Trennung....

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Beitrag von sunshine633 - 30.12.11 - 11:29 Uhr

Hallo zusammen,

nach 14 Jahren (10 davon verheiratet) trenne ich mich von meinem Mann.

Nach langem hin und her, habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen, weil meine Gefühle für ihn nicht mehr ausreichen um eine Partnerschaft zu führen. In den letzten beiden Jahren ist so viel passiert, dass hat einfach alles kaputt gemacht. Ich bin schon lange unglücklich und selbst meine Gesundheit leidet mittlerweile darunter. Wir haben 2 Kinder (8 und 3), nicht zuletzt wegen den beiden habe ich versucht alles wieder in Ordnung zu bringen, aber ich schaffe es einfach nicht und merke mehr und mehr, dass ich auf der Strecke bleibe. Und genau das ist für die Kinder wohl auch nicht gut.
Die zwei wissen noch nichts, wir wissen beide nicht, wie und wann wir es ihnen erklären sollen.

Wir haben uns vor ein paar Jahren ein Haus gekauft, dass keiner von uns alleine halten kann...also steht der Verkauf an.

Ich weiß gerade nicht wo mir der Kopf steht, obwohl ich mich schon lange mit dem Gedanken der Trennung herum schlage, ist es jetzt ziemlich erdrückend.

Kann mir jemand Beratungsstellen empfehlen, Tipps geben, worauf wir achten - an was wir denken müssen?

Ich hoffe auf viele Antworten ..... sunny #sonne

Beitrag von gewitterhexx - 30.12.11 - 16:27 Uhr

Hallo sunny,

mir gehts ähnlich wie dir, wir sind 10 Jahre zusammen, 7 davon verheiratet. Wir haben 3 Kinder(2, 4 und fast 7).

Das Haus gehört mir allein, mit seiner Hilfe renoviert. Ging damals nicht anders. Allerdings kann ich es allein mit Hilfe von Wohngeld grade so halten. Der Auszug meines Nochmannes gestaltet sich schwierig, weil er das Haus nicht verlassen will. Die Situation wird für mich immer unerträglicher. Das Haus verkaufen kann ich im Moment noch nicht, meine Kinder gehen hier um die Ecke in die Schule und in den Kiga. Meine Mutter wohnt direkt neben an. Ich ertrage es zur Zeit nur noch wegen der Kinder. Ich habe mich bereits Anfang Oktober von ihm getrennt.

Ich habe mich bei einer Anwältin informiert. Mit einem Beratungsberechtigungsschein zahlst du um die 10 € je nach Bundesland. Psychologische und organisatorische Hilfe bekommst du auch bei der Caritas, Profamilia und ähnliche Einrichtungen, die auch die Kinder unterstützen.

Wir wollten es den Kindern sagen, wenn sein Auszug kurz bevor steht, aber ein dummer Streit zwischen uns, hat dafür gesorgt, dass es anders kam. Da er aber nicht auszieht, hat sich bei den Kindern wieder alles "normalisiert". Mir macht es aber seelisch und gesundheitlich sehr zu schaffen und ich schleppe mich eigentlich nur noch funktionierend durch den Tag.

Zur Zeit macht er auf fürsorglichen Ehemann, tut so als wäre gar nix, was mich innerlich zum Platzen bringt. Aber der Kinder wegen versuche ich die Ruhe zu bewahren und sage mir, ich lass das meine Anwältin regeln. Über die Situation kann ich mit ihm nicht reden.

Welchen Tipp kann ich dir geben?? Steh selbst total auf dem Schlauch und hab auch niemandem mit dem ich darüber quatschen kann.

Unterhalt und Sorgerecht der Kinder regeln, Hausverkauf organisieren, Steuerklassen müssen geändert werden, Anwalt aufsuchen, Hausrat aufteilen, Wohnungssuche sobald man weiß ein Käufer ist da, wegen evtl. doppelter Kosten.
Ich achte z. B. auch sehr darauf die Kinder nicht mit reinzuziehen und wenigstens eine Basis als Vater und Mutter bestehen zu lassen. Heißt ich beziehe ihn überall mit ein, was die Kinder angeht (Schul- und Kindergartenveranstaltungen).

Hoffe konnte dir wenigstens ein bißchen helfen.

LG
Petra

Beitrag von comapo - 30.12.11 - 21:37 Uhr

Hi,

wenn ihr euch relativ einig seid, würde ich einen Mediator nehmen, mit dessen Hilfe ihr die Modalitäten fixiert.

Wenn es jetzt um Berechnung von Unterhalt, Beantragung von Geldern geht, wäre vielleicht die Caritas / AWO ein guter erster Anlaufpunkt. JA und Anwalt sind natürlich auch möglich, aber immer mit Vorsicht zu genießen, weil sie ggf. Öl ins Feuer gießen. Ihr könnt auch gemeinsam zu einem Anwalt gehen, euch einvernehmlich scheiden (und beraten) lassen, dabei aber bedenken, dass der Anwalt immer nur EINEN von euch als Mandanten nehmen kann (bspw. Dich) und dann auch nur Dich vertritt. Sobald Dein Mann andere Ideen hat und ihr euch nicht einigen könnt, braucht er einen eigenen Anwalt.

LG