Hallo,
unser Sohn (6) sollte Weihnachten im Kiga in einem kleinen Krippenspiel (10 - 15 Minuten) den Josef spielen weil er so etwas so gut kann. Das haben wir am Montag erfahren. Heute ist Donnerstag
Er war von anfang an nicht so begeistert, ich habe ihn motiviert und er konnte auch recht flott seinen Text.
Aber immer wieder kam, auch weinerlich, er will nicht. Dann hat er wieder mit mir gebt, dann wollte er wieder nicht. Erst auf mehrmaliges Nachfragen warum nicht kam: er hat Angst davor, weil die Maria ihren Text nicht so gut kann.
Jetzt ist er mit eitriger Mandelentzündung fiebrig krank. Der KiA meinte heute aber, Samstag wäre er wieder fitt.
Für meinen Sohn ist das jetzt aber DIE Steilvorlage, jetzt wirklich den Josef nicht zu machen und ich habe dann im Kiga abgesagt. Jetzt machts ein anderer Junge.
Ich war der Meinung, wenn ihn eine "keinentextkönnendemaria" so stresst, und er Angst hat vor allen Leuten, dann soll er es nicht machen müssen. Auch die Motivation, der Maria zu helfen weil er es ja so gut kann, zog nicht.
Mein Mann meint nun, unser Sohn ist nicht teamfähig, wir hätten ihn überzeugen müssen, auch aufzutreten mit Kindern, die es nicht so gut können wir er.
Ich finds schade, wollte ihn jetzt aber nicht in so etwas freiwilligem unter Druck setzen. Z.B.: rr wollte unbedingt zum Turnen, jetzt wirds schwieriger und er will nicht mehr. Da habe ich ihm dann schon erklärt, dass man das übt, und dann kann er das auch und das wir dort weiter hin gehen.
Aber ein Krippenspiel am Heiligabend, wenn er nicht möchte?
Viele Grüße
Marienkaefer
was wäre richtig gewesen?
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Beitrag von marienkaefer74 - 22.12.11 - 21:18 Uhr
Beitrag von thea21 - 22.12.11 - 21:31 Uhr
ICh denke das die nichttextkönnende Maria einfach DIE Steilvorlage für IHN war, nicht zugeben zu müssen, das er die Buchse voll hat vor dem was da so kommt...
Beitrag von ellannajoe - 22.12.11 - 21:38 Uhr
Hallo,
für mich sind solche Sachen vor Publikum nur schön, wenn das Kind es auch genießt und es das Kind glücklich macht.
Mein Sohn hat vor kurzem in der Grundschule vor einer fremden 2. Klasse ein Weihnachtslied vorgesungen, aus seiner eigenen Überzeugung heraus und seit dem ist er seelig und ich auch, denn ich hätte mich das mit 6 nicht getraut.
Dein Sohn wollte von Anfang an nicht mitmachen und ganz ehrlich, wer keinen Spaß daran hat, der sollte sich für sowas auch nicht quälen. Manchmal wird der Körper auch einfach krank, wenn die Seele etwas nicht will. Daher denke ich, es hat ihn vorher schon sehr belastet.
Andere Sachen haben damit nichts zu tun, wenn mein Sohn mal aus purer Unlust nicht zum Karate will, dann sage ich schon, ne wir fahren trotzdem und gucken was da abgeht und immer ist er Feuer und Flamme.
Beitrag von sillysilly - 22.12.11 - 21:40 Uhr
Hallo
ich denke das ER nicht will
und es lieber an einem anderen Kind festmacht
ich würde daran arbeiten, daß er in sich hinein hören soll
und euch ehrlich sagen soll, daß ER nicht will, daß ER Ängste hat
und das er es schafft zu sagen: Ich will das nicht, weil ....
Persönlich würde ich kein Kind "zwingen" an sowas teilzunehmen, gerade nicht an Weihnachten
aber ich würde darauf achten, daß sich das dann vorher entscheidet
nicht so knapp, das finde ich dann schwierig für die Anderen, und die Initiatoren
Grüße Silly
Beitrag von zahnweh - 22.12.11 - 22:01 Uhr
Da finde ich es auch wichtig, dass die Eltern dann nicht weiter nachbohren und versuchen zu überreden, sondern auch offen sind für ein ich will nicht.
Wenn ich als Kind etwas nicht wollte, wurde so lange rumgemacht, bis ich selbst nicht mehr wusste, was ich eigentlich wollte. Entweder ich wurde vorher krank
oder ich zog es missmutig durch - und wurde noch für meine Missmutigkeit geschimpft/angeranzt, weil ICH es doch angeblich gewollt hätte 
Mein erstes zartes nein, wurde übergangen und überredet, bis ich mich oft auch nicht mehr traute, überhaupt noch etwas zu sagen.
Bei meiner (4 Jahre) versuche ich ihre Signale ernst zu nehmen. Sie sagt zwar manchmal was anderes, als sie eigentlich will. Aber wenn ich genau hinsehe, kriege ich das schon raus.
Und manchmal will sie etwas unbedingt und im letzten Moment verlässt sie der Mut. Auch das ist ok. Dann stehe ich ihr bei. Zumal sie auch ganz offen sagt "Mama, ich hab da Angst" oder "ich will das nicht". Noch deutlicher kann sie es mir nicht sagen - ich meinen Eltern auch nicht, aber ein "ich will das nicht" wurde oft damit kommentiert "ach, du weißt doch selbst nicht was du willst. Mach doch einfach mit, dann weißt du schon, ob es dir gefällt"
Beitrag von sillysilly - 22.12.11 - 22:10 Uhr
Hallo
eben
das Kind stärken zu sagen ich will das nicht wegen Mir
und nicht wegen der Maria
die wahrscheinlich nur ein Vorwand ist, damit der Fokus nicht darauf liegt, daß er nicht will
Grüße Silly
Beitrag von zahnweh - 22.12.11 - 21:53 Uhr
"Mein Mann meint nun, unser Sohn ist nicht teamfähig, wir hätten ihn überzeugen müssen, auch aufzutreten mit Kindern, die es nicht so gut können wir er."
Wie reagiert dein Mann, wenn er davon überzeugt werden soll, etwas zu tun, was er nicht will 
Ob es nun allein an der Maria lag, sei dahin gestellt. Euer Sohn hat schon länger gesagt, dass er nicht möchte!
Es ist eine FREWILLIGE Aktion. Viele würden sich wünschen, dass er mitmacht, nur die Hauptperson, die es machen soll, will nicht. Dann würde ich ihn einfach lassen.
Unter nicht Teamfähig verstehe ich ehrlich gesagt was anderes. Z.B. wenn er die komplette Aufführung auf sich alleine ziehen wollen würde oder Tage lang prahlt, dass er es macht und im letzten Augenblick sagt, nö, Pustekuchen, macht ihr das mal ohne mich. Ohne krank sein.
Beim Sport ist es wieder was anderes. 1. komplett andere Situation 2. OHNE Publikum 3. ER wollte FREIWIlliG und wenn ich es richtig verstanden habe schon länger selbst
Schaut mit ihm das Krippenspiel an. Als Zuschauer und OHNE Vorwürfe. Es ist eine freiwillige! Aktion, die er nicht machen möchte und gut ist.
Beitrag von no-limit - 22.12.11 - 22:51 Uhr
Hallo,
wenn meiner nicht will, muss er nicht!
Meiner mag auch nie beim Schlaffest in der KiTa übernachten und alle finden es babyhaft .... mir wurscht. Ich zwing ihn nicht !
LG
Beitrag von zauberfee69 - 23.12.11 - 08:36 Uhr
Hallo,
ich finde Deine Einstellung genau richtig.
Mein Sohn wollte auch nie im Kindergarten schlafen. Er hat schlichtweg Angst davor und mir war es auch wurscht, was die anderen Mütter sagen.
Ich sehe echt nicht ein, dass mein Kind wochenlang vor so einer Aktion Angst haben muss, nur weil "alle" meinen, das gehört dazu.
Ich mag auch nicht alles. Z. B. hasse ich Fahrstühle und meide sie wo es nur geht. Und ich würde mich auch nicht zwingen lassen.
Jeder hat eben so seine "Macken" und die machen uns doch nur liebenswert, oder?
Bei Kindern meint man immer, sie müssen alles so machen, wie die Anderen, sonst sind sie nicht normal. Ich denke eher, die mit der Masse mitschwimmen sind nicht normal 
In diesem Sinne,
frohe Weihnachten 
Lisa
Beitrag von no-limit - 23.12.11 - 09:18 Uhr
Guten Morgen,
meiner geht auch zur Musikschule und hat Theater AG und hat Freude mit seinen Theateraufführungen. Ich war selber überrascht, wie gut er das kann
.
Das war aber alles auf freiwilliger Basis und jedes Kind ist anders. Solange er seinen Gaudi bei hat, unterstütze ich ihn. Wenn er aber was nicht will, braucht er das nicht Bsp. Schlaffest.
und AGs haben nichts mit Teamgeist und Teamplayer zu tun 
, dafür gibt es Mannschaftssportarten 
Vielleicht hat er Angst und ist einfach überfordert. Schade, das der Papa da wenig Verständniss für hat 
LG und ein frohes Fest
Beitrag von dominiksmami - 23.12.11 - 00:38 Uhr
Huhu,
ich sehe das ganz einfach so.... vor Publikum tritt auf, wer vor Publikum auftreten möchte!
Wer nicht will, braucht auch nicht.
Ich finde es hat NICHTS mit teamfähigkeit zu tuns ich zu so etwas zu zwingen.
Mir hat man damals keine andere Wahl gelassen...naja, da habe ich mir die Wahl halt selber genommen.
Bei einem Schulfest war ich dazu verdonnert worden die Eltern zu interviewen, so richtig mit Kamera und Mikro.
Zig mal hatte ich mich ( da war ich ca. 9) gemeldet und gesagt das ich lieber hinter die Kamera möchte, oder gleich in eine andere Gruppe etc., aber nein, alle hielten es ja für pädagogisch ach so wertvoll mich VOR die Kamera zu stellen, damit ich lerne mich bzw. meine Angst zu überwinden.
Was habe ich gemacht mit meinem 9 Jahren?
Ich bin weggelaufen kurz bevor es soweit war. Ich habe den Schulhof auf dem das Fest war verlassen und habe mich 2 Straßen weiter auf einem Spielplatz im Gebüsch versteckt.
Nicht ungefährlich wenn ich heute als Mutter so darüber nachdenke.
Meine Mutter hatte das auch nicht so ganz raus....ich MUSSTE immer mit Vorspielen in der Musikschule....teamfähig bin ich dadurch sicherlich nicht geworden und meine Scheu ist nur noch größer geworden als sie ohnehin schon war.
Erst jetzt, wo ich nur noch freiwillig auf die Bühen gehe, fällt es mir immer leichter.
Lange Rede kurzer Sinn, ich denke so wie du....ein Krippenspiel ist doch keine Pflichtveranstaltung.
lg
Andrea
Beitrag von chili-pepper - 23.12.11 - 09:01 Uhr
Hi,
er wollte es von Anfang an nicht und sein Körper hat seiner Seele geholfen, aus der Nummer wieder raus zu kommen.
Das hat in meinem Augen nichts mit Teamfähigkeit zu tun.
Wer ist schon teamfähig, wenn man Aufgaben auferlegt bekommt, die man nicht machen möchte und das auch laut und deutlich sagt?
Ich freue mich für den Kleinen, dass ihm das abgenommen wurde.
Und vernünftig wäre, dass Kind vorher zu fragen (!), ob es bereit ist, solch einen Posten zu kleiden.
Ist nämlich durchaus nicht jedermanns Sache.
Gruß
cp
Beitrag von mrspinkhazard - 23.12.11 - 12:58 Uhr
Wenn er nicht will, will er eben nicht, dann ist das eben so und das sollte man dann auch akzeptieren. Vielleicht solltest du deinem Sohn aber nahe legen, dass es wichtig ist, die Wahrheit zu sagen und er sich nicht schämen braucht, wenn er selber Angst hat, etwas zu verbocken - so hört es sich für mich nämlich an.
Mit Teamfähigkeit hat das meiner Meinung nach recht wenig zu tun. Wenn er sonst generell mit anderen Kindern spielt, bastelt etc. ist das in dem Alter ja wohl Teamfähigkeit genug
Beitrag von marion2 - 23.12.11 - 15:55 Uhr
Hallo,
das wäre die Gelegenheit für ihn gewesen, über sich hinaus zu wachsen.
Was macht er eigentlich nächstes Jahr in der Schule, wenn er ein Gedicht aufsagen soll, dass die "keinentextkönnendemaria" nicht kann?
Gruß Marion
Beitrag von anja1968bonn - 23.12.11 - 16:06 Uhr
Die Erklärung mit der "Kannihrentextnichtmaria" hätte gut von meinem Sohnn kommen können, dem es auch schwer fällt, zuzugeben, wenn er etwas nicht mag, und gern andere Gründe vorschiebt ...
Schaut euch zusammen das Krippenspiel an, und in einem ruhigen Moment ermutige Deinen Sohn, zuzugeben, wenn er vor etwas Schiss hat. Sicherlich wird es Situationen geben, in denen er den dann überwinden muss, aber ein Krippenspiel gehört nicht dazu.
LG
Anja
(deren Sohn noch nie beim Krippenspiel mitmachen wollte)
Beitrag von bine3002 - 23.12.11 - 16:36 Uhr
Er wollte ja von Anfang an nicht und dann sollte man ihn auch in Ruhe damit lassen. Klar kann man nochmal fragen, ob er es sich überlegt hat oder ihm gleich sagen, dass er erstmal darüber nachdenken soll. Aber wenn er nicht will, dann eben nicht.
Anders wäre es, wenn er zugesagt hätte. In dem Fall hätte ich auch darauf gedrängt, dass er seine Zusage einhält. Auf die Bühne gezwungen hätte ich ihn allerdings auch nicht... geht ja auch gar nicht.
Ich denke, es gibt Menschen, die treten gerne auf und andere tun es nicht.
Beitrag von locke1910 - 24.12.11 - 07:54 Uhr
Alles kann - keiner muß...
Wie ätzend wäre so ein Auftritt, wenn er sich schon vorher "quält"?
Ich würde einfach anders ansetzen und sein Selbstbewußtsein in anderen Bereichen stärken - dann wird er zum nächsten Jahr bestimmt gerne mitmachen, wenn er gelernt hat, dass Auftritte vor einer Gruppe nicht schlimm, peinlich oä sein müssen!
Meine waren/sind auch so; sie brauchten dann auch nicht und da sie alle nach und nach in
"öffentliche" Auftritte hineingewachsen sind, machen sie solche Aktionen inzwischen gerne mit - aber anfangs brauchten sie die Bestätigung, dass nichts schlimmeres passieren könnte, als das sie zb ihren Text vergessen und DAS kann jedem passieren
Hat auch nix mit teamfähig zu tun...
GlG, Locke
Beitrag von oberhuhnprillan - 25.12.11 - 13:45 Uhr
Ich weiß nicht. was das mit "nicht teamfähig" zu tun haben soll. Er hatte keine Lust dazu und Schiss davor, oder auch Lampenfieber, wollte das nicht. Wahrscheinlich hat er sich dann noch ausgemalt, wie Maria alles versaut
, weil sie den Text nicht kann, und ihn rausbringt. Ich finde es gut, wenn er es nicht machen muss. Was nicht heißt, dass man ein Kind nicht auch mal zu seinem Glück überreden sollte. Aber wenn er so gar nicht will ...
