Hallo,
vorletztes Jahr kurz vor Weihnachten ist mein Papa gestorben. Er hatte eine Lungen -und Rippenfellentzündung. Dadurch eine Sepsis, die das Multiorganversagen ausgelöst hat. Das war das traurigste Ereignis was ich je erfahren musste. 2 Tage vor Silvester wurde er beerdigt. Als ich dann letztes Jahr im Februar einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt war ich überglücklich und zugleich am Boden zerstört, weil ich nur an meinen Papa dachte und wie stolz er wäre. Letztes Jahr im Oktober wurde meine Kleine dann per Kaiserschnitt geholt. Als ich sie nach einer Ewigkeit endlich im Arm halten durfte stand ich unter Schock! Ich dachte man legt mir meinen MiniPapa auf den Bauch. Nun ist mein kleiner Schatz schon 3 Monate alt und sie sieht wirklich immer mehr aus wie ihr Opa. Das ist schön aber auch so schmerzhaft. Nun sitze ich mal wieder hier und weine. Mein Papa ist schon 1 Jahr tot und ich kann es einfach nicht glauben.
Es tut gut das alle einfach mal zu schreiben
Sie sieht aus wie ihr Opa
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Beitrag von silksbest - 04.01.12 - 20:37 Uhr
Beitrag von schutzengel07 - 04.01.12 - 21:04 Uhr
Hallo,zuerst einmal will ich dich feste umarmen
.
Ich kann dich sehr gut verstehen,mein Vater starb vor fast 14 Jahren und 2007 kam unser Sohn zur Welt.Das war schon der erste Hammer,weil er sich immer einen Jungen gewünscht hatte und ihn nun leider nicht mehr kennen lernen durfte.
Und dann sah mein kleiner ,als er Säugling war,meinem Vater auch so ähnlich,dass ich auch oft Tränen verdrückt habe.
Aber mittlerweile sehe ich das so,dass von meinem Vater ein Stück hier geblieben ist und in unserem Sohn weiter lebt und das stimmt mich schon ein wenig freudig.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft deine Trauer zu verarbeiten.Mit der Zeit wird es leichter,aber die Trauer wird immer bleiben.
für deinen Papa
für meinen Papa (gest. am 14.01.98 mit 44 Jahren)
lg Katrin
Beitrag von aro79 - 05.01.12 - 08:39 Uhr
Das mit deinem Vater tut mir sehr leid!! Gerade die Jahrestage und WEihnachten sind schlimm. Und wenn dann noch beides zusammenfällt.
Mein Papa starb am 4.11.2010 und am 27.12.2010 wurde unsere Hannah geboren. Ich muss so oft weinen wenn ich sie ansehe. Besonders wenn sie gerade unheimlich süß ist oder lacht oder etwas neues lernt. Dann denke ich auch immer, wie gerne ihr Opa das alles miterleben würde.
Unsere Papas haben ganz sicher ein Auge auf ihre Enkelchen und erleben alle ihrer Schritte mit. Aber uns fehlen sie halt doch ganz schrecklich!!!
Eine
für deinen Papa
Eine
für meinen Papa
Und eine
für alle anderen Großeltern, die die Geburt ihrer Enkelkinder nicht mehr in diesem Leben miterleben dürfen.
Beitrag von melli.c - 05.01.12 - 13:08 Uhr
Hallo
Mir ging/geht es wie dir. Mein Papa ist am 22.12.2007 gestorben, Beerdigung war am 28. Weihnachten haben wir nur für unsren Großen(damals 2) gefeiert, denn wir hatten ihm ja vorher gesagt wie schön Weihnachten wird, stattdessen liefen alle traurig und verheult rum.
Kurz darauf wurde ich mit unsrem Mittleren schwanger und er ist von den drei Jungs seinem Opa am ähnlichsten.
Die kurze Zeit mit dem Großen hat mir eine schöne Seite meines Papas gezeigt, er war sonst eher reserviert, und ich bin auch heute noch manchmal am heulen wieviel er verpasst, trotzdem bin ich froh das er wenigstens einen seiner mittlerweile 4 Enkeln kennen gelernt hat...
Durch seinen Tod habe ich das Leben mehr schätzen gelernt, aber habe jetzt auch etwas mehr Angst das meinen Kindern etwas passieren könnte.Aber er lebt auch in uns weiter und das einzige was wir noch für unsere Papas machen könnenist, sie nicht zu vergessen und unseren Kinder von ihnen zu erzählen.
Ciao
Melli
Beitrag von sacredheart - 05.01.12 - 22:25 Uhr
hallo,
cih kann deine gefühle voll und ganz nachvollziehen. es ist schwer, in seinem kind oder worin auch immer seinen vater,seine mutter oder einen anderen, über alles gelibten menschen zu sehen, den man verloren hat.
ich habe im september 2004 meine mutter verloren, die im alter von 49 jahren nach langer krankheit endlich erlöst wurde. es war viel zu plötzlich, für uns kinder viel zu früh und für sie schon fast zu spät,aber sie ist jetzt frei von schmerzen und allein der gedanke macht den schmerz erträglich.
allerdings habe ich das problem, dass ich meiner mutter gleiche wie ein zwilling. schau ich fotos an, blicke nicht ich zurück,sondern sie. schaue ich in den spiegel, sehe ich sie. selbst viele meienr handlungen gleichen ihren. ich bin zum beispiel malerisch begabt-wie sie. ich habe generell eine sehr kreative ader-wie sie. ich packe alles am liebsten selbst und sofort an-wie sie.
ich könnte jetzt ewig so weiter machen.
versuch dir einfach vorzustellen, dass dein vater in deiner tochter für dich weiterlebt. er ist bei dir und du kannst ihn sogar jederzeit sehen. dein vater wird für dich immer unvergessen sein und so hat deine tochter auch etwas von ihm, obwohl sie ihn nie kennenlernen konnte. ein schöneres geschenk kann ich mir kaum vorstellen 
ich wünsche dir viel kraft und alles liebe
sacredheart
