Erwerbsminderungsrente und ihre Folgen :-(

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Beitrag von juka22 - 04.01.12 - 10:28 Uhr

Hallo,

erstmal vorweg, ich bin 26, habe einen Sohn mit in diese Beziehung gebracht und bin nicht verheirtet, ich bin in der 16 SSW und habe Multiple Sklerose.

Im Sommer 2010 habe ich wegen Kinderwunsch mein Medikament abgesetzt. Im Mai 2011 habe ich meinen Beruf gewechselt und wurde leider im Juli auf Grund eines Schubes von meinem neuen Arbeitgeber gekündigt.:-(
Darauf habe ich mich gleich arbeitslos gemeldet, was alles garnicht so einfach war weil, der Arbeitgeber vergessen hat mich Krankenzuversicheren, ich Monate auf meine Gehälter warten musste usw.:-[:-[:-[

Jetzt war das Arbeitsamt der Meinung ich wäre auf Grund meiner Krankheit nicht vermittelbar und ich solle Erwerbsminderungsrente beantragen. #schock Zu dem Zeitpunkt hatte ich keine andere Wahl da ich immer noch mit dem Schub zu kämpfen hatte.

Ich also die EMR beantragt. Jetzt werde ich wahrscheinlich (telefonische Zusage) zum 01.04.2012 die EMR bekommen, ein Bescheid wird mir die nächsten Wochen zugeschickt.

Ok mir geht es jetzt deutlich besser wo ich die körperliche Belastung der Arbeit nicht mehr habe.

Nach dem Erhalt der Kündigung habe ich meinen Freund gefragt ob wir jetzt dennoch Schwanger werden wollen. Da ich wenn nicht wieder mein Medikament nehmen würde und bei erneutem Kinderwunsch dieses Medikament aber auch wieder ein Jahr vorher absetzten muss. Wir haben uns für eine Schwangerschaft und dieses Kind entschieden und würden es auch immer wieder tun.

Jetzt habe ich folgendes Problem, Alg 1 steht mir nur bis zum 25.01 zu und Hartz 4 werde ich nicht bekommen da ich ja nicht vermittelbar bin. In diesem Fall wäre nun bis zur EMR der Landkreis für mich zuständig. Die wollen nicht für mich aufkommen weil ich mit meinem Partner zusammen lebe und er für mich aufkommen müsse.

Bei Hartz 4 muss der Partner erst für einen aufkommen wenn man über ein Jahr zusammen lebt warum ist das bei Sozialhilfe nicht auch so?
Über wenn bin ich denn in der Zeit ohne Einkommen und irgendwelche Leistungen Krankenversichert? Ich kann mich ja ohne Einkommen schlecht freiwillig Versichern. :-[

Ich meine ich habe ja auch so meine laufenden Rechnungen zu zahlen, da fragt mich keiner warum ich nicht zahlen kann.

Ich verstehe es absolut nicht warum für 2 Monate keiner für mich zuständig sein will. Ich war mein Leben lang arbeiten und hab mir meinen Arsch aufgerissen damit ich mir mein Leben und auch das meines Sohnes schön machen kann und jetzt soll mein Freund für mich aufkommen, wo ich jahrelang immer eingezahlt habe. Nicht falsch verstehen, natürlich würde er im schlimmsten Fall für mich aufkommen aber ich sehe es echt nicht ein das die Behörden wegen 2 Monaten sich so sturr stellen und der Meinung sind sie müssten nichts machen und mein Freund darf dann in der Zeit ca 2000€ für mich springen lassen.

Hat jemand irgendeinen Rat für mich an wen ich mich wenden kann? Die können mich doch nicht einfach so abservieren. Oder gibts irgendwelche hilfreichen Paragraphen?

Ich danke euch schon mal für zuhören #liebdrueck

Beitrag von scullyagent01 - 04.01.12 - 10:38 Uhr

"Bei Hartz 4 muss der Partner erst für einen aufkommen wenn man über ein Jahr zusammen lebt warum ist das bei Sozialhilfe nicht auch so?"

Nein, das stimmt nicht. Auch bei ALG II muß Dein Freund für Dich aufkommen, weil bereits ein Kind mit Haushalt lebt. Also gehüpft wie gesprungen.

Was ich nicht verstehe, warum bekommst Du mit einem Mann ein geplantes Kind, der nicht daran denkt Dich zu versorgen? Auch wenn die Rente durch ist, hast Du keine Reichtümer zu erwarten und dein Partner wird Dich immer mitdurchziehen müssen.

Besonders lachhaft ist dieser Passus:

"Ich war mein Leben lang arbeiten und hab mir meinen Arsch aufgerissen damit ich mir mein Leben und auch das meines Sohnes schön machen kann und jetzt soll mein Freund für mich aufkommen, wo ich jahrelang immer eingezahlt habe. "

Wenn das jemand mit 55 oder 60 beklagt, dann kann man das nachvollziehen, bei einem halben Kind, was nach der Ausbildung villeicht mal 3-4 Jahre eingezahlt hat nicht mehr!

Scully

Beitrag von juka22 - 04.01.12 - 10:54 Uhr

Hättest du meinen Thread richtig gelesen wärst du um einiges schlauer, also wenn du nichts sinnvolles dazu beitragen kannst, dann lass es doch.

Beitrag von scullyagent01 - 04.01.12 - 10:56 Uhr

Liebelein, ich habe Dir Sinnvolles zu deiner Frage beigetragen: ich habe sie beantwortet!

"Nein, das stimmt nicht. Auch bei ALG II muß Dein Freund für Dich aufkommen, weil bereits ein Kind mit Haushalt lebt. Also gehüpft wie gesprungen."

Scully

Beitrag von biene81 - 04.01.12 - 11:27 Uhr

Das Kind ist doch noch gar nicht geboren, oder lese ich was falsch?

LG

Biene

Beitrag von windsbraut69 - 04.01.12 - 11:42 Uhr

Sie hat bereits einen Sohn.

LG

Beitrag von biene81 - 04.01.12 - 11:49 Uhr

Ah, das hatte ich ueberlesen, Danke :-)

LG

Biene

Beitrag von windsbraut69 - 04.01.12 - 12:44 Uhr

Ich hab ihn hinsichtlich der Bedarfsgemeinschaft auch nicht sofort verarbeitet :)

LG

Beitrag von our_darkness - 04.01.12 - 17:28 Uhr

"weil bereits ein Kind mit Haushalt lebt"

Das ist so pauschal nicht richtig.

Beitrag von zwiebelchen1977 - 04.01.12 - 11:07 Uhr

Hallo

Es ist auch das Kind von deine, Partner, was du bekommst, wieso sollte er da nicht für euch aufkommen?

Bianca

Beitrag von juka22 - 04.01.12 - 11:12 Uhr

Das Kind was unterwegs ist, ist von ihm und er würde für mich aufkommen aber ich sehe es einfach nicht ein das er wo das Baby noch nicht da ist für diese 2 Monate für mich aufkommen soll.
Außerdem warum sollte er für mich die Krankenversicherung zahlen. Ich meine wir leben in Deutschland und wenn man nicht verheiratet ist und kein Einkommen hat muss doch irgendjemand für diese Versicherung aufkommen.

Beitrag von zwiebelchen1977 - 04.01.12 - 11:15 Uhr

Er ist auch in der Schwangerschaft für dich zuständig, wieso sollte das den die Allgemeihheit sein? Was haben wir mit eurem Kind zu tun?

Mit der Kv kann man das einfach lösen. Heiratet, dann kannst du dich über ihn versichern.

Bianca

Beitrag von juka22 - 04.01.12 - 11:18 Uhr

Natürlich....aus so einem Grund heirate ich. #klatsch

Beitrag von zwiebelchen1977 - 04.01.12 - 11:20 Uhr

Ihr bekommt ein Kind zusammen, das sollte doch ein Grund sein, oder?

Und man sollte sich auch vorher Gedanken machen, wie das alles werden wird und wer es bezahlt:-[

Beitrag von zwiebelchen1977 - 04.01.12 - 11:22 Uhr

Und im Prinzip hast du dich durch das Absetzten des Medikamentes selber in die Situation gebracht.

Beitrag von windsbraut69 - 04.01.12 - 11:44 Uhr

Mußt Du ja nicht.
Ihr könnt die 150 Euro für Deine KV auch so zahlen.

Beitrag von pinacolada68008 - 04.01.12 - 11:17 Uhr

Ob du das einsiehst oder nicht:

Sobald ein Kind im Haushalt lebt ( egal ob Dein Freund der Kindesvater ist oder nicht ) gilt die Beziehung bei Ämtern als gefestigt und Dein Freund wird angerechnet.

Das betrifft eben nunmal auch die KV - die Du , meines Wissens nach, auch als Rentner zahlen mußt.

Gesetzte müssen einem nicht gefallen - aber halten muß man sich daran. Ich würde auch gerne mit Tempo 100 durch die Stadt heizen, ich käme wesentlich schneller an, es ist nur nicht erlaubt

Pina

Beitrag von juka22 - 04.01.12 - 11:22 Uhr

Gesetzte müssen einem nicht gefallen - aber halten muß man sich daran. Ich würde auch gerne mit Tempo 100 durch die Stadt heizen, ich käme wesentlich schneller an, es ist nur nicht erlaubt #rofl Wer würde das nicht gern?

Ich verstehe manche Gesetzte überhaupt nicht....du zählst als eheähnliche Gemeinschaft, dein Partner soll für dich im vollem Umfang für dich aufkommen, wieso zum Geier kann ich mich dann nicht mit über ihn als Familienmitglied Krankenversichern?

Beitrag von hoeppy - 04.01.12 - 14:39 Uhr

Jetzt mal damit auch Du es verstehst:

Wenn ich mit jemandem eine Fahrgemeinschaft bilde, dann beteilige ich mich an den Benzinkosten.

Aber ich stehe nicht automatisch mit im Fahrzeugschein/Brief und der Halter des PKW`s bekommt auch nicht seine KFZ Versicherung von mir bezahlt.

In dem Fall (sorry) bist Du das Auto. Dein Freund lebt mit Dir und Deinem Kind zusammen und muss sich somit an allen Kosten beteiligen. Aber Du bist nicht über Deinen Freund Familienversichert, denn dazu gehört ein bisschen mehr als "nur" ein Lebensabschnittspartner.

LG Mona

Beitrag von windsbraut69 - 04.01.12 - 11:43 Uhr

Ihr seid doch eine Familie bzw. wollt eine werden.
Warum sollen dann andere für Dich aufkommen?
Indirekt bist Du ja auch seines ungeborenen Kindes wegen überhaupt erst arbeitslos und - unfähig geworden...

Beitrag von delfinchen - 04.01.12 - 11:51 Uhr

"aber ich sehe es einfach nicht ein das er wo das Baby noch nicht da ist für diese 2 Monate für mich aufkommen soll".

Achso, aber die Allgemeinheit soll einsehen und akzeptieren, dass sie für diesen Zeitraum dein Leben finanziert, obwohl du in einer eheähnlichen Gemeinschaft lebst?
Ich habe gelernt, dass man für einander aufkommt, ob verheiratet oder nicht, wenn man in einer Partnerschaft lebt - und dass man nicht die Anspruchshaltung an den Tag legt, dass es die Aufgabe des Staates wäre, alles und jeden zu finanzieren. Wenn man in einer Notlage ist, dann ist das selbstverständlich. Aber das bist du nicht.

"Jahrelang eingezahlt" ringt mir auch ein kleines Lächeln ab, wenn man dein Altern in Betracht zieht.

delfinchen

Beitrag von tomama - 04.01.12 - 11:19 Uhr

Hallo,

als ich finde Deine Erwartungshaltung sehr übertrieben. Du hast eine chronische Erkrankung, nimmst keine Medikamente mehr ein, bekommst davon einen Schub, kannst deswegen nicht arbeiten gehen....also alles Folgen Deines bewußten Handelns und bekommt trotzdem eine Erwerbminderungsrente (sei dem Sozialstaat Deutschland dankbar) und beschwerst Dich darüber, dass Dein Partner sich auch daran beteteiligen soll, er hat das alles doch mit entschieden.

Und zu Deinem "ein Leben land gearbeitet". Du bist 26, wenn man die Ausbildungsjahre und die Jahre als Dein erstes Kind klein war und Du schwanger warst abzieht, dann hast nichts eingezahlt, also würde Dir auch nichts zustehen. Sei also lieber ganz schnell leise und wie gesagt dankbar, dass die Allgemeinheit Deine persönlichen Entscheidungen mit finanziert. Abgesehen davon könntest Du den Vater Deines Kindes auch heiraten, dann wärst Du zumindest über ihn mit krankenversichert...

Versteh mich nicht falsch, MS ist bestimmt eine besch.... Krankheit, und auch kranke dürfen einen Kinderwunsch haben, aber die Folgen waren Dir doch klar....und spätestens da solltest Du Dich auch verantwortlich fühlen...

gruss Tomama

Beitrag von juka22 - 04.01.12 - 11:27 Uhr

Du kennst die Krankheit sicher nicht besonders gut. Du bekommst auch trotz Medis Schübe.
Und arbeiten war ich auch als mein erstes Kind noch nicht im Kiga war, also.

Beitrag von zwiebelchen1977 - 04.01.12 - 11:28 Uhr

Ich kenne diese Krankheit zu genüge. Und nicht jeder bekommt Schübe. Selbst, wenn man keine Medikamente nimmt, muss man Schübe bekommen

Beitrag von tomama - 04.01.12 - 11:40 Uhr

Hallo,

erstmal zu MS. Ich bin da sicherlich keine Fachfrau und zum Glück auch nicht selbst betroffen. Aber ich weiß aus dem Bekanntenkreis von einer Frau (im medizinisches Bereich tätig) die sich wegen dieser Krankheit gegen eigene Kinder entschieden hat. Weil jede Schwangerschaft eine große Gefahr zur Verschlechterung der Krankheit bietet. Weil Du 1. Deine Medikamente absetzt und 2. durch die hormonelle Umstellung auch vermehrt Schübe auftreten. Da hättest Du Dich vielleicht etwas intensiver mit beschäftigen müssen. Auch wieder so ein Punkt, wo die Eigenvernatwortung fehlt. Du bist doch mit 26 Jahren eine erwachsene Frau, also verhalte Dich doch auch erwachsen.

Dann zu dem "ich war auch schon arbeiten als das erste Kind noch nicht im Kiga war". Hast Du da Vollzeit gearbeitet? Selbst wenn, Du kannst mit 26 Jahren, wovon ich wegen Ausbildungszeiten und Schwangerschaft jetzt mindestens 4 Jahre abziehe, noch nicht viel eingezahlt haben. Also, ruder zurück, ärger Dich nicht über die zwei Monate, wo Dein Partner etwas dazu tut...sondern sei dankbar für die nächsten Jahrzehnte, wo die Allgemeinheit Euren Wunsch nach einem Kind mitfinanziert.

Ich weiß ja nicht wie sehr Du im Moment eingeschränkt bist. Du bist ja erst in 16. ssw. Du könntest Dir doch einen leichten 400 Euro Job suchen, leichte Bürotätigkeit oder so...damit wäre zumindest die KV zu bezahlen (sind glaube ich um die 150 euro) und es bleibt noch etwas über....also, einfach etwas aktiv werden und weniger jammern...

gruss Tomama