Handyvertrag, Smartphone, etc für Jugendliche

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Beitrag von sakirafer - 22.12.11 - 15:34 Uhr

Hllo zusammen,

meine Söhne sind noch weit davon entfernt, jugendlich zu seon, aber aus Interesse lese ich auch immer hier mal mit (reine Neugier, was auf mich mal zukommen kann).

Habe einen Thread entdeckt, indem eine 15-jähhrige immens hohe Kosten durch ihr Handy verursaht und nicht wirklich einsichtig sein will.

Ich habe mich da gefragt, ob ich meiner 15-jährigen ünerhaupt ein solches Handy zur Verfügung gestellt hätte. Ich gehöre noch zu der Generation, die mit Schnurtelefon zu Hause im Flur gesessen hat, um halbwegs ungestört von der Familie telefonieren zu können. Internetanschluss gabs erst, als ich schon volljährig war und nur auf drängen meines älteren Bruders (ich kenne noch die Einwählgeräusche...surfen und telefonieren gleichzeitig ging nicht).

Ich selbst besitze ein ganz normales Handy, nix besonderes, ohne Schnickschnack. Kann telefonieren und fotografieren (aber nur, weils kaum noch andere gibt).

Natürlich kann ich mich dem Fortschritt der Technik nicht entziehen (will ich ja gar nicht) und meine Kinder sollen ja auch Enticklungen miterleben, aber internetfähige Smartphones unkontrolliert an Jugendliche kommt mir momentan noch befremdlich vor.

Handy ja (wobei ich mir im Moment noch gar nicht sicher bin, ab welchem Alter das Sinn macht), aber ein Smartphone mit allen möglichen Flats und uneingeschränkt ZUgang zum Internet?
Gehöre zu de Fraktion, die ihrem Kind wohl ein Prepaid-Handy zugestanden hätten, das einmal im Monat von mir aufgeladen wird. Gut, bis meine Jungs in dem Alter sind gibts wahrscheinlich ganz andere Dinger, aber mich würde nun mal interessieren, wie es Eltern aktuell sehen.

Smartphones ja oder nein? Flats ja oder nein? Wie schützt man Minderjährige vor bedenklichen Inhalten des Netzes, wenn sie über Smartphones verfügen?

Danke für eure Meinungen.

GLG

Sakirafer

Beitrag von urmel1984 - 22.12.11 - 15:50 Uhr

Huhu

Ich bin zwar 7 Jahre jünger als du aber das mit dem "im Flur mit dem Schnurtelefon verstecken und wispern" kenn ich auch noch #rofl

Ich habe das Handy meines LG übernommen, auch ein ganz normales ohne großen Schnick Schnack.
Mit 15 ( ich bekenne mich ) habe ich meinen Vater so lange bearbeitet bis ich ein Vertragshandy bekam. Warum?
Handys mit Prepaid waren damals in der Anschaffung teuerer als die mit Vertrag und ich hätte ewig sparen müssen bis ich mir eins hätte leisten können ;-)
2 mal oder 3 mal hat sich mein Vater das angesehen und weg war das Vertragshandy ;-) weil ich mich nicht ans Limit gehalten hab. Konsequent war er ja! #zitter

Ja, jedenfalls habe ich seidher nur noch Prepaid Handys und seid es diese Flats gibt ( auch für die Prepaid Karten ) nutze ich doch lieber das. 20 Euro aufladen, einen Monat kostenlos ins O2 Netz telefonieren und ins Festnetz. Dazu noch jedes Mal 300 SMS geschenkt, ich wäre froh gewesen das hätte es damals schon gebene :-p;-)

Meine 3 sind auch noch nicht in dem Alter mit Handy usw aber WENN sie mal in das Alter kommen dann wirds sicherlich kein Vertragshandy oder irgendein teuerers Handy. Eins, welches dann als Durchschnitt gilt ;-) mit Prepaid Karte, mit deren Guthaben sie dann eine Flat machen können. Wenn Restguthaben vorhanden ist können sie das vertelefonieren und wenns weg ist, ists eben weg.
Internet Flats für Jugendliche finde ich unsinnig, viele haben entweder einen eigenen PC im Zimmer oder können bei den Eltern den mitnutzen. Ich finde nicht, dass ich deswegen ein Kontrollfreak bin aber mit 14 möchte ich nicht, dass meine Tochter "frei" per Handy im Netz rumsurfen kann ohne, dass ich weiß was sie da so macht.

Das hat nix mit Spionieren zu tun aber es gibt genug Perverslinge #contra

ich finde ein Teeni braucht nicht wirklich ein Smartphone. Nicht weil ich keins hab, sondern einfach weil sie es echt nicht brauchen ;-)

Wenns an der Zeit ist, werden meine Kinder das bekommen was sinnig ist und was man kontrolieren kann ( Kosten/Flat ) aber nichts mit Vertrag. Bin gerne bereit das einmal pro Monat aufzuladen wenns soweit ist, wie gesagt: entweder sie machen sich ne Flat, laden dann vom Taschengeld nochmal was nach aber dann wenns leer ist, ists leer.

Gruß

J.

P.S. ich erinnere mich gerade an unsere altes Telefon :

http://www.schwingelschwingeldingdong.com/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/telefon.jpg
Das hatten wir in Grün
Meine Oma hatte gar noch sowas:
http://www.ebay.de/itm/Altes-Telefon-Wahlscheibe-Weiss-Dachbodenfund-/150720895103?pt=Antike_B%C3%BCrotechnik&hash=item2317aa587f

Beitrag von sini60 - 22.12.11 - 17:05 Uhr

Jugendliche kannst du nicht mehr kontrollieren, weil du sie nicht mehr immer um dich rum hast. Deshalb ist Aufklärung wichtig und kein Verbot. Bis deine Kinder mal in dem Alter sind wollen und brauchen, die was ganz anderes. Also darüber braucht man sich jetzt noch keine Gedanken machen.

Das Jugendliche andere Dinge wichtiger sind als für sich selber ist das normalste der Welt und das muss man auch respektieren. Ich wundere mich immer wieviele junge Mütter bereits die alte Schiene fahren "Früher gabs das auch nicht oder ich habe das auch nicht gemacht oder gehabt". Da habe ich mit meinem hohen Alter (50) keine Probleme mich in Jugendliche reinzuversetzen.

Beitrag von urmel1984 - 22.12.11 - 17:17 Uhr

Hallo,

so hoch ist dein Alter nun auch wieder nicht ;-) mein Vater ist 54 und meine Mutter wäre 51 gewesen dieses Jahr und beide sind ausgeflippter ( gewesen ) als ich.

Ich bin wirklich locker aufgewachsen, meine Eltern haben mir immer viel erlaubt und auch gegönnt. Aber selbst ich mit 27 die ja noch "jung" ist verstehe nicht was an einem Smartphone so toll ist oder WARUM man damit ins Internet muss wenn man einen eigenen PC/Laptop im Zimmer hat #kratz
Ebenso braucht man doch auch kein Smartphone für Musik, dafür gibt es doch MP3 Player, oder sind die auch schon wieder out und ich hab es nicht gemerkt?

Grundsätzlich gönne ich meinen Mädels alles "was auch andere" haben und was sinnig ist. Also auch ein Handy, denn es hat ja nicht nur Nachteile!
Aber MUSS es ein Vertrag mit dem neuesten Handy samt Internet Flat, Sms Flat und Telefonie Flat sein?

Ich fahre nicht die alte Schiene, echt nicht. Aber wo sind die Maßen?

Ich hatte das nicht, gönne meinen Mädchen aber wenn es irgendwann soweit ist schon eine Flatrate fürs Handy was es ja auch mittlerweile für Prepaid Handys gibt.
Finde darin auch einen Nutzen, denn sie müssen nicht versteckt wie ich damals noch mit dem Schnurtelefon telefonieren sondern können uns Eltern jederzeit erreichen. Das ging damals in einer Notlage nicht, man musste immer ans nächste Münztelefon laufen.

Das mit dem "unter Kontrolle" halten meinte ich eher, dass ich wenigstens ab und an mal nachsehen kann mit WEM meine Kinder irgendwann chatten oder es auch "sichere" Chatts gibt, das kann man bei einem Smartphone nicht einrichten.
Ja, Aufklärung ist ein wichtiger Schritt, das stimmt wirklich! Das werde ich auch so halten!

Grüße

J.

Beitrag von sakirafer - 22.12.11 - 23:08 Uhr

...bis 1990 hatten wir auch noch ein Wählscheibentelefeon#rofl waren da aber bisschen Rückständig. Meine klassenkameraden hatten da schon längst Tastentelefone. Die Familie meines Mannes war damals schon immer up to date, hatten schon 1992 schnurlose Telefone...Riesenteile :-)

Beitrag von urmel1984 - 23.12.11 - 07:53 Uhr

Meine Oma hatte ihr Telefon bis sie starb 2002 ( also das mit der Wahlscheibe ). Danach verkaufte mein Vater leider das Haus und das Telefon kam quasie unter die Räder.

Sonst hätte ich es noch gerettet!
Wir selbst hatten unser erstes Telefon welches ohne Schnur war glaube ich erst 1997 oder 1998. Mein Vater vertrat die Meinung: Das Grüne tuts noch und so lange bleibt es stehen #rofl als es dann ENDLICH, ENDLICH den Geist aufgab kaufte er ein Neues. Viel hatte man nicht davon als Teeni, der Akku ar schnell leer, meinen Vater natürlich gefiel das denn da wir damals sowas wie ne Festnetzflatrate nicht hatten durfte man auch nie lange telefonieren ;-)
Meine Mutter wünschte sich von mir mal eins auf Geb. ( meine Eltern waren zwischenzeitlich geschieden ) und ich kaufte ihr dann eins 2002 ( da war ich dann 18 ) und zwar gab es die Schnurlosen dann auch schon günstiger von No Name Firmen und ich kaufte ihr eins für 30 Euro zum Geb.

Gruß
J.

Beitrag von clementi - 22.12.11 - 16:26 Uhr

Hallo sakirafer,

unser Telefonkabel war so lang, dass ich damit in die Toilette konnte #rofl

Meine Tochter ist 8. Über ein Handy denke ich bei ihr noch gar nicht nach.

Und ich selbst habe auch nur das einfachste Handy, das es auf dem Markt gibt (ohne Internet. Zu Hause surft es komfortabler und billiger).

Und wenn Handy für Jugendliche dann nur eines mit Prepaid-Karte. Ist das Guthaben aufgebraucht, dann geht halt nichts mehr. Man lernt dann haushalten. Mein erstes Handy hatte auch eine Prepaid-Karte.

GLG

Beitrag von sakirafer - 22.12.11 - 23:09 Uhr

Hallo,

ich denke, am Anfang reicht das ja auch dicke.

GLG

Sakirafer

Beitrag von sini60 - 22.12.11 - 16:40 Uhr

Meine Generation kannte als Jugendliche weder PC noch Handy. Das kam alles sehr viel später. Meine Kinder sind bereits erwachsen und ich habe noch nie ihr Leben mit meines verglichen. Das sind einfach völlig unterschiedliche Schuhe.

Aber auch in meinem hohen Alter weiß ich, dass man ein Kartentelefon noch einem 10-jährigen unterjubeln kann aber den wenigsten 15-jährigen. Internetfähig muss ein Handy sein, weil sie so über verschiedene Anbieter kostenlos Nachrichten schicken können. Mittlerweile gibt es daher sehr kostengünstige Flats für Jugendliche. Eine Karte rentiert sich nur für diejenigen, die kaum telefonieren oder SMS verschicken, weil es teurer ist.

Minderjährige schützt man davor, dass man sie darüber aufklärt und ihnen den richtigen Umgang damit zeigt.

LG
Sini

Beitrag von sakirafer - 22.12.11 - 23:22 Uhr

Hallo Sini,

musste jetzt glatt mal schauen, wie alt du denn bist und verstehe ehrlich gesagt nicht, was du mir nun damit sagen wolltest, weil du es so betonst. Ich nehme an, dass du über 15-jährige besser bescheid weißt als ich. Klar, meine Erfahrung mit 15-jährigen beschränkt sich darauf, dass selbst mal 15 war. Alles andere werde ich lernen, wenn meine Kinder in dem Alter sind.

Ich denke schon, dass man automatisch sein Leben mit dem seiner Kinder vergleicht. Ich berwerte es nicht als besser oder schlechter, einfach ander. Und um zu dieser Entscheidung zu kommen, muss man erst mal vergleichen.

Kostenlos Nachrichten können sie ja uch über SMS-Flat verschicken, müssen ja nicht immer alle Anbieter von überall erreichbar sein, denke ich.
Meine Nichte textet sogar von der Schulbank aus (lässt sich ja alles über Facebook nachverfolgen), und das finde ich ehrlich gesagt nicht so toll.

Sicher ist Aufklärung ein wesentlicher Bestandteil von Schutz, aber ich zweifle ehrlich gesagt daran, dass das alleine reicht. Sicher gibt es Kinder, bei denen es so fruchtet, aber ich glaube nicht alle.

Liebe Grüße

Sara

Beitrag von kathrincat - 22.12.11 - 18:04 Uhr

unsere wird mit 6 ein normles handy bekommen so wie viele kinder hier! ich denke mit 10... dann eine mit internet.... gibt da ja verträge für 35 euro die alles abdecken, internet, sms, tel. ins festnetzt und alle handynetze, warum sollen wir uns dan noch mit eine aufladbaren handy befassen.

Beitrag von felidae01 - 22.12.11 - 20:23 Uhr

Unser Junior (10) hat, seit er aufs Gymnasium kam, ein ganz einfaches Handy (kann nicht mal fotografieren, nur Telefon und SMS). Prepaid-Karte. Reicht völlig aus, da es als Notfalltelefon gedacht ist. Finde es schon wichtig, dass er uns so jederzeit erreichen kann, zumal es auch nicht mehr überall Münzfernsprecher gibt so wie früher, als fast an jeder Ecke eines war.

Smartphone mit Internet? Wozu? Er kann den PC zu Hause nutzen - kontrolliert, weil er ansonsten alles andere rundherum vergessen würde. Da kann ich mir ausmalen, was bei einem Smartphone mit Internet passieren würde. Das hat ja auch noch Zeit...

Bisher sind wir damit recht gut gefahren.

LG #katze

Beitrag von sakirafer - 22.12.11 - 23:26 Uhr

Hallo Felidae,

ich sehe es bisher so wie du. Handy gehört ohne Frage zum Leben heute dazu, aber das Komplettpaket muss ja nicht gleich sein.

Und wie viel man dann zugibt kommt ja dann auch auf das Kind darauf an.

GLG

Sakirafer

Beitrag von felidae01 - 23.12.11 - 08:33 Uhr

Hallöle!

Ganz genau. Auch unser Junior wünscht sich nun schon das zweite Jahr in Folge zu Weihnachten ein Smartphone. Dafür muss er aber auch etwas tun. Er ist noch recht jung und manches kann er noch nicht so einschätzen. Derzeit gibt es ein festes Budget (eine Aufladung 15 Euro kann er pro Monat geltend machen). Uns muss er nur anklingeln, wir rufen ihn zurück. Der Rest ist dann für SMS oder Anrufe bei seinen Freunden. Meist reicht es aber über zwei bis drei Monate. Das Finanzielle ist bei uns also nicht das Problem.

Viel mehr Sorge bereitet uns da eher sein Hang zu spielen. Da er sich aber bis heute nicht wirklich an abgesprochene Zeiten (am PC) halten kann, halte ich ein internetfähiges Handy für fehl am Platz. Mit einem Handy mit Internetzugang wird die Kontrolle viel komplizierter. Das wollen wir nicht und er kann so lernen, sich das notwendige Vertrauen unsererseits zu erwerben.

Ich denke, in zwei bis drei Jahren ist sicher die Zeit gekommen, ihn da auch wirklich zu belohnen, wenn er sich weiterhin so gut entwickelt und die Lehren aus seinen Fehlern auch annimmt ;-) Momentan interessiert ihn mein Ebook-Reader (viele Bücher, Reportagen...) viel mehr. Das wäre für uns viel eher eine Möglichkeit, ihn zu fördern, da er sehr gern liest (Lexika). Und ich sehe das auch viel lieber als dass er irgendwelche Spiele stundenlang zockt.

Fazit: Ich denke persönlich, dass die lieben Kleinen heute schon viel zu sehr auf diese ganzen Geräte fixiert sind. Sie wachsen einfach damit auf und es gibt soviele Anwendungen zu entdecken. Doch ich hab das Gefühl, dass darüber leider viele andere Dinge ins Hintertreffen geraten. Sie gehen weniger raus, treffen mitunter die Freunde seltener (man kann ja chatten)... Auch dieses "die haben alle..." bekommt da ganz neue Dimensionen. In der Klasse meines Juniors hab auch Mädchen gesehen, die schon die tollen Smartphones haben. Dort wird auch teilweise die Zugehörigkeit eben am Handy (oder an Klamotten) festgemacht. Das möchte ich nicht unbedingt fördern. Aber das ist eben nur meine ganz persönliche Meinung.

LG #katze

Beitrag von jazzbassist - 22.12.11 - 20:44 Uhr

>Smartphones ja oder nein?
Kommt für mich auf das jeweilige Kind an und, wofür es das Handy überhaupt haben möchte (respektive die Eltern das anschaffen). Wenn der einzige Grund für das Handy ist, im Notfall erreichbar zu sein … warum sollte es da ein Smartphone sein? Wenn der einzige Grund für das Anschaffen ist, weil es das super-coole elektronische Alles-Könn-Spielzeug ist, dass noch 2MP mehr haben muss als das Smartphone von Paul … ich denke, für die meisten Teenies ist das Handy eher ein reines Statussymbol, wo es eher ums haben geht; wie das in der Generation davor z.B. noch die Markenklamotten waren. Ich glaube, da eignet sich ein normales Handy, dass nur telefonieren kann, so überhaupt nicht für. Wie viel Sinn oder Unsinn das macht … ich glaube, das ist - wie bei all diesen Statussymbolen in diesem Alter … die wenigsten Teenies müssen mit Kauflandhosen vom Grabbeltisch rumrennen, wenn das für die Eltern finanziell kein Problem ist … irgendwann setzt man da als Elternteil aber doch mal - aus Prinzip #cool - eine Grenze. Grundsätzlich sehe ich da aber keine Probleme, wenn ein Teenie ein Smartphone hat.

>Flats ja oder nein?
Also bei einem Smartphone finde ich eine Internetflat schon für sinnvoll, weil die Teile Ihren Nutzen nun mal darin haben, dauerhaft im Internet zu sein. Ohne Flatrate (die im einfachsten Falle 10 Euro kostet), fallen da Kosten an, die selbst bei minimaler Benutzung schon absolut unverschämt sind. Mein Kurzer kommuniziert unterwegs mit seinem Freundeskreis fast ausschließlich über eMail … da müssen die Geräte halt 24/7 mit dem Internet verbunden sein. Dafür ist der Rest am Handy (Telefonieren / SMS schreiben) absolut uninteressant … da hat er - vom Vertrag her - ein paar Freiminuten und ein paar frei-SMS, die aber definitiv reichen. Wenn man eine verknallte 14-Jährige zu Hause hat, die mit ihrem Freund 3000 SMS im Monat verschickt, würde ich absolut zu einer SMS-flat raten. Ich denke, es kommt eher darauf an, wie viel ein Kind dieses Handy nutzt (oder, in wie weit die Eltern überhaupt möchten, dass ein Kind/Teenie das für solche Spielereien nutzt). Bei einem Notfall Handy … die günstigste Prepaid-Karte rein und die Welt ist in Ordnung - erfüllt völlig seinen Zweck.

Ansonsten … also meiner Meinung nach wächst da einfach momentan einfach eine Generation auf, für die Telekommunikationsflatrates selbstverständlich sind … also ich persönlich kenne keine Familie mehr, die zu Hause z.B. einen Internetanschluss hat, der nach Minuten abgerechnet wird. Die kennen diese Zeiten, wo das Modem noch lustige Geräusche gemacht hat und man Abends im Internet war, weil das Telefonieren da am günstigsten war, einfach nicht mehr … das ist für die genau so selbstverständlich, wie in unserer Kindheit elektrischer Strom. Ob die jetzt unbedingt unterwegs Internet brauchen ... das ist für mich einfach eine Spielerei; ich sehe da bei Jugendlichen total wenig nutzen drin, kann aber meinen Sohn da total verstehen, dass das für ihn das coolste auf der Welt ist, einen neuen Skateboardtrick mit dem iPhone aufzuzeigen, vor Ort auf YouTube hochzuladen und direkt auf Twitter zu posten ... wäre ich 12 Jahre alt - Hand für ins Feuer - ich wäre da genau so begeistert über so ein Spielzeug gewesen. Und Spielzeuge für pubertäre Teenies ist nun mal absolut nutzlos und sinnfrei ;-)

>Wie schützt man vor Gefahren?
Ich denke, so wie immer. Wenn wir unsere Kinder das erste Mal alleine zur Schule gehen/fahren lassen, trichtern wir denen alle Gefahren ein, die wir kennen. Sei es vom netten Mann auf der Parkbank, der den kleinen Bonbons anbietet; über den Mann im Auto, der behauptet, ein Freund von Mama und Papa hat, die beide im Krankenhaus liegen; bis hin zu den Verkehrsregeln. Wir lassen unsere Kinder erst alleine gehen/fahren, wenn wir uns absolut sicher sind, dass es sich an diese Regeln hält und selbstständig/verantwortungsvoll mit diesen neuen Freiraum umgehen kann. Danach vertrauen wir ihnen und, sprechen diese Themen und Gefahren ab und an immer mal wieder an. Wieso sollte das beim Smartphone anders sein oder da nicht funktionieren?

Zumal … wenn man sich so in einer Schulklasse oder einen Sportverein oder draußen umsieht … ich glaube … die Vorstellung, sein eigenes Kind vor diesen bedenklichen Inhalten dadurch schützen zu können, ihm kein internetfähiges Handy zu geben, finde ich schon ein wenig naiv. Wenn ein Kind diese bedenklichen Inhalte sehen möchte, fragt es notfalls den Sitznachbarn in der Pause, wenn er die nicht ohnehin schon ungefragt zu sehen bekommt. Und wenn das Display zu klein ist, geht man einfach am Computer dran … da kommen die ab einem gewissen Alter absolut unvermeidlicherweise schon irgendwie dran. Ich hab' es mit 14 auch irgendwie hinbekommen, irgendwie an ein Schmuddelheft zu kommen #schein. Also ich stelle mir das zumindest ungemein schwer vor, einen 15-Jährigen z.B. vor bedenklichen Inhalten des Internets zu schützen. Wollen Sie dahinter stehen, wenn die am PC surfen? Oder sich nachher den Browser-Verlauf ansehen? Irgendein Kinderschutzprogramm installieren, dass für Grundschüler gedacht war? Ich befürchte, wir werden diese bedenklichen Inhalte von Teenies nicht mehr verstecken können … von daher fände ich es viel vielversprechender, die dort einfach - so wie Immer! - zu erziehen, anstatt zu versuchen, die zu verstecken (den letzteres scheint mir persönlich ein Kampf gegen Windmühlen zu sein). Irgendwann lässt das das giftige Reinigungsmittel halt wieder unten in der Spühli stehen und die Streichhölzer wieder ganz normal auf dem Wohnzimmertisch ... ich glaube, dass nennt man einfach Erziehung.

Beitrag von sakirafer - 22.12.11 - 23:46 Uhr

Hallo,

ich glaube, das trifft es auf den Punkt: Statussymbol. Diese hatte fast jede Generation.

Dass ich mein Kind nicht vor Gefahren schützen kann, indem ich ihm kein Internetfähiges Handy zur verfügung stelle ist mir auch klar, die Frage war eher allgemein gedacht, denn wenn ich mich zB in sozielen Netzwerken umschaue, wie Teenies sich oft präsentieren frag ich mich, WO denn da die sogennante Erziehung (wie Sie es mir so nett ironisch auf Brot schmieren) ist? Genau das ist ja das Problem. Viele Eltern lassen ihre Kinder und Jugendlichen ungeschützt ins Netz, wissen gar nicht was sie treiben. DAS nenne ich naiv. Vielleicht naiver, als die Gedanken, die ich mir darüber machen.
Davon abgesehen bin ich im Vergleich zu Teenieeltern noch "Erziehungsanfänger" und muss mein Putzmittel noch wegstellen und kann keine Streichhölzer offen liegen lassen.

Und auch ich habe es als Jugendliche geschafft, ein Schmuddelheft zu Gesicht zu bekommen, dank Klassenkameraden, die es unter der Schulbank heumgereicht haben. ABer das war irgendwie noch eine andere Kategorie als Hardcorepornos, die heute relativ leicht verfügbar sind.

Ich habe keine Lust, meine Kinder rund um die Uhr zu kontrollieren, daher frage ich dann hier, wie es Teenieeltern handhaben. Das nennt man -glaube ich- Interesse.

Beitrag von jazzbassist - 23.12.11 - 01:40 Uhr

Die Frage, wo da manchmal bei diesen Facebook-Teenies die Erziehung geblieben ist … ganz ehrlich … da habe ich nicht den leisesten Hauch einer Ahnung. Ich bin mir sicher, dass es viele solcher Teenies gibt; sehr viele sogar! … nur … weder im Freundeskreis meines Sohnes (12-13-Jährige), noch bei meinen Nichten und deren Freundeskreis (~20-22 und Aufwärts), noch (soweit ich man das überblicken kann) aus meinem beruflichen Umfeld oder in der Nachbarschaft scheint es solche Teenies zu geben. Ich kann da also nur spekulieren, denke aber, dass es oftmals Teenies sind, die das gänzlich hinter dem Rücken Ihrer Eltern machen; da vielleicht nie mit ihren Eltern drüber gesprochen haben (Stellungnahmen wie: »Meine Tochter darf erst mit 15 auf Facebook« habe ich hier zumindest häufiger schon mal gelesen … wenn da so eine Aufklärung nie stattgefunden hat (weil Mama Facebook im Jugendschutzfiter schließlich gesperrt hat … aus den Augen aus dem Sinn) und Töchterchen einfach mal bei ihrer besten Freunden ihren Facebook Account eröffnet); vielleicht sind es auch Eltern, die dort keine Gefahr sehen (oder gar nicht kennen); vielleicht Eltern, die selbst mit dem Internet überhaupt nicht fit sind und die mit dem Wort Facebook überhaupt nichts anfangen können? Vielleicht stink normale rebellische Teenies … die sich pubertär denken: »Ach! Mama hat doch sowieso keine Ahnung, ich bin alt und klug genug, alleine auf mich aufzupassen…«; vielleicht Eltern, die generell mehrere Fehler bei der Erziehung gemacht haben?; vielleicht ist es dieses »Mama und Papa arbeiten den ganzen Tag; Kind hockt alleine zu Hause«-Klische...

Ich denke auch, dass zwischen den Schmuddelheften aus unserer Jugend und dem Videomaterial, was einige Kids auf ihren Handys oder Computern haben (sei es wirklich harte Pornographie oder gewaltverherrlichende Videos etc.), noch ein gigantischer Unterschied besteht. Ich würde so einen Jugendlichen (und deren Eltern) mal total gerne kennenlernen, um mal ein Gespür dafür zu kriegen, warum dieses Kind/Jugendlicher sowas auf seinen Handy/Computer geladen haben könnte … ich würde vermuten, da ist im Leben dieses Teenies dann viel viel mehr schiefgegangen ist, als, dass er (ungeschützt) die Möglichkeit hatte, sich das einfach runterladen zu können, weil es leicht verfügbar war.

Wenn Sie ihre Kids da später nicht rund um die Uhr kontrollieren wollen, würde ich versuchen, ihre Kids da so früh wie möglich mit diesem Medium »Internet« vertraut zu machen. Mit denen gemeinsam surfen; die auf Schritt und Tritt dabei begleitet; denen alles zeigen und erklären, was die wissen müssen, um sich sicher im Internet bewegen zu können. Wie immer in der Erziehung, dort klare Regeln und Grenzen aufstellen. Ihre Kids sollten - genau wie im Straßenverkehr - ganz genau wissen, was die tun dürfen und, was die eben nicht tun dürfen. Ich denke, der Straßenverkehr ist ein total gute Analogie, weil wir unseren Kindern die Regeln (mit der Ampel, dem Zebrastreifen, dem links- und rechts gucken etc.) des Straßenverkehrs bereits in einem Alter beibringen, wo es noch viele Jahre in der Zukunft liegt, dass wir die Kleinen mal alleine in den Straßenverkehr lassen würden. Es schadet dem 3-Jährigen nicht, zu wissen, dass man bei Rot stehenbleiben muss, selbst, wenn er frühestens mit 6 zum ersten mal alleine in die Schule gehen darf. Kinder brauchen einfach diese Zeit, diese Komplexität zu begreifen; bei einem Medium wie dem Internet ist das ganze genau so. Ich denke, der größte Fehler, den man da als Elternteil machen kann, ist Angst vor diesem Medium zu haben und das deshalb solange, wie man es nur irgendwie von seinen Kindern fern halten kann, zu versuchen, die davon fern zu halten. Denn aus eigener Erfahrung … mein Kurzer ist 12 (fast 13), mitten in der Pubertät … und, müsste ich jetzt erst anfangen, ihm die Gefahren und Regeln dieses Mediums beizubringen, würde der jede Erklärung mit: »Jaaaaaaahhhhaaaaa, ich bin kein kleines Kind mehr!« abschmettern, und, da würde kaum etwas von hängen bleiben. Versuchen Sie einem pubertären 12-Jährigen mal zu erklären, warum er nicht bis 22 Uhr Abends draußen rumlungern darf … da versuche ich lieber, meinem Hund beizubringen, mir Kaffee zu kochen, das ist vielversprechender.

Ferner denke ich, sollte man sich als Elternteil selbst gut mit diesem Medium auskennen. Man kann Kindern den Straßenverkehr nur erklären, wenn man selbst die Regeln des Straßenverkehrs verstanden hat; und alle Gefahren, die einem Kind dort passieren könnte, kennt und gut abschätzen kann. Kinder brauchen hier einfach kompetente Ansprechpartner … und auch welche, die zuhören und Bedürfnisse verstehen. Also irgendwann wird vielleicht der Tag kommen, wo ein Kind … trotz der Regel: »Du darfst keine persönlichen Daten / Fotos von dir ins Internet laden« … sich plötzlich auf Facebook anmelden und genau dies tun möchte. Ich denke, wenn Sie da kein kompetenter Ansprechpartner sind, oder nicht zuhören oder gewisse Bedürfnisse versehen … werden Sie das niemals mitbekommen, ihr Kind wird sich heimlich dort anmelden, und, zwei Jahre später hält ihnen die Klassenlehrerin ihres Kindes ein Foto ihres Sohnes entgegen, wo er weiß sonst was drauf tut und fragt Sie: »Ach wussten Sie das gar nicht? Steht doch schon seit Monaten auf seinem Facebook Profil«. Ich denke, auf der sichersten Seite sind Sie da, wenn Ihre Kids dann soviel Vertrauen in Sie haben, dass die Sie einfach fragen … weil ihre Kids genau wissen: »Wir finden da einen guten Kompromiss, bei dem mein Bedürfnis befriedigt wird und Mama trotzdem noch seelenruhig schlafen kann«.

Ansonsten … Kontrolle ist da - gerade bei z.B. diesen sozialen Netzwerken … recht schwierig. Es gibt sicherlich Eltern, die als Bedingung für Facebook aufgestellt haben: »Ich kenne dein Passwort und sehe da regelmäßig nach dem Rechten« … es wird sicherlich auch Eltern geben, die »heimlich« Facebook-Freunde ihrer Kids sind. Zumal das alles Lösungen sind, wo sie überhaupt erstmal wissen müssten, dass Ihre Kids dann später auf Facebook aktiv sind. Also Kontrollieren ist bei Kindern noch recht einfach … wenn die in die Pubertät kommen, bestehen die hingegen jedoch zunehmend auf Privatsphäre. Es gibt zwar Programme, die eine Kontrolle (oder erzwungene Regelung) ermöglichen … nur … also mein 12-Jähriger hat einen USB-Stick, wenn er den in einen Schulcomputer steckt und den Computer anschaltet, startet da kein Windows von der Festplatte mehr, sondern Live ein anderes Betriebssystem mit Webbrowser, Emailclient und Co. - und - damit wäre ihr Kontrollprogramm dann schon hinfällig, weil es gar nicht mehr startet. Man könnte zwar die Geräte, die das Internet bereitstellen (Router) zu Hause entsprechend konfigurieren, dass der gewisse Internetseiten nicht mehr zulässt oder seinen Computer gänzlich sperrt … nur … das löst das Problem, dass die so gut wie überall ins Internet kommen, natürlich in kleinster Weise. Ich befürchte … man kann es bei einem Teenie einfach nicht dauerhaft/regelmäßig kontrollieren; selbst wenn man wollte. Können Sie aber nie - weder im Straßenverkehr ... nicht mal in der Schule. Von daher würde ich schon versuchen, für das Problem eine Lösung zu finden, die nicht beinhaltet, versuchen zu wollen, alles, was im Internet für ihre Kids gefährlich werden könnte, irgendwie zu sperren. Aus dem Auge ... aus den Sinn ... funktioniert da m.E. bei Teenies in kleinster Weise mehr.

Zumal, wenn man politisch von »ungeschützten Zugriff ins Netz« spricht, meint man damit in erster Linie Kinder und keine Jugendliche; bei Jugendliche geht es da bereits viel eher um Aufklärung. Einfach, weil Sie bei Kindern noch recht sicher sein können, dass, wenn Sie zu Hause den Internetzugang kontrollieren, die so schnell auch nichts anderes sehen, als ihren kontrollierten Internetzugang. Bei Jugendlichen ... wie geschrieben ... das ist für die genau so einfach, unkontrolliert ins Internet zu kommen, wie morgens aufzustehen. Wenn der einzige Erziehungsansatz während der Kindheit also Kontrolle bleibt ... haben sie einen später einen Teenie, der ohne jegliche Erziehung in diesem Bereich im Internet surft.

Beitrag von krokolady - 23.12.11 - 19:02 Uhr

man schützt sie indem man nen gescheiten "Vertrag" macht!

Die Combi Card Teens z.B. ist super genial....bekommt man wenn man selbst nen normalen Handyvertrag bei T-Mobile hat.
Combi Card kostet nix.....muss man mindestens 5 Euro im Monat aufladen.......die "Mama-Nummer" kann kostenlos angerufen werden.....wenn man mag kann man eine SMS-Flat zubuchen für 9,95 im Monat.
Das Internet kann man komplett spressen lassen, ebenso alle 0190 etc. Nummern.

Meine Teeny-Kids haben beide solche Karte - und Beide haben internetfähige Handys....bzw. smartphones.
Nur nutzen können sie das Internet halt nicht weils gesperrt ist.
Wenn mal nen neues Spiel oder so drauf soll wirds rübergeschickt per Blurtooth.

Beitrag von urbani - 25.12.11 - 22:09 Uhr

Hallo,

unsere Söhne sind 17, fast 16 und 9 Jahre alt. Die ältesten beiden besitzen jeweils ein Smartphone, welches sie sich selber erarbeitet haben. Beide jobben schon seit Jahren. Sie tragen Zeitungen aus und geben Nachhilfe. Sie haben eine Prepaid-Karte von Aldi-Talk. Da kostet die Telefon-Flat monatlich 3,99 Euro und die Internet-Flat monatlich 7,99. Auch dieses Geld bezahlten sie selber. Ihr Taschengeld zahle ich - seit sie selber arbeiten - auf ein Sparbuch ein, welches sie mit 18 Jahren erhalten.

Wir als Eltern sind selber beide mit 38 Jahren noch relativ jung und Technik- und Computer-begeistert. So sind unsere Kinder dort mit hineingewachsen. Wir haben ihnen von Anfang an klare Regeln gezeigt und auch gewusst, auf welchen Seiten sie sich bewegen.

Bei meinen Jungs klappts jedenfalls prima. So ein Smartphone kann wirklich viel und da ist der eigene Laptop (den sich beide auch selber erarbeitet haben) fast schon zur Nebensache. Das Smartphone ist eben immer und überall dabei und wesentlich praktischer.

Die Schule hat nie darunter gelitten. Mein Ältester macht gerade sein Abitur und hat fürs nächste Jahr schon seinen dualen Studienplatz. Der zweite besucht auch das Gymnasium.

Ich sehe keinen Grund, meinen Söhnen diese Technik zu verweigern. Mein Jüngster hat mit 9 Jahren ein einfaches Handy. Das reicht für ihn auch noch.

urbani