Hallo zusammen,
ich habe mein Arbeitszeugnis erhalten. Wer möchte es bitte durchlesen und ehrlich bewerten.....
Die Einführung des Unternehmens lasse ich weg und schreibe nur den Kern.
Sie zeigte bei der Bearbeitung der ihr übertragenen Aufgaben das erforderliche Fachwissen, das Sie entsprechend einsetzte. Des weiteren wurden praktische Zusammenhänge dank Ihrer raschen Auffassungsgabe schnell überblickt.
Den Anforderungen und Belastungen ihres täglichen Arbeitsaufkommens war sie gut gewachsen. Sie zeichnete sich durch eine selbständige sowie systematische Arbeitsweise aus und stellte sich schnell und flexibel auf veränderte Situationen ein.
Sie hate stets eine gute Arbeitsmoral. Sie hat wiederholt auch Aufgaben übernommen, die nicht unmittelbar in ihrem Arbeitsbereich fielen.
Dank ihrer Problemlösungsfähigkeiten erzielte Sie stets solide Resultate und hat ihre Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt. Des weiteren hat sie unseren Erwartungen voll und ganz entsprochen.
Mit allen Ansprechpartnern kam Sie gut zurecht und begegnete Ihnen stets mit Ihrer freundlichen und zuvorkommenden Art. Auch Ihr Verhalten gegenüber unseren Geschäftspartnern war einwandfrei. Sie verstand es, unser Unternehmen stets zufriedenstellend zu repräsentieren.
Danke für Eure Hilfe!!
Bewertung Arbeitszeugnis......
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Beitrag von nina32 - 22.12.11 - 12:44 Uhr
Beitrag von schnuffinchen - 22.12.11 - 12:47 Uhr
Damit gäbe es bei uns 'ne Absage.
Beitrag von thea21 - 22.12.11 - 12:55 Uhr
Ja.
Beitrag von miau2 - 22.12.11 - 12:58 Uhr
Hi,
nach einzelnen Bedeutungen googeln kannst du selbst (berücksichtigen sollte man dabei halt, dass es - gerade in kleineren Betrieben - tatsächlich noch Menschen gibt, die solche "Codes" in der allerbesten Absicht reinschreiben. Weil sie gut klingen...).
Mein erster Eindruck: nicht wirklich gut. "Hat ihre Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt" wäre z.B. übersetzt mit Note 3. Der Rest klingt halt auch nicht wirklich überzeugend.
Ob es so gerechtfertigt ist weißt natürlich nur du. Und wie viel Gewicht das Zeugnis hat ist eine andere Frage - ich kenne Personaler, die fast gar keine Zeugnisse mehr lesen, da die allermeisten heute ihre zeugnisse eh selbst schreiben dürfen (vermutlich auch positionsabhängig), und die Aussagekraft damit eh gleich 0 ist.
Viele Grüße
miau2
Beitrag von hedda.gabler - 22.12.11 - 12:59 Uhr
Ui, da weiß jemand wohl sehr genau, wie man ein wohlwollendes schlechtes Zeugnis schreibt.
LG
Beitrag von nina32 - 22.12.11 - 13:10 Uhr
Die Befürchtung hatte ich von Anfang an. Ich habe dieses Zeugnis erst nach fünfmaligen Anfragen erhalten. Kann ich dagegen angehen??
LG
Beitrag von hedda.gabler - 22.12.11 - 13:41 Uhr
Hallo.
Da das Zeugnis ja wohlwollend geschrieben wurde, solltest Du einen Anwalt dazu befragen ...
... wie schätzt Du denn Deine eigenen Leistungen ein?
LG
Beitrag von oberhuhnprillan - 22.12.11 - 14:51 Uhr
Kannst du mir mal im einzelnen erklären, was an dem Zeugnis so schlecht ist. Ich glaube das wohl, aber mir sind die Codes nicht vertraut.
Beitrag von hedda.gabler - 22.12.11 - 15:24 Uhr
Hallo.
Würdest Du da bitte google bemühen ... das ist mir hier echt zu aufwendig.
LG
Beitrag von oberhuhnprillan - 22.12.11 - 15:26 Uhr
Dann nicht.
Beitrag von schnuffinchen - 22.12.11 - 15:52 Uhr
Um es mal ganz grob in einen Satz zu packen - sozial unverträglich, mit ihren Aufgaben überfordert, man ist froh, dass man sie los ist.
Beitrag von oberhuhnprillan - 22.12.11 - 16:13 Uhr
Mhm, dass sowas wie "solide" oder "einwandfrei" nicht wirklich gut ist, war mir klar, aber sonst ...
Ich finde, dieses Arbeitszeugniskaudawelsch ist total daneben. Wer hat sich das eigentlich ausgedacht? Letztendlich läuft es doch darauf hinaus, dass sich die Arbeitnehmer mit einem vermeintlich guten Zeugnis bewerben, das dann total schlecht ist. Und das alles nur, weil das Zeugnis keine negativen Formulierungen enthalten darf. Dann doch lieber für alle ersichtlich schlecht.
Beitrag von our_darkness - 22.12.11 - 15:17 Uhr
Sehe ich auch so, das Zeugnis ist wirklich schlecht.
LG
Ch.
Beitrag von cami_79 - 22.12.11 - 13:06 Uhr
Damit sollte man sich nicht bewerben, lass es überarbeiten!
Beitrag von pinktier - 22.12.11 - 13:18 Uhr
Das Zeugnis ist sehr gut - geschrieben.
Da hat ein Personaler sein Aufgabe, ein ebenso wohlwollendes wie verheerendes Zeugnis zu schreiben, mit Bravour gelöst.
Beitrag von ninanina89 - 22.12.11 - 13:39 Uhr
ohjee hast du es so unterschrieben?
Beitrag von nina32 - 22.12.11 - 13:46 Uhr
Hi,
ich habe nichts unterschrieben. Das Zeugnis wurde mir nachträglich per Post geschickt. Ich habe in der Firma schon ab September nicht mehr gearbeitet und nach fünfmaligen nachfragen erst jetzt das Zeugnis bekommen.
LG
Beitrag von myimmortal1977 - 22.12.11 - 16:57 Uhr
Wenn Du Dir die Kosten und Mühen machen möchtest, zeig es einem Zeugnisexperten. Das Zeugnis ist jetzt nicht die Bombe, aber auch nicht unterirdisch.
Der Durchschnitt wäre eine 3 in der Note.
Man darf aber auch immer nicht vergessen und deshalb rate ich Dir dringend an, einen echten Experten aufzusuchen, dass das Zeugnis nur so gut geschrieben sein kann, wie der Schreiber echte Ahnung von Zeugnisformulierungen hat.
Oftmals werden Zeugnisse mit besten Wünschen geschrieben, in der Meinung, man tut dem MA damit etwas gutes, schreibselt sich da aber einen ab, wo die Sätze bei anderen Personalern sauer aufstoßen würden.
Was MIR ganz grob ins Auge fällt wäre, das Dein Verhalten gegenüber Vorgesetzten nicht erwähnt wurde. Wenn das wegfällt oder ganz am Ende steht, z. B. Ihr Verhalten gegenüber Kunden, Kollegen und Vorgesetzten..... Würde das so geschrieben bedeuten, dass Du bei Vorgesetzten lieber von hinten als von vorne gesehen wurdest.
Die positive Reihenfolge wäre: Frau XX war bei Vorgesetzten, Kollegen und Kunden gleichermaßen beliebt und geschätzt.
Ein paar Sätze klingen komisch... Die kann man so oder so auslegen.... Aber wenn ich dieses Zeugnis ganz ehrlich sehen würde, würde ich als erstes sagen, da hat jemand geschrieben, der davon keine allzugroße Ahnung hatte.....
Das Zeugnis ist wohlwollend geschrieben. Das ist wichtig. Wenn Deine tatsächliche Arbeitsleistung eine 3 dokumentierte, wird es kompliziert zu belegen, Dich auf eine bessere Note zu befördern....
Manchmal leidet auch der MA an grober fehlgeleiteter Selbsteinschätzung. Manchmal wollen auch die Unternehmen dem MA eins auswischen... Das darf natürlich nicht passieren, aber wenn es zum Rechtsstreit kommt, muss man eindeutige Beweise vorlegen.
Dir alles Gute, Janette
Beitrag von caro300 - 23.12.11 - 18:05 Uhr
Dein Zeugnis hat eine durchschnittliche Bewertung. Schlechter darf die Firma einen eh nicht bewerten. Es liesst sich von den Sätzen irgendwie komisch. Ich würde versuchen, es umschreiben zu lassen. Den Satz mit: Sie verstand es, unser Unternehmen stets zufriedenstellend zu repräsentieren, finde ich voll daneben. Den würde ich rausnehmen lassen.
Auch den Satz mit allen Ansprechpartner kam Sie gut zurecht, würde ich abändern in: Aufgrund ihrer freundlichen und zuvorkommenden Art verstand sich Frau ... mit allen Ansprechpartnern sehr gut. Ihr Verhalten gegenüber unseren Geschäftspartnern war stets einwandfrei.
Liebe Grüße
Carola
Beitrag von bruchetta - 24.12.11 - 11:18 Uhr
Ich sehe das Zeugnis bei 3-4.
Wenn Du der Meinung bist, dass Du eine erheblich bessere Beurteilung verdient hast, solltest Du dagegen angehen.
Ansonsten lohnt es sich nicht.
Man darf aber nicht vergessen, dass ein AG mit seinem Zeugnis, dem Mitarbeiter keine Steine für den weiteren beruflichen Lebenslauf in den Weg legen darf.
Eine Userin schrieb schon, es käme in ihrer Firma zu einer Absage, wenn es mehreren bis vielen so geht, ist das natürlich mehr als schlecht.
