Er will sie die ganze Woche in unserer Wohnung haben. Und ich soll sie von Fr-So in meine neue Wohnung nehmen.
Kann er damit durchkommen?
Ich will sie in der Nacht bei mir haben. Sie ist doch erst 2 Jahre alt!!!!
Seine Forderung
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Beitrag von yogurette85 - 28.12.11 - 22:39 Uhr
Beitrag von la-fee - 28.12.11 - 23:21 Uhr
Hallo!
Hey, jetzt mal langsam! Er kann gar nichts....
Habt ihr denn das gemeinsame Sorgerecht?
Ohne dem kann er rein nichts, außer sie, wenn du nichts dagegen sagst, alle 2 Wochen ein paar Stunden besuchen.
Über Nacht mal sicher nicht vor dem Schulalter, dann auch nur wenn die Kleine es möchte. Ist zumindest in Österreich so.
glg Anna
Beitrag von yogurette85 - 28.12.11 - 23:25 Uhr
Ja, leider haben wir das gemeinsame Sorgerecht. Er sagt er wird damit argumentieren, dass er selbstständig ist und somit flexibel und dass er in unserer alten Wohnung bleiben kann und sie so in ihrer gewohnten Umgebung bleibt.
Beitrag von la-fee - 28.12.11 - 23:36 Uhr
Das wird als Argument aber sicher nicht reichen, denn niemand wird einer Mama das Kind einfach so wegnehmen, außer es gibt schwerwiegende Gründe wie Drogen oder Missbrauch.
An deiner Stelle würde ich zum Jugendamt gehen und deine Ängste und vor allem die Drohungen deines Mannes erzählen.
Du kannst auch versuchen das alleinige Sorgerecht zu bekommen, wenn ihr euch nicht einig werdet.
Ich schätze mal, dass du hauptsächlich fürs Kind da warst und du ihre 1.Bezugsperson bist- da werden sie ein 2-jähriges Kind nicht übernachten lassen.
Ich weiß das es momentan heißt, dass die Väter mehr Rechte haben- in der Realität sieht es aber anders aus. Ich habe gerade so einen Fall bei einer Bekannten miterlebt.
Ich sage nicht, dass es richtig ist, aber sie ist durchgekommen.
Sie war verheiratet mit dem Kindsvater, der Junge ist 7.
Sie beantragte das alleinige Sorgerecht und bekam es. Der Vater durfte das Kind alle 2 Wochen für ein paar Stunden besuchen.
Das ist jetzt aber schon 3 Jahre her. 7
Seit einem Jahr will der Junge nicht mehr hin, sie legte ein psychologisches Artest vor und nun wurde das Besuchsrecht eingestellt.
Meiner Meinung ist das sicherlich nicht richtig und auch gemein, aber ich wollte dir damit nur die Angst nehmen, dass er dir die Kleine auf keinen Fall wegnehmen kann.
ich würde ihm vorschlagen, dass er seine Tochter einmal die Woche holt oder besucht und das du Übernachtungen erst möchtest, wenn die Kleine sich richtig äußern kann.
Wenn er es nicht möchte, dann soll er es gerichtlich machen.
und du, hol dir Rat beim Jugendamt. Die sind sehr nett und helfen dir.
glg Anna
Beitrag von yogurette85 - 28.12.11 - 23:39 Uhr
Ich habe erst einen Termin am 03.01. bekommen.
Ja ich bin die Hauptbezugsperson von ihr auch wenn ich zur Zeit viel arbeite, aber auch dann ist sie nicht beim Vater, sondern bei den Großeltern, so viel zum Thema Flexibilität.
Ich werde vielleicht morgen nochmal beim JA anrufen und telefonisch alles erzählen oder am Freitag vorbeigehen.
Beitrag von la-fee - 28.12.11 - 23:43 Uhr
Ich wünsche dir alles Gute und mach dir bitte keine Sorgen!!!!!!
Er kann dir die Kleine nicht wegnehmen!
Schreib mir, erzähle dir gerne was ich von meiner Bekannten weiß bzw. was du am besten machst....
Wünsche dir noch einen schönen Abend, Anna
Beitrag von yogurette85 - 28.12.11 - 23:45 Uhr
Danke das ist lieb, hast mir schon sehr viel Angst genommen. Rufe morgen nochmal meine Anwältin und das JA an und bringe alle Unterlagen in Sicherheit.
Beitrag von redrose123 - 29.12.11 - 07:57 Uhr
Nehm dir einen Anwalt der das Umgangsrecht festlegt, und sicher kann er sie wenn sie bisher Umgang hatten das Kind auch über Nacht bekommen, ob nun unter der Woche täglich kann ich dir nicht sagen.
Beitrag von windsbraut69 - 29.12.11 - 10:25 Uhr
Leider?
Hat er in der Vergangenheit irgendwie dem Kindeswohl geschadet?
Was spricht denn gegen das Wechselmodell, abgesehen von Deinen Gefühlen?
LG
Beitrag von redrose123 - 29.12.11 - 07:56 Uhr
Das ist Quatsch, wir hatten die Kinder meines Mannes von anfang an, 1,5 jahre und 2,5 jahre über Nacht. Aber eben alle 14 Tage. In Deutschland ist das gott sei dank so das auch Väter das Recht jhaben Ihre Kinder auch mal über nacht zu haben.
Beitrag von windsbraut69 - 29.12.11 - 10:18 Uhr
Warum sollte ein Vater sein Kind erst ab dem Schulalter über Nacht "haben dürfen"?
Ich hoffe mal, dass das in Deutschland bisschen fortschrittlicher geregelt wird.
Gruß,
W
Beitrag von comapo - 28.12.11 - 23:58 Uhr
Hallo,
nimm es mir bitte nicht übel, aber wo wäre denn das Problem, wenn ihr euch - welcher genauen Aufteilung nach auch immer - einigt, das Kind annähernd hälftig zu betreuen?
Ich verstehe natürlich, dass DU es Dir schwer vorstellen kannst, Dein Kind nur anteilig bei Dir zu haben. Aber kannst Du Dir vorstellen, dass das einem Vater genauso geht? Er hat doch ebenso wie Du 2 Jahre mit dem Kind zusammen gelebt! Die Meinung, dass ein Elternteil, egal welcher, wichtiger für das Kind ist, ist eine ganz subjektive Empfindung.
Vielleicht fällt es Dir leichter, sein Handeln zu verstehen, wenn Du Dir das mal in umgekehrten Rollen vorstellst: Er nimmt das Kind und zieht aus, Du sollst es maximal alle 2 Wochen für ein paar Stunden oder alle paar Tage für ein paar Stunden sehen und dann wohlmöglich noch in seiner Anwesenheit.
Jeder von euch hat Angst das Kind zu verlieren. Aber ihr seid nun mal vor dem Gesetz gleichberechtigte Elternteile.
Mir bleibt ehrlich gesagt immer die Spucke weg, wenn ich solche Stories lese wie meine Vorschreiberin berichtet, wo ein Elternteil des Kindes mal knuffig entsorgt wird, weil das Kind in seinem Loyalitätskonflikt gar nicht anders kann, als den von Mutter ungeliebten anderen Elternteil abzulehnen. Es gibt einige Jugendliche, die im Loslösungsprozess sich von ihren Betreuungselternteilen lösen und Wahrheiten rausfinden wollen. Und die dann ein ziemliches Problem haben, wenn sie beim wiedergefundenen Vater in den Gerichtsakten lesen können, wie sehr diese Väter gekämpft haben.
Ich unterstelle DIR auf keinen Fall, dass Du den Vater entsorgen willst. Aber ich rate Dir an, ihn nicht auf die Stufe "zweitwichtigster Elternteil" zu stellen. Er ist genauso wichtig wie Du und es wäre für euer Kind das Beste, wenn ihr einen einigen Weg findet, euch gleichberechtigt wie möglich zu kümmern. Und das kann nicht sein "ich alles und Du die minimalsten Brocken, die ich blöderweise gestatten muss".
Natürlich stehen die Chancen nicht schlecht, dass Du das Kind mitnehmen darfst. Aber ich würde im Sinne des Kindes nicht versuchen, solche ausgrenzenden Wege zu gehen, wie die Bekannte meiner Vorschreiberin.
LG
Beitrag von yogurette85 - 29.12.11 - 00:07 Uhr
Ich will doch, dass er sie so oft wie möglich sieht. Aber sie braucht MICH. Ich will doch nur das beste für SIE.
Beitrag von redrose123 - 29.12.11 - 07:58 Uhr
Dann einigt euch im Sinne des Kindes und nicht wie ihr euch dabei fühlt. WEnn Ihr euch jetzt bekriegt und das Kind hin und her zerrt ist das nicht im Sinne des Kindes.
Beitrag von windsbraut69 - 29.12.11 - 10:28 Uhr
Sie braucht mit Sicherheit Euch beide und wenn Ihr Euch räumlich trennt, geht das nicht ohne Kompromisse.
Beitrag von comapo - 29.12.11 - 13:26 Uhr
Liebe Yogurette,
natürlich braucht sie DICH. Aber sie braucht AUCH ihren Vater. Sie braucht euch BEIDE. Ihr solltet ein Modell finden, das beidem so gerecht wie möglich wird.
LG
Beitrag von seikon - 01.01.12 - 10:59 Uhr
Du willst nicht das beste für sie, du weist das beste für dich. Das beste für sie wäre es, wenn sie Vater und Mutter zu gleichen teilen um sich hätte.
Beitrag von la-fee - 29.12.11 - 01:22 Uhr
Liebe Comapo!
Ich bin natürlich auch nicht dafür das man einem Vater das Kind entzieht und finde auch die Handlung meiner Bekannten als absolut gemein.
Ich wollte ihr damit nur sagen, dass sie keine Angst haben brauch, denn wenn die Mutter keine "Verbrecherin" und was auch immer ist, wird ihr niemand das Kind wegnehmen.
Ist schon klar das der Vater auch wichtig ist und sein Kind liebt, aber er droht der Mutter auch, was auch nicht in Ordnung ist.
Weiters schreibt die Mutter, dass der Kindsvater sich nicht annähernd so viel um seine Tochter gekümmert hat und das die Kleine wenn sie selbst nicht konnte, von den Großeltern betreut wurde.
Deswegen finde ich und wahrscheinlich auch jede andere neutrale Person, dass es für ein 2-jähriges Kind wohl besser ist, es so weiterzuführen wie es es gewohnt ist.
Viele liebe Grüße, Anna
Beitrag von redrose123 - 29.12.11 - 07:59 Uhr
Wo liest du das er Ihr das Kind GANZ nehmen will? Er schlägt vor sie unter der Woche zu betreuen und sie jedes Wochenende, Väter bekommen die Kinder nur alle 14 Tage mal ist das gerecht? Nein aber das ist doch ok ist doch nur der VAter wieso sollte einem Vater das Recht bekommen?
Der Staat ist ja so gerecht
Beitrag von windsbraut69 - 29.12.11 - 10:32 Uhr
Na, immerhin hast Du ihr geraten, ihr Tipps zu geben, wie sie ähnlich Deiner Bekannten vorgehen soll....
Der Vater droht doch gar nicht - er schlägt lediglich ein Wechselmodell vor und spätestens, wenn die Kleine 3 Jahre alt ist, wird sie ohnehin nicht mehr rund um die Uhr Zuhause bleiben können. Da ist es doch nur sinnvoll, schon jetzt ein dauerhaft praktikables Modell einzuführen, das beiden Elternteilen sowohl ausreichend Kontakt zum Kind aber auch die sicher notwendige Erwerbstätigkeit ermöglicht.
LG,
W
Beitrag von windsbraut69 - 29.12.11 - 10:35 Uhr
Weiterführen wie gewohnt, wird wohl angesichts der Trennung ohnehin nicht funktioniern!
Beitrag von nele27 - 29.12.11 - 11:39 Uhr
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Weiters schreibt die Mutter, dass der Kindsvater sich nicht annähernd so viel um seine Tochter gekümmert hat
***
Schlimm genug - dan wird es jetzt ja höchste Zeit, dass er damit anfängt!
Beitrag von comapo - 29.12.11 - 13:42 Uhr
Hallo Anna,
ich wollte auch nicht darstellen, dass es DEINE Meinung war.
Ganz wichtig ist aber, dass man strikt trennt zwischen der Beziehung Frau - Mann und Vater - Kind.
In Trennungssituationen fallen oft von beiden Seiten Worte, die im Frieden niemals genutzt worden wären. Man sollte aber nie vergessen, dass die mieseste Ehefrau oder der mieseste Ehemann trotzdem ein jeweils toller Elternteil sein kann. Deshalb würde ich mir für das Kind wünschen, dass man sich zur Not Hilfe von dritter Seite holt um auf der Elternebene Verbesserungen zu erzielen, als dass man mit dem Argument "Der war böse zu mir, also ist er auch schlecht für das Kind!" dem Kind einen Elternteil amputiert.
LG
Beitrag von nele27 - 29.12.11 - 07:57 Uhr
Du hast vollkommen Recht.
Ich weiß es aus eigener Erfahrung, mein Vater hat zwar viele Fehler gemacht, aber wurde bei der Scheidung als Vater gleich komplett entsorgt.
Mir wurde erzählt, dass er keinen Bock hat sich zu kümmern. Stimmte aber nicht, nur wurden wir der Mutter zugesprochen und die hatte eben keinen Bock auf Umgang gewähren. Sie hatte einen Neuen und da stört der leibliche Vater natürlich nur. Mein Papa war zu feige, da richtig Stress zu machen. Irgendwann hat er selbst geglaubt, dass er nicht so wichtig für uns ist.
Inzwischen - 24 Jahre nach der Scheidung - habe ich mit meinem Vater Kontakt, es läuft super ![]()
Meine Mutter habe ich dagegen 2008 entsorgt (aus vielen Gründen, ihre herrische Art, über unser Kinderleben zu verfügen, war sicherlich einer).
LG, Nele
Beitrag von tweety74 - 29.12.11 - 11:10 Uhr
Guter Beitrag
