Weihnachten nach der Trennung....

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Beitrag von auchmal - 25.12.11 - 16:32 Uhr

Dies sind die ersten Weihnachten nach dem 27.11.11, der tag an dem mein geliebter tommi gesagt hat, dass er für mich keine Liebe mehr empfindet. Eine Liebe die für eine Ehefrau richtig wäre. Nur mehr wie für eine Schwester oder so..

Ich habe die letzten Wochen in völliger Argonie, im Dämmerschlaf verbracht. Hab ihm zugehört, wie er von seinen Plänen , von seiner Zukunft spricht. Einer Zukunft ohne mich. Unserer tochter Felicitas will er ein guter Vater bleiben. Das ist mir und ihm sehr wichtig. Sie soll niemals darunter leiden müssen, dass sich ihre Eltern trennen.

Ich habe mir schlaue Bücher gekauft, wo alles drin steht, wie man es „richtig“ macht. Morgen wollen wir ihr es sagen. Ich hoffe, ich bin stark genug und weine nicht wieder. Ich könnte dauernd weinen. Auch jetzt wieder. Ich habe immer Angst, dass ich anfange zu weinen und nicht mehr aufhören kann.

Er ist ein guter Mann, keiner von den bösen. Das macht es mir ja so schwer. Ich liebe ihn so sehr. Ich werde ihn immer lieben und bald sind wir geschieden. Ich lasse das Trennungsjahr zurückdatieren, damit es schnell hinter mir ist. Ich kann nicht mit ihm verheiratet bleiben, ich ertrage das nicht. Ich muss weitergehen. Schnell. Gott sei Dank habe ich meine Kinder.Meine Arbeit. Eine schöne wohnung.

Ich bin die Liebe seines lebens hat er heute gesagt. Und dass er mich immer lieben wird. Keine Frau wird jemals so sein wie ich, niemals. Ich werde immer sein .....
bleiben. Aber es ist halt vorbei. Unsere Zeit ist vorbei. Ja das hat er gesagt. Und ich weiss das es so ist, aber warum tut es dann so weh. Warum fühle ich mich als ob man mir mit einem Messer ins Herz bohrt und immer und immer wieder zusticht.

Mit welcher Freude er seine neue kleine Wohnung einrichtet. Wenn ich nicht so bestürzt wäre, ich würde mich sehr gern für ihn freuen. Und (perverserweise) freue ich mich auch irgendwie mit ihm. Er ist wie ein kleiner Bub, der zum 1. Mal Riesenrad fahren darf. Tatsächlich wird er jetzt zum 1. Mal allein wohnen. Zeitweise jedenfalls, denn alle 2 Wochen , von Do-So wird unsere Maus bei ihm sein. Unsere wunderschöne, kluge, freche kleine Tochter.

Ich bin so glücklich und dankbar für dieses kind. Sie hat + trägt von uns das Beste in sich.

Ich werde es schaffen, ich werde das neue Leben annehmen, so wie ich immer alles angenommen habe, dass mir das Schicksal auferlegt. Denn so ist es, das ist unser Schicksal und ich danke für wunderbare 12 Jahre die ich mit diesem besonderen Mann verbringen durfte. Es wird keinen mehr geben, der seinen Platz in meinem Herzen auf diese Weise einnehmen wird. Er war und ist die Liebe meines Lebens

Beitrag von bini31 - 25.12.11 - 18:18 Uhr

Hallo,
tut mir sehr leid für dich. Er sagt, er empfindet keine Liebe mehr für Dich, aber du bist und bleibst die Liebe seines Lebens, geht das eigentlich?

Alles Gute für dich und deine Tochter
wünscht Dir

Bini

Beitrag von auchmal - 25.12.11 - 19:19 Uhr

es wäre keine Liebe die man für eine Ehefrau empfindet. Er hat mich "lieb", wie man seine beste Freundin, Schwester und dererlei Personen liebt.....

Danke Dir für Deine lieben Wünsche... es wird schon wieder werden... irgendwann...

LG
ALex

Beitrag von freno - 25.12.11 - 20:47 Uhr

Hallo

Das klingt ja schrecklich. Und die bist sooo tapfer. Toll.

Ich bin aber auch immer wieder am heulen, obwohl ich ihn nicht liebe. Auch mehr wie einen Freund. Und ich hoffe, dass ich irgendwann auch wieder freundschaftlich mit ihm umgehen kann. ABer ich habe mir als Trauerjahr das ganze Jahr gegeben. ob wir und scheiden lassen steht noch nciht fest.

Aber ich habe immer das Gefühl meinen Kindern was angetan zu haben.

Allerdings ist vor 2 Wochen mein Cousin plötzlich verstorben. Er hat 2 Söhne von 12 und 14. Und er kann sich nie wieder um sie kümmern. Das ist irgendwie noch viel schlimmer.

Jetzt habe ich Angst, dass mir mal was passiert. Ich möchte nicht, dass mein Mann die Kinder nimmt. Er kann das nicht richtig. Nicht falsch verstehen. Er gibt sein bestes, aber ihm fehlt da irgendwas.

Bleib weiter tapfer und du darfst weinen. Das habe ich auch getan.

Gruß

Freno

Beitrag von auchmal - 26.12.11 - 11:47 Uhr

Liebe Freno,

danke für Deine Antwort und .. mein herzlichstes Beileid zu Deinem/Euren Verlust.

Ich habe mir auch schon öfter gedacht : lieber so, als wenn "ihm" was passiert. So haben wir noch ein bisschen was von ihm - d.h. ich ein bisschen und unsere Tochter viel.

Du musst aber Vertrauen haben, dass Dein Mann es auf seine Weise mit den Kindern richtig macht. Sie dürfen nie das Gefühl haben, dass etwas fehlt.... das ist so wichtig....

Wir haben es ihr gerade gesagt. Sie ist so klug mit ihren 4 3/4 Jahren, unglaublich. Wir sind dann gemeinsam zu seiner neuen Wohnung gefahren, haben ihr alles gezeigt. Habe gleich ein paar Dekosachen für ihr Zimmer mitgenommen, damit sie schon mal schauen kann, wo sie hinpassen könnten. Ich bin jetzt wieder gegangen,ist ja nicht weit... sie bauen jetzt gemeinsam Möbel zusammen. Das liebt sie...

Dir auch alles Gute,

LG

Beitrag von bruchetta - 26.12.11 - 19:04 Uhr

Das Trennungsjahr ist dafür da, damit man (mit dem erforderliche Abstand) vielleicht wieder zusammen findet.
Das wäre doch immerhin möglich. Es könnte eine Phase sein, in der er unabhängig sein möchte und seine Liebe zu Dir untergraben ist.
Ich würde es auf keinen Fall zurück datieren, sondern abwarten, ob er nicht in ein paar Monaten reuemütig vor der Tür steht.

Beitrag von auchmal - 26.12.11 - 21:10 Uhr

hey,

mhmm.. ja kann sein. glaub ich aber nicht. mein mann ist keiner von der sorte der unüberlegt handelt. er hat sich ganz genau überlegt was er da tut. und er weiss, dass es kein zurück mehr gibt. ich bin eine sehr stolze frau - er hat mir gesagt, dass er mich nicht mehr liebt und die trennung will (jetzt unabhängig von seinem weinseligen zugeständnis an weihnachten) - das heisst für ihn und auch für mich - das war es ... wir sind zwar grundsätzlich für ein einvernehmliches benehmen ohne streit - unserer tochter zuliebe - aber das war es auch schon...

diese tür ist und bleibt zu - und selbst wenn mir das herz dabei bricht - er hat einen kollateralschaden mit seiner aussage betrieben - das ist nicht wieder gut zu machen...

danke aber für deine meinung

Lg

Beitrag von blondi78 - 26.12.11 - 19:05 Uhr

Hallo

habe eben deinen Beitrag gelesen und gedacht du schreibst mir aus dem herzen unglaublich mir geht es sehr ähnlich ....#heul

wir sind noch zusammen aber auch mein mann hat mir gesagt dass er mich nicht mehr liebt und ich fühle wie du.... denke ich muss durchdrehen #schock ... wir haben auch eine wundervolle tochter #herzlichich hab so angst ihr das zu sagen das hat sie nicht verdient...
wie soll das werden ...?

wünsche dir viel Glück und kraft #klee gruß blondi

Beitrag von auchmal - 26.12.11 - 21:11 Uhr

hallo blondi,

tut mir sehr leid, dass Du quasi im gleichen boot sitzt.... wir schaffen das.... das leben geht weiter - schon allein für unsere kinder.....

Alles Gute für Dich und viel Kraft, Grüsse Ahlexi