viel Glück
LG Martina
Beitrag von wasteline - 20.12.11 - 19:38 Uhr
Frag doch einfach mal hier, wer in den USA der richtige Ansprechpartner für Dich ist.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Mitarbeiter dort sehr freundlich und hilfsbereit sind.
http://german.germany.usembassy.gov/ueber/
Beitrag von ohiticawin - 20.12.11 - 19:45 Uhr
oh, das könnte ein super Tipp sein! Auf sowas könnte man auch alleine kommen
