Hallo Leute,
bei meinem 3 jährigen wird ADS vermutet. Im Augenblick werden sehr viele Tests gemacht um andere Dinge auszuschließen. Wenn die Abgeschlossen sind wird er im Frühförderzentrum Landau angemeldet.
Ich bin echt am Verzweifeln wie ich am besten mit ihm umgehen soll, da er offt ausraster hat und Zornanfälle.
Wer ähnliche Situationen zu Hause hat möge mir bitte schreiben. Erfahrungsaustasch hilft sicher etwas.
LG anguidae
Mein Kind hat ADS
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Beitrag von anguidae - 22.12.11 - 07:06 Uhr
Beitrag von kira2002 - 22.12.11 - 08:12 Uhr
Hallo,
er ist drei (!) Jahre alt, da ist es noch ein bisschen früh für so eine Diagnose. Fast jedes Kind hat in diesem Alter Ausraster und Zornanfälle. Am besten gehst du ruhig, aber konsequent mit ihm um. Er hat eben nun seinen eigenen Kopf, geht sicher auch in den Kindergarten, wo er lernt, dass es nicht immer nur um ihn geht etc.
Wenn du überhaupt nicht zurecht kommst, dann wende dich an eine Erziehungsberatungsstelle in deiner Nähe.
Wenn nun irgendeiner AD(H)S diagnostiziert, willst du dann einem 3jährigen schon Psychopharmaka geben?
LG
Michaela
Beitrag von ccshtybu1990 - 22.12.11 - 09:47 Uhr
bei 3 jährigen ist keine gesicherte diagnosestellung möglich und kindern werden auch keine psychiopharmaka gegeben!!! Mit 3 jahren schon gar nicht...
Und AD(H)S ist nicht immer nur mit medis zu behandeln!!! Wichtig ist das verhalten zu steuern...
Beitrag von kira2002 - 22.12.11 - 10:44 Uhr
Hallo,
stell dir vor, ich weiß schon Bescheid über diese Dinge. Trotzdem wird auch schon sehr früh diagnostiziert und offensichtlich sind sie ja gerade dabei, eine Krankheit zu suchen bei einem sich normal verhaltenden Kleinkind. Wenn keine gesicherte Diagnose möglich ist, heißt das nicht, dass nicht doch diagnostiziert wird und so mancheÄrzte diagnostizieren das, was die Eltern wollen.
Und na klar werden Kindern Psychopharmaka gegeben! Lebst du hinter dem Mond?
Schon Fünfjährigen wird Methylphenidat verschrieben und Risperidon ist auch gerade ganz groß im Kommen für eine ADHS-Behandlung.
Und dein letzter Satz ist auch Banane... wenn es tatsächlich ADHS ist, dann ist es im Normalfall so, dass Medikamente gegeben werden und gleichzeitig eine Verhaltenstherapie durchgeführt wird (werden sollte). Echte ADHSler sind ohne Medikamente überhaupt nicht in der Lage, zu lernen, ihr Verhalten zu steuern. Das Problem ist, dass zu schnell diagnostiziert und Kindern Psychopharmaka gegeben wird. Und es schockiert mich, dass dies scheinbar immer früher stattfindet.
Ich verfolge das Thema seit mehr als 12 Jahren und setze mich sehr intensiv damit auseinander, mit sämtlichen Therapien, also klatsch du mir nicht hier zwei sinnbefreite Sätze hin, du weißt es nämlich NICHT besser.
Michaela
Beitrag von ccshtybu1990 - 22.12.11 - 11:31 Uhr
A<lsdo ganz ehrlich ist deine art und weise unter aller sau...
Ich hatte vgenügend ADHSler in therapie und es wird keinem 3 jährigen psychiopharmaka verschrieben WEGEN ADHS!!! es wird sehr oft ritalin und ähnliches verschrieben was in bestimmten fällen auch nötig ist um eine gewisse aufmerksamkeitsspanne zu erhalten, da stimme ich dir zu aber bei einem 3 jährigen kann nicht gesichert diagnostiziert werden und manche ärzte diagnostizieren 100 ADHS kinder im monat, weil es eine beliebte ausrede für eltern geworden ist, die ihr leben nicht genügend strukturieren und ihre kinder auslasten!
Deswegen sollte man auch erst eine verhaltensmodifikation versuchen, bevor man mit medis anrückt um andere ursachen auszuschließen...
Ich denke mal, das dein Kind diagnostiziert ist, wenn du dich damit seit jahren beschäftigst und meine obige aussage soll nicht heißen, das es bei dir so ist aber was wir an angeblichen adhs kindern da hatten war unglaublich, die hatten nichts außer zu wenig zu tun... andersherum hatten wir auch viele, bei denen die diagnose eindeutig stimmte und die auch medikamentös eingestellt waren
LG und sie nicht nur deine meinung als absolute an, dafür ist es ein Forum, in dem man lehrt und lernen kann...
Beitrag von kira2002 - 22.12.11 - 14:16 Uhr
Hallo,
genau das meine ich doch: die Eltern bestehen darauf, dass ihre Kinder krank sind, AD(H)S haben und daher wird es so oft diagnostiziert. Der Arzt verdient, die Eltern sind zufrieden. Sie lässt ihr Kind ja jetzt schon wegen AD(HS) untersuchen.... finde das extremst früh und denke auch, dass das Kind evtl. nur nicht ausgelastet ist oder zu wenig Zuwendung bekommt. Ich kenne einige Kinder in diesem Alter, die wütend sind, weil sie nicht "wahrgenommen" werden in ihren Gefühlen und Bedürfnissen. Daher riet ich der TE, eine Erziehungsberatungsstelle aufzusuchen.
Gerade wenn man in dieser Spirale mit einem vermeintlich "schwierigem" Kind ist, ist es schwer die Situation von außen und objektiv zu betrachten und möglicherweise könnte man da ansetzen. Man kann hier auch ganz viel als Eltern mit seinem eigenen Verhalten und Einfühlungsvermögen dem Kind gegenüber bewirken und das kann man lernen.
War eben meine Intuition und die trügt mich selten.
Es geht hier nicht nur um meinen Sohn, ich bin selbst ebenfalls betroffen. Mein Sohn hat mit 5 (!) Methylphenidat verschrieben bekommen, und zwar ohne längere Diagnose. Wir waren 10 Minuten bei der Ärztin. Die Medikamente landeten dann erst einmal im Müll, weil ich weiß wie sie wirken (und ich habe sie erst im Erwachsenenalter genommen) bzw. wie krass die Nebenwirkungen sein können.
Trotz Ergo- und Verhaltenstherapie hat er es aber nicht geschafft, etwas zu verändern, das hat erst mit gleichzeitiger Medikation etwas gebracht. Genauso wie bei mir. Einerseits sind Medikamente hilfreich, andererseits denke ich dass es viel zu früh und ohne ausreichende Testung verschrieben wird.
Ein Klassenkamerad meines Sohnes bekommt die für Erwachsene (!) vorgesehene Höchstdosis und man spürt an seinem Verhalten, dass er völlig überdosiert ist.
Naja, es ist eben ein kontroverses Thema und schwierig bis unmöglich objektiv zu sein.
Also, ich gebe dir Recht: Verhaltensmodifkation - ja - aber auch für die Eltern
Dann erledigt sich ganz oft das Thema ADHS von selbst. Aber echte ADHSler können eben nur mit Medikamenten, weil es eine Stoffwechselstörung im Gehirn ist.
Liebe Grüße
Michaela
Beitrag von ccshtybu1990 - 22.12.11 - 14:29 Uhr
na verhaltenstherapie beziehe ich immer auf die eltern
Ich habe in einer Praxis für Verhaltstherapie gearbeitet und ich hatte nicht kaum ein Kind in der therapie, bei denen die Eltern nicht ursache waren...
Über Medikamente kann man sich auch durchaus streiten aber man muss pro und kontra sehen...
Manche sind ja so unaufmerksam, dass sie sich keine Minute mit einer Sache beschäftigen können und das führt auch zu psycho-sozialen Problemen, die nicht selten im Jungen erwachsenenalter auf die Kriminelle ebene führen, Freunde zu finden für ein Kind, das einfach nicht mit anderen spielen kann, alles ausversehen kaputt zu machen, von lehrern vor klassenkameraden gedemütigt zu werden, weil man der Klassenclown ist, neue inhalte werden nicht/nur schwer erlernt... und, und, und...
Wenn ein Kind so schwer betroffen ist, dann bin ich für eine medikamentöse einstellung, es hilft den Kindern ja auch und wenn die einstellung gut gemacht wird, dann hast du ja auch keine kleinen "Zombies" da zu sitzen, die wie benebelt sind...
Aber du hast recht einfühlungsvermögen und sein Kind wahrzunehmen sind für ADHS Kinder bzw für Kinderr mit ähnlicher Symptomatik ebenfalls so wichtig wie eine möglichst konsequent gleichbleibende Tagesstruktur, sowie feste Regeln und Grenzen.
Beitrag von kira2002 - 22.12.11 - 14:18 Uhr
"es wird keinem 3 jährigen psychiopharmaka verschrieben WEGEN ADHS"
In einer der anderen Antworten siehst du, dass es tatsächlich auch in diesem Alter schon verschrieben wird. Und Ritalin (bzw. der Wirkstoff Methylphenidat) IST ein Psychopharmaka.
Beitrag von ccshtybu1990 - 22.12.11 - 14:32 Uhr
Also das habe ich beim besten willen noch nie gehört aber wenn ihr das sagt dann glaub ich euch das, traue ärzten und KK inzwischen alles zu...
aber ich habe noch einen Vater im Ohr der meinte Ich hoffe das er bald 5 wird, damit er medikamente bekommen kann!!!
Keine ahnung aber wie gesagt, habe ich vorher noch nie gehört bei 3 jährigen...
Beitrag von ccshtybu1990 - 22.12.11 - 11:36 Uhr
übrigens, was meinst du warum ich von einer verhaltenstherapie gesprochen habe, damit sie nicht gleich mit medis anrücken lässt!!!
Beitrag von ccshtybu1990 - 22.12.11 - 09:45 Uhr
Hey, ich habe kein Kind das ADS hat aber ich habe eine ausbildung zur ergotherapeutin gemacht und mit dem klientel gearbeitet... wenn dein Kind wut/zornanfälle hat, dann ist es wenn dann ADHS. ADS sind die stillen kinder...
Die frage ist worüber du dich austauschen möchtest?
LG
Beitrag von skbochum - 23.12.11 - 00:24 Uhr
Hallo,
das ist nicht richtig. ADS kann verschiedene Symptome haben:
Verschiedene ADS-Typen
Man unterscheidet zwischen 3 verschiedenen ADS -Typen: den Träumer -Typ - große Probleme in den Bereichen Aufmerksamkeit und Konzentration, wenig Probleme mit der Hyperaktivität den hyperaktiven Typ - große Probleme mit der Hyperaktivität, weniger Probleme mit der Aufmerksamkeit und der Konzentration den Misch-Typ - große Probleme mit der Aufmerksamkeit, der Konzentration und der Hyperaktivität
Also nicht alle Kinder mit ADS sind ruhige Kinder.
LG Susanne
Beitrag von ccshtybu1990 - 23.12.11 - 09:31 Uhr
Das mit dem Mischtyp ist gut zu wissen, werde ich mich mal drüber informieren, wusste ich noch nicht aber ADHS hat nicht die Hyperaktivität als vorrangiges symptom, die Hyperaktivität resultiert aus der Konzentrationsschwäche...
LG
Beitrag von delfinchen - 22.12.11 - 12:12 Uhr
Hallo,
hab ich richtig gelesen, dein Kind ist drei????
Dann bringen Tests noch sehr wenig - oder aber das Ergebnis ist mehr als fragwürdig.
Wer vermutet in dem Alter schon ADS? Ihr? Freunde? Familie? Kinderarzt?
Wenn es nach Ausrastern und Zornanfällen geht, müsste ich auch annehmen, dass eine meiner Zwillingsmädels (27 Monate) ADS hat ...
In dem Alter ist das wirklich noch nicht eindeutig erkennbar - wenn es das überhaupt jemals ist.
Oft werden die Kinder in dem Alter noch schnelle wütend, weil sie sich gerade erst von ihrer egozentrischen Weltsicht lösen und langsam erst erkennen, dass es auch andere Menschen gibt, die Bedürfnisse haben.
Manchmal werden sie in dem Alter auch wütend, weil sie sich noch nicht so exakt artikulieren können, wie sie es gerne würden.
An eurer Stelle würde ich jetzt noch gar nichts testen - man kann es ja mal im Hinterkopf behalten und die Entwicklung des Kindes daraufhin "prüfen", aber - wie gesagt - mit drei Jahren würde ich noch die Finegr von derartigen Tests lassen.
LG,
delfinchen
Beitrag von 3erclan - 22.12.11 - 12:39 Uhr
Hallo
wenn du dich ordentlich austauschen möchtest dann schau mal unter:
adhs-anderswelt.de
Meiner wurde mit 3 Jahren und11 MOntaten getestet.Knapp nach seinem Geb. bekamen wir die Diagnose und leider das erste REzept.Er ist jetzt 6 Jahre alt und nimmt immer noch keine Medis das wird sich aber nächstes Jahr ändern.
lg
Beitrag von schnuckbert - 25.12.11 - 19:09 Uhr
Ich glaube es wäre gut für dich, dich mit anderen Mamis von Kindern in deinem alter zu unterhalten. Dann würdest du erfahren, dass es normal ist, was Kinder in dem alter tun.
In Amerika nehmen mehrere Millionen Kinder bis zu drei medikamtene für ADHS oder bipolare stoerungen. Und das ist meistens Unsinn. Die Kids sitzen vorm tv essen ungesundes und viel zu viel Zucker und sind dadurch überdreht und unausgeglichen.
Ein kind muss heute meist unauffaellig nebenher gross werden. Dass geht nur bei fischen. Nicht bei Kindern.
Also entspann dich und geh mal davon aus, dass sein verhalten ok ist oder überdenke, was du tun kannst, dass er zufriedener mit sich und der Welt ist.
Bewegung. Ernährung. Beschaeftigung. Spielgefährten.
Nicht bös gemeint, nur wohlwollend.
Beitrag von ela8 - 10.03.12 - 12:14 Uhr
Hallo,
schau einfach mal hier rein:
http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/
LG
ela
