Afrika? Diskussion wert?

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Beitrag von powerpino - 05.01.12 - 02:28 Uhr

Wie sieht ihr die Situation in Afrika? Kann Europa da was helfen? Soll man da noch weiter eingreifen oder macht man nur schlechtes wenn man sich dort "einmischt"?
Hab folgenden Artikel gelesen http://www.missance.com/blog/?p=393 und da hörten die gedanken über dieses "verlorene" Kontinent einfach nicht auf...

Beitrag von le-cochon - 05.01.12 - 20:57 Uhr

Du siehst, das ist hier nicht wirklich Thema.
Der Ehrensold für unseren Präsidenten und "wie er sich erklärt", ist einfach wichtiger!
Dann sind da ja noch die bösen Bundesbürger mit Migrationshintergrund (ohnehin alles Verbrecher!) und wenn das Elterngeld gekürzt wird, dann wird auch nochmal eine feine "Diskussion" mit Fackeln und Forken entfacht...

Man denkt sich in keine andere Situation, "Mitten im Leben" machts ja vor, auch die "Schulermittler" oder wie der Schund alle heißt, die BILD wird als Bildungsorgan installiert und man fragt nicht mehr, ob der "Chefreporter" der BILD vielleicht wie üblich eine Kampagne in Gang gesetzt hat, sondern, warum der Bundespräsident ihn angerufen hat.
Der Spiegel schreibt wie einst die BILD, und statt von einem Parteitag erfahren wir aus der Zeit, dass Helmut Schmidt den neuen Kanzler höchstselbst gekrönt hat.

Griechenland denkt darüber nach, uns bösen Europäern zumindest bezüglich der gemeinsamen Währung den Rücken zu kehren, Frau Merkel ist deshalb böse, weil sie anders als Herr Brandt oder so keine Visionen hat, erst war sie böse, weil sie an der Atomenergie festhalten wollte, dann war sie böse, weil sie ihre Meinung revidiert hat.. naja, das haben große Weltökonomen auch nie gemacht.. Schmidt, zum Beispiel!
Du siehst, es gibt eine Menge wichtiger Dinge, da kommen ein paar verhungernde Neger leider nicht vor...

Ok, kein Ansatz zur Diskussion, aber wer will hier schon diskutieren?

Beste
l-c

Beitrag von daddy-69 - 05.01.12 - 21:22 Uhr

"Ok, kein Ansatz zur Diskussion, aber wer will hier schon diskutieren?"

Und wenn man es mal möchte, wird man ob seiner Widerworte oft böse angeschaut.
Aber es ist ein Forum hier, das ist nicht zwingend ein Diskussionsforum.

Beitrag von le-cochon - 05.01.12 - 23:12 Uhr

Ich bin hier ursprünglich gestrandet, weil ich nach Erfahrungen mit Ferienhäusern in Südfrankreich suchte.
Ich stolperte über die Rubrik "Politik & Gesellschaft" und dort dann damals über einen Thread mit über 100 Beiträgen, die sich mit dem Golfkrieg insofern beschäftigten, dass in jedem Beitrag das Kerzensymbol auftauchte, oft mehrmals... Der Worte wurden dort wenige gebraucht.
Ich machte meinem Unmut Luft, indem ich Partei für den damaligen Bush ergriff, handelte mir von genau einer Person böse Worte ein und diskutierte dann mit eben dieser Person über Tage (oder vielleicht sogar Wochen) im gleichen Thread. Unnötig zu erwähnen, dass keine der Kerzen-Tanten dort auch nur noch ein Wort verloren hat.

Es gab aber eben mal User hier, mit denen sich zu diskutieren lohnte, und es gab mal eine ganze Menge davon. Aber gut, der Spiegel hatte ja auch mal lesenswerte Artikel und früher hatten die Ochsen auch dickere Schwänze.
Ein Forum über Politik und Philosophie ohne Diskussionen? Das scheint mir eine große Ähnlichkeit mit alkoholfreiem Doppelkorn zu haben...

Beitrag von daddy-69 - 06.01.12 - 09:18 Uhr

Ja, da gebe ich Dir recht, schön geschrieben.

Dann schau ich mal, wen ich wieder mit meinen kontroversen Meinungen beleidigen kann & wünsch Dir einen schönen Tag.

Beitrag von nele27 - 06.01.12 - 12:32 Uhr

***
Ich bin hier ursprünglich gestrandet, weil ich nach Erfahrungen mit Ferienhäusern in Südfrankreich suchte.
***

#rofl #rofl

Der normale Einstieg geht hier aber über das Zyklusblättchen 72 nach Ovutest2000, IVF, ISCI oder alternativ über "hups, ich bin schwanger trotz Pille und Kondom". Je nachdem.

Dann kommt der Ritt durchs so genannte "SS"-Forum (Stillgestanden!), Babyvorbereitung etc.... man diskutiert über die kleine Mausi im Bauchi, die mal wieder gegen den Bauchinabel getreten hat, nachdem man die anderen 3 Muasischatzikinderchen in den Kindi gebracht hat.

Man durchleuchtet Pro und Kontra vom Kiwa Harten Flop 450. Und natürlich den bösen GöGa, der nicht nachts um 3 was von McD holen wollte.

Wen interessiert da noch Afrika?

#rofl

LG, Nele
Alter Hase

Beitrag von delfinchen - 05.01.12 - 22:44 Uhr

Genau so schaut es aus, wenngleich ich das nie so toll haette schreiben können.

Der Grund? Afrika ist weit weg, was geht das uns an?

Das Geschrei wird erst wieder laut, wenn eine neue "Völkerwanderung" stattfindet und die Afrikaner nach Europa kommen. Denn dann muss man sie ja irgendwie loswerden, nicht, dass die noch was von unseren Sozialleistungen abkriegen.

Ironie Off

Versteh ich auch nicht, wie man tagelang und seitenweise debattieren kann, ob Bundespräsidenten zu viel Ehrensold bekommen, während anderswo massenweise Menschen abgeschlachtet werden oder verhungern. Anscheinend ist das keine Erwähnung Wert.

Lg,

Delfinchen

Beitrag von le-cochon - 05.01.12 - 23:40 Uhr

Ach weißt du...
Ich habe vor einiger Zeit mal eine Diskussion hier starten wollen, ob man angesichts der Revolutionen in Afrika eine Chance verpasste, indem man unser wunderbares Zentraleuropa systematisch gegen "diese Flüchtlinge" abschottet.
Nun ist Afrika ja auch noch verdammt groß und ich glaube, die Zahl derjenigen, die auch nur ungefähr auf der Weltkarte den Sudan von Ägypten unterscheiden können, ist hier im Forum gering. Bei Eritrea wird die Mehrzahl wahrscheinlich die Frauenärztin befragen, ob das ansteckend ist, und ansonsten ist halt die Rede von der "Dritten Welt" als hätte man sie selber nummeriert (geklaut von Hermann van Veen).

Wahrscheinlich hast du recht, dass der Druck groß genug werden muss, damit man sich mit soetwas wie Mitgefühl beschäftigt, aber solange Italien noch in der EU ist, dürfen ja die Italiener auf Lampedusa die "Flüchtlinge" misshandeln und "wir guten Deutschen" haben damit ja nichts zu tun...

Beitrag von ninnifee2000 - 06.01.12 - 07:18 Uhr

Da du aber soooooooooo intelligent bist, solltest du trotzdem nicht "Neger" sagen. Das gehört sich einfach nicht, außer du bist selbst so schwarz wie die Nacht.

Und einen Mann bzw. dessen Politik gut zu finden, der mind. 100 IQ-Punkte unter dir liegt, solltest du hier auch nicht erwähnen.

Beitrag von rufinchen - 06.01.12 - 08:46 Uhr

Fühlst du dich nach deinem selbstgefälligen Erguss jetzt besser?

Gegen alle Missstände dieser Welt kann man auch mit Geographiekenntnissen nichts erreichen, also was soll das für eine Argumentation sein? Oder meinst du, alle Leute die über innenpolitische Angelegenheiten diskutieren, könnten die Bundesländer auf einer leeren Deutschlandkarte zuweisen oder Grenzstaaten benennen? Ich finde nicht, dass es ein Parameter für Interesse ist.

Ich kann niemandem vorwerfen, über aktuelle Themen der deutschen Politik zu diskutieren oder vorhalten, man habe nur das Recht dazu, wenn man sich vorher ausreichend über Katastrophen und Krieg gebeutelte Länder ergossen hat. Darf man sich erst über Herrn Wulffs Verhalten äußern, wenn man Afrika, China, Südamerika, Mexico, Indien, Afghanistan, Irak, Iran usw. ausreichend besprochen hat?

Ganz ehrlich, deine verbitterte Aburteilung ist eher moralin sauer als bewegend.

Beitrag von daddy-69 - 06.01.12 - 09:28 Uhr

Aber wie soll ich über etwas diskutieren oder auch nur mich äußern können, wenn ich nicht ein gewisses Mindestmaß an Information über das Thema habe?

Ich bin z.B. immer wieder erstaunt, wieviele Menschen meinen sie hätten eine Lösung für die Euro-Krise parat. Warum nicht gleich mal die Kernfusion für den Hausgebrauch erklären?

Beitrag von widowwadman - 06.01.12 - 10:59 Uhr

Nun Urbia ist nun mal nicht der Ort, wo sich uebermaessig viel Gebildete tummeln. Und je weniger man was ueber ne Sache weiss, desto einfacher findet man Loesungen, weil man einfach nicht genug Ahnung hat um das Gesamtproblem zu erfassen oder die Probleme die Loesungsansaetze mit sich bringen zu realisieren.

Beitrag von nele27 - 06.01.12 - 12:19 Uhr

Naja, ich habe beim Thema Euro durchaus auch große Wissensdefizite. Da steh ich auch zu :-)

Aber hier will ja meist gar keiner irgendwelche Zuhammenhänge wissen, sondern es geht ums Thema "was müssen wir armen Deutschen wieder zahlen" oder noch besser "was bestimmen die Bösen da oben, was wir armen Deutschen wieder zahlen müssen".
Das ist das wahre Thema, nicht der Euro!

Wie nennt man das - vielleicht die Panik der Besitzenden und im Wohlstand lebenden, etwas abgeben zu müssen?

LG, Nele

Beitrag von le-cochon - 07.01.12 - 15:42 Uhr

Du schrobst:
"Ich kann niemandem vorwerfen, über aktuelle Themen der deutschen Politik zu diskutieren..."

Zwischen "diskutieren" und "sich echauffieren" besteht ein himmelweiter Unterschied...

Solong
l-c

Beitrag von nele27 - 06.01.12 - 12:16 Uhr

Oh. Die Diskussion habe ich verpasst :-(

Dann mach doch noch mal eine auf. Ich interessiere mich seeeeehr für Afrika und rede gern mit!

BTW: Manchmal wird hier übrigens zum Thema Spenden diskutiert. Da gibts ja durchaus ein Für und Wider, dass sich diskutieren ließe. Jedoch muss ich hier bei Urbia bei dem Thema immer spucken, denn diese ganze Polemik "Ich spende nichts, ich hab doch auch nichts" oder "Mir hilft auch keiner" bringt mich immer an den Rande eines Nervenzusammenbruchs.

LG, Nele

Beitrag von nele27 - 06.01.12 - 12:27 Uhr

Moin!

Afrika ist meiner Meinung nach IMMER eine Diskussion wert.

Für mich ists immer wieder aufs Neue unfassbar, was da alles schief läuft und dass es einfach kein Entrinnen zu geben scheint.

Ich war 2009 mal in Kenia, u.a. hatte ich auch die Chance, den größten Slum (Ost?)Afrikas in Nairobi aufsuchen zu dürfen. Da kommt man schon ins Grübeln. Zumal die Menschen dort eine Lebensfreude zu haben scheinen, die uns deutschen reichen Griesgramen irgendwo zwischen Geld und Besitz abhanden gekommen zu sein scheint.

Das Problem ist und bleibt mM nach, dass finanzielle Hilfe nicht ankommt bzw. nicht nachhaltig etwas nützt und Afrika aber andererseits selbst in den jetzigen Strukturen nicht auf die Füße zu kommen scheint.
Mal ganz in Kurzform.

Europa reagiert mit einer Mischung aus Geld geben und Mauern höher ziehen. Das kann es nicht sein. Aber eine bessere Lösung habe ich auch nicht. Es sieht wohl so aus, als ob man richtig was abgeben müsste, damit Afrika auf die Füße kommt. Das würde hier keiner tun, denn man will ja reich bleiben. Und deswegen werden wir vergeblich drauf warten, dass z.B. die ungerechten Subventionen für euopäische Produkte aufgegeben werden oder dass man aufhört, Afrika mit Billig-Geflügelresten aus Europa zu überschwemmen, weil sie den heimischen Handel kaputt machen.

Ich mache das, was jeder recht hilflose Deutsche machen kann: Ich kaufe einige Produkte aus fairem Handel, habe eine Dauerspende laufen...

LG, Nele
PS: Nicht alles ist schlecht in Afrika. Das wird auch gern vergessen. Wir haben gerade einen Pastor aus Kenia da, wir lachen oft Tränen, weil uns kulturell solche Welten trennen. Die afrikanische Lebensart ist auf eine Art und Weise auch extrem entspannend und einladend.

Beitrag von powerpino - 09.01.12 - 00:47 Uhr

stimm dir 100pro zu es ist immer was neues... und du hast auch recht wan du sagst das nicht ALLES schlecht ist... es ist einfach so leicht dies zu übersehen... müsste man mehr im vorderbild bringen!