Meine Kleine ist mittlerweile schon fast 15 Wochen alt und ich merke, ich sollte meinen Geburtsbericht langsam mal schreiben, wenn ich nicht die Details vergessen will.
Ich hatte soooo viele Geburtsberichte im Internet gelesen und war soooo gespannt, wie es bei mir werden würde. Ich fand die Spannung fast unerträglich und daher wusste ich nicht recht, was ich davon halten sollte, als mein Arzt 9 Tage vor ET die Geburt einleiten lassen wollte. Er machte sich etwas Sorgen um das Wachstum meiner Süßen und wir fuhren ins Krankenhaus, es war Freitagmorgen.
Dort stellte man erstmal fest, dass der Muttermund 1 cm offen war, das war aber schon seit einer Woche so gewesen, Wehen hatte ich bislang nicht die geringsten. Schade, ich hoffte bei jedem CTG darauf, endlich mal ne Wehe zu sehen oder zu spüren.
Das Fruchtwasser war etwas knapp und auch sonst sah es grenzwertig aus, also bekam ich Samstag Mittag eine Prostaglandin-Tablette (Cytotec), die den Muttermund weich machen sollte und damit die Geburt einleitet.
Dank Internet hatte ich somit den kompletten Samstag Zeit, über eingeleitete Geburten und die Schwere der Wehen nachzulesen, ich las Horrorstories von stundenlangen Wehen, die äußerst schmerzhaft waren aber nix bewirkten. Während ich las, horchte ich in mich rein, aber es tat sich absolut nix.
In der Nacht schlief ich dann sogar besser als in der Nacht zuvor, und das soll was heissen im Krankenhaus auf der Wöchnerinnenstation...ich wollte endlich auch nicht mehr schwanger sein!
Man hatte mir schon gesagt, das ich zunächst nur eine ganz kleine Dosis bekommen würde und das vermutlich nicht direkt etwas passiert, aber ich hatte doch sehr auf die Nacht gehofft. Gegen morgen verspürte ich ein minimales Ziehen im Rücken, was sich aber genauso anfühlte, wie es schon öfters in der Schwangerschaft vorgekommen war.
Also taperte ich gegen 11 Uhr Sonntag vormittag wieder brav zu meinem CTG Termin und schmiss die nächste Tablette ein. Während des CTGs telefonierte ich gelangweilt mit einer Freundin und bekam im Verlauf des Gesprächs unangenehmens Sodbrennen, weshalb ich dann auch keine Lust mehr hatte zu telefonieren. Auf dem Papier wurden in regelmäßigen Abständen Hügel aufgezeichnet, ich spürte absolut nix, aber es waren Wehen im 7 Minuten-Abstand, juhuu, was war ich plötzlich motiviert!!
Um 12.15 Uhr war ich zurück im Zimmer und rief euphorisch meinen Mann an, ich hatte Wehen, spürte auch nen bisschen was und er solle doch um 14 Uhr kommen um mir beim nächsten CTG Gesellschaft zu leisten. Mein Mann hatte den Vormittag damit verbracht zu Hause nochmal klar Schiff zu machen, er wollte noch Rasen mähen... Naja, 15 Minuten später rief ich ihn wieder an und sagte, er möge doch bitte schneller kommen, irgendwie ging es mir gar nicht mehr gut....
Gesagt getan, er war da, die Wehen kamen im 5 Minuten Abstand, aber ich war immer noch völlig relaxt, da der Kreissaal 20 Meter entfert war, ich ja erst um 14 Uhr den CTG Termin hatte und Geburten ja bekanntlich länger als 2 Stunden dauern. Außerdem gabs um 13 Uhr Mittagessen und ich wollte mich ja noch stärken.
Das sah dann so aus, das ich alle 5 Minuten ne Pause beim Essen einlegte und mir aber noch eine deftige Mahlzeit inklusive Nachtisch reinzog. Ich wusste ja nicht, wie lange ich nix mehr bekommen würde :))
Naja, gegen 13.20 Uhr hatte ich ein dringendes Bedürfnis auf der Toilette den Darm zu entleeren und mittlerweile doch sehr schmerzhafte Wehen in 2 Minuten-Abständen.
Damit standen wir dann im Kreissaal auf der Matte und es stellte sich schnell heraus, das der Muttermund 3-4 cm geöffnet war. Wahnsinn, soo schnell!!
Ich verlangte direkt eine PDA, weil ich immer noch damit rechnete, diese Schmerzen sonst nun womöglich den Rest des Tages aushalten zu müssen. Die muss so gegen 14.20 Uhr gelegt worden sein. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich kaum noch auf dem Kreisbett sitzen, weil ich Presswehen hatte, ich konnte es kaum glauben. Das Legen der PDA war echt unangenehm, da waren mir die Wehen lieber, und hätte ich gewusste, das ich gar keinen Wirkstoff mehr gespritzt bekomme, hätte ich gerne auf sie verzichtet. Ungläubig fragte ich die Hebamme, ob ich denn Pressen dürfe, ich dachte "Jetzt muss ich gleich das so schön im GVK gelernte Hecheln anwenden".
Aber nein, ich sollte loslegen, und das tat ich dann auch....um 15 Uhr war meine Kleine geboren! Als mir dieses warme, glitschige Bündel auf den Bauch gelegt wurde, wusste ich gar nicht, wie mir geschah, ich war unglaublich erleichtert, das es schon vorbei war, und ich wollte nur noch schmusen und es küssen.
Das war mein Geburtsbericht, bestimmt nicht der spektakulärste, aber für mich war es einfach ein wunderschönes Ereignis, und ich würde mir jede weitere Geburt genauso wünschen!#
Ein wunderbarer Sonntag
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Beitrag von lara30 - 05.01.12 - 13:54 Uhr
Beitrag von skorpion82 - 05.01.12 - 19:20 Uhr
Na das ist doch mal eine schöne Geburt. :)
Herzlichen Glückwunsch und alles Gute Euch!
Wobei ich nicht verstehe, warum sie Dir noch eine "PDA" legen, wenn Du gar keinen Wirkstoff mehr gespritzt bekommen hast. Das war doch Unsinn.
Beitrag von lara30 - 05.01.12 - 19:27 Uhr
Konnte ich mir auch nur so erklären, das sie selbst nicht damit gerechnet hatten, dass der Muttermund innerhalb von 45 Minuten von 3-4 cm auf vollständig geöffnet geht...
