Hallo ...
ich hab lange hin und her überlegt ob ich überhaupt was poste hier. ich hab wochenlang ma rein geschaut und dann doch wieder das bekannte X gedrückt.
mein Opa ist im april direkt an ostern gestroben. er war schon bisl älter 76j und keiner hätte an diesem tag damit gerechnet das er einfach so vom fahrrad fällt.
am abend rief mich meine oma an ( ich war in der 36ssw schwanger) und sagte das mein opa nicht nach hause gekommen sei und er is diabetiker und das sehr streng ...
ich wusste da stimmt was nicht, ich bin durch unseren park gerannt weil er dort mit dem rad durchfährt ...nix...
halbe stunde später rief ich meine oma an ... sie sagte das er im KH liegt im künstlichen Koma und einen herzstillstand hatte.
Ich war fertig... das KH war derzeit 10m neben mir...
Wir durften ihn nicht besuchen, er wollte das nicht so stand es in seiner patientenverfügung...
Ja 4 tage danach als eig alles berg auf ging starb er...
Ich hab geschlafen und dann las ich eine SMS von meiner schwester in der stand :
'' OPa ist tod''
Dann rief sie an und sagte wir können nun abschied nehmen im KH er liegt dort ...
Ich wusste gar nicht wo oben und unten war. es ist noch nie jemand gestorben der mir soo nah war wie mein Opa.
Ich bin nich hingegangen, ich konnte nicht...
Was ich eig sagen wollte das ich damit nicht klar komme... überhaupt nicht ! Jeden tag träume ich vom tod, von Opa und vom sterben...
jeden tag bekomme ich mehr angst vor dem tod, und umso mehr qäule ich mich.
Wie kommt man damit klar? das ein geliebter mensch so nah ist aber nie wieder kommen wird. Obwohl man ihn doch so brauch ?!
seit dem er gestorben ist denk ich nur noch übers sterben nach ich spüre mein herz in der brust und denke was ist wenn du ma stehen bleibst ?!
echt heavy...
Bin ich nun verrückt? 
Wie macht irh das?!
LG
Corinna
Ich komm damit nicht klar
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von corinna.2010.w - 29.12.11 - 06:51 Uhr
Beitrag von sahra0609 - 29.12.11 - 11:10 Uhr
hallo
ich erzähle dir mal was mir 2007 passiert ist
ich war in der 36. ssw als mein vater ins krankenheuas kam ich habe 600 km entfernt gewohnt, habe mich am nächsten tag mit dem zug quer durch deutschland um meinen vater sehen zu können er war 61 jahre alt .
ich war 1 woche da und es ging berg auf mit ihm , also bin ich wieder nach hause
in der 38. woche sollte ich einen KS bekommen , ich war schon in der klinik zum vorbereiten als ich eine sms bekam papa geht es wieder schlechter der ks wäre ein wunsch ks gewesen , diesen habe ich dann sofort abgesagt .
ich bin raus aus der klinik kam zu hause an lag mein mann am boden konnte sich kaum noch regen hatte einen starken bandscheibenvorfall musste in die kllinik und dort bleiben .
mein vater wurde ins künstliche koma gelegt und es hieß immer es geht berg auf , also gehofft , am 15.06.2007 mein mann lag immer noch im krankenhaus bekomme ich einen anruf es geht mit papa zuende . ich bin dann nach hause saß in der 39. woche alleine auf meiner couch meine brüder und meine mum bei meinem vater am sterbebett, ein mega gewitter zog auf in der nacht, und als dies vorbei war bekam ich eine sms papa ist um 4.44 uhr zu den engeln gezogen , meine brüder sind am nächsten tag losgefahren um mich zu holen , wir haben beerdigung alles in die wege geleitet am 20.06.2007 war die verabschiedung wo ich ihn nochmal sehen durfte , am 21.06.2007 dann die beerdigung mittags um 13 uhr , um 15 uhr nach der beerdigung haben die wehen eingesetzt und am 22.06.2007 um 8.01 uhr kam meine maus zur welt .
was ich dir damit sagen will es war furchtbar für mich alles mein mann konnte bei der geburt nicht dabei sein , da er ja 600 km entfernt in der klinik lag also kam meine mum mit rein .
1 woche vorher haben sie 2 stationen weiter meinen vater in den tot begleitet und dann unsere tochter ins leben , es war sehr schlimm für mich das ganze ist nun 4.,5 jahre her und ich komme heute nur sehr schwer klar damit
ich hatte damals nicht die möglichkeit richtig zu trauern da meine kleine da war , und manchmal heute breche ich in tränen aus weil mich irgendeine situation so sehr an ihn erinnert . ich denke irgendwann vielleicht kommt man klar damit und versucht damit umzugehen , aber es dauert
ich zünde einen
für deinen opa
für meinen papa
sie sitzen dort oben und passen auf uns und unsere kinder auf .
ich wünsche dir alles alles gute und trotz allem ein guten rutsch ins jahr 2012
Beitrag von corinna.2010.w - 29.12.11 - 18:01 Uhr
Danke ...
Schönes Gefühl nicht alleine zu sein :)
Beitrag von sandra7.12.75 - 29.12.11 - 15:40 Uhr
Hallo
Erstmal mein Beileid.
So so wie du es beschreibst würde ich eine therapie machen.Das gibt es und ich glaube das dir das helfen wird.
lg
Beitrag von fruehchenomi - 29.12.11 - 18:08 Uhr
Es klingt ungeheuer "platt" aber es ist nunmal so - GENAUSO ist das Leben 
Du bist noch sehr jung und wirst noch sehr viel Ähnliches erleben - und - bitte nicht falsch verstehen - nicht jedesmal kann man gleich zu einer Therapie rennen.
Es ist einfach so, dass Du die Prioritäten in Deinem Leben "durchsortieren" musst, sonst ist das Leben nämlich verdammt schwer auszuhalten.
Nummer eins wird momentan Dein Kind sein, Nummer zwei Dein Mann, also DEINE eigene kleine Familie. Dann kommt eine Pause, und dann kommen vielleicht Deine Eltern ? Und dann erst kommt Dein Opa, auch wenn Du ihn noch so geliebt hast.
Er dürfte der erste Tote in Deinem Leben gewesen sein und deswegen nimmt Dich das auch so mit. Das ist normal - aber Du musst Deiner Trauerarbeit auch mal einen Fortschritt gewähren. Und dazu gehört, dass Du Deinem Opa seine Ruhe gönnst.
Egal, ob Du christlich bist oder nicht, es kann helfen, mal in eine Kirche zu gehen, für ihn eine Kerze anzuzünden und Opas weiteres "Leben" einfach in höhere Hände zu legen.
Ihm geht es gut dort, wo er auch immer ist. Und er möchte ganz sicher nicht, dass Du wegen ihm eine psychische Krankheit entwickelst - Du bist nämlich auf dem besten Wege dazu.
Behalte ihn lieb in Erinnerung, Du darfst auch traurig sein - aber es geht wirklich weiter - und Dein Kind möchte eine lachende optimistische Mama, die Du ganz sicher wieder werden kannst.
Aber da muss man auch mal an sich selber arbeiten, das geht, glaubs mir - sonst wäre ich auch schon verrückt geworden.
Alles Gute.
LG Moni
Beitrag von corinna.2010.w - 30.12.11 - 07:11 Uhr
also ich dein Text gelesen hab , kam mir gleich tränen in den augen.
Du hast sooo vollkommen recht. Es ist der erste mensch den ich verloren hab den ich so geliebt hab. Es ist sonst noch nie jemand gestorben den ich kannte mit dem ich was verbunden hab.
Ich hab mich zuvor nie mit dem thema beschäftigt, klar ..mit 14 hatte ich ma so ne zeit wo ich nur sterben wollte habs aufgemalt wie gern ich doch nun einfach tod umfallen würde aber nie so realistisch.
ich hänge total an meinen leben und das gefühl das es irgendwann vorbei ist ist schrecklich. Dann weiß ich nich woran ich glauben soll, lieber realistisch wie :,, es gibt nach dem Tod kein leben, es ist einfac so wie im tiefschlaf'' oder an meiner fantasiewelt:'' das er noch da ist irgendwo wo alle sind und wir uns irgenwann wieder sehen werden''
ich bin so zwielgespalten...
weißte genau wie du sagst ich bin nch soooo jung. gibt es menschen in meinen alter die jezt schon übern Tod nachdenken?!
ich überfleige manchmal das forum und dann seh ich manchmal wie schnell das alles gehen kann.
Ach was rede/schreibe ich ...
DANKE FÜR DEINE ANTWORT. und ein GUTEN RUTSCH :)
Beitrag von fruehchenomi - 30.12.11 - 09:48 Uhr
Ich denke mal, man hat in jeder Altersstufe mal eine Zeit, wo man über den Tod nachdenkt. Junge Mamas haben da einfach oft auch Angst, was geschieht mit meinem Kind, wenn ich jetzt weg wäre....und ähnliches. Das ist vollkommen normal.
Aaaaaber - man muss sich dann auch mal wieder selber einen Tritt in den Hintern geben und sich sagen, ich sterbe sowieso erst mit 99 (am besten bei wildem Sex mit einem flotten 40jährigen
) - und jetzt LEBE ich erstmal und genieße die Zeit.
Freilich KANN das in manchen Fällen auch mal schnell gehen - aber THATS LIFE !!!!
daran kannst Du nichts ändern. Aber WAS Du aus Deinem Leben machst, darauf hast nur DU ALLEINE Einfluss !
Deswegen versuch nun einfach mal Dein Kind zu genießen, Dein junges Leben und hör auf, dauernd zu grübeln. Es geht !!!! Man muss halt etwas an sich arbeiten. Nichts anderes macht ein Therapeut auch mit Dir. Ohne Deine aktive Mithilfe ginge das auch nicht. Ich habe schon viele liebe Menschen verloren und dachte auch oft, es geht nicht mehr weiter. Habe eine schreckliche Ehe hinter mir in jungen Jahren, bin vollkommen verschuldet mit 2 kl. Kindern dagestanden nach der Scheidung und und und..... Was glaubst Du, wie oft ich die Schnauze gestrichen voll hatte ?!?!?!
Aber auch da ging es wieder weiter - Gottseidank ! Sonst würde mich hier nicht gerade eine ungeheuer süße, aber manchmal auch anstrengende kleine Leonie nerven..."Omaaaaa malst du mit mir ......JETZT !!!!" 
Lies mal nicht nur das Negative hier aus dem Forum raus (sonst wären wir wohl alle schon ein Fall für den Psychodok) sondern auch das Positive - auch das gibts !
Und nun geh Dein Kind knuddeln
Das braucht Dich - und zwar positiv 
LG Moni
Beitrag von corinna.2010.w - 30.12.11 - 16:44 Uhr
Haaachhh danke 
tut gut zu lesen...
DANKE DANKE DANKE DANKE DANKE :)
.......und guten Rutsch
Beitrag von fruehchenomi - 30.12.11 - 17:07 Uhr
Ebenfalls guten Rutsch - in ein ganz besonders gutes und positives Neues Jahr -
Prost
Beitrag von muck1 - 13.01.12 - 09:13 Uhr
Hallo Moni,
Habe gerade Deinen Beitrag gelesen, als ich so durchs Forum gesurft bin und wollte nur schnell sagen: Genauso ist es. Das ist es was ich mir immer selber sage und was mich erdet. Du hast es in Worte gefasst.
Mein Vater ist im November 2011 nach 1,5 Jahren Kampf an Lebermatastasen durch operierten Magenkrebs verstorben, ihm ging es nach mehreren Chemos eigentlich gut, dann setzte plötzlich und trotz allem unerwartet das Leberversagen ein. Am Tage vorher war er noch shoppen. Dann KH, er war eine Woche total verwirrt und dann hat er es geschafft.
Wir wohnen 400 km auseinander, ich war 1 Woche bei ihm, bzw. meiner Mutter um beide zu unterstützen, dann musste ich aber nach Hause, da ich zwei Kinder habe auf die mein Mann ganz toll in dieser Zeit aufgepasst hat. Mir fiel es unsagbar schwer zu fahren, aber es war nicht absehbar, wann mein Vater erlöst werden würde. Papa hat immer gesagt: Kümmer Dich um Deine Familie!
Ich habe mich von ihm verabschiedet, ihm alles erklärt und obwohl er mich kaum erkannt hat, hat er mich angelächelt und zum Schluß von sich aus einen dicken Kuss gegeben. Er hat es verstanden. Dann bin ich gefahren - und ich hatte das Gefühl ich fahre "ins Leben" - zu meinen Kindern und meinem Mann. Zwei Tage später ist mein Vater verstorben. Soviel zu Prioritäten.
Ich dachte auch an eine Therapie, da Papa echt mein "Hafen" war, ich ihn unsagbar vermisse und traurig bin, aber ich glaube auch, da muss man durch, das gehört zum Leben dazu.
Also wie gesagt, danke für Deine Worte, Du sprachst mir aus dem Herzen.
Euch alles Gute.
LG, Tina
