Nehm ich das zu persönlich? Was würdet ihr tun?

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Beitrag von anna280278 - 21.12.11 - 20:55 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich hätte gern mal Eure Meinung, für meine Situation.

Im März 2009 habe ich in einer neuen Firma angefangen und war sehr glücklich dort, auch die Chefs schienen mit mir sehr zufrieden zu sein. Ich bin angestellt für 25 Std. die Woche... habe oft länger gearbeitet (mach ich gern, ohne Forderungen) Stunden durfte ich mir aufschreiben und mit evtl. Fehltagen wegen Krankheit meines Sohnes, etc. auszugleichen.

Die meisten Krankheitstage hat mein Mann oder meine Schwiegermutter abgefangen... alles was ich gefehlt habe, selbst bei eigener Krankheit habe ich nach gearbeitet. Faszit: trotz Fehlzeiten ist arbeit nie liegen geblieben und ich habe immer alles geschafft, selbst als meine Kollegin Urlaub hatte, habe ich mehr gearbeitet und das abzufangen, wie gesagt... alles sehr gern, denn ich mag meinen Job.

Im September 2010 bin ich ungeplant schwanger geworden, aber wir haben uns für das Kind entschieden... mir ging es sehr schelcht, so dass ich wie in meiner ersten SS ab der 8. ssw Krank geschrieben war (habe mich nur übergeben), Krankenhausaufenthalte, keine Medikamente haben geholfen, usw. ich habe seit der ersten Krankmeldung mit offenen Karten gespielt, damit mein AG besser planen kann. Nach 6 1/2 Wöchiger Kotzerei habe ich neue Tabletten bekommen, die alles ein wenig gebessert haben und ich habe mich aufgerafft zu Arbeiten, weil ich meine Leute nicht noch mehr hängen lassen wollte ("5-Mann-Betrieb"). Gleich am ersten Tag wurde ich zum Chef zitiert, ich dürfe nicht mehr mit Kundensprechen, musste mein Platz schon räumen, etc. von da an durfte ich nur noch Hiwi Arbeiten machen (wofür wir eigentlich eine Azubine und eine Sekretärin haben) und wichtige Arbeiten sind liegen geblieben, Fristen konnten nicht eingehalten werden. Dann ging es mir auch seelisch wieder schelchter und mein Arzt wollte mich krank schreiben, ich konnte ihn für ein BV überzeugen, damit mein AG nicht noch mehr Ärger und Kosten hat. Weihnachtsgeschenk, der übliche Bonus, etc. habe ich natürlich alles nicht bekommen, wobei sich der Bonus ja immer auf das vergangene Jahr bezieht und da habe ich ja volle Arbeit geleistet.

Dann kam die Geburt, ich habe kurz danach meine Firma über die Geburt informiert wegen EZ, etc. und später noch eine genaue E-mail mit Foto, Daten, etc. von meinen Sohn geschickt, keine Reaktion.

Nun war gerade Weihnachtsfeier zu der ich nicht eingeladen wurde, das fand ich auch schon sehr schade. Ich habe vor einer meinem Chef eine E-Mail geschickt, in ich ihm schöne Feiertage gewünscht habe, etc. bis heute keine Antwort.

Nun muss ich sagen, dass ich schon ein wenig geknickt über dieses Verhalten bin, was ich auch von meinem Ex-Chef der eigentlich sehr viel Arschiger war nicht gewohnt bin, denn all diese Sachen gehörten für ihn zum guten Anstand, den hatte er wenigsten.

Jetzt würde ich gern von Euch wissen, ob ich das zu persönlich nehme?? Ich habe schon jetzt Bauchschmerzen da wieder anzufangen, weil ich mich einfach ungewollt fühle. Klar ist das mit der langen Fehlzeit gleich von Anfang nicht optimal gewesen und das ihn das gestört hat und auch finanziell nicht super war, von der Arbeit die liegen geblieben ist ganz zu schweigen, ABER... ich habe ich 120% gegeben, mir nie was zu schulden kommen lassen und alle Fehlzeiten immer irgendwie ausgeglichen, da erwarte ich eigentlich, dass mein Chef mit glaubt das es mir schlecht geht und ich nicht mal eben schnell mir ein schönes Jahr mache, einfach aus Spaß. Das kränkt mich sehr und eigentlich würde ich mir gern was neues suchen.

Oder ist das ein ganz normales Chefverhalten was nicht zwangsläufig was mit mir persönlich zu tun haben muss?

Freue mich sehr auf Eure Meinung, ich hab echt Bauchweh. :-(

LG ANna

Beitrag von ohiticawin - 21.12.11 - 21:20 Uhr

Hmmm, ich würde sagen dass dein Chef als Mann (und auch viele Frauen) keinerlei Verständnis für beschwerliche Schangerschaften hat. Ich selbst hatte bis zu meiner dritten SS kaum Verständnis und habe mich über jammernde Schwangere aufgeregt, weil was das ja eigtl. was ganz natürliches ist & keine Krankheit etc ... Leider musste ich dann erfahren, dass das eben nicht immer so ist!

Da kannst du vorher noch so zuverlässig gewesen sein, das wird dann erstmal von den schlechten Erfahrungen "überdeckt". Ich habe in den fünf Jahren vor der SS auch insgesamt maximal 5 Krankheitstage gehabt (Nacharbeiten geht bei uns nicht) und dann wenig bis kein Verständnis für mein frühes Ausfallen wg einer schwierigen SS geerntet.

Bei meiner Rückkehr in den Job konnte ich von oben ziemlich viel Unmut spüren.... so langsam nach fast 6 Monaten merke ich, dass das Vertrauen wieder wächst.... vielleicht musst du eben erst wieder zeigen, dass das wirklich nur die SS war, die dich so umgehauen hat? wenn du deinen Job liebst, dann musst du einfach nur durchhalten!

Alles Gute!

Beitrag von vwpassat - 21.12.11 - 21:30 Uhr

Das Leben ist ein Geben und Nehmen.

Sicher muss man als Chef keine Freudensprünge machen, wenn eine neue Mitarbeiterin nach 18 Monaten für längere Zeit ausfällt. Aber man kann zumindest die Etikette wahren, das wäre das Mindeste.

Wenigstens weißt Du durch das Verhalten dieser A............. woran Du bist.

Ich würde keine Zeit verschwenden und einen neuen Job suchen. Und schreib denen bloß noch 1 Mail, nämlich dann, wenn Du was neues gefunden hast!

Beitrag von lejana - 22.12.11 - 00:11 Uhr

Hallo,

ich kann Dich verstehen. Ich war knapp 7 Monate bei meiner neuen Firma, als ich ungeplant schwanger wurde. Naja, hab dann noch bis Ende 3. monat gewartet und als ich es meiner Chefin gesagt hab, kam das sie sich das schon irgendwie gedacht hat und das sie sowieso mit mir reden wollte, weil sie mit meiner Arbeit nicht zufrieden sei. Naja, dazu muss man wissen, dass die Chefin jedem alles immer schlecht gemacht hat. Ich hatte kurz vorher geheiratet, da kam auch ein "blöder" Spruch dazu. Hatte also schon mit sowas gerechnet.

Danach haben sie mich richtig fertig gemacht. Also nicht Mobbing oder sowas. Aber sie haben mich mit Arbeit nur noch zugeschüttet, was vorher nicht so war. Ich war nur noch im Stress, bin immer länger geblieben, bin nur noch rumgehetzt. Naja, Ende vom Lied war, dass ich zusammengebrochen bin, vorzeitige Wehen hatte und krank geschrieben wurde. So bin ich 7 Wochen früher ausgefallen als geplant. Und durch Urlaub, Überstunden, ect. hät ich eh schon 6 Wochen vor Mutterschutz aufgehört.

Tja, dann kam mein Sohn auch noch 6 Wochen zu früh. Ich war so geschockt, dass ich ehrlich gar nicht dran gedacht hab, meinem Mann zu sagen, dass er denen Bescheid geben soll. Hab ich gemacht, als ich aus dem KH raus war, da war der Kleine ca. 1 Woche alt. Es kam nichts zurück. Ok, von der Chefin hab ichs nicht anders erwartet, aber das auch Nichts von den Kollegen kam, fand ich sehr traurig. Auf meinen Antrag der Elternzeit kam nur ein Formbrief, dass sie im Namen des Vorstands gratuliert und die Elternzeit bis zum Vertragsende genehmigt und das wars.

Als ich damals krank geschrieben wurde, hab ich meiner einen Kollegin gesagt, ich komm vielleicht mal mit dem Kleinen vorbei. Aber nach dem Verhalten war ich so enttäuscht, dass ich das dann auch nicht eingesehen hab. Ich war ja anscheinend eh nicht erwünscht.

Wie Du siehst, gibt es noch mehr solche Vollpf... als Chefs. Da kann man nix machen. Ich bin froh, dass mein Vertrag ausgelaufen ist, auch wenn das für mich jetzt Stellensuche und leider Vollzeit bedeutet. Aber ich wär nur noch sehr ungern da wieder hin.

LG
Lejana

Beitrag von muppi75 - 22.12.11 - 07:17 Uhr

Wie soll man sagen, der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.

Ist doch inzwischen in dieser Gesellschaft normal, egal was Du mal geschafft hast, es zählt alles nicht mehr, die Geier leben im Heute und Morgen, die Vergangenheit geht ihnen, genau wie das Menschliche am Gesäß vorbei.
Ist eben die neue Generation Chef, mal schauen wie weit man damit kommt, denn irgendwann hat es sich rumgesprochen und solche Leute finden keine Mitarbeiter mehr, zumindest keine mehr die sich für sie aufopfern und wenn dann nur die ersten 4 Wochen, weil danach erst die Lohnfortzahlung greift.

Beitrag von thea21 - 22.12.11 - 11:23 Uhr

<<<
Oder ist das ein ganz normales Chefverhalten was nicht zwangsläufig was mit mir persönlich zu tun haben muss?>>>

Nö, normal ist das nicht.

Beitrag von marion2 - 22.12.11 - 14:30 Uhr

Hallo,

ich hoffe du lernst etwas.

Für unbezahlte Mehrarbeit bekommt man selten einen Blumentopf.

Gruß

Beitrag von anna280278 - 22.12.11 - 17:00 Uhr

Ich wollte keinen Blumentopf! Wie ich schon sagte, ich habe es gern getan und nie eine Gegenleistung erwartet und wie schon geschrieben, konnte ich mir die Stunden aufschreiben und nach Bedarf bei Krankheit meines Sohnes benutzen.

Lob, SOnderleistung, etc. erwarte ich ja nicht... wie gesagt, ich habe es ja freiwillig gmeacht, es hat mich nur gekränkt, dass er trotzdem was ich alles und immer getan habe, dachte ich würde nur so blau machen und gar keine so schwerwiegenden SS Beschwerden haben. Warum hätte ich das tun sollen? Wenn ich kein Bock auf Arbeit oder die Firma hätte, hätte ich mir was anderes gesucht oder öfters Blau gemacht, aber mich bestimmt nicht so aufgeopfert.

Beitrag von lichtenstein - 22.12.11 - 14:33 Uhr

"auch die Chefs schienen mit mir sehr zufrieden zu sein"

Für die Zukunft rate ich dazu, regelmässig das Gespräch mit den Vorgesetzten zu suchen. Dann kann man gemeinsam abklopfen, ob das "mit 120 % Einsatz den Allerwertesten aufreissen" auch wirklich auf beiden Seiten so gesehen wird. Dann lassen sich so schwere Klippen wie den plötzlichen Ausfall einer Arbeitskraft besser umschiffen.

Für so einen kleinen Laden ist ein langer Ausfall immer schwer aufzufangen, da verlagert sich schnell viel auf die Gefühlsebene, auch wenn es da garnicht hingehört. Auch wenn Du Bauchschmerzen hast, da wieder anzufangen, empfehle ich Dir trotzdem, selbst die Initiative zu ergreifen, und das Gespräch zu suchen (und sei es nur, um zu beweisen, dass Du viel reifer bist, als Dein Chef) und versuchen zu klären, wie es weitergehen soll.

Beitrag von anna280278 - 22.12.11 - 17:06 Uhr

Solche Gespräche gab es ja, auch dort wurde mir immer gesagt, wie zufrieden sie sind.

Ja die Bauchschmerzen... das Gespräch wollte ich eigentlich auch suchen, doch ich weiß nicht, was genau ich dort alles mit rein nehmen darf/kann und wie das alles am Besten angehe.

Das Problem was ich noch sehe ist der Personalmangel, er findet einfach keine geeigneten Leute die ihm entsprechen, zwei wurden schon wieder gekündigt die nach mir angefangen haben und weitere zwei haben selbst gekündigt, weil sie kein Bock mehr hatten. Nun habe ich natürlich Angst, dass er mich nur zurück nimmt, weil er nicht genügend Leute hat und an mir weiß er ja eigentlich was er hat. Doch ich habe leine Lust der Lückenbüßer zu sein, denn die Chefs brauchen immer jemanden an denen sie ihre Launen ablassen können... das werde dann wohl ich sein.

Allerdings passt sein jetziges Verhalten nicht dazu... ich weiß auch nicht. Das ist schwierig. Und ich bin einfach zu sensibel um über solche Sachen oder Mobbing zu stehen.

Beitrag von manavgat - 24.12.11 - 11:27 Uhr

Warum machst Du Dir einen Kopf über bescheuerte Leute?

Geh einfach wieder normal arbeiten und leiste wieder die Arbeit, die Du schuldest. 100 % reicht im übrigen völlig. Und gut ist.

Gruß

Manavgat

Beitrag von rissa06 - 25.12.11 - 23:17 Uhr

es tut mir leid, dass es dir in deiner SS anfangs so schlecht ging und das du dadurch Ärger auf der Arbeit hattest - so das war der nette Teil.

weißt was mich echt ärgert ???

dass ihr für die Hiwiarbeiten nen Azubi und ne Sekretärin habt - ihre Aufgabe sind bestimmt nicht nur Handlangerarbeiten und bei der Einstellung muss man sich nicht wundern wenn Azubis wie der letzte Arsch behandelt werden und nichts mehr lernen.

so Luft gemacht - ist echt ne besch... Einstellung - ich weiß wovon ich rede ich bin selber Azubi und wünschte wir könnten alle mehr lernen was den Beruf angeht anstatt nur Hiwiarbeiten zu machen - Danke.

alles gute für dich