Will nicht in den Kiga - nur Kampf und ich bin am Ende

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Beitrag von sonnenschein060671 - 03.01.12 - 08:46 Uhr

Hallo liebe Mamas,

hatte schon mal im Kiga-Forum geschrieben.

Gestern war mein Großer das erste mal nach 2 Jahren Tagesmutti im Kiga. Es war ein Kampf. Es gibt für uns keine Eingewöhnung, da die Kinder von einer Tagesmutti kommen, die zum Kiga gehört. Er kennt einige Kinder. Zeitgleich kam ein weiterer Junge von der Tagesmutti, ein weiterer ist seit November dort.

Ich bin in Elternzeit, er weiß, dass ich zu Hause bin.

Es ist ein Kampf. Gestern nur Gebrüll und furchtbares Weinen, um sich schlagen. Ich musste von der Erzieherin aus gehen. Danach war alles in Ordnung. Sie meinte, dass es Wutweinen war und nicht aus Traurigkeit. Sie musste mal straff mit ihm reden, dann war alles in Ordnung.

Jetzt gerade wieder Kiga. Er hat furchtbar gebrüllt, geweint, um sich geschlagen. Anziehen fast unmöglich bzw. hat sich immer wieder ausgezogen. Reden hat nichts genützt, streng reden ebenfalls nicht. Er hat nichts mehr wahr genommen.

Mit Grauen denke ich an morgen. Wie kann ich die Situation entschärfen? Wie kann ich mit ihm reden, wie ihm helfen? Es is so schwer und ich plage mich mit Schuldgefühlen. Auf der anderen Seite weiß ich, dass es ihm gut tut und er viel lernt.

Aber ich weiß mir keinen Rat mehr. Habe schon gesagt, dass wir am Nachmittag was unternehmen usw. Er das ganz toll gemeistert hat. Er ein toller großer Junge ist.

Danke und LG Jule

Beitrag von dodii - 03.01.12 - 09:10 Uhr

Hallo sonnenschein!

Wenn Du mit "Grauen" dran denkst Dein Kind abzugeben, dann WIRD es für EUCH BEIDE grauenhaft. Der Kleine merkt das doch und wenn er sich sowieso schon unwohl fühlt...

Meine Meinung: Du musst auf einer Eingewöhnungszeit bestehen. Dass das ganze eine Umstellung für den Kleinen ist, ist doch klar! Du sollst einfach gehen und dann redet die Erzieherin auch noch "straff" mit ihm #zitter So wird er sich dort nie wohl fühlen!

Ichjfrag mich auch, ob Du nicht am besten beurteilen kannst, ob Dein Kind aus Wut oder Angst/ Traurigkeit weint.

Auf jeden Fall: Wenn Du kein gutes Gefühl bei der ganzen Sache hast, wird das nichts #nanana

Viel Erfolg und schöne Grüße!

Beitrag von enelya - 03.01.12 - 09:11 Uhr

Hallo,

ich würde eine Eingewöhnung verlangen. Dann wird das auch.

Wenn es partout keine geben sollte, würde ich überlegen, ob es der richtige Kiga ist, wenn die Bedürfnisse der Kinder so dermassen übergangen werden.

LG,
Enelya

Beitrag von binnurich - 04.01.12 - 11:16 Uhr

sie wird keine Eingewöhnung verlangen können in dem Sinne, wie es in der Regel gehandhabt wird, Eingewöhnung ist meist kostenreduziert bzw. frei.

Was aber durchaus sinnvoll ist, dass man mit der Leitung oder der Erzieherin spricht, ob trotz voller Zahlung (der Kiga muss auch seine kosten decken und die Erzieherinen zahlen) eine schrittweise Eingewöung im inhaltlichen Sinne möglich ist.

Da die Mutter in Elternzeit ist, sollte sowas auch drin sein. Da. h. vielleicht kann sie wirklich an den ersten paar Tagen für eine Zeit da bleiben bzw. das Kind nur deutlich verkürzt bringen und dann allmählich steigern.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Einrichtung da nicht ansatzweise kompromißbereit sein sollte

Beitrag von bibolinchen - 04.01.12 - 13:43 Uhr

"Eingewöhnung ist meist kostenreduziert bzw. frei."
Das ist mir neu. Wir mussten voll bezahlen.

Beitrag von enelya - 04.01.12 - 14:47 Uhr

wir ebenfalls.

wir hatten einen vertrag ab dem 1.9. und am 1.9. standen wir das 1. mal dort auf der matte und haben in 4 wochen eingewöhnt. bei vollem elternbeitrag.

Beitrag von bibolinchen - 04.01.12 - 16:33 Uhr

Wir hatten sogar 6 Wochen.

Beitrag von karin3 - 03.01.12 - 09:16 Uhr

Hallo,

vielleicht würde ihm ein Kindergartenbuch helfen um besser mit dir reden zu können. So als anstoß meine ich.

http://www.buecher.de/shop/ab-2-jahren/leo-lausemaus-will-nicht-in-den-kindergarten/campanella-marco/products_products/detail/prod_id/29777717/
oder

http://www.buecher.de/shop/pop-up-buecher/mein-kindergarten-wieso-weshalb-warum-junior-bd-24/ruebel-doris/products_products/detail/prod_id/23158844/lfa/related-3/

Gruß Karin

Beitrag von lisasimpson - 03.01.12 - 09:43 Uhr

ich habe es hier schon unzählige male geschrieben und tue es immer wieder...

ich kann und kann es einfach nicht verstehen, wie eltern einfach alles, was ihnen wichtig ist, alles was sie sonst immer so machen würdn über brod werfen, nur weil irgend eien insitutione es ihnen sagt.

"Es gibt bei uns keine eingewöhnung" was soll das denn heißen ?
niemals würde ich mein kind irgendwo lassen ,wo es nicht vertraut und sicehr ist, wo es nicht feste bindungen hat und sich wohl fühlt.
ob das beim einzelnen kind 1 oder 4 wochen dauert ist sicher unterschiedlich und hängt von vielem ab- aber am ersten tag ein kleinkind irgendwo hin zu geben und abzuhauen- die erzieher am ERSTEN tag mal "straff mit ihm reden" zu lassen- nie im leben würde mir ds einfallen

meine kinder gehen übrigens gerne in den kiga- sie fühlen sich dort wohl und sicehr und ich ebenso, denn ich habe mir den betrieb dort sehr ausführlich anschauen können

Beitrag von widowwadman - 03.01.12 - 12:46 Uhr

Ich seh das ein bischen anders - das Kind kommt ja nicht nur mit voellig Fremden in eine fremde Umgebung, sondern da sind ja schon Kinder die er lange kennt und mit denen er bis dahin auch taeglich zusammen war dabei. Da muss dieser ewige Tanz mit Mama 6 Wochen dabeisitzen nicht sein. Und wenn die Traenen tatsaechlich nur beim Abschied da sind, aber sobald Mama sich verkruemelt hat das Kind normal spielt, dann liegt da meines Erachtens auch nichts im Argen.

Meine Tochter wechselt auch gerade die KiTa-Gruppe und steigt in die Vorschulgruppe auf - die Eingewoehnung bei so einem Gruppenwechsel ist minimal und die letzten beiden Male hat mein Kind von selbst drauf verzichtet und ist direkt dageblieben - sie kannte die meisten Kinder die vor ihr in die Gruppe aufgestiegen sind eh schon.

Beitrag von lisasimpson - 03.01.12 - 12:55 Uhr

"und die letzten beiden Male hat mein Kind von selbst drauf verzichtet und ist direkt dageblieben - "

aber das ist doch was ganz anderes.

bei meinem jüngsten bin ich jeweils auch immer nur ein paar tage dabei gewesen, da er die Einrichtungen immer schon kannte (vom großen bruder)- aber ich wäre auch 3 wochen da geblieben, wenn ich das gefühl gehabt hätte, daß es ihm dort nicht gut geht, er sich noch nicht von mir lösen will oder er sich nicht wohl/ sicher fühlt.
gleich am ersten tage wäre ich jedoch nie gegangen, einfach weil ich auch gerne sehen wollte, wie sich mein kind in den tagsablauf einfügt, wie er mit den andern in kontakt kommt, wie die erzieher kontakt zu ihm aufnehmen usw.

aber ich bin auch sonst regelmäßig immer wieder im kindergartenalltag präsent- gehe mit in den wald oder übernehme kurze beschäftigungen dort (plätzchen backen...)

ich freue mich, daß meine kinder im kindergarten einen zweiten lebensbereich neben unserer familie habe- aber er ist eben auch ei nteil ihres lebens, aus dem ich nicht vollkommen ausgeschlossen sein will

Beitrag von widowwadman - 03.01.12 - 14:09 Uhr

Ich bin nie dabei geblieben auch nicht am allerallerallerersten Tag - das ist hier nicht ueblich und ich denke auch mal dass sowas den Ablauf doch extrem stoert wenn die ganze Zeit irgendwelche Mamis dabeihocken.

Die allererste Eingewoehnung lief ueber 3 Tage, erst 1, dann 4 dann 8 Stunden - und das ohne dass ich mich dort lange aufgehalten haette - das ist doch wie langsames Pflasterabreissen wenn man da ewig hinmacht.

Die KiTa-internen Umgewoehnungen werden (wenn die Kinder drauf bestehen durch die jeweils letzte Bezugsbetreuerin geleitet), sind aber im Normalfall nicht noetig

Die TaMu der TE ist doch der KiTa angeschlossen und die anderen Kinder sind bekannt das heisst dass die Umstellung da doch wirklich nicht so riesig ist.

Aber unsere unterschiedliche Einstellung liegt vielleicht auch daran, dass ich die KiTa , auch wenn ich natuerlich die Betreuer kennen will und mir jeden Abend erzaehlen und zeigen lasse was gemacht wurde, als kinderbetreuende Dienstleistung sehe, die ich brauche um in der Zwischenzeit was anderes zu machen, und nicht als ein gemeinsames Hobby von mir und meinem Kind.

Beitrag von widowwadman - 03.01.12 - 14:10 Uhr

(Also die Eingewoehnung war 1, dann 4, dann 8 Stunden direkt ohne mich - ich hab nur hingebracht und abgeholt)

Beitrag von lisasimpson - 03.01.12 - 14:15 Uhr

"Aber unsere unterschiedliche Einstellung liegt vielleicht auch daran, dass ich die KiTa , (...) als kinderbetreuende Dienstleistung sehe, die ich brauche um in der Zwischenzeit was anderes zu machen, und nicht als ein gemeinsames Hobby von mir und meinem Kind."

ja so ähnlich.
für mich es ist "hobby des kindes" - und ja ein lebensbereich, an dem ich zumindest teilweise teil haben möchte.

das ist sicher eine seite.
aber unabhängig davon kenne ich persönlich keine einrichtung, die nicht auch eine eingewöhnung mit bezugsperson und kind macht. und ich häte ds auch nicht so gewollt- selbst wenn ich es als reine betreuungsdienstleistung sehen würde.
denn auch da bin ich anspruchsvoll und lege auf bestimmte dinge einfahc wert.

Beitrag von widowwadman - 03.01.12 - 14:18 Uhr

"aber unabhängig davon kenne ich persönlich keine einrichtung, die nicht auch eine eingewöhnung mit bezugsperson und kind macht. und ich häte ds auch nicht so gewollt- selbst wenn ich es als reine betreuungsdienstleistung sehen würde.
denn auch da bin ich anspruchsvoll und lege auf bestimmte dinge einfahc wert. "

Ist wahrscheinlich einfach ein kultureller Unterschied zwischen Deutschland und England.

Beitrag von lisasimpson - 03.01.12 - 14:20 Uhr

möglich

ich habe eine kollegin, die vor knapp 20 jahren ihre Kinder in den usa in einer krippe hatte.
dort fuhr sie mit dem auto vor- in so eine art "drive in"- ihr wurde dann das kind aus dem auto geholt, abgeschnallt, rausgeholt, sie hat noch schnell "tschüß" gesagt und ist weitergefahren.

sie meinte, daß die kinder sich dort sehr gut lösen konnten und es keine tränen beim abschied gab (vielleicht auch, weil diese so sehr ritualisiert war)

Beitrag von widowwadman - 03.01.12 - 14:24 Uhr

Und ich vermute dass diese Kinder nicht alle ein gestoertes Verhaeltnis zu ihren Familien und Bindungs und Vertrauensprobleme heissen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass eine langwierige langsame Eingewoehnung nicht unbedingt notwendig oder foerderlich ist

Wie heisst es so schoen, there is more than one way to skin a cat.

Beitrag von lisasimpson - 03.01.12 - 15:30 Uhr

hm- na,ja, ich sehe das so:
nicht jedes kind braucht zwingend eine sichere basis um sich auf neue beziehungen einlassen zu können/ um explorieren zu können bzw. suchen diese sich ihre sichere basis schnell selbst neu.
es gibt aber kinder, die das nicht/ sehr viel schlechter können.

wenn ich jetzt eine langsame eingewöhnung für alle mache, dann haben diejnigen, die es nicht bräuchten keinen nachteil davon, die andere aber einen vorteil.
wenn kinder aber einfach ins "kalte wasser geworfen" werden, lkernen die meisten dennoch schwimmen- aber eben nicht alle. und es würde denen zu gute kommen, die sich eben schwerer damit tun.

wenn eine eingewöhnung nicht gelingt, wenn dsa kind nicht gerne in den kiga geht oder sich schlecht trennen kann, dann liegt das garantiert nicht an einer "zu langen eingewöhnung". In aller regel erlebt man das doch z.B. bei den großeltern oder anderne verwandten gut. oftmals ist die ganze familie zusammen, manchmal bleiben die kidner alleine bei oma und opa. da kann die zeit vorher gemeinsam mit eltern und großeltern nicht hinderlich wirken- ganz im gegenteil. je vertrauter die personen sind, desto leichter ist es für kinder dort auch mal ohne eltern zu bleiben.

ob ein kind gestörte bindungen hat, ob es psychische störungen entwickelt ... hängt von sehr viel mehr faktoren ab und läßt sich nicht mit einfachen kausalzusammenhängen erklären (keine eingewöhnung= gestörte bindung).
es gibt kinder, die hunger, krieg, vertreibung, gewalt.. erlebt haben und dennoch nicht zwingend psychische störungen.
das kann aber kein argument dafür sein, daß es in ordnung wäre, kindern solche situationen auszusetzen (und ich will hier keineswegs den vergleich: "keine eingewöhnung= krieg" ziehen!)

Beitrag von widowwadman - 03.01.12 - 15:47 Uhr

Das langsame Eingewoehnen funktioniert aber auch nur, wenn man die Zeit (und Mittel) dazu hat.

Wenn ich mein Kind nach diesem langsamen Modell haette eingewoehnen wollen, mal davon abgesehen, dass es das hier nicht gibt, haette ich ja schon Wochen vor Rueckkehr an meine Arbeitsstelle damit anfangen muessen, und das dann ohne Einkommen (war ja zuhause) finanzieren muessen, und haette anstatt die verbleibenden Wochen meiner Elternzeit mit meinem Kind frei gestalten zu koennen mich mit ihr in die KiTa hocken muessen.

Und ob dieses langsame Eingewoehnen wirklich unsicheren Kindern gut tut, oder ob sie spueren das Mama da ist, sich eigentlich nicht wohl dabei fuehlt, und sie dann unbewusst anfangen zu bestaetigen sollte man auch mal betrachten.

Alles in Allem, wenn das deutsche Modell den anderen wirklich so ueberlegen waere, dann muesste man da ja auch ganz klare Unterschiede in der Entwicklung sehen.

Beitrag von lisasimpson - 03.01.12 - 16:13 Uhr

"Und ob dieses langsame Eingewoehnen wirklich unsicheren Kindern gut tut, oder ob sie spueren das Mama da ist, sich eigentlich nicht wohl dabei fuehlt, und sie dann unbewusst anfangen zu bestaetigen sollte man auch mal betrachten."

na, aber ds setzt ja voraus, daß die mutter sich dort nicht wohl fühlt- da ist doch der denkfehler.

ich würde meine kidner nie irgendwo lassen ,wo ich mich nicht wohl fühle (oder merken würde, daß meien kidner sich dort nicht wohl fühlen)

und ja_ ich sehe die kita nicht als "aufbewahrstation" während ich arbeite- meine kinder gehen da hin vollkommen unabhängig von meienr berufstätigkeit

nun ja. was wie überlegen ist weiß ich nicht recht, aber der trend ist doch eher hin zu: mehr sicherheit durch primäre bezuigspersonen.
ob nun im krankenhaus (wo es vor 30 jahren ganz genauso war- die eltern sollten leiber nicht zu beusch kommen, denn dann würden die kidner weinen, also die kinder lieber über woche nganz alleien dort lassen. ob das allen kindern geschadt hat? wahrscheinlich nicht. heute würde das aber doch niemand merh für optimal halten.

aber du hast recht- man braucht dafür eben ressourcen. haben die elter nberufliche verpflichtungen und noch 3 kinder zu hause ist es eben nicht imemr möglich, daß ein elternteil das kind über wochen ins krankenhaus begleitet.
aber wünschenswert wäre das doch für die meisten eltern, daß sie zumindest am anfang dabei bleiben könnten.

und so sehe ich das in anderen bereichen auch- vom rooming in über kita- eingewöhnung. der trend geht meiner ansicht nach ganz klar in eine richtung
ob das pendel wieder umschlägt weiß ich natürlich nicht und mit dem britischen erziehungssystem kenne ich mich überhaupt nicht aus (weiß daher auch nicht, ob deien einrichtung da speziell ist, wie es in anderen ist, welche anderen richtungen es dort gibt und welceh traditionen...)

Beitrag von widowwadman - 03.01.12 - 16:47 Uhr

Ich seh die KiTa auch nicht als Aufbewahrungsstation, wer tut das denn?

Werden Kinder auch wochenlang langsam an die Schule gewoehnt mit Mama dabei, oder wird ihnen da auch zugetraut das alleine zu koennen?

Wie gesagt bei der TE geht's ja noch nicht mal um das erste mal in einer Betreuungsituation, sondern nur die Veraenderung einer Betreuungssituation.

Ausserdem kann ich mir nicht vorstellen dass dabeihockende Eltern den Ablauf wirklich nicht stoeren

Beitrag von lisasimpson - 03.01.12 - 17:02 Uhr

na,ja, ich sehe die kita einfach vollkommen anders als du.
meine kinder gingen in eine krippe, die als elternintiative geführt war- d.h. ich habe dort auch regelmäßig mitgearbeitet, so wie alle eltern., wir haben als eltern sowohl bei der pädagogischen arbeit wie auch bei der Gestaltung des hauses und gartens mitgearbeitet/ bzw. die in eigenregie geführt.
daß eltern dort "stören" könnten und dann auch noch einen ablauf erscheint mir daher vollkommen absurd.
der Kindergarten meiner kinder ist ein kleiner "dorfkindergarten" mit 50 kindern.
dennoch sind dort immer eltern. sie gehen mit zum wöchentlichen waldtag, sie helfen mit bei festen und feiern, sie machen aktionen im kindergarten oder so hospitieren einfach so.
natürlich sitze ich dort nicht rum wie ein möbel, sondern ich spiele mit den kindern, ich baue baumhäuser, ich backe plätzchen, ich lese vor...

wo das stören sollte, kann ich nicht nachvollziehen...

unser kindergarten pflegt auch andere beziehungen- sowohl zum örtlichen altenehim, das regelmüßig besucht wird wie zur kirche, die regelmäßig aufgesucht wird usw.
das stört "den ablauf" keienswegs, denn Beziehungen sind dort wichtiger als "sturkuren", die unbedingt eingehalten werden müssen.

es ist ein lebendiges zusammenleben- als familienergänzendes angebot.

das was meine kinder dort erleben hat wesentlichen einfluß auf sie, ihre entwicklung und damit auch auf unserer familie. so zu tun als hätte ich damit nichts zu tun, wäre für mich komisch.

und die "eingewöhnung" von 12 monate alten kindern oder auch 3 jährigen mit dem schuleintritt (bei uns in der regel mit 6-7 jahren) zu vergleichen hinkt doch gewaltig.
dennoch glaube ich, daß es manchen kindern gut täte, wenn auch dort die beziehung zu den eltern wichtiger wäre als sie es in deutschen regelschulen ist- viele private schulen besonders die reformpädagogischen sehen das auch anders und binden die eltern da auch mehr mit ein

Beitrag von widowwadman - 03.01.12 - 18:05 Uhr

Das sind dann aber doch echt nur Einrichtungen fuer Kinder die mindestens einen Elternteil haben, der nicht arbeitet. Finde ich schon super, dass den Kindern dann trotzdem noch was zusaetzlich zum elterlichen Haushalt geboten wird.

Aber fuer nen Doppelverdienerhaushalt ist das nichts. Ansonsten, je juenger ein Kind ist, desto leichter faellt es ihm. Meine Juengste habe ich kuerzlich 9 Stunden bei ner Freundin gelassen (wegen einer beruflichen Veranstaltung), die sie vielleicht 3 mal in ihrem Leben gesehen hat, und das mit grossen Abstaenden. Da war sie 6 Monate alt, und Traenen gab es keine.

Beitrag von lisasimpson - 03.01.12 - 18:36 Uhr

" Ansonsten, je juenger ein Kind ist, desto leichter faellt es ihm. "

ja natürlich...
daher ist es ja in (west-) deutschland häufig so problematisch: die kinder sind bis 3 jahren meist 23 ihrer 24 stunden pro tag alleine mit der Mutter und plötzlich sollen sie mit völlig fremden den tag verbringen.

wenn Kinder von klein auf die erfahrung gemacht haben, daß auch andere menschen bezugspersonne sind/ werden können und daß dennoch die wichtigsten personen (eltern) wieder zurückommen, dann wird das in aller regel unproblematischer.

meine beiden waren früh immer auch bei den omas und mit 12 monaten in der krippe- das war nie ein problem.

Und ja- du hast schon recht. das ist schon luxus, daß ich die kinder so viel begleiten kann.
es ist nicht so, daß ich nun wöchentlich dabei bin (andere eltern teilweise schon), aber ich bin froh, das gefühl zu haben, einen offenen kiga zu haben, der sich nicht davor scheut, auch ständig von außen "überprüft" zu werden.
und ja- manchmal finde ich es klassse auch einfach dabei zu sein.

Mit einem "nine - to- five"- job wäre das nicht zu machen, das ist richtig.
Glücklicherweise sind mein mann und ich an einigen tagen der woche sehr frei in unserer zeiteinteilung, so daß auch er sich da immer wieder einbringen kann.

Beitrag von widowwadman - 03.01.12 - 18:40 Uhr

Ich kann ja auch jederzeit vorbeischneien, wenn ich z.B. mein Kind mal frueher abholen oder spaeter bringen will - es ist ja nicht so dass die KiTa da was zu verbergen haette - aber das ist was anderes als wenn da staendig andere Eltern in der Gruppe mit drinsitzen.