Hin und hergerissen ...

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Beitrag von lea196 - 27.12.11 - 21:44 Uhr

Also ...
Ich hab 23.12. erfahren dass ich schwager bin.#schock bin jetzt 5+2 , also noch sehr früh in der schwangerschaft, trotz pille ...#kratz
Ich bin sehr oft bei meinem Freund aber ich hab ein arges Problem mit ihm, weil er ein Alkoholproblem hat und das nicht einsieht.
Ich möchte dass es meinem Kind später gut geht und nicht unter einem alkoholisiertem Vater leidet.
Ich überleg mir wieder öfters zuhause zu sein und dann für den Krümel und mich eine Wohnung zu suchen und dnan zu gucken wie es meinem Freund geht.
Ich liebe ihn sehr und weiß nicht was ich tun soll.
Ich fühl mich unter Druck gesetzt, weil er schon ein Suizidversuch unternommen hat und auch mich die Familie leicht unter Druck setzt , dass ich bei ihm bleiben muss.
Aber ich möchte nur das beste für Krümel für mich ohne Druck und Sorge wo mein besoffener Mann ist und wohin er das ganze geld verschleudert.
Was meint ihr soll ich tun. Ein Ultimatum von 3 Wochen hab ich ihm schon gesetzt. Wenn er bis dahin nicht sein Alkoholproblem anpackt weiß ich nicht was ich tun soll.

Ich hab angst eine schlechte mutter zu sein, wenn ich alleinerziehend bin, aber abtreiben werde ich niemals!
Vllt kann mir jemand helfen :(
Liebe grüße lea

Beitrag von tenea - 27.12.11 - 22:34 Uhr

Hallo Lea,

dein Freund ist erwachsen. Wenn er trinken möchte, wird er das tun, wenn er sich umbringen will, wird er auch das tun. Und wenn er bereit ist, Hilfe anzunehmen, wird er sie sich suchen.
Du bist auch erwachsen und entscheidest selbst, ob und wie lange du diesen Weg weitergehen willst bzw. kannst, denn die Sucht deines Freundes ändern oder sogar heilen kann deine Liebe nicht. Wie du schon richtig erkannt hast, ist das Kind in deinem Bauch dieser Entscheidung ausgeliefert. Aber eine Mutter, die ihr Kind schützt, ist niemals eine schlechte Mutter. Und das Leben als Alleinerziehende steht in keinem Verhältnis zu einem Leben an der Seite eines Alkoholikers.

Wichtig ist, dass du bei dir und deinem Krümel bleibst und nur Konsequenzen androhst, die du auch zu hundert Prozent durchzuziehen bereit bist. Leere Drohungen machen dich unglaubwürdig und ziehen dich nur immer tiefer in den Sumpf.

Vielleicht wendest du dich in den nächsten Tagen an eine Suchtberatungsstelle in deiner Nähe, dort werden auch Angehörige beraten. Sehr hilfreich zum Sortieren der Gedanken ist auch diese Seite:

http://www.forum-alkoholiker.de/selbsthilfe-forum.html

Ich wünsche dir viel Kraft!
LG Tenea

Beitrag von lavala - 27.12.11 - 22:39 Uhr

Ich finde Deine Gedanken sehr verantwortungsvoll.

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich Dir nur den Rat geben, Dein Leben fpr Dich und Dein zu erwartendes Kind einzurichten. Du trägst für den Alkoholiker keine Verantwortung, sehr wohl aber dafür, in welcher Familienwelt Dein Kind aufwächst. Dein Kind ist auf Dich und Deine Fürsorge angewiesen.

Wenn er sein Problem nicht erkennen und nicht dagegen angehen will, kannst Du gar nichts tun. Das Ganze wird nur immer schlimmer, wenn nachher die durch das Baby total veränderten Lebensumstände auf ihn einstürmen. Dann hat er noch viel mehr "Gründe" zum Trinken.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen recht viel Kraft für Dein Vorhaben und eine gesunde Schwangerschaft.

Beitrag von lea196 - 27.12.11 - 23:48 Uhr

Eure Antworten sind sehr lieb.
Ich wollte eh in den nächsten Tagen zu pro familia.
Ich möchte meinem Krümel ein Leben bieten mit Glück und Freude.
Wenn er nicht die Zeit einhält werde ich auch höchst wahrscheinlich mein Papa anrufen dass er mir hilft meine sachen zu meiner Wohnung zu bringen. Zum glück sind es nur ein paar Klamotten und meine Fellnasen....
Den Mut auf zubringen ist schwer.
Danke für eure liebe und stärkenden Antworten, jetzt erst recht kämpfe ich! :)#danke

Beitrag von blaue-rose - 28.12.11 - 09:09 Uhr

Hallo Lea,

setze deine Androhungen bitte um. Machst du einen nicht bestärkst du ihn noch weiter in seinem Verhalten.

Eine Suizidandrohung ist in jedem Fall ernst zu nehmen. Du solltest dich dadurch aber nicht von deinem Vorhaben abbringen lassen. Wenn du den Eindruck hast das er den Suizid durchführt warte nicht lange und ruf einen Notarzt. Der Notarzt kann die Lage besser einschätzen und weiß wie er handeln muss.

Eine alleinerziehende Mutter ist nicht gleich zusetzen mit einer schlechten Mutter. Schlechter finde ich wenn ein Kind mit einem Alkoholiker aufwächst.

Fg

Beitrag von lunacy - 28.12.11 - 17:46 Uhr

"Eine alleinerziehende Mutter ist nicht gleich zusetzen mit einer schlechten Mutter. Schlechter finde ich wenn ein Kind mit einem Alkoholiker aufwächst." #aha

Aus eigener Erfahrung: So ist es!!!

Tu' es bitte Dir und Deinem Kind nicht an, mit einem alkoholkranken Menschen zusammen zu leben. Es wird Dich kaputt machen, glaube mir.

Setz Deine Drohungen in die Tat um, zieh aus und falls (!!!) er wirklich eine Therapie macht kannst Dus Dir ja nochmal überlegen. Lass Dich bitte nicht von "Ich bin stark ich kann ganz alleine aufhören zu trinken" einlullen - wahrscheinlich säuft er dann heimlich weiter #aerger

Alles Gute für Dich und den Krümel! #klee

Beitrag von lea196 - 28.12.11 - 22:32 Uhr

danke, ihr hab mir den rücken gestärkt ich werd ihn nur noch einmal ansprechen und wenn er innerhalb 1 woche sich nicht ändert und seine probleme in angriff nimmt pack ich meine sachen und bin weg .

ich weiß ich schaff das. hab einige sehr liebe feunde dir mir den rücken stärken und helfen :)

Beitrag von manavgat - 29.12.11 - 12:04 Uhr

Ich denke, dass es für Dich und das Kind besser ist, wenn Du auf diesen Alkoholiker verzichtest!

Wende Dich zwecks Beratung an pro familia.

Gruß

Manavgat