Ich bin im Moment völlig von der Rolle und moechte gerne meine Gefühle hier los werden.
ich bin generell kein Weihnachtsfan, aber dieses Jahr wird es besonders traurig.
es ist schon schlimm genug, dass ich dieses Jahr zwei Kinder sehr früh zu den Sternen gehen lassen musste, den zweiten erst vor fünf Wochen.
jetzt rief gestern Morgen das Seniorenheim, in dem meine Mama lebt, an und sagte mir, dass sie mit Verdacht auf Schlaganfall in die Klinik gekommen ist. gestern Mittag teilte uns der Arzt mit, dass sie in der rechten Hirnseite eine Blutung hat und sie noch nicht wissen, ob diese weiter blutet oder nicht und wie es weitergeht...
meine Mama liegt ganz arm im Bett, kann ihre linke Seite nicht bewegen, schlecht sprechen oder schlucken!!! aber sie ist geistig voll da.... ich hab schon einiges mitgemacht, auch weil mein Papa vor 14 Jahren an Parkinson gestorben ist und Mama schon viele Krankheiten hatte, auch nen Schlaganfall vor 13 Jahren. aber sie gestern so zu sehen, hat mich, die ich von allen doch immer als soooo stark angesehen werde, echt fertig gemacht. bin nur noch am Heulen. es ist einfach zu viel. Mama hat am 26.12. Geburtstag, den wollte wir eigentlich schön feiern. Jetzt muss ich ihr Weihnachten und Geburtstag auf der Intensivstation schön machen.... Ob ich das schaffe???
ich zünde eine
für alle unsere Lieben, die nicht mehr bei uns sind, oder die nicht an Heilig Abend mit uns am Tisch sitzen können.
traurige Gruesse
Traurige Weihnachten
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von schimmer80 - 23.12.11 - 08:34 Uhr
Beitrag von pinktier - 23.12.11 - 09:55 Uhr
Lass dich mal etwas aufbauen.
Ich hab dieses Jahr ganz Ähnliches erlebt mit meinem Vater, allerdings war er wochenlang gar nicht wirklich bei Bewusstsein und in ständiger Lebensgefahr. Mittlerweile sitzt er im Rollstuhl, spricht wenn auch mühsam, nimmt am Leben teil und wir werden im Rahmen der Möglichkeiten ein schönes Weihnachtsfest erleben.
Ich hoffe, das macht dir Mut für die kommenden Tage.
Und auf die Gefahr hin, dass es hart klingt: Sie hätte tot sein können. Versuch dich zu freuen, dass du sie besuchen kannst, dass du bei ihr sein kannst.
Und am wichtigsten: Ich wünsch dir und deinen lieben ein schönes Weihnachtsfest. Versuch es zumindest, das bist du dir schuldig und das gibt dir auch jede Menge Kraft.
Beitrag von schimmer80 - 23.12.11 - 10:07 Uhr
Danke für Deine lieben Worte!
und nein, es ist nicht hart, was du schreibst. ich weiss, dass sie Glück im Unglück hatte, vor allem weil sie früh gefunden und gleich in KH gebracht wurde. dafür bin ich der Pflegerin unendlich dankbar.
Ich versuche, das Beste draus zu machen. Und wer immer "da oben" die Fäden in der Hand hält, dem hab ich grad ne Kampfansage gemacht : ich lasse keinen meiner Lieben in der nächsten Zeit mehr gehen!! es reicht!
ich wünsche Dir und Deiner Familie ein wunderschönes Weihnachtsfest mit ganz viel Liebe und Kraft! 
LG
Beitrag von sohnemann_max - 23.12.11 - 11:31 Uhr
Hallo,
das tut mir ganz, ganz schrecklich Leid! Bei einem Schlaganfall mit Einblutung, bist du Dir da ganz sicher, dass sie wirklich noch geistig voll da ist? Mein Opa hatte vor 1,5 Jahren im KH auch einen Schlaganfall erlitten. Einblutung ohne Ende, halbseitige Lähmung. Ganz, ganz erbärmlicher Zustand, wie er dort gelegen hat. Es ging auch anschließend sofort in ein Pflegeheim, welches er nicht mehr verlassen hat. Am Anfang war es bei uns auch so, dass wir dachten Opa ist noch soweit voll da - das war aber eine Täuschung. Durch die Blutung gab es lichte Momente und dann wieder schwarze Momenten, wo er überhaupt nicht mehr ansprechbar gewesen ist.
Besuche Deine Mama so oft wie möglich und denke mit Kleinigkeiten ganz, ganz feste an Sie wenn Weihnachten ist und ihr Geburtstag.
Viel Kraft Euch!
LG
Caro
Beitrag von schimmer80 - 23.12.11 - 17:34 Uhr
danke Dir!
ich komme gerade wieder aus dem KH. der Arzt meinte, die Blutung sei nicht Groesser geworden und solange sie keine Verschlechterung zeigt, bleibt ihr eine OP erspart! er ist sich nicht sicher, ob es tatsächlich durch einen Schlaganfall oder "nur" durch hohen Blutdruck passiert ist. aber egal wie, sie ist wirklich voll orientiert, wenn auch sehr schwach und die Sprache so verwaschen ist. der beste Spruch von ihr heute war, als ich ihr den Kopf gestreichelt hab: "Ich moecht mal wissen, warum ich am Mittwoch noch beim Frisör war!"
da musste ich zu allem Elend lachen. ich tu einfach mein Bestes in den nächsten Tagen!
ich wünsche Dir und Deiner Familie schöne Weihnachten!
Lg
Beitrag von spatzl75 - 23.12.11 - 21:47 Uhr
Hi,
ja, das schaffst Du!!!
In den schlimmsten, unmöglichsten Momenten ist man stark!
Mein Sohn lag nach seiner Geburt 8 Wochen auf der Intensivstation und ich habe diese Zeit wie in Trance erlebt.
Ich habe mich jeden Morgen chick gemacht(gut gekleidet, geschminkt), bin ins KH gefahren und habe mich um ihn gekümmert - jeden Tag.
Wöchentlich habe ich mir Negativnachrichten um die Ohren hauen lassen und ich habe weiter funktioniert.
Danach habe ich getrauert und auch diese Zeit habe ich überstanden. Zwar mit Antidepris(meine Glückspillchen), aber diese waren für mich MEINE Retter. Irgendwann habe ich sie abgesetzt.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Du wirst auch für Dich einen Weg finden damit umzugehen!
Viel Glück!
