Guten Morgen, ich lese hier oft mit und heute muß ich auch mal was fragen:
Ich stecke mitten in der Trennung nach 17 Jahren Ehe. Wir haben 2 Töchter (16+6 Jahre). Ich persönlich habe ein schlimmes 2011 hinter mir, gesundheitlich war ich sehr angeschlagen und auch mein seelischer Zustand ist grausig. Niemand weiß davon, ich bin immer arbeiten gegangen (außer die Woche der OP)und spiele nach außen die Starke. OK, jetzt habe ich für die Mädels und mich eine Wohnung, die Große weiß über alles bescheid, die Kleine weiß von der Wohnung, nicht von der Trennung.
Und jetzt sitz ich hier: Die Farbe zum Anstreichen im Auto, den Schlüssel zur Wohnung in der Hand und habe nicht die Motivation hinzufahren.
Ich hab einfach angst dass ich das alles nicht schaffe. Finaziell, mit den Kindern......
und ich weiß, hierbleiben ist auch falsch. Es wären die falschen Gründe zu bleiben. Nicht die Liebe zu meinem Mann, nein, die Angst vor dem was kommt.
Das reicht aber nicht oder?
Zudem weiß ich auch nicht ob mein Mann uns / mich hier überhaupt noch will.
Ach Mädels, so eine schwere Zeit hatte ich noch nie.
Wo bekomme ich den Tunnelblick her den man braucht um sowas durchzuziehen??
Habt ihr einen Rat für mich?
LG A
Wie bekomm ich den "Tunnelblick"?
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Beitrag von frau2808 - 05.01.12 - 10:48 Uhr
Beitrag von josili0208 - 05.01.12 - 11:22 Uhr
Hallo,
Bei mir war es ein bisschen schwieriger, bzw. am Ende "leichter" weil die Situation eine andere war, aber ich weiss sehr gut was Du meinst.
Mir hat es geholfen, den Kontakt zu meinem Ex auf ein Minimum herunterzuschrauben, bzw. zeitweise ganz abzubrechen, weil er immer wieder versucht hat mich zu beeinflussen. Ausserdem hat es wirklich klick gemacht, als ich begann, zu kommunizieren. Ich hielt auch alles geheim, aber irgendwann ist es einfach rausgeplatzt, ich habe Freunde eingeweiht, mir eine Psychologin gesucht. Einfach Hilfe und Bestätigung. Manchmal ist man sich nämlich nicht sicher in seiner eigenen Wahrnehmung und da hilft es, wenn einem jemand den Kopf zurecht rückt.
Das gab mir den erforderlichen Tunnelblick 
Dir alles Gute, Du schaffst das!
Wenn Du willst, schreib mir eine PN
lg jo
Beitrag von starshine - 05.01.12 - 11:53 Uhr
Ein Weg entsteht indem man ihn geht! *Laotse*
Du sollst keinen Tunnelblick kriegen, Du musst nur ganz tief in Dich hinein hören. Und das kannst Du am besten, wenn Du von allem Abstand nimmst. Kannst Du irgendwie mal ein Wochenende weg fahren, ganz alleine? Tu das und versuche zur Ruhe zu kommen und tief in Dich hinein zu hören. Da drin weisst Du nämlich ganz genau was für Dich das Richtige ist. Und wenn Du das dann weisst, dann kannst Du "es durchziehen". Und dann wirst Du das auch schaffen. Der Anfang ist wie immer schwer, aber es wird jeden Tag leichter.
Jede Veränderung macht uns Angst und wenn wir Angst haben, dann müssen wir einen Weg finden, diese zu überwinden.
Viel Glück!
Beitrag von frau2808 - 06.01.12 - 08:28 Uhr
Hallo, leider kann ich kein Wochenende wegfahren, ich weiß vor lauter Arbeit (2 Jobs)garnicht wie ich alles andere noch auf die Reihe bekommen soll.
Wenn die Angst nicht wäre....im Grunde weiß ich was richtig und was falsch ist.
Aber es nutzt mir nichts da ich mich völlig blockiert fühle.....
garnicht mehr fühle was ich fühle und irgendwie dabei immernoch versuche es Allen recht zu machen.
Und....für nichts und wieder nichts.
Danke für deine Antwort, lG
Beitrag von starshine - 06.01.12 - 15:47 Uhr
Man kann es nicht allen Recht machen!!! Ich kenne diese Zerrissenheit nur zu gut und es scheint eine ziemlich weibliche Charktereigenschaft zu sein.
Wenn es uns aber schlecht geht in einer Situation, dann müssen wir uns auf das Wesentliche konzentrieren. In diesem Fall ist es wichtig, dass es DIR gut geht mit Deinem Leben, denn dann haben Deine Kinder auch mehr davon. In einer gespannten Situation wirst Du früher oder später eingehen und das wird auch Deine Kinder prägen.
Und ja: immer nur einen Schritt nach dem anderen machen. Bei jedem Schritt wirst Du Dich freier fühlen. Und irgendwann wirst Du spüren, dass es Dein Weg ist den Du gehst und dann wirst Du keine Zweifel mehr daran haben.
Wir sind nunmal auch so, dass wir Veränderungen nicht mögen, denn sie sind anstrengend. Wenn die aktuelle Situation Dich aber so sehr belastet, dass Du fühlst, dass Du gehen musst - für Dich - dann wird es richtig sein.
Ich wünsche Dir viel Kraft auf dem Weg
Beitrag von frau2808 - 07.01.12 - 18:53 Uhr
Hallo, danke für deine Antwort.
Weißt du, eigentlich ist es doch so, dass das Wesentliche die Kinder sein sollten oder?
Mit dem Auszug tue ich ihnen ja keinen Gefallen, sie werden ja eher leiden...
Es ist sos chwer
Beitrag von starshine - 12.01.12 - 19:38 Uhr
Das stimmt so nicht!!!! Unter der angespannten Situation leiden Deine Kinder mehr als wenn beide Eltern wieder entspannt leben können!!!!
Beitrag von comapo - 08.01.12 - 19:29 Uhr
Ein toller Spruch!
Beitrag von lexica11 - 05.01.12 - 20:02 Uhr
Hallo A,
es gibt einen guten Denkansatz dazu, der mir einfällt:
"Wo die Angst ist, da geht der Weg entlang..."
Viel Mut und Glück...denk vielleicht an Situationen, wo Du Dich auch tierisch überwinden musstest und hinterher stolz auf das Geschaffte warst...
Liebe Grüße
Beitrag von frau2808 - 06.01.12 - 08:18 Uhr
Hallo, danke für deine Antwort, eine vergleichbar schwere Situation hat es noch nicht gegeben in meinem Leben.
LG A
Beitrag von meisnerlauramaus - 05.01.12 - 20:41 Uhr
Hallo
Mir geht es so ähnlich wie dir, habe auch immer überlegt und nie den mut gehabt und jetzt war das fass voll, nur mit den unterschied er muss ausziehen u ich bleibe hier, denke an deine zukunft mit deinen kindern, richte dir deine woh nung gemütlich ein und freue dich jeden tag mehr wieder frei zu sein und luft zu holen. Ich muss es jetzt auch leren aber der größte schritt ist bei mir getan ich habe mich nun entgültig getrennt und das ist ein großer stein im herzen gewesen.
lg diana
Beitrag von frau2808 - 06.01.12 - 08:20 Uhr
Guten Morgen, ich glaube mir (uns)würde es auch leichter fallen wenn wir hier im Haus bleiben könnten.
Meine Schwiegereltern wohnen neben an, somit wird die Sache UNMÖGLICH.
Wie gehen denn deine Kinder mit der Trennung um?
LG A
Beitrag von steffi3009 - 06.01.12 - 08:48 Uhr
Hallo A,
ich weiß was du meinst. Ich habe ganz oft das Gefühl, allein auf dieser Welt zu sein. Mich allein um alles kümmern zu müssen, nirgendwo dazu zu gehören. :/ Die Last, alles allein entscheiden zu müssen, ruht zum Teil so schwer auf mir, dass ich nichts tun kann.
Stell dir vielleicht vor, wie schön es in Zukunft für euch werden wird, wenn du das alles geschafft hast. ein Schritt nach dem anderen...
LG Steffi
