Hallo
Ich hab da eine Frage, eigentlich geht sie eher in den Bereich Rechtsfragen, aber ich weiß nicht wohin sonst damit, darum stell ich sie hier.
Es ist so, daß ich leider vor Jahren Schulden gemacht hab und das nicht grad wenig. Ich bin dann ins ALG2 abgerutscht, war alleinerziehend und ich hab in der Situation versucht zu zahlen, was nur geht. Leider stand immer öfters der GV vor meiner Tür.
Ich hab dann 2009 jemanden kennen gelernt, wir waren total verliebt. Er hat mich immer wieder finanziell unterstützt. Sprich wenn Mahnung kam oder auch der GV, dann war er sofort da und hat mir Geld dafür gegeben. Ich hab damals gesagt, daß ich ihm das zurück geben werde irgendwann, doch er meinte nur, daß wäre Blödsinn, wir wären schliesslich ein Paar und ihm wäre das Geld total egal. Ich hatte immer schlechtes Gewissen, aber keine andere Wahl.
Im Jahr 2010 hab ich dann erfahren, daß er mich betrogen hat, sogar mit einer anderen Frau ein Kind bekommen!! Ich hab mich dann von ihm getrennt, wir sind sehr böse auseinander gegangen. Ich hab dann in einer Schuldnerberatung Hilfe gesucht und gehe nun 6 Jahre durch einen Schuldenbereinigungsplan.
Nun hab ich gestern von ihm eine Mail bekommen, daß er sein Geld wieder habe möchte und zwar sofort - sind ca. 1000,- ansonsten geht er den Weg des Mahnverfahrens. Ich bin total entsetzt. Er hat immer mir alles freiwillig gegeben und nun so? Ich weiß nicht weiter, geht er den Weg des Mahnverfahrens kippt mein SBP. Auf Ratenzahlung lässt er sich nicht ein. Hat er überhaupt das Recht dazu? Es war ja alles freiwillig, er sagt nur, er hat alle Einzahlungsbelege plus sms wo ich geschrieben hab, ihm daß Geld nach Möglichkeit wieder zurück zu zahlen.
Hoffe hier hat jemand einen Rat.
LG schneeflocke3
Dringend Hilfe bitte.... private Schulden... nun zurück...Rechtens?
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Beitrag von schneeflocke3 - 22.12.11 - 14:03 Uhr
Beitrag von pinacolada68008 - 22.12.11 - 14:10 Uhr
Warum hast Du diese privaten Schulden nicht schon bei beginn des Insolvensverfahrens angegeben?
Oder hat er Dir das Geld für sexuelle oder andere Dienstleistungen gegeben? Nein?
Dann hätte doch klar sein müssen, das Du die 1000€ zurückzahlen mußt. Egal ob er das während der Beziehung freiwillig geben hat oder nicht.
Klar hat er ein Recht seine Kohle zurückzuverlangen - Du bist putzig. Erst verschweigst Du Schulden und jetzt geht Dir der Allerwerteste auf Grundeis....
Ich würde auch keine Ratenvereinbarung von jemanden akzeptieren, der bekanntermaßen zahlungsunfähig ist.
Ja dumm gelaufen.
Pina
Beitrag von windsbraut69 - 22.12.11 - 14:14 Uhr
Er hat das Geld doch gar nicht zurück haben wollen und kommt jetzt im Nachhinein (schäbiger Charakterzug übrigens) damit an...
LG
Beitrag von pinacolada68008 - 22.12.11 - 14:20 Uhr
Wann soll er denn sonst kommen mit der Rückzahlung, wenn nicht nach der Trennung?
Das man Schulden während einer laufenden Beziehung nicht zurückfordert, wenn der Partner nix hat ist doch klar!
Wie kann die TE denn nur davon ausgehen, das er auf so viel Geld verzichtet?
Für mich währe von Anfang an klar gewesen, das auch dieses Geld zurückgeführt werden muß.
Pina
Beitrag von windsbraut69 - 22.12.11 - 14:24 Uhr
Wenn von Rückzahlung seinerseits keine Rede war, weil sie ein Paar waren, würde ich das außenstehend als Geschenk betrachten.
Nicht, dass ich geldgierig bin oder es in ihrer Situation gern geschenkt nehmen würde nach der bösen Trennung aber an seiner Stelle würde ich es auch nicht zurück fordern, nur, weil die Beziehung gescheitert ist.
LG
Beitrag von falkster - 22.12.11 - 16:06 Uhr
na dann kann sich glücklich schätzen, wer mit Dir keine "Einstehensgemeinschaft" führen muss.
Völlig verkorkste Sichtweise, sorry.
SO kann man keine Beziehung führen.
Beitrag von pinacolada68008 - 22.12.11 - 16:39 Uhr
Nee, mein Lieber, man sollte sich glücklich schätzen, wenn man mit mir eine Beziehung führt, denn ich würde nie auf Kosten eines anderen leben wollen.
Ja, es gibt sie noch: Frauen mit Stolz und Rückrad
Pina
Beitrag von falkster - 22.12.11 - 16:47 Uhr
Du meinst Rückgrat... 
Mit Stolz hat das nix zu tun. Schliesslich geht man gemeinhin eine Beziehung bewusst ein, da man sein Leben teilen und es gemeinsam begehen will.
Alles andere wäre eine Zweckpartnerschaft...
Beitrag von pinacolada68008 - 22.12.11 - 17:15 Uhr
Schliesslich geht man gemeinhin eine Beziehung bewusst ein, da man sein Leben teilen und es gemeinsam begehen will.
Richtig und nicht um den anderen abzuzocken...
Mein Schulden zahle ich selbst, das muß kein Mann übernehmen
Pina
Beitrag von falkster - 22.12.11 - 19:57 Uhr
Und aus dieser Logik leitest Du die Rechtfertigung ab, dass der Ex in diesem Fall, Geld, welches er der TE, explizit in Ablehnung einer Rückzahlung(!), überlassen hat, nach der Trennung wieder einfordert???
Ich finde das für moralisch mindestens bedenklich...
Es ehrt Dich vielleicht, dass Du Deinen Kram selber regeln magst und bei einem potentiellen Lottogewinn Deines Partners explizit nicht davon profitieren magst, aber wie gesagt, hat das eigentlich nicht wirklich erklärende Wirkung was Deine Aussage zum Problem der TE angeht...
Beitrag von scullyagent01 - 23.12.11 - 07:45 Uhr
Dumme Frage:
Wo siehst Du in diesem Threat eine:
"explizit in Ablehnung einer Rückzahlung(!)"
ich seh das nirgentwo.
Nur ein: zahl dann wenn Du kannst.
Was nach m.E. inhaltlich etws vollkommen Anderes / Gegensätzlicheres ist.
Ich finde auch, das das Geld nie geschenkt war.
Scully
Beitrag von windsbraut69 - 23.12.11 - 10:38 Uhr
"Ich hab damals gesagt, daß ich ihm das zurück geben werde irgendwann, doch er meinte nur, daß wäre Blödsinn, wir wären schliesslich ein Paar und ihm wäre das Geld total egal. Ich hatte immer schlechtes Gewissen, aber keine andere Wahl."
Ich würde das jetzt schon als Geschenk deuten.
Gruß,
W
Beitrag von falkster - 23.12.11 - 11:30 Uhr
Eine andere Deutung kann es mit logischem Menschenverstand auch nicht geben...
Beitrag von windsbraut69 - 23.12.11 - 11:58 Uhr
Sollte man meinen.
Wegen Geld, mit dem ich selbstverständlich aushelfe und das mir zudem noch völlig egal ist, versuche ich nicht aus gekränkter Eitelkeit oder was auch immer, eine Existenz zu ruinieren.
Beitrag von falkster - 23.12.11 - 23:35 Uhr
Eine sehr vernuenftige, weil menschliche, Einstellung.
Beitrag von windsbraut69 - 26.12.11 - 10:00 Uhr
Wird mir hier vielleicht nicht jeder abnehmen aber das ist meine Ansicht von Moral in Geld- und Beziehungsangelegenheiten.
LG,
W
Beitrag von windsbraut69 - 23.12.11 - 07:03 Uhr
Und in der Rolle des finanzielle Stärkeren?
Wo liest Du denn aus ihrem Text heraus, dass sie ihn um Geld gebeten hat und es nie zurück zahlen wollte?
Schreibst Du in einer Beziehung jedes Essen oder was auch immer auf, das Dein Partner Dir unterwegs bezahlt, um es nach der Trennung zurückzuerstatten?
gruß,
W
Beitrag von ohiticawin - 23.12.11 - 13:22 Uhr
Wir sollten uns bewusst machen, dass es sich um eine Beziehung handelt, die 2009 begann und 2010 wieder endete. Diese Formlierung könnte bewusst gewählt worden sein um (vllt sich selbst) eine zB vierwöchige "Beziehung" als Partnerschaft schön zu reden... aber vielleicht täusche ich mich auch ...
Der Mann ist in dieser "Beziehung" sicherlich auch (neben dem Geld das er ihr gegeben hat) für alles andere aufgekommen (Einkauf, Disko- oder Restaurantbesuch und auch für die Butterbrote). DAS will er ja offensichtlich nicht zurück.
Was da wirklich gesagt wurde wissen nur die beiden, ich finde es nicht in Ordnung das Geld nun nicht zurückzahlen zu wollen. Dass er es jetzt so von heute auf morgen zurückhaben will ist natürlich auch fies, denn er weiß ja vermutlich um ihre Situation... vielleicht kann sie mit ihm ja eine Ratenzahlung vereinbaren... und wenn es nur ein kleiner Betrag ist, um ihren guten Willen zu zeigen.
Problematisch allerdings ist dann dass sie damit ihre Schuld offiziell eingesteht ...
Beitrag von windsbraut69 - 26.12.11 - 10:12 Uhr
Den ersten Absatz verstehe ich jetzt so gar nicht...
ER hat ja die Geldgaben mit der Partnerschaft begründet und es ist lt. der Schilderung hier nicht so, dass sie zwar Geld genommen, die Beziehung aber mit Füßen getreten hätte...
Was genau er alles finanziert hat, bleibt völlig offen aber selbst, wenn er die Butter bezahlt hätte, wäre das nur legitim, wenn einem der beiden das Wasser bis zum Hals steht und es dem anderen orderungen der Gläubiger.
Síe hat ihm übrigens bereits Ratenzahlungen angeboten, die er abgelehnt hat. Allein ihr Angebot ehrt sie m. E., da er ohnehin kaum Chancen auf seine Forderung hat.
Gruß,
W
Beitrag von windsbraut69 - 23.12.11 - 06:59 Uhr
Hast Recht - normal ist diese Sicht im Nachhinein hoffentlich nicht.
Da würde ja auf eine möglicherweise jahrelange Beziehung eine Aufrechnung der Dinge und Gefälligkeiten folgen, die man der Bezeiehung wegen kostenlos gegeben hat...
Wer rechnet im Nachhinein schon für Lebenshaltungskosten, Geschenke oder auch kostenlose sexuelle Dienstleistungen an den ehemaligen Partner ab?
LG,
W
Beitrag von parzifal - 26.12.11 - 07:09 Uhr
Warum soll sie denn nun noch Geld für seine kostenlosen sexuellen Dienstleistungen zahlen?
Oder er an Sie?
Beitrag von sassi31 - 22.12.11 - 18:08 Uhr
***Wann soll er denn sonst kommen mit der Rückzahlung, wenn nicht nach der Trennung?***
Gar nicht, wenn er es der TE geschenkt hatte. Und so hört sich das in ihrem Thread an.
Beitrag von nick71 - 22.12.11 - 18:37 Uhr
"Dann hätte doch klar sein müssen, das Du die 1000€ zurückzahlen mußt. Egal ob er das während der Beziehung freiwillig geben hat oder nicht."
Wenn das Geld ausdrücklich als Geschenk deklariert war, darf man m.M.n. davon ausgehen, dass es auch nach dem Beziehungsende noch geschenkt (also nicht zurückzuzahlen) ist.
"Klar hat er ein Recht seine Kohle zurückzuverlangen"
Nee, du...so klar ist das eben nicht. Sollte das vor Gericht gehen, wird letztendlich der Richter entscheiden müssen, wem er glaubt...wobei die TE sich mit ihren SMS u.U. einen Bock geschossen hat.
"Erst verschweigst Du Schulden und jetzt geht Dir der Allerwerteste auf Grundeis...."
Siehe oben. Die TE ist davon ausgegangen, dass es sich um ein Geschenk handelt, das sie behalten darf. Ansonsten hätte sie das sicher nicht verschwiegen (würde ja auch irgendwo keinen Sinn machen).
"Ich würde auch keine Ratenvereinbarung von jemanden akzeptieren, der bekanntermaßen zahlungsunfähig ist."
Die komplette Summe auf einmal zu fordern, wäre unter diesem Hintergrund noch viel sinnloser.
Beitrag von thea21 - 22.12.11 - 20:47 Uhr
Stimmt, zu sagen man verzichte auf das Geld um bei der nächstbesten Gelegenheit zu sagen: "Gibs mir wieder" ist um Längen besser.
Beitrag von windsbraut69 - 22.12.11 - 14:13 Uhr
Ohje - warum hast Du ihm denn die Schuld bloß schriftlich eingestanden???
Hast Du im Gegenzug auch SMS von ihm, in denen er die Rückzahlung ablehnt, wie Du es oben erwähnt hast?
LG,
W
