Er hat ja soooo recht!
http://www.blu.fm/subsites/detail.php?id=5686
Ich mag Hape ja eigentlich nicht, aber dieser Kommentar ist super
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Beitrag von kiki.08 - 06.01.12 - 21:14 Uhr
Beitrag von c.l.e.o. - 06.01.12 - 22:52 Uhr
Hallo,
bei mir ist es lustigerweise genau andersherum. Ich mag Hape sehr gern, aber bei diesem Kommentar musste ich mich doch sehr über ihn wundern. Ich frage mich ernsthaft, was ihn bewegt hat, Herrn Wulff dermaßen den Rücken zu stärken.
Allein die provokanten Fragen (um mal ein Beispiel zu nennen)
>>Aber darf ein Präsident in diesem Land sauer sein auf boulevardesken Enthüllungsjournalismus und unappetitliche Schnüffelei in seinem Privatleben? Darf er das oder nicht? Darf er Mensch bleiben angesichts einer unmenschlichen und gnadenlosen Presse?<<
kann ich nicht nachvollziehen.
Boulevardesker Enthüllungsjournalismus? - Entschuldigung, aber wenn ein Mann in diesem Land auf einem Ministerpräsidentenposten komische Dinge macht und darüber merkwürdigerweise auch nicht reden möchte und wenn dieser Mann als Bundespräsident berichterstattenden Redakteuren (auch wenn sie nur für den Springer-Verlag arbeiten) strafrechtliche Konsequenzen androht, wenn sie unbequeme Dinge veröffentlichen wollen, dann sollte das Land, dessen Oberhaupt er ist, doch davon erfahren. Das hat nichts mit Boulevard und Enthüllung zu tun. Das ist ihr Job. Und nur mal so am Rande: Bisher war die BILD-Zeitung (ja, eigentlich der gesamte Springer-Verlag) das Sprachrohr der Konservativen (und das obwohl sie es wagen auf der Titelseite ein nacktes Mädel abzubilden). Für mich hört es sich eher so an, als dass Wulff sauer ob des Verrats der BILD an ihm als CDU-Politiker ist.
Schnüffeleien im Privatleben? - Nun, der Mann hat mit seinem Amtsantritt, mit seinem Schritt in die Landes- und Bundespolitik bereits beschlossen, dass er mit Rampenlicht und den darausresultierenden Konsequenzen leben möchte. Jetzt soll er bitteschön nicht so tun als ob er hier das arme unschuldige Opfer ist, dass keine Privatsphäre genießen darf. Manche Dinge lassen sich nun mal nicht vereinbaren. Mit den Vorteilen lebt er doch auch ganz gut ohne sich zu beschweren, oder?
Gnadenlose und unmenschliche Presse? - Gnadenlos vielleicht, aber unmenschlich? Ganz schön große Worte über die vielleicht nochmal nachgedacht werden sollten ... .
In diesem Sinne,
C.
Beitrag von lisasimpson - 07.01.12 - 11:52 Uhr
"bei mir ist es lustigerweise genau andersherum. "
dem kann ich mich so anschließen.
Beitrag von peterpanter - 07.01.12 - 00:54 Uhr
Nun, da hat der gute Harpe mal leicht am Thema vorbeigeschossen und vielleicht seinen eigenen Strauß mit der Mischpoke von der Bild ausfechten wollen. Und in die verquerte Denkweise verfallen, daß nicht der der den Schmutz macht der Schuldige ist, sondern der auf ihn hinweist.
Leider sieht der Herr Kerkeling dies aus der Sicht eines priviligierten, für den es selbstverständlich ist, die Annehmlichkeiten seines Standes oder seiner Bekanntheit im vorbeigehen "mitzunehmen".
Aus Sicht des "kleinen" Beamten, der bei diesen in gewissen Kreisen "Selbstverständlichkeiten", - hätte er diese angenomen -längst entsorgt worden wäre, sieht dies natürlich anders aus.
Natürlich ist die Bildzeitung üble Journallie - aber dies ändert nichts an dem Verhalten von Herrn Wulff
grüßle
Beitrag von sassi31 - 07.01.12 - 03:44 Uhr
Das sehe ich ganz anders.
Ich mag Hape Kerkeling eigentlich ganz gern, aber die Aussagen sind völlig daneben.
Beitrag von lisasimpson - 07.01.12 - 11:55 Uhr
mit was hat er denn recht?
ich mag hape als Entertainer- das macht er gut und da ist er erfolgreich.
daher sollte es jeder Entertainer gut überlegen, ob er bei seinem leisten bleibt oder ob das fach wechselt und politische Kommentare abgibt.
ich finde der schuß ging nach hinten los- was immer ihn dazu bewegt hat - es war unpassend und polemisch.
Beitrag von seelenspiegel - 09.01.12 - 11:27 Uhr
Schuster bleib bei Deinen Leisten.
Ich sehe Hape als Komiker und Entertainer manchmal ganz gerne seit er aus seinen "Hurz-Zeiten" herausgewachsen ist.....aber vielleicht sollte er sich etwas zurückhaltender zeigen, wenn bei seinen Politausflügen so etwas dabei herauskommt.
Was an einem Telefonat, in dem ein Politiker einem Reporter Konsequenzen welcher Art auch immer androht, vertraulich sein soll, erschliesst sich mir nun nicht wirklich. Selbst Wulff selbst hat nachträglich versucht, diesen Fauxpas herunter zu spielen....und das nicht sonderlich glaubwürdig wenn ich das anmerken darf.
Natürlich wurde der Fall mehr aufgebläht als es hätte sein müssen, aber auf der anderen Seite gilt immer noch: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen um sich werfen.
Wulff hat definitiv etwas gemacht, was er z.B. bei Ex Kanzler Schröder aufs schärfste kritisiert hat, und wie ich damals fand absolut zurecht. Dass er sich nun in die selbe Schüssel mit Mist setzt ..... ist einfach nur selten dämlich.
Was den Vergleich mit anderen Politikern und deren Fehler angeht: Jeder muss zu seinen EIGENEN Fehlern stehen....und eben auch die Konsequenzen daraus ziehen wenn es nötig ist.
Beitrag von sassi31 - 09.01.12 - 15:05 Uhr
Sehr schön auf den Punkt gebracht.
Beitrag von zarewitsch - 10.01.12 - 09:36 Uhr
Herr Kerkeling hat etwas gegen Boulevardjournalismus. Das ist sein gutes Recht (auch wenn er als Fernsehprofi wissen müsste, dass er unter anderem davon lebt), und auch ich habe etwas gegen Boulevardjournalismus. Die Affaire rund um Wulff ist aber eben nicht dazu geeignet, Journalismusschelte zu betreiben. Schuldiger und Verantwortlicher ist einzig und allein der feine Herr Bundespräsident, der die moralischen Anforderungen an das Amt mit Füßen tritt.
Nebenbei: Wenn ich höre, mit welchen Worten sich Wulff zu verteidigen versucht, wie wenig rhetorisch gewandt er ist, dann zweifle ich neben seiner Integrität auch seinen Intellekt an.
