Ich habe am 03.01. einen Termin beim Jugendamt. Meine Anwältin hat gesagt, dass ich nicht einfach mit meiner Tochter ausziehen soll, sondern erstmal mit dem JA über das Aufenthaltsbestimmungsrecht sprechen.
Was kommt da auf mich zu?
Termin beim JA
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Beitrag von yogurette85 - 23.12.11 - 21:57 Uhr
Beitrag von comapo - 23.12.11 - 23:30 Uhr
Hi,
na zum JA musst Du dafür nicht unbedingt. Die Frage ist vielmehr, ob Dein Partner damit einverstanden ist, dass Du mit dem Kind zusammen ausziehst.
Wenn ihr beide das Sorgerecht habt, habt ihr auch beide das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Das bleibt auch so, das JA kann da gar nichts entscheiden. Entgegen der hier weitläufigen Urbiameinung gibt es auch kein Gesetz, das einen Umzug im Umkreis von 50km grundsätzlich erlaubt, ohne dass der andere Elternteil zustimmen muss. Vielmehr kann der Elternteil, gegen dessen Willen der Umzug des Kindes erfolgt, per Gericht das ABR erstreiten und das Kind zurückführen.
Vermutlich will Deine Anwältin das vermeiden. Die Frage ist, ob Du Dich mit Deinem angehenden Ex friedlich einigen kannst, dass Du euer Kind mit zu Dir nimmst.
LG
Beitrag von yogurette85 - 25.12.11 - 00:23 Uhr
Hallo Comapo,
danke für deine Antwort, das bedeutet mir viel, mir gehen so viele Dinge durch den Kopf und ich habe so viele Fragen....
Die Sache ist die, dass er mich die ganze Zeit "erpresst" hat, dass er nicht zulassen wird, dass meine Tochter bei mir lebt. Er sagt, er wird sagen, ich sei psychisch krank usw. Wir werden uns also nicht einig werden.
Ich würde auch nicht weit weg ziehen. Meine Eltern wohnen auch hier. Ich würde im selben Stadtteil blieben.
Beitrag von comapo - 25.12.11 - 17:25 Uhr
Hallo,
ich denke, dann wollte deine Anwältin erreichen, dass die beim JA sehen, dass Du ganz "normal" bist. Tatsächlich ist es aber so, wenn Dein Mann nicht zustimmt, dass das Kind bei Dir lebt und es bei sich behalten will, ein Gericht darüber entscheiden muss. Dann geht es tatsächlich auch nicht ohne dass das JA involviert wird.
LG
Beitrag von sternenschnee - 25.12.11 - 17:16 Uhr
Hallo,
klar müssen sich die Eltern einig werden.bei wem das Kind leben soll.
Und im Gegensatz was du behauptest ist doch blödsinn.
Bei dem Elternteil wo das Kind lebt,der darf auch mit dem Kind im Umkreis von 50 km sehr wohl umziehen,das verhindern auch nicht die Gerichte.
Alles was mehr wie 50km hinaus geht,da könnte es gewaltig Probleme geben.
Beitrag von comapo - 25.12.11 - 17:29 Uhr
Du hast aber schon gelesen, dass sie von "ausziehen" sprach und ihr Mann nicht einverstanden ist?
Da kann sie eben NICHT einfach das Kind schnappen und gehen, auch wenn das hier gern propagiert wird.
So viel zum Thema "Blödsinn".
MfG
Beitrag von sternenschnee - 25.12.11 - 18:00 Uhr
Hallo,
es bezog sich nur auf den Umzug.Ich habe geschrieben das die Eltern sich einig sein müssen,bei wem das Kind lebt.
Und da wo das Kind lebt,der kann dann auch im Umkreis von 50 km weit weg ziehen.
So wie sie schrieb,scheint ihr Ex mit seinem Verhalten ihr gegen über noch Probleme zu bekommen,weil das geht so nicht und spricht nicht für ihn.
Beitrag von comapo - 25.12.11 - 20:24 Uhr
Ich hätte für die 50km Geschichte gerne mal eine Quelle.
Und damit meine ich nicht, dass das Hinz oder Kunz im Forum xy geschrieben hat, sondern ein BGH-Urteil oder eine Stelle im BGB.
Du wirst das nicht finden.
Fraglos darf eine AE, die im Ort Posemuckel wohnt von Straße A nach Straße B ziehen. Sie darf auch sicher in Berlin von Bezirk Kreuzberg nach Bezirkt Tempelhof ziehen. Beides aber auch nur, weil die Auswirkungen nicht da sind.
Die 50km Grenze als solche gibt es aber nirgends festgeschrieben und es ist auch dringend davon abzuraten, Paaren mit GSR in Trennung diese Info zu gehen, denn IN TRENNUNG hat jeder Elternteil gleiche Chancen/Rechte, das Kind bei sich zu behalten. Dass ggf. die Mutter bessere Chancen hat, liegt i. d. R. am klassischen Rollenmodell insb. bei kleinen Kindern.
Allerdings wird auch das schwieriger, umso größer die Kinder sind und umso mehr sie in ein Umfeld (Kita, Schule, Vereine) eingebunden sind. Dann kann durchaus die Kombination bei Papa im gewohnten Umfeld bleiben dem mütterlichen Rockzipfel vorgezogen werden.
Beitrag von yogurette85 - 25.12.11 - 21:33 Uhr
Huch, die Antwort von habe ich auch nicht verstanden. Nein, nein, ich werde mich erstmal richtig absicher bis ich irgendwo wegziehe.
Beitrag von kaoh - 27.12.11 - 23:20 Uhr
So da hab ich dich 
Kann dir leider nicht mit bestimmten Gesetzen kommen, weis nur das meine Freundin das gemeinsame Sorgerecht hatte und mit ihren beiden Kindern innerhalb der selben Stadt umgezogen ist. Ihr Mann wollte die Kinder haben und hat mächtig Stress gemacht. Sie holte sich Hilfe beim Jugendamt, dort wurden alle angehört, erst einzeln dann zusammen. Zum Schluss auch die Kinder und nachdem die Kinder sich für die Mutter entschieden hatten war der Stress vorbei. Darum rate ich dir das Jugendamt aufzusuchen und deine Geschichte zu erzählen. Das ist kostenlos und die sind neutral. Außerdem kennen die alle Kinderschutzgesetze und Trennungsgesetze ect.
Das du eine Anwältin hast ist schon mal gut denk ich. Tut mir sehr leid das ich dir nicht besser raten kann.
Liebe Grüße Kaoh
Beitrag von yogurette85 - 28.12.11 - 22:35 Uhr
Aber meine Maus ist erst 2 Jahre alt.
Beitrag von kaoh - 29.12.11 - 23:00 Uhr
Ja das ist noch sehr jung, doch was bleibt dir weiter übrig? Was würdest du sagen, ist er ein guter Vater für eure Kleine?
