Mein Sohn ist 6,5 und im Kindergarten sprechen sie in dieser Phase von der "kleinen Pupertät".
Mein Sohn ist ein umgänglicher Junge (seit Sep in der Schule) und er hat eine echte "Zickenphase" drauf.
IHm passt was nicht, dann wird mit den Füßen gestampft, er rennt in sein Zimmer, schlägt die Tür zu und weint.
Beispiel: er macht heimlich den TV an, ich geh hin, mach den TV aus und er tobt nach oben genannten Verhalten.
Das ist ok, ich lasse ihn toben.
Aber wie verhalte ich mich bei SAchen wie: Abends umziehn. Wir sitzen beim essen, ich sage, nach dem Essen soll er sich umziehen, er "zickt" und ist im Zimmer. Jetzt bin ich unsicher. Lasse ich ihn oder gehe ich hinterher - wobei ihc dann nur ein "geh weg!" zu hören kriege - und verwarne ihn und drohe mit einer Konsequenz, da er ja nicht auf mich hört. SChließlich soll er sich umziehn, er muss ins Bett, morgen ist Schule.
Habt ihr auch solche Phasen? Mein Sohn hat nämlich die eigentlich Trotzphase praktisch ausgelassen, ich war sehr konsequent und es gab keine Probleme mit ihm. Aber jetzt ist es echt heftig.
DAnke für eure HIlfe.
Maren
"Kleine Pupertät" mit 6,5.... wie verhalte ich mich?
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Beitrag von marenchen23 - 03.01.12 - 10:32 Uhr
Beitrag von marion2 - 03.01.12 - 11:10 Uhr
Hallo,
http://www.focus.de/schule/familie/erziehung/ratgeber/tid-16043/jaehzorn-geringe-frustrationstoleranz_aid_449722.html
Gruß
Beitrag von marion2 - 03.01.12 - 11:12 Uhr
Nachtrag:
Der Artikel beginnt auf dieser Seite: http://www.focus.de/schule/familie/erziehung/ratgeber/tid-16043/jaehzorn-stampfen-bruellen-toben-_aid_443420.html
Gruß
Beitrag von anja1968bonn - 03.01.12 - 12:58 Uhr
Danke für den Link - ich finde da unsere Situation ziemlich genau wieder, unser Sohn ist 9 und phasenweise sehr jähzornig und mit wenig Selbstwertgefühl ausgestattet.
Vieles von dem, was an Tipps genannt wird, versuchen wir auch umzusetzen, aber im Alltag klappt's dann doch nicht immer. Zu einem Sport zum Auspowern konnte sich unser Sohn bislang einfach nicht begeistern, weil er halt generell motorisch nicht so fit ist und er eben neben OGS und Musikschule auch mal Zeit für sich haben möchte.
LG
Anja
Beitrag von jazzbassist - 03.01.12 - 13:32 Uhr
Ich würde ihn da dann einfach so ins Bett stecken, wie er gerade im Kinderzimmer steht. Ob mit Jeans, im Schneeanzug oder in Unterwäsche. Wenn ihm das zu warm oder zu kalt oder zu unbequem ist ... wer lesen, rechnen und schreiben lernen kann, wird dann sicherlich schon alleine eine Lösung erarbeiten können. Und wenn nicht, rufen die irgendwann ganz laut "Maaaaaaaaaaamaaaaaaaaaaaaa" ... ich würde mir da also keine Sorgen bei machen. Also, er ist ja jetzt auch schon ein großer Junge ... da muss man den Tagesablauf nun wirklich nicht mehr Durchkommandieren ... er weiß schon ganz genau, was als nächstes kommt. Da kann man ihm auch durchaus ein paar mehr Freiräume lassen. Kann er die Uhr denn schon lesen? Also - vielleicht sollten Sie hier einfach mal einen anderen Ansatz versuchen?
Haben Sie denn eine Vermutung, warum Ihr Sohn da so zickig reagiert? Geht es da denn ums umziehen ... oder .. eher um das, was danach käme => Das Schlafen gehen, was er versucht, hinauszuzögern? Diese Machtspielchen "Wenn du jetzt nicht auf mich hörst, dann..." ... würde ich ernsthaft mal überlegen, ob ich mir die nicht schenken würde -> es geht schließlich ums Umziehen (also was völlig banales und absolut selbstverständliches, und, wenn ihr Sohn das nicht tut, ist das auch völlig egal ... er wird dann halt unbequem schlafen müssen). Da würde ich mich dann eher auf die ernsteren Dinge konzentrieren, aber, die Entscheidung, sich Abends umzuziehen oder nicht; oder - wann man das macht - ich finde, die kann man einem Schulkind durchaus schon überlassen.
Hmm - mit 6 1/2 hatten wir so eine Phase nicht mehr. Die komplette Grundschulzeit über fand ich - bis jetzt - am angenehmsten. Dafür hatten wir eine recht normale Trotzphase, die sich dann gerne auch mal in der Öffentlichkeit abgespielt hat (was m.E. schlimmer ist
). Also nach der Trotzphase ging das bei uns eigentlich erst wieder mit der richtigen Pubertät los ... die dann aber schockierenderweise recht früh anfing. Ich glaub' einfach, man steht immer mal auf
mit seinen Kids.
Beitrag von marenchen23 - 03.01.12 - 17:08 Uhr
Hallo,
ich danke für die Antwort.
Mein Sohn "zickt" weil er gerne alles selber entscheiden möchte. Ein großes Thema ist auch Tv. Ich erlaube ihm nur am WE - im Moment macht er dann eben heimlich an. Es gibt es schon, dass er mal unter der Woche darf, dann wird aber am WE weniger geschaut. Aber wie gesagt, im MOment akzeptiert er es gar nicht, er möchte entscheiden, wann er guckt und wie viel er guckt und was er guckt. DAss er selbstständiger werden will, kann sein, dann muss ich mir wohl mal Gedanken machen, wie ich unseren Alltag umstellen kann.
Maren
Beitrag von jazzbassist - 03.01.12 - 18:12 Uhr
Also mit dem "Was er guckt" finde ich schwierig, dass er das ganz alleine entscheidet ... dafür läuft auch Nachmittags noch zu viel Unfug für dieses Alter ... aber ... solange das Program 6-Jährigen-tauglich ist... Mit dem "Wann" und dem "Wie lange" ... man könnte es mal mit einem Zeitkontingent versuchen. Er darf pro Woche z.B. 1,5 Stunden TV sehen; die darf er sich auch mehr oder weniger (Ausnahmen wie Hausaufgabenzeit oder Abends etc. ausgeschlossen) selbst einteilen. Sie können mit ihm zusammen z.B. TV-Geld basteln - ein "Geldtaler" steht dann für 15 Minuten TV-gucken. Und, wenn dieses Kontingent verbraucht ist, guckt er halt - für den Rest der Woche - in die Röhre. So können Sie recht gut kontrollieren (und limitieren), wann (und wie viel) er guckt ... und er kann selbstständig entscheiden, wann und wie lange er guckt. Außerdem lernt er so eine ganze Menge für die Zukunft, z.B., sich seine Freizeit selbst einzuteilen.
Beitrag von marenchen23 - 03.01.12 - 18:54 Uhr
Hallo,
ein Solch ein Kozept habe ich gedacht, als Sie schrieben, in dem Alter könne man ihm mehr zutrauen... und grad das Fernsehen ist eben so ein heikles Thema und Ihr Tipp mit den Talern ist eine Prima Idee. Die werde ich gleich ab der nächsten Woche ausprobieren.
Und für Abends fiel mit ein Wecker ein. Noch kann er dir Uhr nicht lesen, daher kann ich ihm den WEcker stellen und wenn er klingelt hat er sich Bett fertig zu machen. Danach ist Buch und Kuschelzeit und wenn er trödelt, fällt automatisch die Buch und Kuschelzeit kürzer aus.
MAren
Beitrag von sassi31 - 03.01.12 - 15:12 Uhr
Macht der Sohn einer Freundin auch oft. Er heult immer gleich los, wenn irgendetwas nicht nach seiner Nase geht. Sie nimmt das ganz gelassen und geht abends ggf. hinterher und sogt dafür, dass er ins Bett geht. Und wenn er dann meint, er muss heulen, kann er das auch im Bett machen und halt erst danach schlafen.
Den Tipp von Jazzbassist find ich gut.
Beitrag von nuckelchen05 - 03.01.12 - 15:29 Uhr
Hallo Maren,
einen Tipp kann ich dir nicht geben, da ich mich mit meiner Tochter ( auch 6,5 Jahre) in der gleichen Situation befinde.
Im Moment muss ich sehr oft schlucken, da ich sie nie so erlebt hatte, wie jetzt. Sie hatte auch nie eine Trotzphase und ich denke das sie das jetzt nachholt.
Besonders da die Grundschulzeit begonnen hat und die Kinder mehr Selbständigkeit erlangen aber auch mehr Verantwortung übernehmen müssen, können sie sich in einem Umbruch befinden, der mit der Trotzphase im Alter von ca. 3 Jahren gleichzusetzen ist.
Ich mach mir da aber nicht allzu viel Stress, kurz bevor die "richtige" Pubertät beginnt, werden sie bestimmt auch nochmal sanfter werden um Luft zu holen. ;)
lg Nancy
