Ist das Mobbing? Bitte um Rat

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Beitrag von marie627 - 05.01.12 - 11:52 Uhr

Hallo,

ich schreibe mal hier für meinen Mann...er arbeitet schon seit 10 Jahren in einem mittelständischen Familienbetrieb. Der Inhaber ist knapp 80 Jahre und so ist auch vieles noch veraltet bzw. für heute Ansichten oft sehr unmodern.

Er hat nen Vorgesetzten der eigentlich in Rente ist, aber dennnoch 2x die Woche vormittags da ist um alles zu checken und weiter zu agieren, wie vorher. Mein Mann ist Teamleiter und bestimmt so Sachen wie Azubieinsatz und Urlaubsplanung. Aber ständig wird er von der GF und von seinem Vorgesetzen wegen Kleinigkeiten angemacht.

Heute z. b. weil er zu viel privat telefoniere, was der GF aufgefallen sei und er sich zu weit in seinem Stuhl zurücklehnen würde und wenn er sich nicht besser benehmen würde im Büro, werde man die letzte Konsequenz ziehen. Mein Mann fragte "Kündigung?" Nein, das ginge nach so langer Betriebszugehörigkeit ja nicht einfach, aber Versetzung.

Er ist Kaufmann, Versetzung heißt dann Lager oder Versand, da wo man ihn nicht mehr sehen würde. Jetzt will er sich beim BR mal erkundigen, was er da machen kann und ob das schon Mobbing ist. Was meint ihr, wie sollte er sich verhalten?

Er telefoniert fast gar nicht privat. Ich trau mich gar nicht mehr anzurufen, da ich den Ärger ja kenne. Nur wenn wirklich mal was mit dem Kind ist, ruf ich an und dann meist aufs Handy, damit er in ne stille Ecke gehen kann und mich zurückruft. Ist doch alles irgendwie peinlich.

Er macht wirklich alles für die Firma. Wenn irgendwas fehlt oder irgendwas ist springt er sofort. Und was ist der Dank, nur solche kleinen Foppereien. Seine direkte Arbeit und Verantwortungsbereich wird dabei niemals kritisiert. Im Gegenteil, hier heißt es immer, dass das alle gut läuft.

Mein Mann ist zu Recht stinkesauer...

VG
Marie

Beitrag von scullyagent01 - 05.01.12 - 12:06 Uhr

Dein Mann ist Teamleiter, also Vorgesetzter mit Vorbildfunktion.

Und nein, da geht es gar nicht wenn er sich im Büro rumlümmelt als säße er daheim auf dem Sofa.

Und wenn in der Firma private Telefonate untersagt sind, dann ist auch schon ein einziges zuviel. Er kann dich ja auch schließlich in der Mittagspause vom Handy aus anrufen, sofern nichts wichtiges passiert ist. warum Du ihn auch noch stalken mußt erschleißt sich mir nicht. Soviel kann doch nicht mit einem normalen Kind los, das das Zeit hat bis Feierabend.

Ich sehe hier kein Mobbing, sondern, selbst aus Deiner einseitigen Darstellunge heraus, eine begründete Kritik.

Und wenn Dein Mann damit nicht reflektiert umgehen kann, dann ist die Position, die er inne hat, eine Nummer zu groß für ihn.

Scully

Beitrag von thea21 - 05.01.12 - 12:22 Uhr

Geb ich dir jetzt einfach mal RECHT :-)

Beitrag von schmerle123 - 05.01.12 - 12:32 Uhr

"warum Du ihn auch noch stalken mußt ..."

#nanana wenn ich Dir in den anderen Punkten auch zustimme, aber hier doch bitte etwas Vorsicht! Man kanns auch übertreiben mit den Antworten!!

Beitrag von serdes - 05.01.12 - 12:11 Uhr

Hi!

Je nach Job ist sogar ein privates Telefonat eines zuviel. Ist so.

Er telefoniert fast gar nicht privat? Vielleicht sollte er versuchen das "fast" zu streichen. Tatsächlich ist es nicht normal am Arbeitsplatz, während der Arbeitszeit, Privates zu erledigen.

Zu dem "Zurücklehnen im Stuhl"....Du schreibst eine Versetzung würde bedeuten, er würde an einen Ort versetzt, an dem man ihn nicht mehr sehen kann... und das ist vielleicht auch der Punkt. Man (Kunden/Untergebene) kann ihn jetzt sehen und der Chef erwartet, dass er sich auf seinem sichtbaren Posten vorbildlich benimmt. Find ich jetzt nicht ganz abwegig.

Nun ja, ob das Mobbing ist oder nicht, ist schwer zu beurteilen. Vielleicht versucht er sich mal der Firmenpolitik anzupassen, wenn er dann irgendwann mit aus der Luft gegriffenen Vorwürfen (denn das sind sie ja anscheinend noch nicht) konfrontiert wird, könnte es sich eventuell um Animositäten handeln.

Grüsse

serdes

Beitrag von windsbraut69 - 05.01.12 - 12:33 Uhr

Ich weiß nicht, ob Dien Mann zu Recht stinkesauer ist oder sich tatsächlich nicht passend benimmt.

Wenn private Gespräche untersagt sind, ist "fast nicht" auch zuviel. Ihr könnt ja in seiner Pause telefonieren und je nachdem, wer ihn auf seinem Platz sieht (Kunden, untergebene Mitarbeiter, Vorgesetzte), kann es schon einen blöden Eindruck machen, wenn da jemand in seinem Stuhl fläzt... Ich hab da immer einen ehemaligen Kollegen im Hinterkopf, der ernsthaft vor Lieferanten und Durchgangsverkehr im Büro seine Füße auf den Tisch gelegt und die Lehne komplett nach hingen gedreht hat und lässig Privatgespräche geführt hat - stundenlang...

LG

Beitrag von kerstini - 05.01.12 - 12:40 Uhr

Ich denke das kommt ganz auf die Fima an.

Bei meinem Mann im Betrieb z.B. läuft alles recht locker, er duzt seinen Betriebsleiter, geht mit seinem direkten Vorgesetzten ab und an Sporteln und ruft auch mal an wenn er grade nen Moment Pause hat.

Allerdings hat mein Mann auch keinen Bürojob und keinen Kundenkontakt, von daher kann ich die Einwände vom Chef deines Mannes durchaus verstehen. Er ist der Chef und gibt die Spielregeln vor. Wenn er viel Wert darauf legt wie sich die Angestellten verhalten ist das sein gutes Recht!

LG

Kerstin mit Ida #verliebt an der Hand und MADITA, LEO & #stern #stern im #herzlich

Beitrag von woodgo - 05.01.12 - 12:55 Uhr

Ja, ja...wenn sich die Frauchen für´s Männchen wieder zu weit aus dem Fenster lehnen...
Für mich klingt das nach berechtigter Kritik!

Beitrag von seikon - 05.01.12 - 13:00 Uhr

Ganz ehrlich?

http://www.urbia.de/forum/28-finanzen-beruf/3429503-mobbing-anzeige-arbeitgeber/21799208

DAS ist echtes Mobbing. Dein Mann scheint sich offenbar einfach seiner Position nicht angemessen zu verhalten.

Beitrag von lumi1980 - 05.01.12 - 13:01 Uhr

Hallo,

also nimms mir bitte nicht übel, aber wenn Dein Mann sich dadurch, was Du hier schilderst, gemobbt fühlt, dann frage ich mich ernsthaft, wie er es geschafft hat Teamleiter zu werden, denn von "Eiern" zeugt das nicht gerade!

Als Teamleiter hat er eine Vorbildfunlktion zu erfüllen, dass heißt, was er von seinen Mitarbeitern erwartet, dass muss er Vorleben, und dazu gehört sicherlich nicht, sich im Bürostuhl rumzufläzen und private Telefonate zu führen. Und woher willst Du wissen, mit wem er noch private Gespräche führt :-p, vielleicht spricht er ja mit Dir wirklich nur einmal am Tag?!

Also nix für ungut, aber dein Mann soll sich einfach seiner Position entsprechend verhalten und alles ist gut!

Liebe Grüße

Lina

Beitrag von manavgat - 05.01.12 - 13:16 Uhr

Das ist ja übergriffig. Von wegen nicht so? zurücklehnen. und ja, ich würde mit dem Betriebsrat sprechen und zwar umgehend.

Privat telefonieren muss gar nicht toleriert werden. Ich verstehe auch nicht, warum Du Deinen Mann während der Arbeitszeit damit behelligst. Was kann er denn konkret in diesem Moment tun, außer sich von der Arbeit ablenken lassen und wieder einen Anschiss riskieren?

Gruß

Manavgat

Beitrag von vwpassat - 05.01.12 - 13:46 Uhr

Schon irre, was manche alles unter Mibbing verstehen.

Weißt Du was, ich hab grad die Beine auf dem Tisch und mache auch oft Privatgespräche, aber..................

ich bin selbständig, mich sieht dabei keiner und ich darf das.

Als Angestellter mit Kunden bzw. Lieferantenkontakt ein NoGo.

Beitrag von vwpassat - 05.01.12 - 13:47 Uhr

Mibbing #klatsch

natürlich Mobbing

Beitrag von thea21 - 05.01.12 - 20:50 Uhr

Mibbing, ich musste lachen....danke :-)

Beitrag von shampoo - 05.01.12 - 21:41 Uhr

Mibbing ist die kleine Schwester von Mobbing ! :-D

Beitrag von sassi31 - 05.01.12 - 15:22 Uhr

Hallo,

das, was du hier beschreibst, sind ganz normale Arbeitsanweisungen und haben mit Mobbing nicht das Geringste zu tun. Wenn der AG private Telefonate nicht duldet, dann hat dein Mann nicht "fast gar nicht" privat zu telefonieren, sondern wirklich niemals.

Da ich nicht weiß, ob dein Mann in seinem Büro Kundenverkehr hat oder völlig abgeschottet und alleine sitzt, kann ich nicht beurteilen ob der Chef das "Rumgelümmel" zu Recht kritisiert. Bekommen Kunden sowas mit, sieht das einfach nicht gut aus und dann muss er es unterlassen. Schließlich repräsentiert er die Firma. Versetzen kann man ihn deshalb wohl aber nicht so einfach. Wobei da natürlich die Frage ist, was in seinem Vertrag bzgl. des Arbeitsplatzes steht.

Gruß
Sassi

Beitrag von lichtenstein - 05.01.12 - 15:26 Uhr

Vielleicht lehne ich mich jetzt gaaanz weit aus dem Fenster, aber: wenn Dein Mann schon seit 10 Jahren in dem Unternehmen ist, dann muss in meinen Augen mehr als rumfläzen und privates Telefonieren vorgefallen sein, wenn so eine Degradierung ins Auge gefasst wird. Vor allem, nachdem es im Unternehmen ja sogar einen Betriebsrat gibt.

Eine wenig Selbstreflektion, wo die Kacke eigentlich am Dampfen ist, täte eventuell not.

Beitrag von sassi31 - 05.01.12 - 15:38 Uhr

Vielleicht wurde er schon häufiger ermahnt und nun ist das Fass einfach voll?

Beitrag von smurfine - 05.01.12 - 15:49 Uhr

Ich habe meinen Mann in acht Jahren Ehe noch nie außerhalb seiner Mittagspause im Dienst angerufen. Der würde sich auch herzlich bedanken. Wenn´s brennt kann ich die Feuerwehr auch selber rufen, was kann er da an seinem Arbeitsplatz ändern?
Wenn wirklich mal was außergewöhnlich Interessantes oder Wichtiges passiert kann man ja eine sms schicken.
Ich hatte mal einen Kollegen... dessen Ehefrau hat einen halben Konzern terrorisiert. Ich hör die Stimme heute noch in meinen Ohren klingeln. Die hat jeden Tag mindestens fünfmal angerufen, und wenn ihr geiler Typ nicht an sein Telefon ging, dann hat sie halt eine Nummer weiter angerufen. Wir haben hinterher schon alle die Augen verdreht wenn ein Telefon geklingelt hat. So kann man sich auch einen Namen machen.

Also um an dem Punkt anzusetzen: Streicht doch einfach mal alle Telefonate während seiner Arbeitszeit.

Alle anderen Punkte: Wenn ich mich mit etwas zu unrecht angeblufft fühle, dann kläre ich das. Bzw. frage nach. Und wenn es zu doof wird, dann kann man sich immernoch woanders bewerben. Mobbing sieht allerdings anders aus.

LG,
fina

Beitrag von shampoo - 05.01.12 - 17:50 Uhr

Kein Mobbing !
Lediglich Anweisung mit Konsequenzerklärung bei Nichteinhaltung.
Und mein spezieller Tipp:
Wem es nicht passt, wie der Chef seinen Betrieb führt, dem bleibt die Möglichkeit zu gehen. Oder es mal selbst zu probieren, wie es so ist, einen Betrieb am Laufen zu halten.