... gibts hier wirklich Eltern die komplett ohne Schimpfen/laut werden auskommen?
Ich ermahne Nico erstmal, aber wenn er nicht hört ist die letzte Konsequenz das schimpfen (mittlerweile da, wo eben richtige Konsequenzen nicht durchführbar sind, sonst setze ich schon auch Konsequenzen ein).
Was machen diese Eltern zb. wenn ihr Kind nicht aufhört mit Spielzeug durchs Zimmer zu werfen und die Gefahr besteht, das die kleine Schwester getroffen wird? Raus gehen und das Kind einfach weiter machen lassen?
Oder wenn der große Bruder immer abhaut, wenn er die Jacke anziehen soll, während die kleine im Maxi Cosi im Schneeanzug schwitzt und weint? (Erst ihn anziehen geht nicht, sonst rennt er raus)
Würde mich mal freuen zu hören WIE ihr erzieht?
Hab übrigens eine Freundin, die in unserem Beisein zumindest, noch nie mit ihren Mädels laut geschimpft hat, dafür tanzen die ihr manchmal auf dem Kopf rum.
LG
Melanie mit Nico (4 Jahre) und Alissa (morgen 6 Monate)
Mal ernsthaft...
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Beitrag von jenny133 - 21.12.11 - 22:24 Uhr
Beitrag von haruka80 - 21.12.11 - 22:31 Uhr
Hallo,
mit Sicherheit kann ich dir auf viele Erziehungsfragen ne Antwort geben, wie mans ruhiger regeln kann, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendjemand das wirklich komplett so umsetzen könnte. Die Theorie kennen sicher viele, wie es in der Praxis mit dem eigenen Kind läuft ist immer was anderes.
Ja, ich werde laut und ja, der Große weint dann auch teilweise, weil ich ihn zu unrecht genervt angemacht habe, weil der KLeine schon wieder seit ner halben Std heult und meine Nerven zum zerreißen gespannt sind.
Ich schimpfe nicht viel, ich bin eigentlich recht konsequent, aber ich bin auch nur n Mensch und habe einfach auch mal die Schnauze voll von allem um mich herum. Oft entschuldige ich mich, dass ich laut geworden bin, weil ichs selbst blöd finde, aber in dem Moment tuts mir gut-sonst würd ichs ja auch nicht machen......
L.G
haruka
Beitrag von s-maria - 21.12.11 - 22:36 Uhr
Hallo,
nein, ich werde lauter, ich werde wütend, ich schimpfe - mein Sohn lernt, daß bestimmte Verhaltensweisen bei mir nicht gut ankommen. Kleine Kinder können schon lernen, daß Eltern nicht immer gute Laune haben und jederzeit das Kind bespaßen können.
Die Stimme, die Gestik und die Mimik sind die "Waffen" bei der Erziehung - man muß sie richtig einsetzen. Mein Sohn hat mich im Gesicht gehauen. Ich habe laut "Aua" geschrien. Er war richtig verdattert und wollte dann diese Stelle streicheln und darauf pusten. Er hat gelernt, daß Hauen mir wehtut. Es gibt noch mehr Beispiele, aber menschlich gesehen ist eine Erziehung ohne erhobener Stime oder Schimpfen kaum möglich.
LG
Maria
Beitrag von bine3002 - 21.12.11 - 22:51 Uhr
Natürlich wird hier auch geschimpft. Meist liegt das aber daran, dass der Tag stressig war oder einfach mal alles zu viel ist, weniger weil es wirklich nötig ist. An einem ruhigen Tag gelingt es mir eigentlich immer, Streitigkeiten ohne erhobene Stimme zu klären. Ich halte es jedenfalls für einen Trugschluss, dass man zwingend laut werden muss, damit ein Kind gut erzogen ist.
Und wenn im Forum jemand nach Tipps fragt, dann hat man in der Regel Zeit darüber nachzudenken und kann einen pädagogisch wertvollen Tipp geben.
Beitrag von redrose123 - 22.12.11 - 06:12 Uhr
Wenn die Kids meines Mannes Ihre Sachen werfen sind sie weg, denn dann brauchen sie diese doch nicht.
Beim Anziehen dasselbe kommt auch aufs Alter an, wenn eine nicht will dann lass ich sie stehen, das fruchtet hier schon denn allein drinnen warten ist mist.
Wenn deine Freundin das ok findet ok, wenn ich was sage ziehe ich es (meistens) durch.
Beitrag von zwillima - 22.12.11 - 07:06 Uhr
Hallo,
es gibt einen Unterschied zwischen "Stimme erheben" und "Kind in Grund und Boden brüllen". Letzteres kommt für mich nicht in Frage.
Persönlich habe ich schon beobachtet, wie Eltern in immer gleicher, monotoner Tonlage ihr Kind freundlich bitten, doch nicht die Möbel zu demolieren und die Geschwister zu drangsalieren. Mag von dem ein oder anderen als bewundernswert empfunden werden, ich finde es eher befremdlich, wenn nicht sogar lächerlich.
Es wirkt unnatürlich, wie einstudiert und hat mit gesunden menschlichen Reaktionen nichts zu tun. Meiner Meinung nach emfinden es die Kinder genauso...denn Junior macht nach einem 10 mal gesäuselten "Bitte, hör doch auf." immer noch ungerührt weiter.
Ich würde mich selbst als geduldigen Menschen bezeichnen, der Gewalt in der Erziehung verabscheut. Manchmal muß ich jedoch laut werden, wenn meine Kinder die Ohren auf Durchzug gestellt haben.
L.G.
zwillima
Beitrag von sternenschnee - 22.12.11 - 07:42 Uhr
Hallo,
ich denke wenn das schimpfen keine Respektlosigkeit dem Kind gegen über ist,dann ist es doch ok das Kinder auch lernen das Mama sauer und böse wird.
Wir sind Mütter und haben Gefühle die ein Kind dadurch ein wenig kennen lernt und ich denke Kinder können,wenn man sie nicht in Grund und Boden brüllt auch damit umgehen.
Was denken Kinder denn wenn Mama nie Regungen zeigt,nie traurig ist und auch nie böse wird?
Das muss ja den eindruck machen als wären wir Roboter.
Und ich habe 3 Kinder und schimpfe auch mal,weil manchmal es mir bis oben steht wenn ich 100 mal das gleiche sagen muss.
Sternenschnee
Beitrag von miss-lacrima - 22.12.11 - 08:26 Uhr
Hallo,
also ich habe in meinem Umfeld noch niemanden erlebt der nicht schimpft oder in ernsten Situationen auch mal lauter wird - obwohl ich viele ruhige, entspannte Mütter in meinem Umfeld habe.
Ich selber schimpfe - und das durchaus auch mal lauter, werde aber auch schnell wieder ruhiger und wenn es zu Unrecht war entschuldige ich mich auch bei meinem Kind.
Sie soll ruhig merken dass es Dinge gibt die mich wütend machen (Schlagen, Treten, Spucken, Dinge zerstören etc.), dafür gibt es ja auch Dinge die sie wütend machen (keine Schokolade zum Frühstück, das Spielen unterbrechen, etc).
Zwischen lauter werden und brüllen besteht ja auch nochmal ein riiiiesen Unterschied. Gebrüllt habe ich bisher selten. Eine Situation ist mir aber im Kopf geblieben:
Wir stehen vor dem Kindergarten, ich holte sie ab. Habe sie an der Hand. Wir wollen ins Auto einsteigen, stehen auf der Bürgersteigseite. In dem Moment wo ich sie loslasse um Handtasche etc auf den Beifahrersitz zu legen rennt sie um das Auto herum, auf die Strasse, wo gerade ein Auto kam. Gott sei Dank fahren dort alle Schrittgeschwindigkeit. Da habe ich losgebrüllt. Volle Kanne. Nicht um sie zu erschrecken oä. Sondern aus reiner Angst.
Ich konnte ihr das später ganz gut erklären. Ist auch bislang nicht wieder vorgekommen.
Lieben Gruß,
Jenny
Beitrag von susa31 - 22.12.11 - 08:55 Uhr
Guten Morgen,
nein - ich bin nämlich keine Maschine. Und wenn sowohl mein Sohn als auch ich einen schlechten Tag haben, kann ich auch mal lauter werden, vor allem dann, wenn er mit Absicht irgendwelchen Scheiß macht, bei dem Dinge kaputtgehen oder er und andere verletzt werden können.
Mir hat sich auch noch nie die Strategie erschlossen, bei Ansagen auf "nein" oder "nicht" zu verzichten, weil die Kinder das angeblich ausblenden würden. Auch wenn mein Sohn sich gelegentlich entschließt, diese Wörter zu ignorieren, versteht er sie sehr wohl.
Beitrag von lisasimpson - 22.12.11 - 09:46 Uhr
Ich glaube das ist auch ne typsache.
Ich bin grundsätzlich ein mensch, de schnell mal laut wird, der sehr emotional ist, der gefühle auch zum ausdruck bringt.
Daher wäre s bei mir sicher mehr als eigenartig, wenn ich mit meinen kindern in immer dem gleichen tonfall sprechen würde.
natürlich sagen ich sagen mit nachdruck, die ich auch so meine.
NUR: schimpfen kann nicht meine erziehugnsmethode sein.
Ich schimpfe über den autofahrer vor mir, weil es MICH ärgert, nicht um ihn zu erziehen,- wenns mal lauter wird, dann um ihm mitzueteilen, daß MIR das mißfällt, was er gerade macht.
beim erziehen geht es aber auch darum, eine verhaltensänderung herbeizuführen- das funktioniert meines erachtens mit schimpfen nicht sonderlich gut.
"Würde mich mal freuen zu hören WIE ihr erzieht?"
ich traue meinen kindern erst mal viel zu. sie dürfen sehr vieles ausprobieren und ich vertraue ihnen.
wenn du fragst, mit wen zuerst anziehen, dann denke ich an meinen ersten winter mit säugling und kleinkind zwischen 1,5 und 2 jahren. natürlich habe ich den großen zuerst angezogen, der durfte dann raus und dann hab ich den kleinen angezogen.
ich habe meinem "großen" vertraut, daß er nicht abhaut, sondern vor der tür spielt, wartet, sich ins auto setzen,...
und es hat immer funktioniert. ich habe mit ihm besprochen, warum wir es so und nicht anders machen und welchen vorteil er davon hat und welchen ich.
mit einem 4 jährigen kann ich das doch ungleich besser- meine 3 und 4- jährigen gehen übrigens ganz selbstverständlich alleine nach draußen und spielen mit den nachbarskindern.
ich denke, daß ich grundsätzlich so erziehe, daß meinen kindern einleuchtet, was ich tue, daß ich ihnen vorlebe, daß es mir wichtiger ist, daß wir zu einem guten konsens für alle kommen als meinen eigenen wunsch durchzusetzen, daß sie wissen, daß sie gehört werden und ernst genommen werden.
dann nämlich können sie es auch verkrauften, daß das nicht immer so ist, daß wichtige termine einfach eingehalten werden müssen usw..
einen 4 jährigen nicht "raus rennen zu lassen" finde ich ehrlich gesagt befremdlich- es sei denn du lebst in irgendeinem ghetto...
Beitrag von schnabel2009 - 22.12.11 - 09:47 Uhr
hallo,
ich bin im laufe der jahre und mit steigender kinderzahl deutlich ruhiger geworden. ich kann an einer hand abzählen wie oft ich in diesem jahr richtig laut geworden bin.
grundsätzlich finde ich es auch nicht schlimm, wenn man mal explodiert--allerdings sollte man danach das gespräch mit dem kind suchen und sich ggfls. entschuldigen. es sollte meiner meinung nach eine ausnahme bleiben, dass man rumbrüllt--wenn es zu oft vorkommt, vielleicht sogar täglich, sollte man sein erziehungskonzept überdenken.
lg schnabel
Beitrag von ellannajoe - 22.12.11 - 11:35 Uhr
Hallo,
nö also manchmal herrscht hier Bundeswehrkasernenton. Ich bin ja auch nur ein Mensch, wenigstens weiß mein Kind so, dass ich alles andere als perfekt bin.
Wenn Spielzeug geflogen ist, dann habe ich es immer weggenommen und weggelegt.
Erst das Große Kind anziehen und die Tür abgeschlossen haben, dann kann das große Kind auch nicht abhauen. Oder die Jacke des großen Kindes unter dem Arm klemmen, wenn es kalt genug ist, zieht sich jedes Kind freiwillig an. Viele Wege führen nach Rom.
"Hab übrigens eine Freundin, die in unserem Beisein zumindest, noch nie mit ihren Mädels laut geschimpft hat, dafür tanzen die ihr manchmal auf dem Kopf rum."
Warum müssen Frauen eigentlich immer Beispiele nennen, was für Versager doch die andere Mutter ist? Ist das so toll, sich als Besser zu empfinden. Gibt es wirklich Kinder, die einem gar nicht auf dem Kopf rumtanzen, also ich kenne nur Kinder, die ordentlich ihre Grenzen austesten.
Ich kenne Mütter die würden ihre Kinder niemals im Beisein eines Anderen demütigen und reden daher ruhig und besonnen im Beisein von Anderen. Ich bin leider gottes nicht so stark und werde schon mal laut.
Oder hast du das geschrieben, um zu zeigen, dass man Kinder unbedingt anschreien und demütigen muss, sonst funktioniert die Erziehung nicht. Ich kann dich beruhigen, es gibt einige Eltern die erziehen ihre Kinder ohne Geschrei und diese werden zu genauso guten Menschen, wenn nicht sogar zu besseren.
Beitrag von ellannajoe - 22.12.11 - 11:43 Uhr
noch ein kleiner Nachtrag: Ich kenne doch ein Mädchen, welches ihrer Mutter niemals auf dem Kopf rumgetanzt ist, keine Grenzen ausgetestet hat und immer brav angepasst war, sie war krank und befindet sich in psychatrische Behandlung. Sie hat auch nie die Autonomiephase durchgemacht, die Mutter fand es klasse, jetzt nicht mehr.
Beitrag von jenny133 - 22.12.11 - 17:24 Uhr
Ich hab das so nicht gemeint! Wollte ganz sicher keine andere Mutter runter machen - ihr kennt sie ja eh nicht und mich auch nicht, was hätte ich denn davon??
Sollte nur darstellen, das ich es nicht nachvollziehen kann, das es klappt ohne zu schimpfen. Hauptsächlich ist es bei uns ein lauter und ernster werden/Stimme erheben. Ganz selten mal richtig schimpfen. In Grund und Boden hab ich meinen Sohn nie geschrieen, denn dann würde ja auch nicht das passieren was ich von ihm erwarte. Er soll lediglich wissen: Jetzt meint sie es wirklich ernst!
LG
Melanie
Beitrag von ellannajoe - 22.12.11 - 22:28 Uhr
Es kann klappen ohne zu schimpfen, leider sind die Vorrausetzungen für uns fast utopisch, weil wir selbst als Kinder nicht optimal "erzogen" wurden. Viele haben körperliche, oder seelischen oder vielleicht sogar beide formen der Gewalt erfahren und dann eiert man zwischen den Welten.
Ich habe mich z.B. mit den Kloeters Briefen befasst und denke, ich habe dadurch viel für mein Kind rausholen könne, anstatt immer gleich zu schimpfen, gehe ich in mich und überlege mir, warum mein Kind jetzt so handeln könnte, wieso er jetzt wütend ist usw. usf.
Beitrag von alinashayenne - 22.12.11 - 13:30 Uhr
Hallo!
Ich kann mich den meisten Vorschreiberinnen nur anschließen. - Es ist einfach ganz natürlich, dass manchmal nicht alles so läuft, wie man will. Schimpfen oder lauter werden sind natürliche Reaktionen und wenn es nicht den ganzen Tag so dahin geht, finde ich das auch in Ordnung. Mein Sohn bspw. muss manchmal auch erst merken, dass man wütend wird, bevor er etwas sein lässt. Es gibt bei kleinen Kindern einfach Tage oder Momente, an denen ausprobiert wird wie weit sie gehen können.
Vielleicht gibt es tatsächlich Musterkinder, die niemals Blödsinn machen und die man niemals schimpfen muss. Mir sind in meinem Leben aber noch keine begegnet 
Aber das hast du ja alles schon gehört
Zu DEINEM Problemchen wollte ich noch was sagen, weil wir das Theater mit dem Anziehen früher auch hatten. Meine Tochter war ein Baby und lag noch im Maxi Cosi, war im Winter ebenfalls ein halbes Jahr alt, mein Sohn grade 2 geworden. Er hat es gehasst sich anziehen zu lassen, wenn er einen schlechten Tag hatte, musste man ihn regelrecht in den Schianzug zwängen (am Boden liegend
) was einen vorm Rausgehen schon zum Schwitzen gebracht hat
Auch das davonlaufen hat ihm in dieser Zeit wohl gefallen. Türen aufmachen und rausflitzen sowieso.
Bei uns war das zum Glück
, wirklich nur eine kurze Phase, aber in dieser Zeit habe ich es letztendlich so gehandhabt, dass zuerst mein Sohn angezogen wurde. (Weil das einfach am längsten gedauert hat und am anstrengendsten war. Außerdem sollte die Kleine nicht schwitzend anfangen zu weinen, weils nicht weiterging...) Die Haustür wurde IMMER abgesperrt - er konnte also ruhig zur Tür rennen, er kam nicht raus und musste so auf uns warten. Dann eben die Kleine und zum Schluss mich selbst. So war das wirklich angenehmer...
Lg.Nina
Beitrag von jenny133 - 22.12.11 - 17:27 Uhr
Hat schonmal jemand geschrieben. Ich müsste höchstens abschliesen und den Schlüssel ab ziehen, den er kann schon aufschliesen. Das ist mir grade morgens aber ganz schön umständlich für die paar Minuten. Wenn ich lauter werde kommt er dann ja auch.
Beitrag von cattopillar - 22.12.11 - 14:54 Uhr
Es hat doch gerade etwas mit Respekt gegenüber dem Kind zu tun das ich es behandle wie einen Normalen Menschen. Und dazu gehört nun mal, dass wenn ich genervt bin das ich dann auch laut werde.
Wenn ich sage sei vorsichtig mit dem Stuhl der ist alt und wenn du schaukele geht der kaputt.
Und ich dreh mich einmal um und es wird weitergeschaukelt, dann ist das klares Grenzen austesten und dann sag ich nicht hihi erwischt oder nochmals lass das bitte.
Es muss doch Regeln und Konsequenzen geben und dabei wird man halt auch mal laut
Beitrag von edison - 22.12.11 - 15:06 Uhr
Mal ernsthaft 
Ich habe vier Kinder und ohne schimpfen geht das natürlich nicht.
Allerdinge schreie ich nicht. Grundsätzlich kann ich von mir behaupten von Kind zu Kind ruhiger geworden zu sein. Zudem kommt hinzu, dass dies meiner Meinung nach, ein schlechtes Bild abgibt. Logischerweise kopieren Kinder das Verhalten der Eltern, sie brüllen - Kind brüllt. Sie werden geschlagen - sie schlagen...
Was deine Beispiele betrifft habe ich etwas den Eindruck, als schiebst du deine Tochter als Grund für dein schlechtes Verhalten vor. Ich warte auf deine Beiträge in einigen Jahren, ob du bei deiner Tochter ähnlich reagierst.
Beitrag von jenny133 - 22.12.11 - 17:33 Uhr
Ja!
Schlechtes verhalten? Ich ermahne zwei mal und dann werde ich laut. Hier hat jemand was von "in Grund und Boden schreien" geschrieben. Davon war niemals die Rede!
Ich weiss, das Kinder das verhalten von den Eltern kopieren. Ich schlage ihn nicht, denn das akzeptiere ich auch nicht! Aber ich respektiere es auch, das er schreit wenn ihm was nicht passt. Wieso sollte er das ruhig und besonnen entgegennehmen?
LG
Melanie
Beitrag von edison - 22.12.11 - 20:52 Uhr
Ich habe auch nicht behauptet das du ihn in "Grund und Boden" schreist.
Mit Sicherheit ist mir auch schon die Hutschnur hochgegangen, gerade am Anfang bei den älteren beiden. Was bringt es? Nichts.
Mittlerweile habe ich gelernt das schreien absolut nichts bringt. Meine Kinder und das merken selbst Kleinkinder, erkennen an meiner Stimme ob sie die Strenge überschlagen. Dafür brauche ich nicht schreien. Manchmal bringen leise, eindringliche Töne mehr.
Meine Kinder schreien auch, klar, sind Kinder. Mich schreien sie allerdings nicht an, eine Sache des Respektes und des Vorlebens.
Das ist meine Meinung, wie gesagt, ich hatte den Eindruck du rechtfertigst dich über deine Tochter. Dies ist der Punkt, welcher mich mehr stört.
Beitrag von biene81 - 22.12.11 - 17:53 Uhr
Hi,
klar werde ich meinem Kind gegenueber machmal laut. Weil sie partout nicht hoert, eine Gefahrensituation besteht oder ich einfach einen richtig kacke Tag habe und sowieso schon genervt bin. Bei letzterem habe ich sie sicherlich schon das ein oder andere Mal angemotzt obwohl dies nicht noetig gewesen waere.
Ich gestehe ihr aber auch das Recht ein, an Tagen mit schlechter Laune Mama gegenueber mal etwas schroffer zu sein 
LG
Biene
Beitrag von berry26 - 22.12.11 - 19:39 Uhr
Hi,
also meine Kinder anschreien passiert bei mir wirklich nur in absoluten Ausnahmesituationen (bisher 3 mal) und dafür entschuldige ich mich nach wenigen Minuten auch und erkläre die Situation. Ein Kind anzubrüllen ist ein Ausdruck von Überforderung. Eine Mutter die aber behauptet NIE überfordert zu sein und mit allen Situationen spielend klar zu kommen, lügt, ist die Supermama überhaupt oder hat einen absoluten Engel zum Kind.
Das ich die Stimme erhebe passiert schon deutlich häufiger und manchmal auch etwas vorschnell wenn ich einfach gestresst bin. In den allermeisten Fällen ist es aber tatsächlich auch angemessen für die Situation. Das passiert je nach Tag so zwischen 2 und 100 mal.
Ich halte nichts davon meinem Kind das 10. Mal zu erklären warum es etwas nicht darf oder es 10 Mal zu bitten irgendetwas zu machen. Mein Sohn weiß genau beim ersten Auffordern ist die Mama noch lieb und leise, dann wird sie fordernder und beim dritten Mal folgt die Konsequenz.
Ich denke es schadet einem Kind nicht auch zu zeigen wenn man sauer oder wütend ist. Schlimm ist es nur wenn man seinen eigenen Frust unverhältnismäßig und ungemäßigt an seinem Kind auslässt und die Situation ungeklärt im Raum stehen zu lassen.
LG
Judith
Beitrag von locke1910 - 23.12.11 - 07:44 Uhr
Moin.
Zwei Sachen: Ich muß schmunzeln, wenn ich lese, dass einige hier mit der steigenden Kinderzahl "ruhiger" geworden sind - so geht es mit auch...
Die andere: Der "Trick" ist, authentisch zu bleiben; sind wir sauer, zeigen wir es auch ("Ich"-Sätze sind da sehr hilfreich), sind wir amüsiert, fröhlich, traurig usw, dann auch...
So lernen sie, dass Gefühle einfach 'sind' - und wie man damit umgeht (zb. nicht aus Frust beleidigend werden und wenn man mal motzt, gehört eine Entschuldigung zum guten Umgangston).
Klar motze ich auch mal - entschuldige mich aber dann auch; denn Respekt erwirbt man sich nur, wenn man auch Respekt gibt...
Im großen und ganzen glaube ich auch daran, dass Kinder ziemlich genaue Spiegel ihrer Eltern sind; zumindest solange wie sie noch nicht bewußt reflektieren können und ihre Entscheidungen mit Konsequenzen verbinden können (mache ich dieses, passiert jenes...) und ich möchte vermeiden, dass sie Verhaltensweisen übernehmen, von denen sie sich schwer lösen können.
Wenn ich mir meine Großen (12 und 8) angucke, dann denke ich, dass wir das ganz gut gelöst haben; sie machen auch mal Quatsch, widersprechen uä, aber sind (immer noch, wer weiß, was die Pupertät bringt) Vernunftgründen zugänglich.
Und die Kleinen (4)? Sie gucken sich vieles ab, gsd auch "gutes"...
Lg, Locke
